RB "Westeuropa mit Lissabon" vom 25.04. bis zum 05.05.2024 mit der MS4

  • Nachdem wir im August 2022 (es gibt dazu einen RB) eine ähnliche Reise gemacht hatten, haben wir uns aufgrund der großen Hitze seinerzeit dieses Jahr für April/Mai entschieden. Auf der Hinreise entfällt Cherbourg, dafür gibt es auf der Rückreise einen Stopp in Zeebrügge. Außerdem ist die Tour einen Tag kürzer, was den Ausfall von Bilbao zur Folge hat. Das ist sehr schade, da wir es 2022 aufgrund der Wärme nicht über Getxo hinaus geschafft hatten. Des Weiteren haben wir mehr warme Sachen eingepackt, da wir als notorische Draußensitzer an der Überschaubar auf kühles Wetter vorbereitet sein wollen.

    25.04.24 Abreise. Die drei Reisetaschen hatten bereits gestern gepackt. Auf Frühstück verzichten wir weitestgehend, da es bald was an Bord gibt. Außerdem hatte ich meine Frau auf zehn Uhr gebrieft, da ich für das tägliche Abendessen rechtzeitig einen Tisch reservieren wollte. Das hat dann auch alles gut geklappt und wir sind pünktlich gestartet. Einmal durch den Elbtunnel und dann quer durchs Elbe-Weser-Dreieck gen Bremerhaven. Prognostizierte Ankunftszeit war 12:15 Uhr. Also alles wunderbar, wenn nicht ... Ja, wenn mich nicht meine Frau nach ungefähr einer Stunde gefragt hätte, ob ich denn auch an die Pässe gedacht hatte. Hatte ich nicht. Und eigentlich würde der Perso für diese Reise reichen. Ich hatte aber im Schiffsmanifest unsere Passnummern angegeben. Da mir das Risiko zu hoch war, gab es nur eine Entscheidung, zurück marsch, marsch. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie dankbar ich meiner Frau und wie stinkig ich auf mich selber war. Nützt alles nichts, nochmal durch Elbtunnel. Wir hatten Glück, es stockte nur ein wenig. Zuhause die Pässe eingesammelt und dann schnellstens zum Cruiseterminal bzw. zu P1. Da wir separat einchecken konnten, mussten wir nur noch durch den Flaschenhals der Sicherheitskontrolle. Gegen drei Uhr habe ich mit viel Glück den letzten Tisch buchen können. Nun konnte der Urlaub entspannt beginnen und es gab erst einmal Tapas und zwei Gin Tonic.

    Was ich noch nicht berichtet habe, beim Einchecken sagte man uns, dass wir auch nur mit dem Perso mitgenommen worden wären. Weiß man das vorher? Oder hätte meine Frau unterwegs nicht gefragt, hätten wir so manchen Stress erspart.

    Abgelegt haben wir verspätet, da einige Mitreisende den Weg zur Sicherheitseinweisung nicht rechtzeitig gefunden hatten. Wir hatten Glück und ergatterten zwei freie Plätze mit zwei netten Tischnachbarn in der Außenalsterbar. Dann ging es auch irgendwann los. Die Koffer waren auch noch vor dem Abendessen an der Kabine. So ging es um 19:00 Uhr zum Abendessen und anschließend mit warmen Sachen an die Überschaubar. Auf dieser Reise hatten wir viel Glück mit unseren Mitreisenden. Schon am ersten Abend formierten sich vier Paare zu einer geselligen Truppe, die sich jeden Abend an der Überschaubar wieder traf.

    26.04.24 Erster Seetag. Wir hatten schönes Wetter, auch wenn uns der Wind auf unseren zehn Runden um den Schornstein mächtig ins Gesicht blies. Früher fand ich Seetage doof. Heute genieße ich sie und frage mich immer, wie man so viel Zeit unbemerkt mit Nichtstun verbringen kann.

    27.04.24 Zweiter Seetag. Auch nicht anders als gestern. Ausschlafen - Frühstück - Boxenstopp - 10 Runden - Latte Machiato und heiße Schokolade - noch 'ne Runde übers Schiff - Tapas und Gin Tonic - Siesta - Bier an der ÜB - Abendessen - noch mehr Bier an der ÜB - Schlafengehen um Mitternacht.

    28.04.24 Sonntag. Anlegen in A Coruña um viertel nach acht.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Bin gerne wieder dabei @det@norge :)

    das Wolkenbild gefällt mir sehr :love:

  • So ein Hafentag unterscheidet sich nicht gewaltig von einem Seetag, außer dass wir statt der zehn Runden um den Schornstein gegen elf das Schiff verlassen und unsere Schritte an Land machen. Dabei hilft uns die App von komoot. Anders als bei der bisherigen Besuchen von A Coruña wollen wir heute nicht zum Herkulesturm, sondern auf die andere Seite der Stadt zum Strand.

    Die Altstadt liegt in fußläufiger Entfernung. Ihr Mittelpunkt ist der Praça de María Pita, mit einer Statue der gefeierten Heldinnen bei der Verteidigung der Stadt gegen den Angriff der englischen Armada im Jahre 1589.

    Auf dem Platz sind Parzellen für unterschiedliche sportliche Spiele abgesteckt. Außerdem scheint hier das Ziel für diverse sonntägliche Laufwettbewerbe zu sein.

    Zum Glück drohen die schwarzen Wolken nur.

    Direkt neben dem Rathausplatz steht die Kirche "Igrexa de San Xurxo".

    Auch in der Altstadt liegt der Mercado de San Augustin.

    Die Markthalle ist sonntags geschlossen.

    Fast bekomme ich einen Lachanfall. Völlig deplatziert befindet sich hier eine kurze Rolltreppe für die ganz Faulen. Meine Frau kann man dazu zählen.

    Sonntag Mittag in der Altstadt.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (22. Juli 2024 um 18:28)

  • In der schönsten Mittagssonne flanieren wir über die Promenade am Praia Orzán.

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Der nächste Strandabschnitt heißt Praia de Riazor.

    Dann geht's zurück über den Berg auf unsere Seite der Stadt. Hier stehen einige mondäne Stadthäuser.

    Am Obelisco spiegeln sich die Häuser in der Glasfassade.

    Und noch eine Spiegelung.

  • Ich lese sehr gerne mit - in 16 Tagen geht es für uns auf die gleiche Tour!

    140 Nächte auf See, die nächsten 32 sind schon fest eingeplant .... und nein, wir haben davon noch nicht genug

  • Ich lese sehr gerne mit - in 16 Tagen geht es für uns auf die gleiche Tour!

    Für uns beide ^^

  • Nach unserer Siesta drehen wir um vier unsere Runde auf Deck 14. Dabei blicken wir auf die Marina und die durch Untertunnelung verkehrsbefreite Avenida.

    Kurzer Stopp an der Arena.

    um 18:00 Uhr legen wir ab.

    Zuletzt verabschieden wir uns vom Torre de Hércules.

  • Ich lese hier gerne wieder mit @det@norge . Die Fotos sind wieder sehr schön!

    *MeinSchiff*Glück auf!

    Lebe! Jetzt! Das Leben ist zu kurz für irgendwann!

    RB Norwegens Fjorde mit Aida Perla 05.05. - 15.05.2023
    RB MSC Euribia vom 16.05. bis 23.05.2026 Nordland ab Kiel

  • 29.04.24 Heute Nacht haben wir die Uhr von drei auf zwei zurückgedreht, was uns eine Stunde mehr Schlaf geschenkt hat. So bin ich schon um viertel nach sieben für dieses Foto von dem morgendlichen Küstennebel auf dem Balkon.

    Um halb acht legen wir bei blitze blauem Himmel dann im Porto de Leixões an. Wir sind nicht allein. Ein Schiff der Viking Reederei ist bereits da.

    Nach unserem Frühstück mache ich kurz vor neun noch ein Foto von dem futuristischen Gebäude des Cruiseterminals mit einer netten Spiegelung.

    Bereits um halb zehn haben wir das Schiff verlassen. Irgendwie ist heute alles eine Stunde früher. Wie schon vor zwei Jahren wollen wir wieder mit der Metro nach Porto fahren. Wir durchqueren eine kleine Grünanlage, den Jardim Senhor do Padrão mit einem nach ihm benannten Laternenturm (Zimborio).

    Auf dem Weg zur Metrostation sehen wir hübsche Fassaden.

    Wie man unschwer an der Oberleitung erkennen kann, sind wir auf dem richtigen Weg.

    Die Rua de Brito Capela ist die Hauptstraße von Matosinhos und so heißt auch die Metrostation. Der Fahrkartenautomat war ein wenig schwer zu finden, da er im gegenüberliegenden Hauseingang versteckt war und uns die Einheimischen erst rüberschicken mussten. Dann hat aber alles gut geklappt und die moderne Metro der Linie A brachte uns in einer halben Stunde ins zehn Kilometer entfernte Porto.

  • Da heute alles ein wenig früher stattfindet, sind wir auch schon viertel vor elf in Porto am Bahnhof São Bento. Da wir dieses Mal durch einen anderen Ausgang gingen, gibt es erst einmal eine Außenansicht. Erste Züge fuhren bereits 1896 nach São Bento, das Gebäude selbst ging jedoch erst 1916 in Betrieb. Der Bahnhof befindet sich auf dem Gelände des früheren Klosters Mosteiro de São Bento de Ave-Maria. Heute ist nur noch der Name des Klosters erhalten.

    Der Platz "Praça de Almeida Garrett" vor dem Bahnhof ist eine Riesenbaustelle. Aber irgendwie sind wir mit den Massen dann doch hineingekommen. Und wie man sieht es lohnt sich. Für die Gestaltung der Vorhalle mit den unzähligen handgemalten Azulejos war der Maler Jorge Colaço verantwortlich. São Bento zählt für mich zu einem der schönsten Bahnhöfe der Welt. Und ich habe viele Bahnhöfe dieser Welt gesehen.

    Der obere bunte Fries stellt Szenen aus dem Transportwesen Portugals dar, die unteren blauen Kacheln zeigen historische Ereignisse, wie die Hochzeit von König João I.

    Über allem tickt unaufhaltsam die Uhr.

    Es ist erst kurz nach elf. Wir sind heute wirklich früh dran.

    Am Bahnsteig stehen die abfahrtbereiten Züge.

    Wir verlassen den Bahnhof und tauchen gegenüber in die Fussgängerzone der Rua das Flores ein. Beim letzten Besuch in 2022 haben wir die Gassen noch aufgrund von Menschenmassen gemieden. Heute ist es hier übersichtlicher und ein Besuch lohnt sich.

    Der Palácio da Bolsa (Börsenpalast) wurde 1842 auf dem Gelände eines ehemaligen Franziskanerklosters von der Associação Comercial do Porto im neoklassizistischen Stil erbaut und ursprünglich als Börse und Handelsgericht genutzt. Heute ist er ein Konferenzzentrum und kann besichtigt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (23. Juli 2024 um 14:36)

  • @det@norge

    Der Bahnhof ist wunderschön.

    Tolle Bilder und sehr informativ. :thumbup:

  • In der Vorbereitung auf unsere Reise habe ich auch diverse Reiseberichte wie z.B. "Wunderschön" vom WDR angeschaut. Dabei war auch eine Reportage über die historische Straßenbahn Linie 1, die von Porto immer am Douro entlang bis an den Atlantik fährt. Also haben wir uns zur Endhaltestelle aufgemacht. Da musste ich jedoch feststellen, dass die Länge der Schlange die Größe meines Wunsches bei Weitem übertraf.

    Von hier war es nicht weit bis zum Cais de Ribeira.

    Noch ein Blick auf die Ponte Dom Luís I, die wir bei unserem nächsten Besuch im Rahmen unserer 28-tägigen Kreuzfahrt vom 30.03 bis zum 27.04.2025 dann mit der Metro überqueren werden. Zu Fuß kriege da meine Frau leider nicht rüber.

    Dann geht's den Berg wieder hinauf und noch einmal durch die Rua das Flores, weil hier wirklich schön ist.

    Den Bahnhof São Bento lassen wir rechts liegen und steuern auf der Avenida dos Aliados in Richtung der Metrostation Trinidade. Leider ist die Straße mit den vielen prächtigen Gebäuden eine einzige Baustelle mit ziemlich genervten Autofahrern.

    Am Câmara Municipal do Porto (Rathaus) posierten neun junge Ladies am und im Porto Schriftzug. Super Foto voller Lebensfreude. War wohl ein Junggesellinnen-Abschied. Darf ich hier leider aufgrund der pingeligen Fotoregeln nicht zeigen. Grrr. Also weiter zur Metrostation. Vorher noch ein Bild von der Igreja da Santissima Trindade.

  • Um viertel nach eins sind wir zurück in Matosinhos und steigen in der Rua de Brito Capela aus.

    Auf dem Weg zum Schiff kommen wir an vielen einladenden Gerüchen vorbei. Doch wir müssen den Verlockungen widerstehen, denn es warten Tapas und zwei Gin Tonic auf uns. Und bis zwei schaffen wir es alle Mal.

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56


    Hier wartet man noch auf Gäste.

    Es ist viertel vor vier und ich habe es mir auf dem Balkon bequem gemacht.

  • 30.04.24. Gegen sieben erreichen wir die Mündung des Tejo, dem mit 1.003 Kilometer längsten Fluss der iberischen Halbinsel. Ich bin schon vorher aufgestanden und habe mich warm angezogen, da es an Deck 14 noch recht frisch ist. Außerdem hilft eine heiße Schokolade in der Außenalsterbar. Mein erstes Foto mache ich vom Forte de São Julião da Barra⁩⁦ mit drohenden dunklen Wolken darüber, die leider im Laufe des Tages auch noch undicht werden.

    Zehn vor acht kommt der Lotse an Bord. In dem schwarzer schrägen Gebäude sitzt die Hafenbehörde.

    Um acht sehen wir den 1521 fertiggestellten Torre de Belém mit einer Höhe von 35 Metern und das 56 Meter hohe Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdecker). Wer das alles bei Sonnenschein anschauen möchte, den verweise auf meinen Reisebericht von 2022.

    Jetzt geht alles Schlag auf Schlag. Zehn nach acht passieren wir die Ponte 25 de Abril. Die 2,278 Meter lange Brücke ist Teil des 3,2 Kilometer langen Brückenzuges. Sie ist weltweit die drittlängste Hängebrücke mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr. Die Durchfahrtshöhe beträgt 70 Meter, die MS3 ist rund 58 Meter hoch. Es sind also noch 12 Meter Platz und trotzdem hat man das Gefühl, dass der Abstand deutlich geringer ist. Es ist schon ein Erlebnis unter der Brücke durchzufahren, zumal der Verkehr ein recht lautes singendes Geräusch verursacht.

    Die Christusstatue "Christo Rei" wendet sich mit ausgebreiteten Armen der Brücke und der Stadt zu. Sie steht auf einem 82 Meter hohen Sockel, der sich 133 Meter über dem Tejo befindet. Die Figur selbst ist 28 Meter hoch und damit die neunthöchste Christusstatue der Welt.

    Bevor wir gegen halb neun anlegen, sehen wir den am Tejo gelegenen Praça do Comércio und die dahinter aufragende Alfama.

    2 Mal editiert, zuletzt von det@norge (24. Juli 2024 um 13:29)

  • Leider kann ich deine Bilder nicht sehen @det@norge .

    Liegt das an mir oder stimmt etwas mit dem Einfügen nicht?

  • Sola76 und Sylvi Ich hab's noch mal versucht. Eigentlich hatte ich alles wie immer gemacht. Ich stehe mit der kleinlichen Software sowieso auf Kriegsfuss, so dass ich mir überlege, zukünftig überhaupt noch Reiseberichte zu schreiben.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (24. Juli 2024 um 09:02)

  • Jetzt sehe ich sie, danke @det@norge

    Umd bitte schreib weiter, es wäre so schade, wenn du keine RB mehr verfassen würdest.