RB: Eine kleine Auszeit unter andalusischer Wintersonne vom 09.01.-20.02.2026

  • Irre: Guten Morgen Sonne. Hallo, Sonne, wo bist du? Guten Morgen blauer Himmel. Wo bist du? Guten Morgen Palmen. Wo seid ihr? Guten Morgen Meer. Wo bist du?

    Finanzministerin: Irre, du bist wieder zu Hause am Bodensee. Da siehst du keine Palmen.

    Irre: Aber die Sonne, blauen Himmel und den Bodensee sollte ich eigentlich sehen. Aber da ist nichts als Regen und trübe Sicht. Und den Bodensee kann ich nur erahnen, weil ich weiß, wo er sein sollte.

    Finanzministerin: Jetzt tut die Irre schon nach dem Mittagessen so als wäre sie gerade aufgestanden. Dabei hat sie schon die Technik aus dem Rucksack geholt, den Laptop wieder aufgebaut und angeschlossen und angefangen, den Koffer auszuräumen.

    Irre: Die Sicht ist aber immer noch so toll wie beim Aufstehen. Und kalt ist es draußen auch. Und nass von oben auch.

    Finanzministerin: Aber immerhin hast du in der Nacht sehr gut geschlafen.

    Irre: Und ich habe das Rauschen der Wellen ganz arg vermisst. Das leichte Rauschen des Regens hat nicht funktioniert als Ersatz. Und ich habe meine Frühstücks-Orange vermisst.

    Gipsy: Wir hätten dir heute morgen gut Orangen kaufen können.

    Irre: Die Orangen, die ihr mir die ganze Zeit vor unserem Urlaub serviert habt, waren nicht so süß und saftig wie die, die ich im Urlaub jeden Tag gegessen habe. Ich möchte jetzt ganz lange keine Orangen mehr.

    Finanzministerin: Wir sollten jetzt den Rest des Koffers auspacken. Du kannst dabei auch gerne noch eine kleine Pause machen und einen Kaffee trinken.

    Irre: Und danach sehen wir uns unsere Bilder an und träumen uns wieder nach Spanien.

    Finanzministerin: Und das Fazit schreiben wir, wenn die Irre auch mental wieder am Bodensee angekommen ist.

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  • Sorry, das versprochene Fazit hat sich aufgrund privater Verpflichtungen (und auch dem mentalen Zustand der Irren) etwas verzögert. Aber inzwischen ist die Irre auch mental wieder hier angekommen.

    Irre: Ihr habt mich ja auch ganz schön erpresst. Ich durfte nach drei Wochen bei unseren Spaziergängen den Laubbäumen nicht mehr sagen, dass sie hässliche Gestrüppe sind und sich in Spanien bei den Palmen Tipps abholen sollen, wie man auch ohne viele Blätter so richtig majestätisch aussehen kann. Und auch den blassblauen Himmel und die schwache Sonne durfte ich nicht mehr Spanien schicken, um sich dort Tipps für eine bessere Performance abzuholen.
    Finanzministerin: Aber du musstest keine Orangen und Gurken essen; nur Paprika und kleine Tomaten konnten wir dir nicht ersparen.
    Irre: Das war schon ok. Und es gab ja auch noch leckere Kohlrabi und anderes Gemüse. Und als Obst habe ich halt Birnen und Bananen und Heidelbeeren gegessen. Die sind auch sehr lecker. Aber ich freue mich schon wieder auf die nächsten Orangen.
    Finanzministerin: Seit die Bäume hier auch blühen und wieder Blätter haben, bist du auch viel erträglicher. Jetzt bist du wieder hier angekommen.
    Irre: Aber nächsten Januar fliegen wir wieder nach Malaga. Den Flug und die Wohnung habt ihr mir ja schon gebucht.
    Finanzministerin: Und jetzt schreiben wir das längst überfällige Fazit.

    Fazit

    Dass ich die für Januar/Februar 2027 reservierte Wohnung nicht storniert sondern inzwischen bereits um einen Flug ergänzt habe, zeigt deutlich, dass diese Art der Überwinterung sehr gut zu uns passt. Wir haben uns in Torrox Costa sehr wohl gefühlt.

    Dafür, dass die Wohnung eine Notlösung war, war sie ganz ok.
    Die Lage fast am Leuchtturm war sehr gut. Zur zentralen Bushaltestelle brauchten wir nur 5 Minuten. Der nächste Supermarkt war etwa 10 Minuten entfernt. Und es gab im Umkreis von 2 km sehr viele Bars und Restaurants, in denen wir gut gegessen haben.
    Aber die Wohnung hatte so einige kleine Mängel. So kam über den Verschlag mit dem Kompressor der Klimaanlage bei jedem stärkerem Regen nach kurzer Zeit Wasser in den Wohnraum, das bei der schummrigen Beleuchtung des Wohnraums am Abend auch noch schlecht zu sehen war und mir ein paar Mal nasse Socken bescherte. Und auch die Schiebefenster brachten kleinere Probleme mit sich. Bei fast allen Fenstern war der Verschlussmechanismus defekt, so dass sich die Fenster zwar zuschieben, aber nicht verriegeln ließen. Deshalb ging beim Schließen der Scheibe auf der einen Seite die Scheibe auf der anderen Seite immer ein kleines Stück auf und öffnete damit dem Regen und dem Wind ein Einfallstor in die Wohnung. Nachdem ich diese Eigenart der Fenster bemerkt hatte, kontrollierte ich natürlich immer, ob beide Scheiben so weit wie möglich geschlossen waren.
    Und der Blick aus der Wohnung war natürlich phänomenal.

    Beim Wetter hatten wir etwas Pech und hoffen, dass es nächstes Jahr besser wird.
    Die ersten 1 1/2 Wochen hatten wir Sonne pur und konnten uns so richtig an die Sonne gewöhnen. Dann waren ein paar Tage eher durchwachsen mit Wolken und sonnigen Abschnitten und niedrigeren Temperaturen als am Anfang. Und dann kamen ein paar Tage, die ziemlich ungemütlich waren und starken Dauerregen und Sturm mitbrachten. Weiter westlich und in Portugal kam es in diesen Tagen zu Überschwemmungen und Erdrutschen. In den folgenden 1 1/2 Wochen regnete es häufiger und es war auch immer noch kälter als in den ersten Tagen. Aber ab und zu ließ sich auch die Sonne blicken. Und in den letzten 2 Wochen kämpfte sich die Sonne immer mehr durch, so dass sich das Wetter zum Abschied wieder von seiner schönsten Seite mit blauem Himmel und viel Sonne zeigte.

    Wir konnten einige der geplanten Ausflüge machen. Und hatten bei anderen auch die Ausrede, dass das Wetter zu schlecht wäre, um zu verdecken, dass die Irre viel lieber jeden Baum an der Promenade genau kennenlernen wollte. 😉

    Da die meisten Bars und Restaurants geöffnet waren und viele auch Mittagsmenüs und Seniorenteller anboten, nahmen wir unser Mittagessen meist außerhalb ein und kochten nur ein paar Mal selbst.
    Irre: Und das müssen wir unbedingt ändern. Statt zu kochen, möchte ich viel lieber am Anfang in ein paar Restaurants größere Portionen bestellen und die Reste mitnehmen und für schlechte Tage einfrieren. Dann müssen wir nicht kleine Mengen Nudeln und Kartoffeln und die restlichen Zutaten für eine Mahlzeit beim Einkaufen auch noch einplanen.
    Finanzministerin: Wenn wir in der neuen Wohnung Essen einfrieren können, können wir das gerne so machen. Nur eine abgepackte Tortilla können wir uns schon in den Kühlschrank legen für schlechte Tage.

    Und damit kommen wir zu den Finanzen. Die Liste enthält alle Ausgaben für die Zeit vom 08.01.2026 morgens bis 20.02.2026 abends (44 Tage).

    Wohnung 2780,00 €
    Flug 480,82 €
    Flughafentransfer Malaga 160,00 €
    Hotel am Flughafen Stuttgart 95,04 €
    Taxi Friedrichshafen 38,00 €
    Restaurants und Bars 452,43 €
    Supermärkte 315,57 €
    Trinkgelder 41,10 €
    Geschenke, Souvenirs 70,50 €
    Öffentliche Busse 9,46 €
    Gesamt 4442,92 €

    Die Finanzministerin ist zufrieden mit den Ausgaben von 100,96 € pro Tag. Sie hatte mit mehr Ausgaben gerechnet.

    Im nächsten Jahr wiederholen wir diese Auszeit in einer anderen Wohnung, die auch direkt an der Promenade gelegen ist.
    Irre: 😄😍🤩🍊🐟️🍅🥒🥭🥑🍤🌞🏝️