RB "Island mit Schottland" vom 23.06. bis zum 05.07.24 mit der MS3

  • Nachdem ich schon live mit ein paar Handyfotos von dieser Reise berichtet habe, folgen nun einige bearbeitete Bilder aus der großen Kamera.

    23.06.24 Abreise von Bremerhaven. Hier ist weder der Ort noch das Wetter besonders fotogen. Aber immerhin legen wir fast pünktlich ab.

    24.06.24 Erster Seetag. Das Wetter ist durchwachsen und es stürmt ganz ordentlich, sodass wir unsere obligatorischen zehn Runden um den Schornstein schon nach fünf Runden abbrechen müssen. Am Abend genießen wir warm eingepackt und bei einem schönen Sonnenuntergang unser Bier an der Überschaubar.

    25.06.24 Invergordon, eine etwas über 4.000 Einwohner zählende trostlose Hafenstadt am Cromarty Firth, einem Meeresarm des Moray Firth. Die 1971 eröffnete Aluminiumhütte für den Bau von Ölplattformen wurde 1982 wieder geschlossen, was eine hohe Arbeitslosigkeit zur Folge hatte. Aktuell wird alle drei Jahre mal eine Bohrinsel repariert. Daher zählt die Whiskybrennerei heute zu den wichtigsten Einnahmequellen.

    Die uns heute Nacht geschenkte Stunde passt gut zum trüben Wetter. Wir können länger schlafen und ganz in Ruhe frühstücken. Getreu unserem Motto "Weniger ist mehr" haben wir auch nicht mehr das Gefühl, ohne gebuchte Ausflüge etwas zu verpassen. So werden wir den Ort per pedes erkunden. Dafür habe ich mir bei komoot eine Tour mit den wenigen "Sehenswürdigkeiten" erstellt. Bevor es losgeht, schnell noch ein Foto vom Balkon.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Kurz vor elf haben wir das Schiff verlassen. Den obligatorischen face check mussten wir bis zehn erledigen. Das war kein Problem. Es war gut organisiert und so ging es sehr zügig. Nun waren wir bereit, uns die Sehenswürdigkeiten von Invergordon anzuschauen. Es gab nur ein Problem, Invergordon hat keine Sehenswürdigkeiten. Ganz nett ist die sogenannte street art, bunte Wandmalereien.

    Auf unserer Runde sind wir dann auch durch einige Wohnsiedlungen gekommen. Ganz interessant, aber auch nicht mehr. Dann sind wir wieder an die Küste gelangt, wo der nächste touristische Höhepunkt auf uns wartete: Bank mit Aussicht.

    Auf unserem Weg zurück zum Schiff passierten wir den Bahnhof von Invergordon, wo alle drei bis vier Stunden ein Zug fährt. Gleich hinter dem Bahnhof wird die Strecke wieder eingleisig und der Lokführer hat erst freie Fahrt, nachdem er den Token des entgegenkommenden Zuges übernommen hat. Ein Ausflug per Zug nach Inverness ist zeitlich gar nicht möglich. Die Wandmalerei am Bahnhof ist ganz hübsch.

    Dann geht's zum Schiff, wo Tapas und Gin Tonic auf uns warten. Danach drehte ich um drei noch eine Runde über Deck 14 mit Blick auf den Ort und auf die Ölplattformen.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (18. Juli 2024 um 19:30)

  • Der Face-Check war auch bei uns sehr gut organisiert, die Grenzer waren so flott, dass ich nicht weiß, was die überhaupt gecheckt haben. Aber besser so als mit Riesenschlange und Wartezeit und/ oder hochnotpeinlicher Befragung wie in USA.

  • Oh schön, ein neuer RB von @det@norge !

    Da lese ich doch gerne mit :)

  • 26.06.24 Zweiter Seetag. Der Himmel ist blau, aber es bläst eine recht frische Brise.

    27.06.24 Dritter Seetag. Der morgendliche Kontrollblick in den Fernseher verrät mir, dass wir mit 21 Knoten gen Island pflügen. Meine sofortige Vermutung war, wir haben einen medizinischen Notfall. Kurz nach dem Frühstück kam dann auch der Hubschrauber. Danach ging's im normalen Tempo weiter. Wir waren aber Island deutlich näher gekommen, sodass die Südküste mit dem Myrdalsjökull und dem links daneben liegenden Eyjafjallajökull, bekannt aus Funk und Fernsehen, nachmittags gut zu sehen war.

    Abends haben wir dann die Insel Surtsey passiert. Die zweieinhalb Quadratkilometer große Insel entstand vom 14.11.63 bis zum 05.06.67 durch einen submarinen Vulkanausbruch und darf nur von Wissenschaftlern betreten werden.

    Kurz vor Mitternacht verschwindet dann auch die Sonne für kurze Zeit hinter dem Horizont.

    28.06.24 Reykjavik. Als wir nächsten Morgen wach werden, erstrahlt im Sonnenlicht die kleine Insel Viðey. Das Gutshaus Viðeyarstofa, das seit seiner Renovierung im Jahre 1988 ein Restaurant beherbergt, wurde 1755 für den Landvogt Skúli Magnússon als Amtssitz erbaut und ist heute das älteste Steingebäude Islands. Seit Oktober 2007 steht hier auch das Lichtkunstwerk "Imagine Peace Tower", entworfen von Yoko Ono zur Erinnerung an John Lennon. Vom 9. Okt. (Geburtstag) bis zum 8. Dez. (Todestag) strahlt sein Licht in den Himmel. Auf dem weißen Steindenkmal ist in 24 Sprachen "Stell dir vor es ist Frieden" eingraviert.

  • Kurz nach elf verlassen wir das Schiff. Wir haben uns gegen den kostenlosen Shuttle entschieden und wollen lieber die viereinhalb Kilometer entlang der Küste bis zur Harpa laufen. Auch der waagerecht stehende Windsack schockt uns nur anfänglich.

    Langsam nähern wir uns der City, auch wenn die Häuser nicht wirklich näher kommen. Aber es ist schon ein toller Blick auf die Skyline.

    Noch ein kleiner Leuchtturm.

    Die Küstenstraße Sæbraut wird von Kunst gesäumt. Zunächst sehen wir die Skulptur "Partnerschaft" von Pétur Bjarnarson, die an eine Harpunenspitze erinnert.

    Der Granit ist glänzend poliert.

    Die Skulptur "Sólfar" (Sonnenfahrt) von Jan Gunnar Arnarson erinnert an die Form alter Wikingerschiffe.

    Dann erreichen wir die Harpa, das 2011 eröffnete Tónlistar- og ráðstefnuhúsið í Reykjavík (Konzert- und Konferenzhaus in Reykjavík). Das Gebäude gilt mit der vom Künstler Ólafur Elíasson gestalteten Fassade aus getöntem Spezialglas als neues Wahrzeichen der Hauptstadt.

    Und ganz nebenbei haben wir auch unsere Busstation für den Hafenshuttle zurück entdeckt. So starten wir jetzt unsere Runde durch die Stadt.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (19. Juli 2024 um 15:13)

  • Zunächst besuchen wir den alten Hafen. Hier liegt die Star Pride von Windstar Cruises, ein 1988 in Bremerhaven gebautes und zwischenzeitlich mehrfach modernisiertes Kreuzfahrtschiff der Luxuskategorie. Heute ist Wechseltag für gut 300 überwiegend amerikanische Passagiere. Da passen wir nicht ins Beuteschema. Am Hafen steht auch die Statue zweier Fischer, "Looking Seawards".

    In dieser Gegend wird Reykjavik noch von Holzhäusern geprägt.

    Diese mächtige Wandmalerei braucht dann schon eine große Fassade.

    Wir tauchen ein in die Altstadt und werden von komoot kreuz und quer geleitet. Es ist ein wirklich schönes Viertel.

    Hier finden wir auch das ältestete Haus Reykjaviks.

  • Im Zentrum befindet sich ein kleiner grüner Platz, der Austurvöllur mit einigen historischen Gebäuden drumherum und mit einer Statue des Gelehrten Jón Sigurðsson mittendrauf.

    Hier befindet sich auch das Alþingishúsið aus dem 19. Jahrhundert, das das isländische Parlament Althing beherbergt.

    Neben dem Parlament steht die Dómkirkja.

    Einmal kurz abgebogen und schon sind wir am Stadtsee, dem Tjörnin, was übersetzt "der Teich" heißt. Hier befindet sich das Rathaus.

    Und Kunst findet man auch überall in Reykjavik.

    Jetzt hätten wir laut komoot den See umrunden sollen, um zur Hauptsehenswürdigkeit, der Hallgrimskirkja, zu gelangen. Aber irgendwie hatten wir wenig Lust, noch viele Schritte zu machen. Da wir nicht zu den größten Kirchenbesichtigern zählen und auch nicht auf den 74,5 Meter hohen Turm fahren wollen, haben wir genug Argumente, die Runde abzukürzen und direkt zur Regenbogenstraße zu gehen. Außerdem soll die Kirche aus der Nähe gar nicht so schön sein. Auf dem Weg zur Regnbogagatan finde ich noch ein schönes Motiv.

    Warum sich mit einem Zebrastreifen begnügen, wenn man doch die ganze Straße einfärben kann? Zum Gay Pride in Reykjavik wurde aus der Einkaufsmeile Skólavörðustígur die erste Regenbogenstraße der Welt.

    Jetzt reicht es mit Sightseeing. Unsere 20.000 Schritte werden wir heute locker erreichen, auch wenn wir gleich mit dem Shuttle zurück zum Schiff fahren.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (20. Juli 2024 um 12:15)

  • Wegen unseres etwas längeren Landgangs bis drei Uhr ist auch unsere Lunchtime mit Tapas und Gin Tonic und die daran anschließende Siesta eine Stunde nach hinten gerutscht. Kurz nach fünf machen wir eine Runde auf Deck 14, um dann auf ein Bier an der Überschaubar einzukehren.

    Nach dem Abendessen geht's wieder raus.

    Wie jeden Abend sitzen wir auch heute wieder bis Mitternacht am Tresen der Überschaubar. Die Crew hier ist super und wir haben gemeinsam viel Spaß.

    Hier noch ein paar Stimmungsbilder vom Snæfellsjökull kurz vor Mitternacht.

    2 Mal editiert, zuletzt von det@norge (26. Juli 2024 um 14:20)

  • 29.06.24 Ísafjörður. Als wir morgens anlegten, war von der Umgebung nicht viel zu sehen. Und obwohl noch sehr tiefe Wolken in den Bergen hingen, kraxelten Karawanen von Bustouristen von einer Parkbucht an der Straße einen steilen Pfad zu einem 170 Meter hochgelegenen Aussichtspunkt hinauf. Der Legende nach hat sich dort ein riesiger müder Troll hingesetzt und diese halb schalenförmige Depression im Berg geschaffen. Der Ort heißt Naustahvilft oder the Troll Seat.

    Erst als wir nach elf das Schiff verließen, lichteten sich die Wolken ein wenig und es war sogar blauer Himmel zu sehen. Mit uns hat wie auch schon in Reykjavik die AIDAbella anlegt. So muss der keine 3.000 Einwohner zählende Ort mehr als 5.000 Kreuzfahrer verkraften. Und wie man am Ausbau der Pier erkennen kann, ist dieses wohl auch gewollt.

    Gleich in der Nähe des Anlegers befindet sich die örtliche Mikrobrauerei "Docken Brugghús". Im Frühsommer 2018 wurde das erste Craftbier in den Westfjorden gebraut, und zwar mit Wasser, das durch 14 Millionen Jahre alte Lavaschichten natürlich gefiltert und gereinigt wurde und als bestes Islands gilt. Uns ist es jedoch für eine Verkostung der verschiedenen lokalen Biersorten noch zu früh.

    Im Turnhúsið befindet sich das Heimatmuseum Neðstikaupstaður und gibt einen Einblick in die lokale Fischerei und Fischereiindustrie der Westfjorde sowie in das Leben der Fischer und ihrer Familien im Laufe der Jahrhunderte und umfasst unter anderem eine Sammlung alter Fischerboote.

    Das Faktorshúsið, erbaut 1765, beherbergte das dänische Konsulat.

    Und noch mehr Altertümer.

    Die Ronja Harvester (Bj. 2007) ist ein unter norwegischer Flagge fahrender 68 Meter langer Fish Carrier.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (21. Juli 2024 um 12:55)

  • Ach, das ist ja interessant mit dem Anleger. Der muss ganz neu sein. Wir mussten letztes Jahr noch tendern. Es hieß aber, dass wir mit Mein Schiff zuviel Tiefgang für den Hafen hätten. :/Die Aidabella hatten wir auch mit im Ort, das scheint dort keine Seltenheit zu sein. Ich fand den Ort aber nicht überfüllt (zum Glück), nur die Karawane gab es auch.

  • Vom Hafen haben wir einen schönen Blick auf die "Skyline" den kleinen Ort, der mit seinen rund 2.700 Einwohner die größte Stadt in Islands Nordwesten ist.

    Wir laufen zunächst am Wasser entlang und lassen den Ortskern rechts liegen.

    Ein wenig erinnert mich die Kulisse an einen Ort in den kanadischen Rocky Mountains.

    Das alte Krankenhaus (Gamma Sjúkrahúsi) ist heute das Museumshaus (Safnahúsið).

    Von der Küste hat man einen schönen Blick auf die umliegenden Berge-

    Ortsmitte mit Regenbogen.

    Letzter Blick vom Balkon.

    Start- und Landebahn des Flughafens mit überschaubarem Flugverkehr.

    Wir verlassen den Ísafjarðardjúp.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (21. Juli 2024 um 13:43)

  • Ach, das ist ja interessant mit dem Anleger. Der muss ganz neu sein. Wir mussten letztes Jahr noch tendern. Es hieß aber, dass wir mit Mein Schiff zuviel Tiefgang für den Hafen hätten. :/Die Aidabella hatten wir auch mit im Ort, das scheint dort keine Seltenheit zu sein. Ich fand den Ort aber nicht überfüllt (zum Glück), nur die Karawane gab es auch.

    Die Sandbank, auf der der Ort liegt, wird immer weiter aufgeschüttet, um neues Land zu schaffen. Die Fläche der Stadt vergrößert sich ständig und die Halbinsel reicht fast bis zum gegenüber liegenden Ufer. Dabei entsteht ein geschützter Hafen.

  • Jetzt ist es 14:00 Uhr. Bevor es mit dem Reisebericht weitergeht, gibt es erst einmal zwei Gin Tonic.

  • 30.06.24 Akureyri liegt am Ufer des weit ins Land hineinreichenden Fjords Eyjafjörður. Die Wettervorhersage ist auch nicht so schlecht.

    Um viertel nach elf verlassen wir das Schiff.

    Auf dem Weg vom Kreuzfahrtterminal in die Innenstadt.

    Menningarhúsið Hof. Moderne Architektur in bester Lage. Es ist ein vielseitiger Veranstaltungsort.

    Das Bild der Stadtmitte von Akureyri ist stark durch die Evangelisch-Lutherische Kirche oberhalb der Stadtmitte geprägt.

    Nach dem Schock der großen Finanzkrise, die die Isländer sehr belastete, wurden 2008 die Ampelherzen entwickelt, um den Menschen wieder gute Laune zu machen.

    Auch in Akureyri gibt es buntes Pflaster.

    Wir laufen den Berg hoch zur Kirche. Die breite Treppe ist leider wegen einer Baustelle gesperrt. Hinter der Kirche biegen wir links Richtung Botanischen Garten ab. Es geht weiterhin bergauf. Den Besuch des Gartens schenken wir uns. Danach geht's ziemlich steil bergab runter zum Fjord. Hier gibt es noch ein wenig Kunst.

    Gegen halb zwei nähern wir uns dem Schiff und blicken noch einmal zurück.

  • Das ist schon eine tolle Skyline. Halb zwei sind wir zurück an Bord. Klar, zu Tapas und Gin Tonic.

    Der Lotse kommt.

    Um 17:30 Uhr legen wir ab.

    Eine beeindruckende Landschaft begleitet unsere Fjordausfahrt.

    Um zehn haben wir dann das Ende des Fjords erreicht.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (22. Juli 2024 um 06:35)

  • 01.07.24 Seyðisfjörður. Heute wird getendert. Die beiden Anlegestellen, die für uns sowieso zu kurz wären, sind durch die Silver Spirit und die Star Pride, die wir schon in Reykjavik gesehen hatten, besetzt. Der Wolkenschieber scheint heute keine Lust auf seinen Job zu haben.

    Um elf verlassen wir das Schiff per Tenderboot und steuern zunächst wie auch viele Mitreisende den Hauswasserfall "Búðareyrarfoss" an.

    Der Palästinenser Truck bringt einen kleinen Farbtupfer ins ganze Grau.

    Kiosk mit Dachterrasse.

    Mein Schiff 3 liegt auf Reede.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (22. Juli 2024 um 07:22)

  • Die wolkenverhangene Skyline von Seyðisfjörður.

    Der Regnboga Vegur.


    Die Seyðisfjarðarkirkja.

    Die Bjólfsgata.

    Das Schwedische Konsulat.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  • 02.07.24. Nun sind auch die vier isländischen Häfen schon wieder Geschichte. Auf dem Weg zu den schottischen Orkneys liegt jetzt der vierte Seetag vor uns. Anfangs war die Wolkendecke noch fest geschlossen, doch ab Mittag, als wir die Färöer Inseln passieren, reißt es etwas auf.

    03.07.24 Kirkwall. Die Tristesse hat einen Namen. Sowohl das Wetter als auch die Umgebung sind trostlos und machen uns total lustlos. Als wir mit dem kostenlosen Shuttle vom Fremdenverkehrsamt beim Schiff losfuhren, war es noch trocken und ich als unbekümmerter Optimist habe auf die Mitnahme des extra für solche Situationen angeschafften Knirpses verzichtet. Das war ein großer Fehler. Kaum in der Ortsmitte von Kirkwall angekommen, standen wir im wahrsten Sinne des Wortes im Regen. Die Stimmung sank auf den Nullpunkt, zumal die Stadt zusätzlich zu uns auch noch von den Reisenden der AIDAbella überschwemmt wurde. Ich musste meine misanthropischen Anwandlungen ziemlich stark unterdrücken. Am liebsten wären wir direkt wieder in den Shuttle gestiegen und zurückgefahren. Aber wenigstens ein paar Schritte sind Pflicht. Auch das Fotografieren machte bei dem Sauwetter keinen Spaß, zumal sich sowieso immer irgendwelche von jeder Rücksichtnahme befreite Handyknipser ins Bild drängten. Also wurde die komoot Tour drastisch verkürzt und es gibt nur wenige Fotos.

    Die Ruinen der Bishop's and Earl's Palaces mit der St. Magnus Cathedral im Hintergrund.

    Einen kleinen fotografischen Moment gab es dann doch noch.

    Danach entfliehen wir der Trostlosigkeit. Aber vielleicht tue ich Kirkwall auch Unrecht und bei schönem Wetter ist es hier schön und idyllisch, nur dass das Wetter hier sehr, sehr selten viel besser ist, wie der einheimische Busfahrer erzählte.

    04.06.24 Fünfter Seetag. Sich noch einmal verwöhnen lassen, bevor man ab morgen wieder alles selbst machen muss.

    05.06.24 Ankunft in Bremerhaven. Das einzige Mal, dass ich den Wecker gestellt habe. Halb acht geht's zum Frühstück. Halb neun werden die Koffer gepackt. Um neun verlassen wir das Schiff. Seit es den Ausgang am Treppenhaus A gibt, kollidiert man auch nicht mehr mit dem early check-in. Da das Auto auf P1 steht, geht's dann auch gleich Richtung Heimat. Wir freuen uns schon auf unser Zuhause. Und am 15. August fahren wir sowieso wieder gen Norden. Dann mit der MS4 zum Nordkap.

    Einmal editiert, zuletzt von det@norge (22. Juli 2024 um 09:47)