Kurzkreuzfahrt Westliches Mittelmeer mit der Mein Schiff 4, 26.04. bis 01.05.2023

  • Ich hab gesehen, dass ich den Reisebericht mit der Mein Schiff 4 noch gar nicht eingestellt habe, was ich nun heute und morgen nachholen werde.

    Anreise, Mittwoch, 26.04.2023 nach Palma

    Auch wenn es kaum zu glauben ist, starten wir unsere Kurzreise diesmal vom Flughafen in Klagenfurt. Das bedeutet, ich kann heute noch normal arbeiten und wir lassen uns dann am späteren Nachmittag gemütlich von meiner Mutter zum Flughafen fahren. Der Flug geht mit Ryanair, somit sind wir auch schon eingecheckt und müssen nur noch unseren Koffer abgeben. Wie erwartet, steppt in der Abflughalle der Bär NICHT. Dann durch die Sicherheitskontrolle, die durchaus Ähnlichkeiten zu Fort Knox aufweisen könnte, und ab in den Container. Jaaa genau, richtig gelesen, der Boardingprozess beinhaltet einen Aufenthalt in einem Container. Der Grund dafür hat sich mir zwar bis heute nicht erschlossen, aber gut, ist halt so. Klagenfurt ist anders.

    Gemeinsam mit einer männlichen Polterrunde, ein paar halbstarken Spätpubertierenden und rund 20 Kleinkindern, von denen drei irgendwie nicht so begeistert waren über den Flug (sprich: brüllten durchgehend), ging es in einer Stunde und 50 Minuten über imposante Gebirgszüge, kleine und größere Seen und später entlang der französischen Küste in Richtung Balearen.

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    Zu Mallorca selbst muss ich wohl nicht viel sagen, ist ja quasi fast eine deutsche Kolonie. Meiner Meinung nach wird die größte Insel der Balearen-Gruppe aber oft zu Unrecht als Partyinsel vorverurteilt. Der berüchtigte Ballermann ist ja nur ein kleines Teilstück. Dafür gibt es viele wunderschöne Ecken auf der Insel und auch Palma selbst hat einiges zu bieten.

    Für die Vorübernachtung in Palma hatten wir das Hotel UR Palacio Avenida gewählt, sehr gut mitten im Zentrum gelegen und ein guter Ausgangspunkt für Sightseeing zu Fuß. Auf Empfehlung der Rezeptionistin haben wir im Restaurant Don Caracol, das ganz in der Nähe des Hotels ist, ein ausgezeichnetes Abendessen genossen. Ein kurzer Abendspaziergang noch und dann ab in die Heia.

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  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Donnerstag, 27.04.2023 Palma und die Mein Schiff 4

    Nach einem ausgiebigen Frühstück, das kaum einen Wunsch offenließ, ging es in Richtung Kathedrale von Palma, die wir heute zumindest mal von außen besichtigen wollten. Bei unserem Spaziergang durch die Altstadt fiel uns auf, dass die Stadt nicht nur von spanisch-katalanischen Einflüssen geprägt ist, sondern auch arabische zu erkennen sind. Da der größte Markt von Palma, der Mercat de l‘Olivar, nur wenige Minuten vom Hotel entfernt ist und ohnehin auch auf unserem Weg lag, sehen wir uns den natürlich auch an. Ein unglaublich großes Angebot an Obst und Gemüse präsentiert sich uns sehr ansprechend an den zahlreichen Ständen und überall locken schmackhafte Leckereien in den kleinen Tapasbars.

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    Auch am Placa Major, dem Mittelpunkt der schönen Altstadt, herrschte reges Treiben, generell war in der ganzen Stadt sehr viel los, man hat das Gefühl alle lechzen nach frischer Luft und ein paar warmen Sonnenstrahlen. Weiter ging‘s zum Placa de Cort zum Rathaus, wo auch ein mehrhundertjähriger besonders geschützter Olivenbaum zu finden ist. Schon beeindruckend, so mitten in der Stadt.

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    Mehr über die Kathedrale dann am Ende der Reise, heute bewundern wir das Prachtstück nur von außen. Das aber sehr ausgiebig – es ist bereits Mittag und die Sonne knallte ordentlich vom Himmel, also wurde es Zeit den Elektrolyte-Haushalt aufzufüllen, um einer möglichen Unterhopfung vorzubeugen. Schnell war ein passendes Lokal mit Blick auf die Kathedrale erste Reihe Fußfrei gefunden und wir genossen den imposanten Anblick und natürlich das kühle Bier.

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    Langsam wurde es Zeit zurück zum Hotel zu gehen und unsere Gepäck abzuholen – wir hatten 15 Uhr als Check-In Zeit auf der Mein Schiff 4. Mit dem Taxi ging es zur Estación Maritima, wo das Schiff von TUI Cruises lag. Als wir die Halle betraten, staunten wir nicht schlecht: eine laaaaaaaaange Schlange bildete sich bereits vor den Check-In Schaltern. Haben die wirklich alle dieselbe Einschiffungszeit wie wir? Es dauerte so gute 30 Minuten bis wir an der Reihe waren, angefühlt hat es sich aber wie 3 Stunden, da diese Kurzreise scheinbar von vielen Gruppen (männlicher als auch weiblicher Natur) genutzt wurde, um mal wieder einen drauf zu machen. Begleitet von lauter Schlagermusik, die übers Handy abgespielt wurde und aufgedrehten „Party-Tigern“ zwischen 30 und 60 Jahren fühlte sich die Zeit wirklich unendlich lange an. Das konnte ja heiter werden…

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    An Bord suchten wir erst mal direkt unsere Kabine auf, um das Handgepäck loszuwerden. Danach direkt zur kurzen Einweisung an der Rettungsstation, dann Koffer auspacken und dann endlich ab an Deck auf ein Bier. Das war dann auch das einzige Bier, das ich an Bord getrunken habe – Pitburger… für einen Österreicher echt beinahe eine Qual. Zumindest mein Göttergatte hatte mit dem Paulaner eine leckere Alternative, ich mag allerdings kein Weizenbier. Für uns gehört das Corona Bier auf Kreuzfahrten einfach dazu, das gabs da leider nicht. Das „Sol“ war leider auch keine schmeckende Alternative, also umgeschwenkt auf Wein.

    Zum Abendessen gingen wir heute ins Atlantik-Mediterran, wo zu dem Zeitpunkt noch nicht so viel los war. Umso erstaunlicher war es, dass es doch etwas länger gedauert hatte, aber alles noch im Rahmen und schließlich hat man ja auch Urlaub. Das Essen war leider enttäuschend, die Portionen sehr klein, das Essen maximal lauwarm und die Nudeln leider bereits gatschig. Schon klar, dass wir noch was nachbestellen hätten können, aber dann nochmal warten auf etwas, das eh kein Burner ist, darauf hatten wir halt auch keine Lust. Egal, es gibt ja noch mehrere Möglichkeiten und so haben wir uns noch im Tag und Nacht-Bistro eine Kleinigkeit geholt.

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    Wir haben uns dann noch einen oder zwei Absacker genehmigt und haben dann für die Feierwütigen das Feld geräumt.

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  • Freitag, 28.04.2023, Barcelona

    Als wir wach werden, liegen wir bereits fest vertaut im Hafen von Barcelona. Hinter uns die neue MSC World Europa, eine ganz spacige Erscheinung, bei der ich mir noch nicht sicher bin, ob sie mir optisch nun gefällt oder nicht. Einerseits ja, aber der Bug ist dann schon wieder so gewöhnungsbedürftig, dass ich mich nicht entscheiden kann. Vor uns lagen die AIDA Stella sowie die Costa Pacifica und die Costa Favolosa Costa-Schiffe, etwas näher bei der Stadt noch die Silver Dawn. Großkampftag also.

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    Wir genossen erst mal in Ruhe ein Frühstück und was die Weckerl-Auswahl anlangt, bekommt hier TUI definitiv einen großen Pluspunkt. Zu Eier und Speck sagen wir mal besser nichts, aber wir sind ja flexibel. Wir hatten keine speziellen Pläne für heute und wollten uns nur gemütlich treiben lassen. Getrieben wurden wir teilweise auch, die Ramblas waren nämlich übervoll, was teilweise echt mühsam war. Also sind wir zwischendurch immer mal wieder in den ein oder anderen Shop geflüchtet und wurden auch fündig. In einer Seitengasse haben wir dann einen Weihnachtsladen entdeckt, den mussten wir natürlich auch besichtigen. Jetzt waren wir schon so oft in Barcelona, aber der ist uns tatsächlich bisher verborgen geblieben. Kitsch und Glitzer soweit das Auge reicht, aber auch einige geschmackvolle Weihnachtsdeko kann man hier finden. Also wenn jemand auf der Suche nach einem ganz bestimmten Weihnachtsaccessoire ist, ist die Chance sehr hoch das in diesem Geschäft zu finden.

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    Auf der Plaça Reial haben wir dann einen freien Platz in einem Lokal ergattert , es hat sich nämlich ein akuter Hopfenmangel bemerkbar gemacht. Der Kellner war etwas überfordert, aber nicht aufgrund der Anzahl der Gäste, sondern eher, weil er sich wohl etwas reingezogen hatte. Der latente Grasgeruch war nicht zu „überriechen“.

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    Die Plaça Reial war mit ihren schlanken Palmen, dem Drei-Grazien-Brunnen, den behelmten Laternen von Antoni Gaudí und den Bänken bis zur Wende zum 20. Jahrhundert ein Flanier-Corso der katalanischen Bourgeoisie. Ein Flanier-Corso ist der Platz auch heute noch, wir kamen mit dem Schauen gar nicht nach, so viel los war da überall. Eine Gruppe junger Artisten stellte ihr Können unter Beweis und erntete neben tosenden Applaus natürlich auch den ein oder anderen Euro. Es sei ihnen vergönnt. Langsam aber sicher machten wir uns mit dem Shuttle zurück auf den Weg zum Schiff, wo wir noch mal die Gelegenheit hatten, das Bügeleisen – also die MSC World Europa – von allen Seiten zu begutachten. Schon eine interessante Erscheinung.

    Abends gingen wir heute ins Ankelsmann Buffetrestaurant. Ausklingen lassen haben wir den Tag natürlich wieder an einer Bar.

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  • Samstag, 29.04.2023, Marseille

    Auch heute in Marseille lagen viele Kreuzfahrtschiffe mit uns im Hafen. Wir ließen den Tag bei einem entspannten Frühstück beginnen und machten es uns dann erst mal etwas an Deck gemütlich. Für heute hatten wir einen Ausflug übers Schiff gebucht. Sowas machen wir eigentlich ja so gut wie gar nicht, aber a) hatten wir keine Lust auf Herumspazieren in Marseille, b) hörte sich der Ausflug echt gut an, c) sind die Preise für die Ausflüge echt mehr als in Ordnung und d) wollten wir es einfach mal ausprobieren, um das auch in unser abschließendes Fazit vom Gesamteindruck zu Mein Schiff einfließen zu lassen. Wir starteten also um 12:30 zu unserem Ausflug Le Castellet und Sanary-sur-Mer. Die Fahrt mit dem Bus durch die Provence war sehr kurzweilig und unsere Ausflugsleiterin erzählte uns auf eine sehr angenehme Art und Weise viel über Land und Leute. Der erste Stopp war in Sanary-sur-Mer, einem idyllischen Hafenstädtchen, das, wie es heißt, einer der authentischsten Häfen der Mittelmeerküste Frankreichs ist. Auch heute liegen hier noch einige historische Boote vor Anker, die Teil des historischen Nationalerbes in Frankreich sind. Zwischen 1933 und 1942 war Sanary auch Zufluchtsort für deutsche Literaten und Kulturvertreter und schrieb so selbst Geschichte.

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    Gemeinsam besuchten wir die Kirche Saint-Nazaire, die wunderschöne Fresken und eine majestätische Orgel beherbergt. Danach hatten wir Zeit uns selbst in diesem pittoresken Hafenstädtchen umzusehen. Wir schlenderten durch die Gassen mit den bunten, provenzalischen Fassaden und genossen den Blick im Hafen auf das Meer und die leicht schaukelnden Boote. Sanary-sur-Mer ist definitiv ein Ort, an den man widerkehren kann und noch etwas mehr Zeit hier verbringen kann.

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    Nachdem alle pünktlich zurück am vereinbarten Treffpunkt waren, ging es weiter in Richtung Le Castellet. Die Fahrt führte uns durch die Weinberge und Olivenhainen auf einen 250m hohen Felsvorsprung zu dem entzückenden Dorf, das 2022 sogar mit dem Prädikat Die schönsten Dörfer Frankreichs ausgezeichnet wurde. Der alte Ortskern mit seinen verwinkelten Gassen liegt auf dem Scheitel des Hügels, von wo sich ein schöner Blick über das Massif de la Sainte-Baume im Norden bietet. Auch hier erfahren wir eingangs einiges über die Geschichte und die Kultur und Traditionen und haben dann die Möglichkeit, das Dorf selbst zu erkunden.

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    Das Dorf versprüht einen mittelalterlichen und authentischen Charakter und hat wirklich einen unglaublich malerischen Charme. Die alten Steinhäuser vervollständigen dieses Bild perfekt und die zahlreichen Handwerksboutiquen, in denen kein billiger Kitsch zu finden ist, sondern wirklich hochwertige Handwerkskunst und natürlich viele Gewürze und Kräuter, laden zum Verweilen (und shoppen) ein. Das Schloss, in dem sich heute das Rathaus befindet, stammt aus dem 15. Jahrhundert und bietet von seinem Vorplatz einen wunderschönen Ausblick auf das Bergmassiv und zahlreiche Weinberge. Auch beim sogenannten Loch von Madame, eine der vielen Öffnungen in der alten Wehrmauer, kann man das traumhafte Panorama und die malerische Landschaft genießen.

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    Die Zeit war ausreichend für die Erkundung des kleinen Dörfchens und nachdem auch diesmal alle wieder pünktlich waren, konnten wir unsere Rückfahrt nach Marseille antreten. Der Ausflug hat sich definitiv gelohnt und war überraschenderweise sehr unkompliziert. Man hatte gar nicht das Gefühl in einer Gruppenhorde unterwegs zu sein, was sicher auch ein bisschen daran lag, dass wir auch Zeit hatten, selbst herumzuschweifen und nicht immer in der Gruppe herum gegangen sind. Zurück am Schiff hörten wir dann erstmal eine Ansage vom Kreuzfahrtdirektor, der um Rücksichtnahme auf andere Gäste bat und vor allem auch darum, dass man doch bitte die ausgewiesenen Raucherplätze nutzt, um zu rauchen. Scheinbar geht’s hier nachts ordentlich zu – davon bekamen wir aber bisher nichts mit, unsere Kabine scheint echt super gelegen zu sein. Jedenfalls meinte der Kreuzfahrtdirektor, dass er das in seinen 20 Jahren Erfahrung noch nie durchsagen musste und er hörte sich echt ein bisschen fassungslos an. Was die wohl aufgeführt haben in den Nächten? Nach dem Abendessen warfen wir mal einen Blick ins Bordprogramm, um zu sehen was denn überall so los ist. Aber wenn man sich da tolle Shows oder viel Live Musik erwartet, dann ist man hier falsch. Dass es Unterhaltungstechnisch nicht so der Burner ist bei TUI, das wurde uns im Vorfeld von vielen Seiten schon gesagt, aber zumindest Live-Musik wäre zwischendurch mal ganz nett. Das gabs zwar später am Abend, aber die waren ehrlich gesagt eher mau, so dass man sich dann doch schnell wieder Musik vom Band gewünscht hat. Egal, wir hatten mittlerweile eine gute Bar gefunden und hatten einen schönen Abend.

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  • Sonntag, 30.04.2023 Seetag

    Bei so einer Kurz-Kreuzfahrt hat man ja immer ordentlich zu tun, damit man wirklich das ganze Schiff kennenlernen kann. Dazu hatten wir heute am Seetag ausreichend Zeit. Nach dem Frühstück suchten wir uns aber erstmal eine Liege, um ein bisschen das Pooldeck zu genießen und Vitamin D zu tanken. Wie erwartet, waren bereits ungefähr 95% der Liegen besetzt – zumindest mit Handtüchern und diversen Utensilien. Die dazugehörigen Besitzer haben wir teilweise erst ein paar Stunden später gesehen.

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    Was sich in den letzten Tagen schon bemerkbar gemacht hat, kam heute noch mal besonders stark zum Ausdruck. Die Wartezeit an den Bars war wirklich eine kleine Ewigkeit. Nicht, dass wir es eilig haben im Urlaub, aber das war teilweise schon echt übertrieben lange, zumal ich nicht den Eindruck hatte, dass es zu wenig Personal gab. Klar, wenn die ganzen Gruppen dann immer gleich 10 Bier oder sogar Cocktails auf einmal bestellen, dann dauert das, aber dann muss ich eben reagieren und das Personal an dieser Stelle aufstocken und wo anders abziehen (es gab nämlich im Inneren auch eine Bar, an der tagsüber gar nichts los war und wo sie sich die Füße in den Bauch standen).

    Nun gut, wir konnten uns zum Glück ja auch anders abkühlen, es war heute nämlich ganz schön heiß. Und der mega Pool mit seinen 25 Meter Länge ist da echt genial. Endlich mal Platz, herrlich.

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    Die heutige ermahnende Durchsage kam vom Kapitän selbst, scheinbar ging es auf Deck 5 heute Nacht etwas zu wild zu. Ich war erstaunt über die Freundlichkeit, die er noch immer an den Tag legte. Scheinbar wurde nämlich einfach überall geraucht, was auf einem Kreuzfahrtschiff jetzt vielleicht nicht unbedingt die beste Idee ist. Zumal es hier ja wirklich mehr als genug Möglichkeiten gibt. Trotzdem appellierte er sehr bestimmt an die Vernunft der Reisenden.

    Den Nachmittag verbrachten wir mit einem ausführlichen Rundgang übers Schiff und nahmen von oben nach unten in jeder Bar einen Drink zu uns. Keine Sorge, die Partytiger haben nicht abgefärbt, aber wir mussten ja alles mal durchprobieren, da kommt man ganz schön unter Zeitdruck. Und der Koffer packt sich danach auch irgendwie leichter.

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    Nach einem letzten eher unspektakulären Abendessen im Ankelsmann, haben wir es uns wieder an der Bar gemütlich gemacht und den Abend ausklingen lassen. Mittlerweile sind wir bei Ouzo gelandet, da kann man nicht viel falsch machen…

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  • 01.05.2023 Palma und Heimreise

    Wir genossen ein letztes Frühstück, das wesentlich entspannter verlief, als wir es oft schon auf bisherigen Kreuzfahrten erlebt haben. Bis 9 konnten wir die Kabine nutzen, was wir auch taten, bevor wir dann noch einmal eine Runde über das Promenaden-Deck drehten und dann um 9:30 die Mein Schiff 4 verließen. Heute startete der Jeckliner und einige der neuen Passagiere, allesamt in ihren Kostümen natürlich, waren bereits am Hafen. Na das kann ja was werden, was für ein Glück, dass wir das nicht miterleben müssen. Da unser Flug erst am Abend ging und wir mit dem Ausflug in Marseille so gute Erfahrungen gemacht haben, haben wir heute noch den Ausflug Inselhauptstadt Palma und Transfer zum Flughafen gebucht. Wir waren nur 14 Personen, was wirklich eine angenehme Gruppengröße war. Der Bus brachte uns zuerst zur Burg Bellver, eine imposante Festung, die über Palma thront. Die Burg gilt in ganz Europa als einmalig. Anders als die meisten Wehrbauten ist sie nämlich kreisrund. Bellver heißt übersetzt schöner Blick und ja, der Blick auf den Hafen – heute liegt neben der Mein Schiff 4 auch noch die Symphony of the Seas hier – und die Altstadt ist wirklich schön.

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    Weiter ging es zur Kathedrale La Seu, diesmal mit Innenbesichtigung. Wenn man die Kathedrale betritt, weiß man auch warum sie auch die Kathedrale des Lichts genannt wird. Insgesamt 61 Buntglasfenster sorgen für tolles Licht, wobei die Rosette in der Mitte das spektakulärste Fenster ist. Es fängt die Morgensonne ein und erfüllt das Gebäude mit bunten Lichtstrahlen.

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    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Unser Guide erzählte uns einiges über die Geschichte des Baus und inwiefern Gaudí auch hier seine Finger im Spiel hatte. Danach hatten wir noch genügend Zeit uns umzusehen. Im Anschluss gingen wir in Richtung Rathaus, welches dann auch der Treffpunkt war – wir hatten jetzt noch Zeit, um eigenständig in der Stadt herum zu schlendern.

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    Dann hieß es langsam Abschied nehmen von Palma. Um 18 Uhr ging unser Flug zurück nach Klagenfurt, der diesmal geräuschtechnisch wesentlich ruhiger verlief, als der Hinflug, was aber wohl auch daran lag, dass die Gruppen, die am Ballermann gefeiert haben, keine Stimme mehr hatten.

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  • FAZIT

    Wie immer an dieser Stelle unser Fazit zu der Reise. Gleich vorweg möchte ich sagen, dass die Kurzkreuzfahrt wohl nicht mit einer normalen Kreuzfahrt von TUI zu vergleichen ist, da wirklich extrem viele feierwütige Gruppen an Bord waren und ich nicht, dass das die Norm ist.

    Das Schiff ist schön und gut in Schuss, bis auf den mega Pool und die Außenalster Bar am Heck des Schiffs aber ohne weitere besondere Highlights. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, es gibt viele schöne Fleckchen an Bord, es muss nicht immer irgendein Superlativ im Spiel sein.

    Etwas störend waren für uns die vielen Raucherbereiche. Das ist wohl einfach ungewohnt für uns, aber fiel uns wirklich negativ auch. Am schlimmsten ist aber sicher die Tatsache, dass auch auf den Balkonen geraucht werden darf. Da kann man Glück, aber auch Pech haben mit den umliegenden Nachbarn.

    Vom Essen waren wir enttäuscht, da hätten wir uns bei einer deutschen Reederei echt mehr erwartet. Wir haben im Buffet natürlich immer etwas gefunden, aber selbst bei der kurzen Reise wiederholte sich da alles und die Auswahl war jetzt nicht sooo riesig, dass man da immer variieren kann. Vielleicht ist das Jammern auf hohem Niveau, aber an eine sogenannte Premiumreederei habe ich auch bestimmte Erwartungen.

    Die Brötchenauswahl war dafür fantastisch, das könnte man nicht besser machen, das würd ich mir bei den Amis auch wünschen.

    Zum Unterhaltungsprogramm kann ich nicht viel sagen, das hat quasi kaum stattgefunden. Die White Night und solche Sachen zählen da für mich nicht unbedingt dazu, aber die hat es natürlich schon gegeben. Aber auch das ist jetzt nicht zwingend notwendig, es muss nicht immer eine high end Bespaßung geben, wir können Kreuzfahrten durchaus auch ohne genießen.

    Ein großes Plus wie schon erwähnt für die Ausflüge. Vielleicht hatten wir zweimal Glück, aber es war wirklich unkompliziert, stressfrei, toll organisiert und total interessant. Wir hatten auch immer Zeit alleine herumzuschlendern. Dazu ein toller Preis, würden wir in bestimmten Häfen sicher wieder so machen.

    Was ich vermisst habe, war teilweise die Herzlichkeit beim Personal.

    Es waren natürlich alle höflich und bemüht. Jeder hat natürlich seinen Job gemacht, mal schneller, mal langsamer, aber ein Lächeln ging vielen nur schwer von den Lippen, Smalltalk gab es auch nur mit ganz wenigen. Hinter der Bar waren die meisten echt langsam, klar war viel los, aber die Handgriffe waren teilweise echt in Zeitlupe. Das kennen wir so auch nicht. Vielleicht lag das aber auch am Publikum... wie man in den Wald hinein ruft....

    Die Auswahl an Cocktails ist sehr groß, wenn man aber nicht so der große Cocktailtrinker ist und dann auch noch mit dem Bier nicht glücklich wird, das angeboten wird, tut man sich echt schwer. Der Wein war ok, mehr aber auch nicht, die Auswahl ist hier wesentlich geringer, als gewohnt. Bei zwei Wochen würde ich mir hier wirklich schwer tun was Passendes zu finden.

    Super waren die langen Liegezeiten und auch das angebotene Sportprogramm an Bord ist toll, das würde dann auch wieder für längere Reisen sprechen. Schlecht war hingegen, wie schon im Bericht erwähnt, das Einschiffen. Wenn es schon festgelegte Einschiffungsfenster gibt, dann sollte das dann schon auch zügig gehen. Und dann vielleicht einfach auch früher anfangen und nicht erst um 15 Uhr. Wenn man nämlich vor 15 Uhr einschiffen will, darf man gleich mal 35 Euro für einen Early Check-In zahlen. Das ist für mich reine Geldmacherei.

    Man sieht also, ein wirklich eindeutiges Fazit fällt mir schwer. Wir hatten eine tolle Zeit mit vielen Plus-, aber auch Minuspunkten und haben für uns gesagt: wenn Preis und Route passen, gerne wieder. Platz eins bei uns bei der Auswahl wird es aber nicht.

    In diesem Sinne

    Schiff Ahoi

    Was das Meer behält ⚓️

  • also war das deine erste reise mit MS?

    Vom Essen waren wir enttäuscht, da hätten wir uns bei einer deutschen Reederei echt mehr erwartet. Wir haben im Buffet natürlich immer etwas gefunden, aber selbst bei der kurzen Reise wiederholte sich da alles und die Auswahl war jetzt nicht sooo riesig, dass man da immer variieren kann. Vielleicht ist das Jammern auf hohem Niveau, aber an eine sogenannte Premiumreederei habe ich auch bestimmte Erwartungen.

    also wart ihr nie in einem anderen Restaurant?

    war den auch die Qualität schlecht oder eben nur die Auswahl?

    es kommt ja auch immer auf das Verständnis von Premium an.

    Danke fürs berichten.

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • User123 Ja, das war die erste Reise mit MS, aber damals die 25. Kreuzfahrt.

    Wir waren auf dieser Kurzkreuzfahrt tatsächlich nur einmal in einem Bedienrestaurant. Wir waren es halt auf den bisherigen Kreuzfahrten anders gewohnt, wenn man es weiß, kann man ja durchaus auch mehr/anders bestellen, damit auch der hungrige Männerbauch satt wird.

    Die Auswahl im Buffet war nicht schlecht, aber halt nicht sehr umfangreich. Von der Qualität her gibts nur insofern abzügig, als dass es leider meist nur maximal lauwarm und nur spärlich gewürzt war. Das ist natürlich immer Geschmackssache und nur meine persönliche Meinung.

    Mal sehen, vermutlich testen wir im März die MS7, dann hab ich auch einen Vergleich.

    Was das Meer behält ⚓️

  • ich bin gespannt auf die MS2. wir wollen einige Restaurants Testen.

    ich finde es immer schwer verschiedenen Konzepte zu vergleichen.

    Oft sind da die Erwartungen zu hoch.

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • Da hast Du definitv recht, verschiedene Konzepte miteinander zu verlgeichen ist schwierig, aber irgendwie tut man es trotzdem. Ich habe trotzdem versucht halbwegs unvoreingenommen zu bleiben, war mir dann auch gelungen ist.

    Mittlerweile entscheide ich sowieso nach Route und Preis und schon lange nicht mehr nach Reederei oder Konzept.

    Bin gespannt auf Deine Erfahrungen mit der MS2

    Was das Meer behält ⚓️

  • Bin gespannt auf Deine Erfahrungen mit der MS2

    ich auch. ist auch das erste mal MS und auch westliches Mittelmeer.

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • Vielen Dank Alexandra1201 für deinen Bericht.

    Wir hatten für 2020 eine ähnliche Kurzreise an Mallorca gebucht. Aus bekannten Gründen kam sie dann nicht zustande und aus Mittelmeer wirde bei der Nutzung der 10 % auch Mittelamerika, weil ich hier viele Gruselgeschichten gelesen habe.

    Ich finde es sehr traurig, dass ihr mit dem essen im Atlantik nicht zurech gekommen seid. Auf bisher 4 Reisen und vier Schiffen haben wir es immer als sehr gut befunden.

    Und auch unser SEHR wählerischer Sohn hat das Essen auf der MS 2 ( User123 ) sehr genossen.

    Man darf sich ja durchaus auch mehr Gänge bestellen. Hungrig vom Tisch aufstehen muss also wirklich keiner.

  • nd auch unser SEHR wählerischer Sohn hat das Essen auf der MS 2 ( User123 ) sehr genossen.

    Man darf sich ja durchaus auch mehr Gänge bestellen. Hungrig vom Tisch aufstehen muss also wirklich keiner.

    Das glaube ich gern. ich finde die Vielfallt auf der Ms2 toll.

    Da gibt es für jeden das passende.

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria


  • Man darf sich ja durchaus auch mehr Gänge bestellen. Hungrig vom Tisch aufstehen muss also wirklich keiner.

    Das weiß ich natürlich, aber nachdem es echt voll lange gedauert hat und geschmacklich leider nicht überzeugte, haben wir uns dann eben noch für einen Burger entschieden :P

    Ich bin mir sicher, dass wir einfach ein bissl Pech hatten, daher gibts ja noch einen Versuch :)

    Was das Meer behält ⚓️

  • Lustig wenn ein Österreicher sich "anmaßt" ;) über Bier zu philosophieren und dann eine mexikanische Chemieplörre über ein gutes, nach dem RG gebrautem, Deutschen Bier stellt. 8| :D

  • Lustig wenn ein Österreicher sich "anmaßt" ;) über Bier zu philosophieren und dann eine mexikanische Chemieplörre über ein gutes, nach dem RG gebrautem, Deutschen Bier stellt. 8| :D

    Und lustig, wenn ein Deutscher sich gleich angegriffen fühlt ;) Eure Pilse finde ich leider furchtbar, wirklich gut sind für mich nur die Bayrischen Biere. Aber wie sagt man so schön: Geschmäcker und Watschen sind eben verschieden.

    Das Corona trink ich hauptsächlich auf Kreuzfahrten, das gehört einfach irgendwie dazu. Aber definitiv kein Norddeutsches <X

    Was das Meer behält ⚓️

  • Und lustig, wenn ein Deutscher sich gleich angegriffen fühlt ;) Eure Pilse finde ich leider furchtbar, wirklich gut sind für mich nur die Bayrischen Biere. Aber wie sagt man so schön: Geschmäcker und Watschen sind eben verschieden.

    Das Corona trink ich hauptsächlich auf Kreuzfahrten, das gehört einfach irgendwie dazu. Aber definitiv kein Norddeutsches <X

    Um Gottes Willen, ich habe mich keinesfalls angegriffen gefühlt. Als Pilstrinker und Freund von Fiege, Jever, Köpi, etc. wird es bei mir eh dünn ;)

    Alle Biere südlich von Frankfurt bis ans Mittelmeer schmecken für mich gleich. Bis auf das Weißbier. Da gibt es erhebliche unterschiede und das können die Bayern sehr gut!