Reisebericht - Ovation of the Seas - Australien/Südsee/Neuseeland 2025

  • Ich würde euch hier gerne auf unsere große Reise, welche fast ein ganzes Monat gedauert hat (mit An- und Abreise) und sich aus folgenden Punkten zusammengesetzt hat:

    Zuerst Anreise nach Singapur, hier Aufenthalt, um den langen Flug weniger schrecklich zu machen. Nach 3 Nächten ging es weiter nach Sydney, hier bleiben wir auch 2 Tage, feiern den ersten Geburtstag und entern die Ovation of the Seas, um unsere erste 9 tägige Reise in die Südsee zu beginnen.

    Danach Rückkehr nach Sydney, um unsere 11 tägige Reise nach Neuseeland zu starten. Teilnehmer waren, wie schon gewohnt, Evaschaf, Ralf und mein Mann Bernd. Falls ihr also Lust habt, uns ein wenig zu begleiten, dann seid ihr hier richtig. Ach ja, nur vorab zu Erklärung: Unsere Männer sind unsere Lemminge, da sie für das Tragen der Koffer verantwortlich sind und alles weitere, was unser Leben erleichtert.

    Aber starten wir mal:

    Samstag, 15.2.2025

    Bernd ist jetzt schon so anstrengend, und dabei ist Ralf noch gar nicht da und das Lemming-Paar noch unvereint. Wir sind noch nicht mal in München und ich glaube, ich lasse ihn da. Aber mal zu Anfang, als ich noch der Meinung war, das Bernd mitkommt. Heute beginnt unsere lang geplante Reise nach Australien und Neuseeland, Geburtstage wollen gemeinsam gefeiert werden. Noch sind wir unvereint, wir starten von München (12 elendslange Stunden) und Eva und Ralf kommen aus Frankfurt

    Treffen werden wir uns in Singapur am Montag, in verschiedenen Stadien der Erschöpfung und damit verbundener Verlust der Schönheit (Eva und Ralf fliegen nämlich Business, die Kapitalisten, die), trotzdem freue ich mich schon sehr auf Eva, und auch ein wenig auf Ralf – wahrscheinlich eingeschränkt lange, weil in Kombination mit Bernd sind sie schwierig. Sie können so froh sein, dass wir sie schon lieben und sie deswegen nirgends aussetzen.

    Eva hat übrigens zurückgeschrieben, dass ich Bernd, wenn er nervt, in München bei der Bahnhofsmission lassen soll – ich bin ernsthaft versucht.

    Wir sind jedenfalls gut von zuhause weggekommen, nachdem wir das Koffer-Thema (was um Gottes Willen sollen wir für einen Monat mitnehmen? Wie soll das in den Koffer passen? Wie sollen Bernd bzw. Ralf das alles tragen?) endlich mit 25 kg bzw. 28 kg (bzw. 41 kg von Ralf) abgeschlossen haben. Koffer packen ist und wird niemals eine Lieblingsbeschäftigung von mir.

    Schienenersatzverkehr soll uns nach München bringen, das bedeutet in Klagenfurt in den Zug, in Spittal aus dem Zug und in den Bus, in Bischofshofen aus dem Bus und in den Zug – und all das mit vielen schweren Koffern. Unerwarteterweise funktioniert das relativ problemlos, Bernd hat scheinbar geübt und händelt die Koffermassen sehr gut (vielleicht nehme ich ihn doch mit?). Letztendlich sind wir gegen 19 Uhr am Flughafen und können im Hilton einchecken – hier eine große Empfehlung, wunderschöne, große Zimmer und eine tolle Bar. Hier stoßen wir dann auch auf eine schöne Reise an und dann ist es auch genug für heute.

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    PS: Eva und Ralf haben es auch, nach deutlich kürzerer Anreise geschafft und nutzen die Zeit, ihre Gepäckgewichtsklasse nochmal zu überdenken. 41 kg werden auf 35 reduziert. Was wohl zurückbleiben musste?

    Sonntag, 16.2.2025

    Abflugtag und damit naturgemäß nicht mein Lieblingstag. 2 Herzen schlagen hier in meiner Brust – ich freue mich auf die Reise und hier vor allem auf Eva und Ralf (wobei mein Mann sich sicher mehr auf Ralf freut, das ist eh so ein Ding, wenn die zwei zusammen sind, da traue ich mich gar nicht nachzudenken, wen von uns Bernd im Notfall retten würde – ich befürchte, ich wäre es nicht), würde beide aber lieber ohne das ganze Flugdings treffen. Also 2 Dinge müssten bitte zeitnah (vielleicht bis heute 12 Uhr?) erfunden werden:

    1. Schokolade, die schlank macht und
    2. Fliegen, ohne das ganze Fliegen – also beamen oder so.

    Wir sind jedenfalls sehr entspannt (wenn man bei mir von entspannt sprechen kann) am Gate angekommen, Eva und Ralf sind hier schon im ersten Flieger Richtung Dubai. In der Business, diese Kapitalistenschweine.

    Wenn alles wie geplant läuft, sehen wir uns in Singapur am Flughafen, wir werden dort schon auf sie warten und dann morgen Singapur unsicher machen (eher gedämpft, weil heiß, feucht und müde harmonisiert nur eingeschränkt).

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Oh die Route klingt ja interessant, und so lange - herrlich, da komme ich gerne mit.

    Reise auch mit wenig Gepäck damit es passt;)


    Und ich muss jetzt schon über deinen Schreibstil lachen, das ist keinesfalls negativ gemeint, dein Stil gefällt mir:thumbup::!:

  • SINGAPUR

    Montag, 17.2.2025

    Pünktlich in Singapur angekommen. Flug war grundsätzlich gut, ohne viel Rumplerei (und damit ohne viel Beterei meinerseits), aber dafür mit plärrenden, schreienden Babys direkt hinter uns – und das 12 Stunden durch. Vergesst Guantanamo Bay, vergesst alle Foltermethoden, die ihr kennt, das war schlimmer. Dachte in aller Detailliertheit darüber nach, auf welche Arten man sie beseitigen könnte. War eine nette Beschäftigung, so ne kleine Babybeseitigung. Wahrscheinlich nicht so richtig gesellschaftlich anerkannt, sollte aber überdacht werden.

    Einreise funktioniert super (falls ihr euch jetzt fragt, ob alle! Passagiere einreisen konnten, ja, habe Vor- und Nachteile einer Babybeseitigung abgewogen und mich ganz knapp dagegen entschieden) und dann heißt es, auf die Deutschen warten (die kommen über Dubai und landen eine Stunde nach uns). Das Willkommen ist herzlich, es ist so, als wären wir nicht getrennt gewesen. Anmerkung am Rande: Bernd hält am Ausgang ein Schild mit „Sherpa-Tours“, wir amüsieren uns alle!

    Diesmal nehmen wir die Bahn zum Hotel mit 2x umsteigen ist das bei all dem Gepäck eine echte Herausforderung. Da die Lemminge wiedervereint sind, fragen Eva und ich uns zu Recht, warum wir überhaupt was tragen, aber sie sind da nicht so motiviert. Im Hotel angekommen, ist das Zimmer zwar noch nicht fertig, aber wenigstens die Massen an Koffer werden wir los – es ist erstaunlich, dass uns niemand fragt, ob wir vielleicht einwandern wollen.

    Obwohl mein Energielevel eher als reduziert zu betrachten ist, kennt Eva keine Gnade – wir müssen los in die doch sehr feuchte Hitze. Auflösung ist vorprogrammiert und Schweiß ist klebrig auch eklig. Aber Frau Richterin Gnadenlos treibt uns voran. Zuerst ging es Richtung Marina Bay Sands und in die dortige Mall. Ralf ist etwas angeschlagen, er hat Nasenbluten – wir glauben ja, Eva hat ihn verprügelt, aber beide leugnen es hartnäckig (obwohl, Bernd sagt, er hätte kurz das „Hilfe“ – Zeichen von Ralf gesehen, ist sich aber nicht sicher, weil Eva dann gekommen ist).

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    Eine kurze Stärkung gönnen wir uns im La Pau Sat, gut wie in Erinnerung und auch das Bier zischt wie bekannt.

    Inzwischen schwitze ich nicht mehr, ich löse mich in meine wasserlöslichen Bestandteile auf, es ist nicht mehr schön anzusehen. Aber Eva ist das egal, weiter geht’s zum Park Fort Canning und seinen Rolltreppen (Gott hat Erbarmen mit mir). Wir wollen zum Fort Canning Park Tree, einem Fotohochspot, den nicht nur wir kennen. Fotos gehen sich noch aus, langsam lösen wir uns auf.

    Das Heimgehen war auch schon mal lustiger, fühle mich wie „dead woman walking“ und schau mindestens so aus.

    Gsd ist unser Zimmer fertig, wir sind im 15. Stock und haben eine Traumsicht auf den Merlion. Nicht, dass mich das gerade interessiert, Dusche und dann kurz ruhen. Danach fühle ich mich so halbwegs wieder wie ein Mensch.

    Abendessen gibt es heute in einem Foodmarket und dabei wird den Lemmingen auch der lang geforderte Kollektivvertrag ausgehändigt, wo wir alle Rechte und Pflichten von Sherpas nieder geschrieben haben. Beide unterschreiben glücklich (im Nachhinein gibt es darüber unterschiedliche Aussagen).

    Dienstag, 18.2.2025

    Unser 2. Tag in Singapur und wir haben alle sehr gut geschlafen. Das Wetter ist bewölkt, aber jeder der glaubt, dadurch kühler – eher nein. Die Luftfeuchtigkeit hat Lockenkräusel-Ausmaße (wenn wir Locken hätten – obwohl, bei Ralf lassen sich leichte Ansätze erkennen). Nach einem reichhaltigen Frühsstücksbuffet geht es auch schon los in die feuchte Hölle, wir wollen zuerst ins arabische Viertel. Bevor wir zur Sultan Moschee kommen, finden wir die Hadji Lane, eine coole Straße mit vielen kleinen Läden. Gleich der erste Laden ist auch schon ein Gewinner, kleine Mitbringsel können gekauft werden. Und hier verewigen sich auch unsere Männer, an einer Regenrinne picken jetzt neben „Düsseldorf 95“ (Ole), auch die Lemminge. Singapur ist jetzt international.

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    Ein bisschen weiter die Straße entlang, spricht eine Asiatin auf einmal Eva an, zuerst glauben wir, sie wollen, dass sie ein Foto macht. Aber nein, sie haben von uns ein Foto gemacht und wollen es uns geben. Wir haben sehr gelacht. Danach schlendern wir noch ein wenig im arabischen Viertel herum, bevor wir es Richtung indisches Viertel verlassen. Wir stellen auch beim 2. Versuch fest, dass uns dieser Teil Singapurs nicht gefällt.

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    Also weiter nach Chinatown, deutlich besser. Nachdem wir hier unseren Flüssigkeitsspeicher aufgefüllt haben, besuchen wir den Merlion, das Wahrzeichen Singapurs. Wie immer sind wir nicht alleine, aber Asiatenmassen sind keine Gegner für uns. Ein paar mehr oder weniger würde kaum auffallen.

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    Danach brauchen wir alle eine Pause, die wir am Pool verbringen. Hier führt uns Ralf dann auch das nächste Teil im Lemming-Merchandise-Imperium vor, eine rosa Sherpa Badehose (natürlich auch für Bernd).

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    Das gemeinsame Pool Foto artet dann wirklich in Arbeit aus, die Technik spielt nicht so mit (gibt ein sehr lustiges Video dazu), aber letztendlich haben wir unser Foto.

    Abends gehen wir ins Lao Pa Sat essen, diesmal überfordert mich die mögliche Auswahl, ich bin nicht zufrieden – die anderen finden was. Die trubelige Atmosphäre hat aber schon was. Danach wollen wir gerne zu den bunten Bäumen in Garden by the bays. Und das ist eine echte Offenbarung, diese bunten Bäume, die Musik, die Atmosphäre – so wunderschön. Wir sind alle begeistert, diese Eindrücke kann uns niemand mehr nehmen.

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    Mittwoch, 19.2.2025

    Man möchte ja glauben, wir sind schon echte Singapurlesen (oder wie auch immer) und halten somit die Wetterverhältnisse schon besser aus, aber das heute war nochmal eine neue Nummer. Keine Ahnung, wo das ganze Wasser herkam, das heute meinen Körper verlassen hat, aber das war schon erstaunlich. Aber mal zurück auf Anfang, wir waren da alle noch sauber und gutriechend und motiviert, den botanischen Garten zu entdecken. Er war auch grundsätzlich gut erreichbar und wunderschön. Aber was habe ich geschwitzt, unbeschreiblich, binnen kürzester Zeit befand ich mich in einem Zustand der Auflösung. Da war die eiskalte Cola, die ich zwischendurch bekommen habe, eine echte Wohltat – ich habe meinen Körper innerlich zischen gehört. Und sowas macht so gar nichts für meine Schönheit, ich sah genauso aus, wie ich mich fühlte.

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    Danach musste eine Belohnung her, shopping war angesagt. Und ich weiß gar nicht, was ich besser fand, einkaufen an sich oder einkaufen in klimatisierten Räumen. Und die Kombination ist einfach nur herrlich, ich trockne merklich und beginne wieder fast menschlich auszusehen. Und nach der Dusche rieche ich auch endlich wieder gut.

    Abends sind wir wieder im Food Court essen, noch einen halben Tag haben wir in Singapur, dann geht es weiter Richtung Sydney.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tanja73 (9. Juli 2025 um 13:03)

  • Meine Güte, bin gespannt, ob die Lemminge wieder mit nach Hause durften oder vielleicht doch über eine Klippe springen mussten ^^

  • Einfach toll ... dein Schreibstil.

    Man spürt eure "Vergnüglichkeit" :D.

    Tanja73 .... schau mal kurz über das Bild mit den zwei Lemmingen links und rechts neben euch. Da kann man von den Lemming-Aufpasserinnen das Gesicht erkennen. Solltest du lieber unkenntlich machen ;)

    2019 ~ Oktober *~* Nil-KF  * LADY MARY *

    2020 ~ Oktober *~* Panorama-KF Ostsee  * MEIN SCHIFF 2 *

    2020 ~ November *~* Blaue Reise-KF Griechenland * MEIN SCHIFF 6 *

    2021 ~ Februar *~* Blaue Reise-KF Kanaren  * MEIN SCHIFF 1 *

    2021 ~ Oktober *~* WestEuropa-KF * MSC Seaview *

    2023 ~ April *~* Transatlantik-KF * MEIN SCHIFF 1 *

    2023 ~ September *~* Schottland/Norwegen-KF * MEIN SCHIFF 3 *

    2024 ~ Oktober *~* Transatlantik-KF * MEIN SCHIFF 2 *


  • lustiger Schreibstil.

    Kann man die Bilder etwas grösser einstellen?

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • Letzter Tag Singapur und Weiterflug Sydney:

    Donnerstag, 20.2.2025

    Unser letzter Tag in Singapur ist angebrochen, nachmittags geht es auf zum Flughafen. Wir wollen uns heute die bunten Häuser in der Koong Seng Road anschauen. Diese Reihenhäuser einer malaiischen Volksgruppe strahlen in den schillersten Pastellfarben und sind eine echte Augenweide.

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    Auch einen Tempel nehmen wir beim Rückweg noch mit, dieser praktiziert scheinbar beten drive through, weil direkt vor dem Tempel ein Auto mit offenen Türen steht und die Insassen scheinbar schnell beten gegangen sind (das wäre für Österreich auch eine Alternative, dachte mir das oftmals, wenn ich mit Anna mitfahren durfte, dass so ein kleiner Segen zwischendurch echt geil wäre).

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    Wir wollten noch auf die Aussichtsplattform, die Zeit wurde aber langsam knapp, sodass wir das auf ein anderes Mal verschieben müssen. Wir checken ohne Probleme aus dem Pan Pacific aus, es hat uns wieder sehr gefallen.

    Zum Flughafen fahren wir wieder mit der U-Bahn, das geht wirklich ohne größere Probleme und wir sind frühzeitig am Flughafen. Dort trennen sich kurz unsere Wege, Eva und Ralf fliegen mit Quantas und wir mit Singapur Airlines nach Sydney. Die Wartezeit vergeht schnell, die Kapitalisten verbringen die Zeit in der Lounge, wir mit dem Bodensatz. Letztendlich starten wir alle pünktlich, es geht los, Sydney, wir kommen.

  • Sydney:

    Freitag, 21.2.2025

    Wir sind gut in Sydney angekommen, der Flug war diesmal ruhiger, keine kreischenden Kinder. Allerdings trotzdem kaum geschlafen, sodass wir alle ziemlich fertig aussehen. Aber da müssen wir jetzt durch (vorneweg: es wird noch deutlich schlimmer).

    Alle Koffer sind da (und es sind noch immer viele, und die vielen sind schwer), wir sind wieder vereint und los geht es in die U-Bahn (Lemminge on Tour müssen gefordert werden). Und schon haben wir den ersten Blick auf die Oper und die Brücke – für uns kommen Erinnerungen hoch, für Ralf ist es das erste Mal. Noch können wir es nicht so richtig genießen, dazu sind die Koffer zu schwer und wir zu fertig. Das Hotel „the harbour rocks“ ist super gelegen (jedenfalls, nachdem wir es gefunden haben und auch schon im falschen Hotel waren) – Extrameter mögen manchmal nett sein und wir wissen alle, Eva möchte Schritte machen, aber nicht mit Jetlag und verdammt schweren Koffern. Letztendlich finden auch wir unser Hotel, haben die Umgebung immerhin schon erkundigt (Eva behauptet noch immer, sie hat die Umwege extra gemacht, damit wir die Gegend schon sehen können – die Lemminge sind nur mäßig erfreut, Arbeitseinsatz sieht anders aus), unsere Zimmer sind leider noch nicht fertig (es ist auch erst 8 Uhr), wir würden so gerne schlafen.

    Unseren leeren Akku laden wir mit einem sehr guten Frühstück im Cafe „the Rocks“ auf, dann geht es Richtung Oper und Aussichtspunkt.

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    Für mich ist es leicht surreal, dass wir jetzt wieder in Sydney sind, mein schlafsuchendes Hirn braucht da noch ein wenig. Das Wetter hat ein wenig Mitleid mit uns, es ist nicht ganz so heiß und bedeckt. Später wird es noch zu regnen beginnen, aber primär können wir alles noch im Trockenen machen.

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    Eva bekommt auch gleich mal Besuch von der australischen Fauna, eine Spinne sagt Hallo. She don´t like it. Endlich können wir ins Zimmer, wir schwanken schon vor lauter Müdigkeit. Das ist echt ein ganz gruseliges Gefühl. Hier hilft nur Schlafen, nach einer Stunde sind wir nicht frischer, aber immerhin menschlicher. Wir lassen uns dann noch ein wenig durch die Stadt treiben, essen am Weg was und fallen dann noch immer todmüde ins Bett.

    Merke: Flüge, die frühmorgens ankommen, machen uns weder jünger, noch frischer, noch schöner!


    Samstag, 22.2.2025

    It`s birthday! Wir feiern heute den ersten von 3 Geburtstagen auf dieser Reise (Bernd muss immer eine Ausnahme machen) – nämlich meinen.

    Der Jetlag ist deutlich besser, aber noch nicht ganz weg – ist aber erträglich. Nachdem wir uns ein ausgiebiges Frühstück im „the Rocks“ gegönnt haben, geht es mit einem Uber los Richtung Strand.

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    Wir wollen den Coastel Walk Richtung Bondi Beach machen und dies bei herrlichen Wetter. Ein bisschen über 6 km sagt Eva (gefühlt sind es dann sicher doppelt so viele, Eva lügt in solchen Dingen recht gerne, um mich in Sicherheit zu wiegen). Herrliche Ausblicke zieren diesen Weg, immer wieder an Stränden und schroffen Felsen entlang, sogar ein Friedhof befindet sich hier direkt mit Blick auf das Meer (neben dem Friedhof in Hawaii eine tolle letzte Ruhestätte in bester Lage). Wir halten unterwegs immer mal kurz inne und genießen einfach den Augenblick. Falls ihr diesen Weg gehen wollt, ihr findet Zeichen von uns (oder eigentlich von den Männern) – sie lassen es sich nicht nehmen, Düsseldorf und Lemminge-Klebchen zieren nun diese Strecke.

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    Letztendlich kommen wir gut voran und erreichen Bondi Beach in zwar verschwitzten, aber guten Zustand. Und dann heißt es, die erste Belohnung zu kassieren. Nichts wie rein ins Wasser – herrlich. Es gibt hier geilen Wellengang und wir stürzen uns ohne Rücksicht auf Verluste (Bikini-Oberteile und –unterteile, Sonnenbrillen, Frisuren, Freundinnen, Ehemänner sind schwerst gefährdet) in die Fluten. So lustig, nachdem die Welle mit uns fertig ist und uns freigespuckt hat, gilt es erstmal den Bekleidungszustand zu kontrollieren („ist noch alles da? Ist noch alles bedeckt?“), dann das Salzwasser aus den Augen zu reiben und den Lungen zu entfernen und dann zu schauen, wo man selbst ist und wo der Rest der Bande ist. Und dabei nie zu vergessen, die nächsten Wellen im Auge zu behalten (gar nicht so einfach, wenn das Auge ob der unsachgemäßen Zufuhr von Salzwasser stark tränt). So kann ein Geburtstag laufen, baden mit Entertainment am Bondi Beach.

    Nachdem dann auch noch die obligaten Sprungfotos gemacht werden (inkl. ein Foto eines Fremden, der vorbeikommt und auch ein Foto von uns macht und es dann Eva schickt), gibt es die nächste Belohnung für uns: shopping. Wir wollen in das Bademodengeschäft, in dem wir schon 2018 waren und wir werden natürlich fündig. Jeweils ein neuer Badeanzug für Eva und mich dürfen mit.

    Langsam geht es wieder zurück, das Geburtstagsessen wartet, wir essen sehr gut und sehr schick im „the ponys“, ganz in der Nähe des Hotels. Ach ja, Geschenke waren auch eine Wucht – genialer Geburtstag.

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  • Sonntag, 23.2.2025

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    Heute ist Einschiffungstag, wir verlassen Sydney mal fürs erste (kommen aber zwischendurch wieder zurück). Zuerst ist aber das leidige Packen angesagt, Platz wird knapper und wiegen möchte ich es gar nicht. Wir geben dann unsere Koffer beim Schiff ab, in der Hoffnung, sie wiederzusehen und gehen nochmals los. Zum Hyde Park wollen wir (inkl. kürzeren Aufenthalt bei uniqlo – schon wieder) und abschließend gehen wir noch durch den Markt in The Rocks (Mitbringsel wollen mit).

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    Dann ist es soweit, wir betreten die Ovation of the Seas, unser Zuhause für die nächsten 21 Tage. Unsere Balkonkabinen sind wie gewohnt (10300 für Eva und Ralf, und 10306 für uns) und wir richten uns ein. Die Abfahrt aus Sydney erleben wir stilecht auf Deck 15 und die hat schon was für sich. Oper und Harbour Bridge scheinen zum Greifen nahe, so fängt der Hauptteil unserer Reise echt magisch an.

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    Abendessen im Dining Room ist wie so häufig am ersten Tag sehr trubelig, auch die vielen Kinder tragen ihren Teil dazu bei. Wir sind mit dem Tisch nicht so recht zufrieden, da er sehr ungünstig steht, die Waiter sind dafür ein Traum und werden uns die restliche Reise begleiten (wir wissen es da nur noch nicht). Danach noch das obligate Getränk, dann ist es für heute genug. Die Ovation schaukelt ganz schön, es ist sehr windig. Gsd haben diesmal auch die Patches den Weg nach Australien gefunden, ich bin also bestens vorbereitet.

    Einmal editiert, zuletzt von Tanja73 (9. Juli 2025 um 15:30)

  • 2 Seetage nach Noumea:

    Montag, 24.2.2025

    Erster Seetag Richtung Noumea und es ist sonnig, aber auch windig ohne Ende. Wir treiben uns am Pooldeck herum, liegen in der Sonne, gehen sogar ins Fitness Center, genießen den Tag. Heute haben wir schon unser erstes Formal Dinner, dafür machen wir uns natürlich schön. Auch dieses Essen ist sehr trubelig, hoffentlich wird das noch besser. Dann geht der Tag auch schon zu Ende.

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    Dienstag, 25.2.2025

    Heute ist der zweite Seetag und wir haben Busenflatter-Wetter. Wir machen nichts anderes als gestern, die Sonne genießen und wieder (man glaubt es kaum) ins Fitte. Das Abendessen ist diesmal entspannter, aber wie immer gut. Der Seegang wird noch rauher, es ist sehr, sehr windig und ich bin gut Patch versorgt. Morgen sind wir auf Noumea, unserer ersten Anlaufstelle in der Südsee.

  • Noumea, Neu-Kaledonien:


    Mittwoch, 26.2.2025

    Wir sind gut in Noumea, Neu-Kaledonien, angekommen und wir haben heute einen Ausflug „Wassertaxi – Signalinsel – Schildkrötentour“ gebucht. Es ist hier sehr windig und eher bewölkt, mal schauen, was das Wetter noch bringt.

    Wir nehmen primär den gratis Shuttle Bus zum Kreuzfahrt Terminal, da wir in einem Working Port liegen, den wir nicht zu Fuß verlassen dürfen. Von dort startet auch unser Ausflug, den wir letztendlich auch leichter als erwartet finden. Ein kleines (sehr kleines) Boot bringt uns zur heutigen Insel und der Weg dorthin ist ohne Frage holprig. Der Wellengang setzt dem kleinen Boot schon sehr zu, es bockt rauf und runter.

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    Hui, bin schon irgendwie froh, als wir nach ca. 25 Minuten da sind (und blende die Möglichkeit der Rückfahrt mal komplett aus). Ich freue mich schon sehr auf die versprochenen Schildkröten, bis, ja, bis wir darüber informiert werden, dass es hier Seeschlangen gibt die zwar nicht aggressiv (na, Gott sei Dank, ist ja mein Hauptproblem, das Aggressionsproblem der Seeschlangen), dafür aber tödlich sind. Ja, hakt es wo bei euch? Ich schwöre, das wurde bei der Ausflugsbeschreibung mit keinem Wort erwähnt. Jetzt heißt es abwägen, will ich knuddelige Schildkröten sehen, mit der Gefahr, dass ich eine gechillte Schlange sehe und elendig ersaufe (weil ich panisch werde, unter Wasser schreie, das mit der Luftzufuhr nicht optimal funktioniert und es 1:0 für die Schlangen steht, ohne dass sie sich groß anstrengen müssten – nicht mal aggressiv müssten sie werden – sie würden sich wahrscheinlich denken, was hat die große, weiße, dickliche Frau für ein Problem, chill your base).

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    Die Schildkröten gewinnen und ich stürze mich todesmutig in die Fluten (immer den leichten Hintergedanken, wenigstens habe ich meinen schönen, sehr figurschmeichelnden, sehr neuen Badeanzug an, dann bin ich wenigstens schön, wenn man mich aus den Fluten zieht). Und es dauert nicht lange und Bernd sichtet die erste und ich bin schockverliebt. Möchte sie streicheln, knuddeln, einpacken und mitnehmen – mache natürlich nichts davon, sondern beschränke mich auf verliebte Blicke. Eva und ich sehen dann noch weitere, größere, es ist einfach ein Traum.

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    Neben supersüße Schildkröten und gechillte, heute scheinbar abwesende Schlangen, gibt es auf der Insel noch Killermöwen, die scheinbar hier für den Aggressionsfaktor verantwortlich sind, oder sich einfach durch den doch noch sehr weißlichen (mit der Tendenz zu verbrannt rot) Teint von Ralf in ihrer Persönlichkeit angegriffen fühlen, auf jeden Fall greifen sie ihn tatsächlich mit welcher Intention auch immer an (auch Eva und ich sind noch eher weißlich, Eva hat leichte Tendenzen zu beige, ich zu braun, Bernd ist aufgrund seiner verleugneten Verwandtschaft schon sehr braun).

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    Um halb 1 werden wir wieder abgeholt, ohne Begegnungen mit Schlangen. Der Bootsführer sagt dazu, dass Schlangen keine Österreicher fressen und ich weiß im ersten Moment nicht, ob ich gekränkt oder erleichtert sein soll (ich meine, was bilden die sich ein, sie könnten froh sein, sowas Gutes zu bekommen). Aber dann schaltet sich die Vernunft ein und ich bin eher glücklich ob der Hakligkeit (deutsch: mäkelig) der Neu-Kaledonischen Schlangen. Also sehr, aber eher kurz, weil die Rückfahrt war gelinde gesagt schlimmer als die Herfahrt. Da heißt es nur, festhalten, auf den Bootsführer vertrauen (bin mir da nicht so sicher, er schaut aus wie ein vergessener, eingerauchter 68er Hippie und ich überlege, ob er vielleicht zu viel eingeraucht ist oder vielleicht auch zu wenig), den Reisekaugummi kauen und hoffen, dass alle Zähne fest sind. Irgendwann haben wir es geschafft, ohne Verlust an Passagieren, Zähnen, Bandscheiben oder Mageninhalt. Alles in allem war es ein gelungener Ausflug, wobei Eva und ich uns fragen, bei welchen Wellengang die wohl nicht mehr rausfahren würden.

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    Zurück am Schiff hätten wir fast vergessen, dass Eva für heute eine Runde iFly gebucht hat (wobei sie Stein und Bein schwört, das an einem anderen Tag gebucht zu haben) – Bernd hat es gsd im Planer gesehen. Wie immer sehr aufregend, diesmal haben wir das Glück, das ein Passagier Fotos von uns macht (wobei, schön sind wir nicht, der Windkanal macht komische Sachen mit unseren Gesichtern und das nicht auf eine gute Weise) – wir haben danach sehr darüber gelacht. Es war jedenfalls sehr lustig, bei der nächsten Reise jedenfalls wieder.

    Abends sin wir wieder bei unserem ursprünglichen Tisch (735) bei Alexander. Der Platz ist zwar schlechter, aber die Waiter sind viel, viel besser. Wir lachen viel, auch als wir beim Ententanz mitmachen (gelernt ist gelernt). Heutiger Satz von Eva: „Ich dachte ich streichle Ralf unter dem Tisch, dabei ist es nur ein Tischbein.“

    Zusätzliche Info: Wir sind nach dem heutigen Tag alle well-done in unterschiedlichen Ausprägungen.

    Einmal editiert, zuletzt von Tanja73 (9. Juli 2025 um 13:55)

  • Lifou

    Donnerstag, 27.2.2025

    Heute sind wir das erste Mal auf Lifou, wir kommen übermorgen nochmal her. Aber nur heute dürfen wir vom Schiff, da die Insel die Anzahl der Passagiere begrenzt hat. Dazu haben wir vorab einen Voucher reservieren müssen, ohne dass wir wussten, ob das Wetter fein wird. Aber wir haben Glück, es wird gut und wieder dazu beitragen, dass wir die verschiedensten Stadien von well-done erreichen. Eva ist erstaunlich beige (ohne viel rot), Ralf ist erstaunlich braun (mit roten Bereichen), Bernd ist seiner Abstammung entsprechend braun und ich tu mein Bestes, nicht rot zu werden. Somit hat jeder eine Aufgabe.

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    Der Strand ist schön, das Wasser hat Badewannen Temperatur und eine geile Farbe, nur sehr seicht, und es ist ein wenig voll. Wir entscheiden uns somit, nach dem ersten Bad gleich zur Kirche zu marschieren. Der Weg ist noch immer heiß, und mit Treppen wird es nicht kühler. Unten hat sich ein gewiefter Insulaner hingesetzt und will 3 Dollar von uns – wir ignorieren ihn. Die Aussicht ist herrlich, es zahlt sich jedenfalls aus und wir genießen es.

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    Wieder unten angekommen haben wir uns ein Bad im Meer verdient, Abkühlung ist zwar anders, aber wenigstens ist es nicht mehr ganz so heiß (Bernd geht vorab zurück, er hat ein wenig Rücken, die Lemming-Tätigkeit zehrt doch).

    Dann genießen wir noch ein wenig die Zeit (nicht wissend, dass das unser letzter Landgang auf diesem Abschnitt der Reise sein wird), finden wunderschöne Muscheln und trauen uns nicht, diese mitzunehmen und arbeiten generell an der „Zuhausesollensieneidigsein-Bräune“.

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    Dann passiert nicht mehr viel, wir verbringen noch einen schönen Abend gemeinsam.

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  • Seetage:

    Freitag, 28.2.2025

    Heute sollten wir eigentlich auf Mystery Island sein, aber irgendjemand hat da was dagegen. Jedenfalls der, der für den doch sehr intensiven Wellengang verantwortlich ist. Ist zu gefährlich, weil wir tendern müssen, schade, hätte das doch sehr schaukelnde Schiff gerne verlassen, hilft ja nichts. Ist halt noch ein Seetag und nur 2 Inseln, wo wir runterdurften, magere Ausbeute.

    Da das Schiff sehr schaukelt, verbringen wir den Tag auf den Liegen (sogar Eva gibt heute das Fitte auf) in der Sonne, im Schatten, im Halbschatten – immer auf der Suche nach der besten Möglichkeit eines perfekten Bräunungsgrad. Das Ergebnis: die Männer sind braun, die Frauen sind gut rot (Lobster Alarm!)

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    Abends im Dining Room sitzen wir wieder bei Alexander und Wida, sie können beide schon 95 Ole (Fortuna Düsseldorf) performen, wir haben viel Spaß!

    Samstag, 1.3.2025

    Eva´s letzter Tag als 40erin beginnt. Wir sind heute nochmals auf Lifou, dürfen aber heute nicht mehr runter, sodass es für uns ein Seetag wird.

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    Die Temperaturen haben Höllenqualität, sodass wir uns lieber in den Schatten verziehen – sonst würden wir heute wahrscheinlich zu Staub verbrennen. Heute geht natürlich kaum ein Windhauch, damit ist es noch heißer. Und wie brav wir sind, erkennt man daran, dass wir alle im Fitte waren.

    Eva und Ralf gehen noch tanzen und erhalten viel Applaus für ihren langsamen Walzer (und das, obwohl der Boden nach eigenen Angaben klebt). Den Tag ausklingen lassen wir wieder im Dining Room bei ausgezeichneten Essen.

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    Sonntag, 2.3.2025

    Heute passiert das, was niemand gedacht hatte, es könnte wirklich passieren – Eva wird 50! (oder 49+, wie nette Menschen, also nicht wir, es beschreiben würden)! Bernd und ich haben gestern noch die Kabinentüre passend und dem Anlass entsprechend geschmückt und heute lassen wir Eva und Ralf hochleben (inkl. Shirts, Tröten und Hüten).

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    Geschenke werden in der Lounge übergeben, ich glaube, sie haben sich gefreut. Auch ein 2-minütiger iFly-Flug ist inkludiert. Dort angekommen singen die Chef-Flieger ein Ständchen (hat Bernd vorher organisiert), das zweite Geburtstagsständchen an diesem Tag, wir lachen alle sehr. Eva und Ralf fliegen wirklich schon sehr gut, allerdings steht bei uns allen eine Gesichtsstraffung an, so sehr flattert unser Gesicht (und das, obwohl wir lächeln und damit das Muskeln eh schon anspannen). Danach ist kurz Pause im Geburtstagsprogramm, bis wir Mittagessen in den Windjammer gehen – auch dort erhalten sie ein Geburtstagsständchen inkl. Kuchen mit Kerze.

    Für das Abendessen erhalten sie noch passende Accessoires, jeweils ein Krönchen und eine Schärpe – es läuft.

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    Natürlich gibt es auch im Dining Room ein Geburtstagsständchen, inklusive Torte und Kerze (Bernd hat eigens dafür die Tortenschachtel vom Pan Pacific mitgenommen, inklusive Karte – das nenne ich mal Recycling). Ein schöner Rahmen für einen so besonderen Tag. Das Schiff will scheinbar auch seinen Senf dazu geben, es schaukelt doch wieder ziemlich. Es wird auch das Wetter schlechter, mal sehen, wir sind jedenfalls auf dem Weg zurück nach Sydney.


    Montag, 3.3.2025

    Letzter Seetag auf dieser Reise, morgen sind wir in Sydney und damit endet unser erster Abschnitt. Aber für uns geht es ja weiter, es ist das Schönste, alle packen die Koffer, nur wir nicht.

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    Anna hat heute Geburtstag, sie ist gerade mit Dominik und Freunden in Amsterdam. Wir telefonieren und gratulieren und vermissen sie. Aber freuen uns auch für sie, dass sie ihren Geburtstag so nett feiert!

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    Viel passiert dann heute nicht mehr, den Tag genießen, kein Stress, noch Bordguthaben verbrauchen, Fotos holen und diebisch grinsen, wenn wir bei den Koffern am Gang vorbeigehen. Sind die schönsten Ausschiffungstage, wenn man selbst nicht ausschiffen muss. Wir sollten das immer so machen.

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    So, das war es für heute - morgen geht es mit der Rückkehr nach Sydney, dem Ende der ersten Reise und dem Beginn der zweiten Reise weiter. Ich freue mich, wenn ihr dabeibleibt.