Reisebericht AIDAcara Winter im hohen Norden oder "Dat sind die Wellen, Matta" 11.- 25. März 2017

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • @AstraNick
    Ja, ich auch. Vielleicht schreibst Du ja etwas dazu in diesem Thread, wenn Du etwas in Erfahrung gebracht hast bzw. sie nicht selber einen Reisebericht erstellt.

    LG
    Joean

    Das werde ich gerne tun. Sind heute in KIEL angekommen und sie schrieb in der zweiten WhatsApp-Message, dass wohl vor oder nach TRONDHEIM viele Passagiere die Spucktüten in Anspruch nehmen mussten. Sonst schwärmt sie von Land und Leuten und wird auch ohne Schiff gerne mal wieder nach NORWEGEN in Urlaub fahren. Polarlichter gab es wohl in Hülle und Fülle..... Mehr dann aber zu gegebener Zeit, wenn die Infos wirklich komplett da sind. :-)

  • @Joean,

    Wunderschön

    Viele Grüße aus Hamburg

    28.04.2010 - 01.05.2010 AIDAluna Nordeuropa Eidfjord
    08.01.2011 - 15.01.2011 AIDAblu Kanaren
    26.05.2011 - 30.05.2011 AIDAcara Nordeuropa Oslo/Kopenhagen
    06.01.-13.01.2012 Kanaren mit Agadir TUI Mein Schiff 1
    16.12. -23.12.2012 Dubai TUI Mein Schiff 2
    11.08.13 - 18.08.13 Adria mit Kroatien TUI Mein Schiff 2
    15.12.13 - 22.12.2013 Kanaren mit Madeira TUI Mein Schiff 1
    01.08.14 - 09.08.2014 Südnorwegen mit Kopenhagen Mein Schiff 2
    12.12.14 - 19.12.2014 Nördliche Karibik Mein Schiff 1
    09.12.15 - 23.12.2015 Malaysia und Thailand Mein Schiff 1
    29.07.16 - 09.08.2016 Norwegen Nordkap mit Trondheim III Mein Schiff 1
    27.05. - 06.06.2017 Baltikum mit Danzig Mein Schiff 3

    14.01. bis 21.01.2019 Dubai mit Katar Mein Schiff 4


    Reisebericht Südnorwegen m.Kopenhagen
    Reisebericht Karibik
    Reisebericht Asien
    Reisebericht Norwegen Nordkap mit Trondheim III 29.07. - 09.08.2016
    Reisebericht Ostsee Baltikum mit Danzig 27.05.-06.06.2017Ostsee Baltikum mit Danzig 27.05. - 06.06.2017 ( Mein Schiff 3 )

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  • bei Nacht und Sternenhimmel bitte mich beim nächsten mal persönlich aufklären

    @Königin
    Oh ja, das wird schön. Wir setzen uns in den Weinberg (muss ja dunkel sein 8o ) , beauftragen König und Göga umschichtig mit Lieferung des Weinnachschubs und wenn sie später auf den Bildern nichts erkennen, dann haben sie einfach zu wenig getrunken. hihi :S
    Ich freu mich schon drauf. Schön, dass Du auch mitliest.

    LG Joean

  • Die Bilder sind wieder einmal der Hammer, kann mich gar nicht satt sehen. Vielen Dank

    LG Elke :Treffen:


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    Weihnachts und Silvesterreise Kanaren mit Lanzarote und Madeira mit der neuen MS1

  • Wirklich sehr beeindruckende Fotos von den Polarlichtern sind dir da gelungen liebe @Joean :love:

    Schade, das wir die Tour nicht gemeinsam unternommen haben. Unser Wetter mit euren Polarlichtern, das hätte man nicht toppen können ;)

    Liebe Grüße
    Sonja

    Bleibt gesund <3

  • Sonntag, 19. März 2017
    Alta + auf dem Weg nach Sortland = 290 Seemeilen


    Früh begrüßt uns endlich mal strahlend blauer Himmel bei –5°C.

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    Wir werden noch bis 10:00 Uhr hier in Alta liegen, um die Gäste, die im Sorrisniva Schneehotel übernachtet haben, wieder an Bord zu nehmen.
    Kurz vor dem Ablegen wird ein Rettungsboot zu Wasser gelassen. Gegen ein geringes Entgelt haben einige Gäste die Möglichkeit, das Ablegen des Schiffes vom Rettungsboot aus zu beobachten.

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    Ich beobachte auch, aber von Deck aus. Dabei stehe ich neben einer Familie (2 Kinder, Papa, Oma + Opa) die wie verrückt dem Bötchen zuwinken.„Kommt die Mama jetzt gar nicht mehr wieder?"
    Oh, das verlangt aber jetzt nach einer dringenden Antwort, sonst gibt’s hier gleich noch Tränen.

    Während das Schiff dann aus dem Altafjord wieder rausfährt, wird auch das Wetter wieder schlechter.

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    Ab 13:00 Uhr wechseln sich dann mal wieder ein Schneesturm mit 100 Metern Sicht, mit Regen und Sturm mit 50 Metern Sicht und Nebel mit gefühlten 3 Metern Sicht ab. Ein Sonntagnachmittag, der geradezu nach einem ausgedehnten Mittagsschläfchen verlangt.

    Am Abend dann die nautische Fragestunde mit Kapitän Lars Krüger. Schon die Ankündigung durch die Entertainment Managerin gibt Anlass zum Schmunzeln:
    „Und hier kommt er, Ihr Kapitän, der heute früh noch auf Deck 10 ausgelaufen ist.“

    „Guten Abend, meine lieben Gäste. Bitte lassen Sie gleich mich eines klarstellen. Sowohl Schiff als auch Kapitän sind absolut wasserdicht.“

    Anders als sonst, können hier sofort Fragen gestellt werden. Dann kommt auch schon eine Frage, die ich mir selbst auch schon oft gestellt habe.
    Wie misst man eigentlich Wellenhöhen?
    Antwort: Mit Satellit.
    Und zwar ist die Wellenhöhe die Differenz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt. Es gibt also keine (gedachte) Nulllinie.

    Das Gerät, welches wir übrigens am ersten Abend in Steinwerder eingeladen haben, war ein Wellengenerator. Dieser sitzt auf der Schiffswelle und erzeugt Strom, einfach dadurch, dass sich der Propeller dreht. (Alle technisch Bewanderten mögen mir aufgrund meiner laienhaften Beschreibung verzeihen.)

    Wir erfahren weiter, dass die beiden Hauptmaschinen der Cara 30.000 PS haben und eine Tonne Diesel in der Stunde verbrennen. Bisher haben sie damit dieses Schiff ca. 7,5 Millionen Seemeilen über die Meere diese Welt getragen.

    Und dann räumt Kapitän Krüger noch mit einer dieser irrigen Vorstellungen auf. Auch wenn der Lotse an Bord ist, hat der Kapitän immer noch die volle Verantwortung. Einzig im Panamakanal sei dies anders – theoretisch!
    Praktisch sei es so, dass – sollte dort etwas passieren – sich die Kanalgesellschaft und die Reederei des Schiffes immer 50/50 einigen.
    Woher er dies wisse? „Aus eigener Erfahrung.“

    LG Joean

  • Montag, 20. März 2017
    Hafen Sortland (Vesterålen) von 08:00 Uhr – 20:00 Uhr, 372 Seemeilen bis Trondheim

    Warum hab ich nur ständig in diesem Urlaub die Bettflucht? Am dem ach so tollen Wetter kann’s nicht liegen.

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    Schon wieder ist eine dieser Monsterbrücken in Sicht. Wir sind fast in Sortland.

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    Sortland wird ja auch die blaue Stadt genannt. Dies war eigentlich mal so eine Art Werbegag Anfang der 2000er Jahre. Damals überlegte die Hurtigrute, den Hafen Sortland nicht mehr anzufahren. Logistisch würde es sich nicht rechnen und was könnten Touristen hier schon sehen? Da hatte irgendwer die Idee, die Häuser alle (zumindest einige) blau anzumalen. Und schwups, hatte der Touri was zum Gucken und die Hurtigrute legt noch heute an.

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    Ich habe lange überlegt, was wir heute hier machen. Es hätte z.B. auch die Möglichkeit gegeben, eine Walsafari zu buchen. Ich habe im Vorfeld ewig lange im Internet gesucht, ob es denn im März hier überhaupt noch Wale gäbe und bin nicht wirklich schlau geworden. Letzten Endes war es wohl so, dass mehrere Touren rausgefahren sind. Manche haben ein paar Wale (ich glaube Orca’s ) gesehen, die anderen gar nichts. Später erfahre ich dann noch, dass die Wahrscheinlichkeit hier Wale zu sehen, im Winter (so bis ca. Ende März) wesentlich größer ist als im Sommer. Bekanntester/bester Abfahrthafen für Walbeobachtungen ist Andenes.

    Aber irgendetwas mit Tieren sollte es sein. Daher gab’s für uns: „Das Leben der Samen“. Da wir diesen Ausflug relativ früh gebucht hatten, hatten wir unseren Treffpunkt schon um 08:15 Uhr im Theater. Als wir diese Zeit auf den Tickets sahen, hatten wir noch überlegt, umzubuchen. An diesem Tag gab es nämlich diesen Ausflug sage und schreibe 5x! Umgebucht haben wir letzten Endes aber nicht.

    Unsere norwegische Begleitung an diesem Tag war Susanne.
    „Juten Tach, ick bin die Susanne. Und bevor Se fragen, ick bin seit 3 Jahren hier und ja, et jefällt mir und ja, et war Zufall.“
    Das nenn ich doch mal eine umfassende Vorstellung. Die Rentierfarm von Laila liegt nur 15 Minuten mit dem Bus entfernt.

    Dort geht’s dann rein in eines dieser Sami-Zelte. Davor allerdings steht ein Schneemobil und auf der Ladefläche dieses Schneemobils sitzt Lasse, ein Border-Colli, wie angetackert. Na gut, wenn der Hund nicht zu mir kommt, dann kommt eben die Joean zum Hund. Es gibt erste Infos zum Ablauf, aber ich bin beschäftigt. Ich muss Lasse glücklich machen.

    Bevor es dann an die Rentiere geht, erfahren wir noch etwas aus dem Leben der Samen. Der Ausflug hat ja schließlich nicht umsonst diesen Namen.
    Die Sami sind als Minderheit ja offiziell anerkannt und Norwegen sichert ihnen per Gesetz einiges zu. z.B. dürfen nur Sami Rentiere halten, aber kein Norweger. Da der größte Teil der Rentiere das ganze über frei in der Wildnis lebt, werden die Tiere über Ohrmarkierungen unterschieden. Jeder Sami hat seine eigene Markierung. Dafür gibt es ein Register, welches in Alta geführt wird. Sobald ein Sami-Kind geboren wird, beantragen die Eltern für dieses Baby eine eigene Ohrmarkierung – also nicht für das Baby, sondern für die fiktiven Rentiere, die dieses Baby toi, toi, toi mal besitzen wird.

    Einen Sami zu fragen, wie viele Rentiere er hat, wäre in etwa so, als wenn man in Deutschland seinen Nachbarn nach dem genauen Kontostand fragen würde. Wenn man dennoch seine gute Erziehung vergisst und trotzdem fragt, sollte man nicht mit einer ehrlichen Antwort rechnen. Immerhin können wir ihr entlocken, dass ein Kilo Rentierfilet 55,- € kostet.

    Noch eine Besonderheit sei hier erwähnt: Fährt ein Norweger mit seinem Auto ein auf der Straße frei rumlaufendes Rentier an, dann zahlt keine Versicherung den Schaden am Auto. Im Gegenteil. Der Norweger muss dem Sami, dem dieses Rentier gehört, Schadenersatz zahlen. Dieser Schadenersatz richtet sich nach Alter, Gewicht und Fellqualität des Tieres.

    Bei Unfällen mit Elchen hingegen ist das anders, Elche gehören niemandem und da zahlt auch die Versicherung.
    Dann geht es Richtung Rentiergehege. Normalerweise ist es so, dass die Rentiere in freier Wildbahn leben und nur einmal im Jahr zusammengetrieben werden. Für einige dann allerdings mit keinem glücklichen Ende – irgendwo muss das Filet ja herkommen.

    Auf diesem Hof hier werden immer einige der Tiere in einem Gehege gehalten, damit sie nicht vor den Touristen türmen. Allerdings wechselt die „Besatzung“ des Geheges in regelmäßigen Abständen, damit die Tiere sich nicht an die Gefangenschaft gewöhnen sollen. Das scheint nur mittelprächtig zu klappen, denn Susanne erzählt uns, dass „in die Freiheit“ entlassene Tiere regelmäßig auf der anderen Seite des Zaunes auftauchen, weil sie die hier nie versiegenden Nahrungsquellen schätzen.

    Vor dem Eingang des Geheges kann sich jeder eine Handvoll Flechte mitnehmen. Der normale Ablauf ist dann folgender: Tür auf, Touri rein, Rentier kommt und frisst dem Touri die Flechte aus der Hand.

    So in etwa ist das auch bei allen anderen – nur nicht bei mir. Ich stehe dumm rum und versuche, meine Flechte ans Ren zu bringen. Ohne Erfolg. Um mich machen die Biester einen Riesenbogen.
    Warum?
    Die Antwort ist einfach: ich rieche wie Lasse.

    Dann muss ich mich halt auf Fotos beschränken. :)

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    Der hier ist mein „Supermodel“:

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    Viel zu schnell geht’s dann wieder zum Schiff zurück.

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    Dort übt derweil die Mannschaft.

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    Gegen 12:00 Uhr kommt dann täglich die Hurtigrute und legt nicht weit von der AIDA entfernt an. In unserem Fall ist es heute das älteste Schiff der Flotte – die Lofoten.

    Wir machen uns irgendwann kurz danach auf zu einem Spaziergang durch Sortland. Dabei kommen wir in dem kleinen Hafenterminal am einem Tischchen der Hurtigrute vorbei. Wären wir mal stehen geblieben!
    So aber laufen wir etwas durch diesen Ort und machen Fotos von blauen Häusern. Tagesfüllend ist das nicht.

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    Das Wetter war an den Tag noch eher eins von den besseren. Und immerhin war es trocken.

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    Trotzdem zieht es uns beizeiten zurück aufs Schiff.

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    Auf dem Rückweg kommen wir dann an dem hier vorbei. Ein Pinocchio-Schneemann.

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    Aber noch besser gefällt uns das hier. Zwei junge Frauen aus dem Beauty- und Spa-Team haben in ihrer knapp bemessenen Freizeit nichts Besseres zu tun, als ihr Zuhause auf Zeit aus Schnee nachzubauen. Die beiden sind noch mit letzten „Verschönerungsarbeiten“ beschäftigt und wir erfahren, dass sie für dieses Modell nur etwa 2 Stunden gebraucht haben. Da man das hier schwer nachvollziehen kann, will ich nur mal erwähnen, dass die „Schnee-AIDA“ eine Länge von ca. 1,5 Metern hatte. Eine Superleistung.

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    Irgendwann im Laufe des Nachmittags besorgen sie sich noch blaue und rote Farbe und verpassen der „SchneeAIDA“ den blauen Ring und ein Mündchen. Das entsprechende Bild wird dann am Ende der Reise auch als DAS Bild dieser Kreuzfahrt den ersten Platz belegen.

    Was hätten wir hier unternehmen können, wenn wir am Beginn unseres Spaziergangs nicht an dem Tischchen im Hafenterminal vorbeigegangen wären?
    Wir hätten z.B. erfahren, dass die Möglichkeit besteht, mit der Hurtigrute eine Station weiter zu fahren (keine Ahnung, wie die heißt, liegt aber schon wieder auf den Lofoten) und von dort aus mit dem Bus zurück nach Sortland.
    Der eine oder andere hat dies wohl gemacht und erzählte hinterher von der wohl ziemlich ungewöhnlichen Innenausstattung dieses doch schon älteren Hurtigrutenschiffes. Plüschige Vorhänge und große Couchgarnituren ließen das Ganze wohl mehr wie ein altes Wohnzimmer, denn wie ein Schiff aussehen.

    Als die Sonne sich dann langsam anschickt, unterzugehen, blitzt nochmal blauer Himmel durch.

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    Abends ist dann Après Ski-Party und wir schaffen es doch tatsächlich mal in diesem Urlaub, an Deck zu tanzen. Allerdings weigern wir uns, dies zu Titeln wie „Ich hab ne Zwiebel aufm Kopf, ich bin ein Döner“ oder „geh Bier holen, Du wirst schon wieder häßlich“ zu tun. Irgendwann wird das Niveau dann um eine halbe Umdrehung auf Helene-Fischer-Level gehoben. Na gut, das hat zumindest einen (für uns) tanzbaren Rhythmus.

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    LG Joean

  • @Joean
    ganz tolle Fotos die uns wieder gezeigt hast, es sieht wirklich klasse aus. Auch bei den Temp. und dem Schnee, bin ich mir ziemlich sicher, das ich meinen Mann dort hin bekommen würde :rolleyes: (..aber wofür gibt es auch hier die RB da kann ich ja mitfahren :joke: )
    LG
    Bine

  • ...absolut beeindruckende Bilder & Geschichten!!
    Es ist so schön , in der Mittagspause "mal eben schnell" nach Norwegen zu reisen!! ;)

    SUPER!!
    LG Kaddy

    ..die grad schon wieder von der Waschmaschine "gerufen" wird! 8o

    LG Kaddy

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    Silberhochzeitsreise <3 Westl. Mittelmeer mit Ibiza 02.09. - 12.09.2015 MS 2
    Kanaren mit Madeira 1.0 10.01. - 17.01.2016 MS 4

    Kanaren mit Marokko 14.08. - 21.01.2018 MS 4

    Kanaren mit Madeira 2.0 21.01. - 28.01.2018 MS 4

    Azoren mit Madeira 09.01. - 16.01.2020 MS <3


    Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag!

  • Dienstag, 21. März 2017
    Seetag auf dem Weg nach Trondheim = 372 Seemeilen

    Was sich gestern Abend schon ankündigte, hat sich über Nacht verstärkt. Um viertel vor sechs werde ich wach. Ich richte mich auf, um nach meiner Uhr zu suchen und werde praktisch aufgestanden, ob ich will oder nicht. Der Seegang spült mich sozusagen förmlich in die Senkrechte. Ein Blick aus dem Fenster:

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    Ganz schöner Wellengang. Ich mache vorsichtig den Fernseher an.
    Wenn Göga jetzt davon wach wird, ist er mit Recht ungehalten. Auf der Routenkarte laufen unten ja die nautischen Daten durch. Und dort blitzt mich dann die Windstärke an: 10 Beaufort mit ab und an ganz kurz auch mal 11.
    Hab ich schon erwähnt, dass ich dieses Geschaukel liebe?

    Ich fall also wieder in die Koje und höre dem Sturm und dem Schiff zu. Die Cara stampft durch die See und wird arg durchgeschüttelt. Es gibt jedes Mal einen kurzen Moment, nachdem der Bug wieder aus dem Wasser auftaucht, in dem sie für eine Sekunde innehält, bevor dann der nächste Sturz ins Bodenlose folgt. Fast fühlt es sich an wie in der Achterbahn, wenn der Wagen auf dem höchsten Punkt anhält, um dann in die Tiefe zu rasen. In dieser einen Sekunde fühlt man so etwas wie „Schwerelosigkeit“, obwohl das natürlich überhaupt nicht sein kann.

    Die seitlichen Winde tun ein Übriges. Das ganze Schiff ächzt unter der Belastung. Und immer wenn das Schiff dann wieder in die Wellen eintaucht, fühlt es sich an, als ob die Faust Poseidons aus den Meerestiefen emporschießen und den Kiel der Cara zu einem „S“ falten wolle.

    Ich rolle so in meinem Bettchen hin und her und denke, dass ich heute richtig gut drauf bin. Sollte das Wetter so bleiben, ist dieser Tag wie gemacht dafür, ihn vor dem Laptop zu verbringen. Mit dem Suchen und vor allem dem Finden von anschaulichen Formulierungen für meinen Reisebericht.

    Und die „Faust Poseidons“ finde ICH ja schon mal ausgesprochen lyrisch.

    Vielleicht sollte ich ja meinen Bericht nennen:
    „Winter im hohen Norden – getroffen von der „Faust Poseidons“ …
    Nee, iss blöd! Dann denken am Anfang vom Bericht alle, wir wären mit dem Kahn hier abgesoffen.

    oder vielleicht:
    „Winter im hohen Norden – von der Faust Poseidons zum Finger Go…“

    ‚Sach ma! Jeht’s noch?‘ X(

    ‚Okay okay, iss ja jut.‘ :saint:

    Etwas geknickt klettere ich von meinem imaginären Dichterthron wieder runter, wickle mich in mein Deckchen und lasse mich wieder in den Schlaf schaukeln.
    ‚Faust Poseidons‘…. hach ja…….pff

    Irgendwann nach neun werden wir dann wach. Jetzt aber schnell, wenn wir noch ordentlich und in Ruhe frühstücken wollen. Die Schaukelei geht auch beim Duschen weiter.

    Und als ich mich in der Dusche zum wiederholten Male irgendwo festhalten muss, um nicht durch die Gegend zu trudeln, finde ich auch den Untertitel zu diesem Reisebericht.

    ‚Dat sind die Wellen, Matta.’

    Für das Entertainment-Team ist heute auch kein einfacher Tag. Alles, was sie für den Vormittag/Mittag für das Pooldeck geplant hatten, können sie getrost knicken. Wetter und Seegang machen jeglicher Veranstaltung unter freiem Himmel den Garaus. Gegen 12:30 Uhr überqueren wir wieder in Polarkreis – nur diesmal in südlicher Richtung.

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    Nachmittags bin ich wieder einmal beim Vortrag von Dr. Renken „Orientierung am Himmel – Sterne zeigen den Weg“. Schon bald schwirrt mir der Kopf vor lauter Großkreisnavigation und Bogenminuten.
    Ein paar Sachen habe ich aber behalten, z.B. dass die Nord-Süd-Differenz dieser Reise 983 Seemeilen oder 1820,516 km beträgt. Außerdem kann ich jetzt mit Sicherheit sagen, dass auf fast allen meinen Polarlichtfotos die Plejaden im Sternbild des Stieres wunderschön zu sehen sind.

    Dr. Renken gibt noch einige Tipps für weiterführende Internetseiten, z.B. Nautictools. Dort gäbe es auch den einen oder anderen romantischen Beipack.
    „Sterne gehen immer. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.“, meint er etwas verschmitzt.
    Ah – ja.

    LG Joean

  • Grandios, @Joean "ich werde aufgestanden, ob ich will oder nicht" :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

    LG,
    Emma

  • Hallo @Joean,

    vielen Dank für die eindrucksvolle Schilderung

    Viele Grüße aus Hamburg

    28.04.2010 - 01.05.2010 AIDAluna Nordeuropa Eidfjord
    08.01.2011 - 15.01.2011 AIDAblu Kanaren
    26.05.2011 - 30.05.2011 AIDAcara Nordeuropa Oslo/Kopenhagen
    06.01.-13.01.2012 Kanaren mit Agadir TUI Mein Schiff 1
    16.12. -23.12.2012 Dubai TUI Mein Schiff 2
    11.08.13 - 18.08.13 Adria mit Kroatien TUI Mein Schiff 2
    15.12.13 - 22.12.2013 Kanaren mit Madeira TUI Mein Schiff 1
    01.08.14 - 09.08.2014 Südnorwegen mit Kopenhagen Mein Schiff 2
    12.12.14 - 19.12.2014 Nördliche Karibik Mein Schiff 1
    09.12.15 - 23.12.2015 Malaysia und Thailand Mein Schiff 1
    29.07.16 - 09.08.2016 Norwegen Nordkap mit Trondheim III Mein Schiff 1
    27.05. - 06.06.2017 Baltikum mit Danzig Mein Schiff 3

    14.01. bis 21.01.2019 Dubai mit Katar Mein Schiff 4


    Reisebericht Südnorwegen m.Kopenhagen
    Reisebericht Karibik
    Reisebericht Asien
    Reisebericht Norwegen Nordkap mit Trondheim III 29.07. - 09.08.2016
    Reisebericht Ostsee Baltikum mit Danzig 27.05.-06.06.2017Ostsee Baltikum mit Danzig 27.05. - 06.06.2017 ( Mein Schiff 3 )

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  • einfach klasse !! @Joean :thumbsup:

    Liebe Grüße
    Tanja


    Kommt noch: ^^

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    Islands Naturwunder


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    Mit der Amina auf der Donau


    Leider vorbei: :(

    2014 Kanaren – MS1
    2016 Großbritannien / Irland – MS1
    2017 Karibik / Mittelamerika – NCL Pearl
    Forenausflug nach Papenburg
    Schallwellen - Festival auf See - MS3

    Hurtigruten - die schönste Seereise der Welt! - MS Kong Harald

    2018 Kanaren mit Madeira - AIDA Sol

    2019 Queen Mary - Hamburg - Southampton

    2020 AIDAmar - von Mallorca nach Hamburg

    2021 Artania - Durch die Fjörde Norwegens

    Weihnachtsmärkte am Rhein mit MS Alena

    2022 Amera - Fjördnorwegens feinste Adressen

    Von Hamburg nach Mallorca mit der MS3

    Christmas Shopping in den Niederlande mit MS Asara

    2023 Rund um Irland mit der Norwegian Star

    Norwegen mit Schottland mit der MS3

    2024 Grönland extrem - MS Hamburg

    Kleine Auszeit im Advent mit der MS Artania

    2025 Alaska mit der Queen Elisabeth von Cunard

    2026 Großbritannien und Norwegen mit AIDA Sol

  • Mittwoch,22. März 2017
    Hafen Trondheim von 08:00 – 14:00 Uhr

    Ein Blick aus dem Fenster verheißt auch heute für den Besuch in Trondheim nichts Gutes. Es ist neblig, es regnet und windet ganz schön. Das macht erst mal wenig Lust auf Stadtbummel.

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    Von daher lassen wir uns Zeit und brechen erst so gegen halb elf auf. Heute wollen wir endlich mal in den Nidarosdom, etwas was wir bei unseren bisherigen Besuchen noch nie geschafft haben. Je nachdem wie das Wetter ist, dann anschließend noch die Reichsregalien – oder eben auch nicht. Am Anleger in Trondheim gibt es keinen Stand o.ä. einer Touristenformation. Hier läuft jeder erst mal dem anderen hinterher.

    Durch diese kleine Straße muss eigentlich jeder.

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    Vorbei an dieser Kirche. Nein, das ist noch nicht der Dom – liebe Mitreisende.

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    Den Fußweg kann man getrost mit einer knappen halben Stunde veranschlagen. Allerdings fahren auch Busse. Dazu muss man erst mal durch die oben gezeigte kleine Gasse durch und wenn man dann oben an der Ampel steht, ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite rechterhand eine Bushaltestelle. Auch zu den Schanzen kommt man auf diese Weise relativ bequem. Das hatte ich im Vorfeld schon mal im Internet rausgefunden, aber das nur nebenbei.

    Auf dem Weg zum Dom nimmt der Regen schon mal wieder zu. Also erst mal schnell rein.

    Eigentlich steht am Eingang ein Schild, dass man nicht fotografieren soll. Und im Normalfall bin ich ein Mensch, der sich auch daran hält. Hier frage ich mich allerdings: Was soll das? Es ist kein Gottesdienst, die Kirche wimmelt von Touristen, die sich auch nicht dran halten und ich mache alle Bilder mit lautloser Auslösung und Gemäuer sowie Einrichtung nehmen ohne Blitz auch keinen Schaden.

    Insgesamt wirkt der Dom innen düsterer als es auf den Bildern rüberkommt. Das liegt vor allem an diesen unwahrscheinlich tollen, fein gearbeiteten Fenstern.


    Als wir dann auch aus Nidarosdom wieder rauskommen, scheint doch tatsächlich mal die Sonne. O Wunder! Dementsprechend werden die Reichsregalien auf den nächsten Besuch verschoben.

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    Und auf dem letzten Bild sieht man dann auch schon wieder die nächste Regenfront.

    Zehn Minuten später sieht der Himmel dann schon wieder so aus.

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    Vor dem Regen flüchtend landen wir dann irgendwann wieder in einem Einkaufszentrum. Hier hat man die Rückfronten der alten Häuser in die neue Konstruktion mit integriert. Das finde ich sehr gelungen.

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    Und als wir dann hier sozusagen „abwettern“, da seh ich sie. Seit Jahr und Tag hab ich mir den kombinierten Mehrzweck-Kleingedöns-Obstkorb in meiner Küche übergeguckt und suche etwas Neues. In allen möglichen Städten, Märkten, Läden hab ich gesucht und hatte immer etwas auszusetzen – zu klein, zu bunt, zu unauffällig, nicht originell genug. Aber eines wusste ich immer – letzten Endes werde nicht ich DIE Schale finden, sondern sie findet mich.

    In einem dieser kleinen Läden gibt es auch einen Töpfer mit seiner Werkstatt. Mein Mann rollt mit den Augen, denn er weiß jetzt schon, dass er es sein wird, der dieses knapp 35cm-Durchmesser-Keramik-Ungetüm erst bis zum Schiff und dann später irgendwie heil bis nach Hause transportieren darf.

    „Kannst Du nicht Kühlschrankmagnete kaufen, wie andere Leute auch?“
    ‚Wie lange kennst Du mich jetzt? – Also.’

    Unter (leicht) „erschwerten“ Bedingungen treten wir den Rückweg an und werden auch prompt kurz mal wieder nass. Als wir am Schiff ankommen, scheint die Sonne, als wäre nichts gewesen.

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    Wir sehen zu, wie die Hurtigrute Trondheim verlässt

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    Da die Liegezeit für heute bis 14:00 Uhr geplant ist, müssen um 13:30 Uhr alle Mann an Bord sein.
    Als um 13:45 Uhr die Durchsage kommt: „Kabine 7209, Familie J... Bitte melden Sie sich umgehend an der Rezeption.“, ahnen wir schon was kommt. Um 13:55 Uhr der gleiche Aufruf nochmal. Da wird wohl jemand fehlen!
    Vor dem Schiff die wartenden Hafenarbeiter und auf der Brücke ein wartender Kapitän.


    Um 14:30 Uhr heißt es dann aber endgültig: Leinen los. Von Kabine 7209 fehlt jede Spur.

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    Nur Sekunden nachdem ich dieses Foto gemacht habe, biegt doch tatsächlich ein Taxi um die Ecke. Das wird doch nicht? Oh, doch. Eine Szene wie aus dem Drehbuch.

    Aber abgelegt ist abgelegt. Das hier ist nicht das Sonntagabend-Traumschiff, in dem Sascha Hehn persönlich die beiden Säumigen mit einem Rettungsboot an Bord holen würde – das hier ist das wahre Leben. Ein Kreuzfahrtschiff ist kein Kleinwagen, mit dem man mal eben kurz wieder umdreht. Bis morgen Abend hat Familie J... nun Zeit per Mietwagen nach Bergen zu kommen – das sollte zu schaffen sein. Mit dem Auto sind das übrigens ca. 660 km, die landschaftlich ganz sicher viele Highlights bereithalten, z.B. fährt man am Aurlandsfjord entlang und durch Flåm.

    Zum Abendessen gehen wir heute ins Calypso-Restaurant und dort kommen wir dann – aus unerfindlichen Gründen – relativ nah am Eingang und in der Nähe der Pizza-Station zum Sitzen.

    Das hat Folgen.
    1. Dieser Pizzaofen strahlt eine Wärme ab, dass ich wieder mal die Wellen kriege.
    und
    2. Fast alle Leute, die ins Calypso wollen, müssen mehr oder weniger an uns vorbeilaufen. Dabei fällt mir auf, dass ich ganz offensichtlich den „Bekleidungsvorschlag für den Abend“ nicht mitbekommen habe.

    Beim ersten Mal habe ich ja noch gedacht: ‚Okay, der Herr ist heute tagsüber bestimmt sehr nass geworden und hat nichts anderes mehr zum Anziehen.‘
    Als dann aber im Laufe der Zeit die Kandidaten Nr. 2, 3 und irgendwann 4 auch noch in diesen alten, ausgeleierten und ausgebeulten Jogginghosen an mir vorbei promenieren, fange ich an, zu zweifeln.

    LG Joean