Fahrt zum Bodensee - der 2. Versuch
Nachdem der erste Versuch letzte Woche aus diversen Gründen gescheitert ist, startete ich gestern einen neuen Versuch. Mit dem D-Ticket vom Saarland zum Bodensee. Ich wollte mal testen, wie weit man eigentlich mit dem Ticket an einem Tag hin-und zurückfahren kann. Also startete ich das "Experiment" gestern morgen. 440 km einfache Wegstrecke lagen vor mir. Um 5:52 Uhr ging es los. Zunächst mit dem RE 1 nach Mannheim.Dort bin ich dann umgestiegen in die S-Bahn Richtung Karlsruhe. Und gleich fingen die Probleme an. Die S-Bahn hatte 3 Minuten Verspätung, meine Übergangszeit in Karlsruhe betrug 7 Minuten. Zudem fuhr der Zug auf Gleis 2 ein, auf Gleis 14 stand der "Schwarzwald-Express" RE 2 nach Konstanz. Frühsport am frühen Morgen. Doch es ging gut. Und planmäßig war ich auf dem Weg zum Bodensee.
Der Zug war - obwohl ein Mittwoch - gut besetzt. Vor allem Wanderer und Radfahrer waren on Tour. Der Zug besteht aus vier Doppelstockwagen der DB. Ab Offenburg ("Tor des Schwarzwaldes" lt. O-Ton des Zugbegleiters) befanden wir uns auf der Kursbuchstrecke 720, offiziell auch als "Schwarzwaldbahn" bekannt, die in diesem Jahr ihr 150jähriges Jubiläum feiert. Sie überwindet auf 150 km bis Singen 39 Tunnels und einen Höhenunterschied von 650 m. Die Schwarzwaldbah ist eine der fünf deutschen Gebirgsbahnen (Frankenwaldbahn, Filstalbahn an der Geislinger Steige, Schiefen Ebene in Oberfranken). Erbaut von Robert Gerwig in nur 10 Jahren (1863-1873). Und auch gleich zweigleisig geplant. Beachtenswert ist der 40 km lange Aufstieg von Hausnach nach St. Georgen. Für mich persönlich die schönste Strecke der DB.
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Der Bodensee in Sicht. Wir waren fast am Ziel.
Diesmal ohne Unwetterbedingte Streckensperrungen und defekten Triebfahrzeuge verlief die Fahrt nach Konstanz ohne Probleme. Die Stadt am Bodensee wurde nach 3 Stunden Fahrt um 12:16 Uhr erreicht. Bei wolkenlosem Himmel und 29°C.
Mittag. Essenszeit. Das erste Restaurant wurde aufgesucht. Direkt am See. Man musste am Eingang warten; der Tisch wurde zugewiesen. Ich entschied für ein kühles Radeberger und Kalbsmaultaschen mit Kartoffelsalat und Salat. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist top!
Für 20,40 € zzgl. Trinkgeld wurde ich wirklich satt.
Von der Terrasse hatte man auch einen schönen Blick auf den See und die "Imperia".
Nach dem Mittagessen ging es dann los mit dem Rundgang. 3 Stunden hatte ich für Konstanz Zeit.
Durch die Unterführung ging es nun in die Innenstadt.
Weiter durch die Stadt zum Münster. Ich wollte dort eine Kerze für meinen schwer erkrankten Cousin aufstellen.
Nach Besichtigung der Kirche ging es weiter. Immer den Blick auf der Uhr. Die Zeit lief nur so davon.
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Zurück am Bahnhof "deckte" ich mich erst einmal mit Getränken für die Rückfahrt ein. Pünktlich um 16:39 Uhr verließ ich mit dem RE 2 Konstanz. Und wieder lagen 440 km Bahnkilometer vor mir. Gegen 19:45 Uhr erreichten wir ohne Probleme Karlsruhe Hbf. Nun ein Blick in die DB-App. Oha, da kündigte sich Unheil an. Die S-Bahn nach Mannheim war so verspätet, dass mein Anschluss in Kaiserslautern nicht mehr erreicht werden konnte. Da ich mittlerweile richtig "down" war, wollte ich nicht irgendwo "stranden". Also ab zum Ticket-Automaten, Fahrkarte für den Fernverkehr gekauft. Mit ICE und EC ging es dann in die Heimat. Um 23 Uhr war ich zu Hause. Und kurz darauf im Bett.
Fazit: hat Spaß gemacht
trotz allem. 20 Stunden auf den Beinen gewesen, davon 13 Stunden im Zug verbracht und vier Stunden für Konstanz.
