Caribbean Dream vom 10.-28.3.2015 mit der MS 1

  • @Schoebelinchen und den besten Ehemann aller:

    Ich könnte mich wegwerfen, wenn ich das lese :thumbsup: !! Einfach nur herrlich! Schade, dass wir schon nach Guadeloupe kommen ... da nähert sich das Ende des tollen Reiseberichtes ... muss mal schauen, ob ihr nicht vielleicht schon mehr eingestellt habt!! Herzlichen Dank euch beiden!! :freude:

    Viele Grüße aus dem Marburger Land von Edith

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  • Guadeloupe

    Frankreich, Frankreich

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    Die nächste französisch sprachige Insel lag uns zu Füssen, genauer die Hafenstadt Pointe-À-Pitre. Die eher grauen Fassaden waren nicht dazu geneigt unsere Skepsis gegenüber Guadeloupe zu schmälern, eher im Gegenteil. Woran das lag, möchte ich gerne so beschreiben.

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    Die beste Ehefrau aller war im Vorfeld unserer Reise sehr tüchtig. Sie plante unsere gemeinsamen Ausflüge und machte sich nebenbei über Land (Insel) und Leute schlau, so auch zu Guadeloupe. Für die vor uns liegende Insel war diese Recherche leider ein wenig einseitig ausgefallen, ich möchte es mit dem Wort unschön beschreiben. Doch da das Auswärtige Amt nichts schreckliches an Guadeloupe finden kann, zumindest gab es keine Reisewarnung zur Insel, gingen wir mit leichtem Kribbeln in der Magengegend von Bord.

    Mit dem fast schon obligatorische Foto vom Schiff erhaschten wir einen schönen Gößenvergleich. Der Anker war ein wenig abgelassen und wurde gerade gereinigt. Von gewaltig möchte ich hier nicht sprechen, doch beeindruckend fand ich den Anker allemal.

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    Vorbei ging es am Denkmal des Camile Mortenol. Achtung Erklärbär: Er war der erste farbige Absolvent des französischen Polytechnikums und im weiteren Kommandeur der Ehrenlegion. Hier hier zeigte die Stadt eine ihrer schönen Seiten, mit prächtig angelegten Gärten und hübschen Häusern. Die Palme im Vordergrund dufte natürlich auch nicht fehlen.

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    Nemm mich met, einfach met, irjendwohin, wohin weiß ich nit.

    Der Einstieg zum Ausstieg aus dem Hafen war mit einer ziemlich hohen Hürde versehen. Dieses Hindernis, nein es war nicht der uns umgebende weiße Zaun sondern eine marodierenden Horde sich anbiedernder Taxifahrer, schien schier unüberwindbar! Eine Schlangengrube ist ein netter Ort gegen das sich uns bietende Schauspiel. Wer Schlangen nicht mag, stelle sich den Zirkus Maximus im alten Rom vor. Gut gefüllt mit Löwen und der Fleischeinlage, leider fühlten wir uns wie letztere! Jeder, der hier skandierenden Fahrer, hatte den besten Preis für seine (unsere) Tour, jeder wollte uns genau in sein Taxi ziehen, weil das ist sowieso das beste! Aufgrund dieser Dissonanzen gelangte ich fast zu dem Entschluss meine Meinung zur französischen Sprache zu ändern. Französisch klingt in meinem Ohr melodiös also einfach gut. Ich möchte soweit gehen zu behaupten, dass eine deutsche religions Gemeinde einem französisch fluchendem (predigendem) Pastor Szenenapplaus für seine "Predigt" spenden würde – weil es so gut klingt! Ernüchternd an all diesem babylonischen Sprachgewirr war die Erkenntnis, dass alle den gleichen Preis anboten.

    Wir waren abgeschreckt von soviel Geschäftstüchtigkeit! So abgeschreckt, dass wir es vorzogen, die Insel nicht weiter zu erkunden, sondern lediglich Pointe-À-Pitre und seinem Markt zu erforschen.

    Die Alptraumstadt in der ich lebe ...

    Sicherlich hat Guadeloupe auch seine schönen Seiten, nur leider konnten wir diese momentan nicht für uns entdecken. Es ging durch eine Gasse deren Häuser diese Bezeichnung nicht mehr verdienen. Marode umschreibt es sehr schön, baufällig schon viel besser. Einzig der scheinbar sehr talentierte Fasadenmaler konnte mich gnädig stimmen durch seine Kunst. Der folgende Straßenzug war deutlich weniger Morsch, aber leider noch immer völlig glanzlos. Hier fehlte uns ganz einfach das karibische Flair.

    xxxAdminxxx gelöscht

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    Dunkel aufziehende Wolken begleiteten uns zur rosa farbenen Markthalle. Nicht schön, aber selten! Ein Hauch von Exotik ausgehend von den feilgebotenen Früchten, gepaart mit den fremden Düften, entführte uns in eine andere Welt. Alles sah sehr frisch und größtenteils auch appetitlich aus. Einzige Ausnahme bildeten die teilweise sehr überreifen Bananen, so würden die in good old Germany nicht mehr angeboten. Doch über Geschmack sollte man ja bekanntlich nicht streiten. Zu der oben beschriebenen Markthalle gab es im weiteren Verlauf unseres kleinen Stadtrundgangs, auch eine hübsche Variante. Wobei man diese nicht wirklich als Halle verstehen darf, sonder eher ein auf zierlichen Füßen stehendes Dach ist.


    xxxAdminxxx gelöscht

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    Nächster Halt: Fischmarkt!

    Der Hamburger Fischmarkt gehört sicher zu den in unserer Stadt häufig besuchten Attraktionen. Neben den, im wahrsten Sinne des Wortes, Marktschreiern, hier gibt es allerlei Tand aber auch frisches Gemüse, sowie, der Name verrät es, ebenfalls Fisch käuflich zu erwerben. Wir bogen nun auf eben diese Zielgerade ein, den fischigen Teil des Marktes. Obwohl die beste Ehefrau aller und ich, in der obigen Stadt, eben Hamburg leben, sind wir keine Fischköpfe! Will sagen unser Essensrepertoire besteht nicht nur, sondern eher weniger aus dieser edlen Speise. Wer den uns entgegenschlagenden Duft, ich würde den Begriff Gestank vorziehen, selbst vernommen hat weiß warum das so ist! Eben diese Geruchswolke machte es uns auch schwer, schwer der sich bietenden Vielfalt die nötige Ehre zu erweisen. Nase zu und durch! Der von uns im Bild festgehaltene Pelikan lauerte wohl auf die Fischabfälle. Nach kurzer Wartezeit, oder lag das daran das wir ihm keinen Dollar Trinkgeld gegeben hatten, zog er es jedoch vor sich in die Luft zu erheben. Den leicht holprigen Start durften wir höchst amüsiert mitverfolgen. Der Vogel kann fliegen! ;-)


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    In der Nähe eines Parks, es war der Park mit der Felix Eboue Brüste und den hohen, also wirklich riesigen, Palmen, verschnauften wir. Der Fischgeruch lag uns immernoch in der Nase und wir hofften hier auf Besserung. Das Straßenkaffee wählten wir anhand des für uns versprochenen WLAN Zugriffs aus. Ganz wichtig! Wir wollten doch unsere liebe Verwandschaft mal wieder mit neuen Fotos, von traumhaften karibischen Inseln, zu neidischen Äusserungen animieren! Es ist uns gelungen, ohne Morddrohungen zu erhalten. Die Kommunikation unterdess gestaltete sich schwierig. Wir wollten Bier, der Garson bringt Kaffee! Nein, nein, so schlimm war es dann doch nicht. Aber ohne die ausliegende Karte und den ausgestreckten Zeigefinger wären wir nicht so schnell an unsere Getränke gelangt. Vielleicht doch einen Kurs in französisch? Wohl eher nicht. Französische Sprache = schwere Sprache!

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    Mit diesen Impressionen gelange ich zum Ende unseres Spaziergangs durch Pointe-À-Pitre. Der Rückweg gestalltete sich ähnlich dem Hinweg, brachte uns also keine neuen Erkenntnisse. Wie wir später anhand einiger Bilder und Schilderungen feststellen durften, hat die Insel in der Tat auch schöne Stellen. Wir würden wohl eher nicht mehr besuchen.

    Den Rest des Tages verbrachten wir dann lieber bei Currywurst und leckeren Cocktails auf dem Pooldeck und durften dann noch einen tollen Sonnenuntergang genießen.

    xxxAdminxxx gelöscht


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  • Danke für die tolle Fortsetzung deines Berichts!

    dir ist es ja gelungen / du hast dran gedacht, den Halbmond zu fotografieren!

    uns war auch aufgefallen, dass der Halbmond um 90 Grad gedreht ist, als wir dort waren, haben aber leider kein Foto davon ....

    LG Claudia und Uwe
    - Schreibfehler (vor allem die Groß- / Kleinschreibung) sind oft dem iPad geschuldet - sorry -

    (Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten der in unseren Beiträgen gelinkten Internetseiten und machen uns diese nicht zu Eigen!)

  • St Kitts

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    ... da blieb nur noch die Eine.

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    Neun kleine Inselchen hatten wir schon besucht, die letzte hatten wir heute auf dem Programm, St Kitts. In froher Erwartung, es konnte nur besser werden, schauten wir herab auf die Insel. Ein Blick der sich lohnt! Im Vordergrund der Berge liegt Basseterre die Hauptstadt von St. Kitts. Wobei ich mir mal wieder die Frage stelle: Ab wann ist ein Berg ein Berg? Reden wir bei einer Höhe von maximal 1156 Metern nicht doch etwa von einem Hügel? Aber schließlich sind wir nicht in den Alpen, geschweige den im Himalaya, sondern in der Karibik! Montagna eh basta!

    Da unser Dampfer es vorzog ein wenig weiter draußen zu parken, blieb uns nichts anderes als das großzügige Anerbieten des Shuttle Transfers anzunehmen. Den folgenden Umstand bitte ich sich genüsslich auf der Zunge zergehen zu lassen. Die TUI Cruises spart Anlegegebühren, zumindest gehe ich davon aus das dieser Teil des Hafens günstiger ist als die Hauptmole vor Basseterre, und wir werden zur Kasse gebeten, da wir fast zwingend den Bus nutzen müssen! Super geile Geschäftsidee. Doppelt ausgenutzt hält eben besser! Doch wie heißt es so schön im 11. Gebot? Du sollst nicht lästern! ;-) Immerhin veschaffte uns diese kurze Tour mit dem Shuttle weitreichende Einblicke, zumindest in den Gemütszustand unseres Fahrers. Dieser war nicht nur Einheimisch, sondern ebenfalls Entertainer, sondern hatte ausserdem ein gesteigertes Mitteilungsbedürfniss. Dieses brachte er in unterhaltsamen Bemerkungen und amüsanten Geschichten zum Ausdruck. Nur soviel: Auf der Insel leben laut Wikipedia 50.314 Menschen. Nach Aussage unseres Shuttledrivers ca. doppelt so viele Affen. Dieser Umstand, also die Tatsache, dass auf St. Kitts 100 Prozent mehr Affen als Menschen leben, bewirkt, das Affen kein Wahlrecht auf St. Kitts genießen! Ich habe keine Ahnung ob die Affen das diskriminierend finden, wir fanden das lustig.

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    Lange Samstag en d'r City

    Angekommen in Basseterre erfuhren wir eine Flut von Angeboten der heimischen Fremdenführer. Alle Angebote ausschlagend beschlossen wir erst einmal das zu tun, was wir bislang noch überhaupt nicht gemacht hatten: Shoppen! Die beste Ehefrau aller ist nicht nur die beste Ehefrau, nein sie ist auch die beste Einkäuferin! Sollte ich ein adäquates Wort finden sollen für das was sie in dieser Hinsicht kennzeichnet, so würde ich mit großer Wahrscheinlichkeit diese Wortwahl treffen: Powershoppen! Allerdings muss ich auch eine Lanze für sie brechen. Es ist nicht so das alle ihre Einkäufe auch nur in ihre Schränke wandert, nein, gerne sind es Mitbringsel für Oma, Tante, Sohn und Tochter und seit neuestem – Enkelkinder! Darf es ein neues T-Shirt sein, oder vielleicht ein Halstuch, schau doch mal dieses wunderschöne Kleidchen ... Selbstverständlich fällt da auch hin und wieder mal was für die Powershopperin selbst ab, die gefühlten 1.000 Paar Schuhe wären ja auch irgendwann fürchterlich einsam.


    Die beste Ehefrau aller machte sich an die schwierige Aufgabenstellung für jeden der lieben Verwandten, Bekannten und Unbekannten ein Mitbringsel zu finden. Nach der ersten 3/4 Stunde, in der die beste Ehefrau aller von mir begleitet wurde, war mir klar, ich gestehe es war mir sofort klar, dass hier nichts aber auch gar nichts weiterhilft als Sie laufen zu lassen! So trennten sich unsere Wege. Während die beste Ehefrau aller den Vorort, dieser dient quasi nur dem einen Zweck nämlich shoppen, unsicher machte, ging ich in den alten Teil der Stadt fotografieren.

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    The Boys are back in Town

    Basseterre und auch das Wetter zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Die Einheimischen waren nicht nur von ausgesuchter Freundlichkeit, sondern behielten vor allem auch die Ruhe. Dazu muss man wissen das hier gerade der sprichwörtliche Sack geplatzt war! Dieser Sack in Form der Royal Princess spuckte mal eben 3.600 Gäste aus. Mit den ca. 2.000 deutschen Gästen und den Gästen der bereits am Pier liegenden Celebrity Eclipse (2.850), hatte sich die Zahl der Menschen in der Stadt um satte 65 Prozent erhöht! Doch die Insulaner sind dies bezüglich scheinbar Kampf erprobt, ihnen machte diese Vorstellung herzlich wenig aus. Mir setzten die vielen Mittouristen das ein ums andere Mal zu. Auf mein Foto, von dem wirklich sehenswerten Uhrenturm in der Mitte des Kreisverkehrs, durfte ich geschlagene fünf Minuten warten. Eine Gruppe, um genau zu sein es waren vier ältere Urlauber, brachte es fertig jedesmal beim Erheben meiner Kamera wieder und wieder und wieder ins Bild zu springen. Ist das so eine Art Sport?

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    xxxAdminxxx gelöscht


    Angenervt suchte ich das Weite, fand es dann auch und damit verbunden eine schnuklige kleine Kirche. Der Baustil, egal ob Romantik oder doch Gotik, gefiel mir. Haupsache schön! Hier ist der Kirchhof auch gleichzeitig der Friedhof. Die bunt verglasten Fenster taten ein üÜbriges. Um meine Begeisterungsfähigkeit für alte Steine in Form von Kirchen verstehen zu können, ist eine kleine Erklärung notwendig. Zum einen waren meine Eltern, friede ihren Seelen, katholisch, ergo bin auch ich in diesem Glauben unterwiesen worden, zum anderen war mein Vater Maurer! Das Gesamtbild der Stadt machte einen äusserst frischen Eindruck auf mich. So lustwandelte ich durch das Städtchen, schoss das eine ums andere Bild, um mich langsam wieder in Richtung Hafen zu bewegen.


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    xxxAdminxxx gelöscht


    Hier am Hafen lauerten noch einige Schappschüsse darauf gemacht zu werden. Insbesondere die beiden bis auf Haaresbreite aneinander gekuschelten Schiffe verdienten es in den schwarzen Kasten zu kommen. Hatte ich erwähnt das die Menschen auf St. Kitts freundlich sind? Sogar der Officer erlaubte uns ein Bild von ihm zu machen. Er hatte auch überhaupt keine Bedenken das wir dadurch seine Seele einfangen! ;-)

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    Alles in allem ein für uns gelungener Tag auf St. Kitts. Wir würden sofort wieder hier anlanden, um dann auch mal den Rest der Insel zu sehen. Versüßen konnte uns der extra geniale Sonnenuntergang den Abschied von der Insel leider nicht so ganz. Dafür war dann noch PARTY - wir haben schön in den Geburtstag einer Freundin reingefeiert.

    xxxAdminxxx gelöscht

    Morgen fahren wir nach Seetag – wo immer das auch ist!


  • Beim Teutates und beim Belenus

    Fürchte ich doch nur eines: Das mir der Himmel auf den Kopf fällt! Soweit Majestix, seines Zeichens Häuptling in der Comicserie Asterix. Ich fürchte vor allem eines - Abreisetage! Da war sie wieder, noch unterschwellig lauernd, fast wie ein kleines Hüngerchen welches durch keine Nascherei weichen will, aber eben doch latent vorhanden ist, die Erkenntnis! Die Erkenntnis das das Ende naht, die schönen Tage sind vorbei, es geht zurück in die Heimat. So erhob sich lautes Wehklagen, Zähne klappern und heulen! Nein, ganz so schlimm war es doch nicht, gehörten wir wenigstens zu den Privilegierten! Wir durften noch eine Nacht im Hotel verbringen, sowie im Luxus schwelgen, ganz zu schweigen vom Baden im Meer, im türkisblauen Meer wohlgemerkt! Doch dann sollte sie uns ebenfalls ereilen, die Heimreise.

    In Hamburg sagt man Tschüss ...

    Wenn du über Fünfzig bist, du wachst Morgens auf und nichts tut dir weh – dann bist du tot! So lautet eine der weniger charmanten Weisheiten des Lebens. Wir fühlten uns hingegen sehr lebendig! Das obwohl … Nein, dass darf ich nicht schreiben, aber ihr dürft erahnen das das Alter eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielt. :-) Nach der eher kurzen Nacht, es gab einen Grund zum feiern, konnte von einem Aufspringen aus dem Bett nicht die Rede sein. Doch dank guter Vorarbeit, wer könnte die anderer geleistet haben als die beste Ehefrau aller, waren lediglich die Reste unserer Toilettenartikel zu verstauen. Jetzt wollten wir das letzte Frühstück an Bord genießen, heute nun unsere Premiere im Atlantik. Zum ersten Mal im Atlantik? Ganz richtig, wir hatten es noch nicht hierher geschafft. Nach unserer Einkehr dort, wissen wir auch warum wir das nicht vermissen. Wir ziehen ein Frühstück unter freiem Himmel allen anderen vor.

    Ein letztes Getränk an Deck, hoch über uns strahlt die Sonne über alle vier Backen, ruft auf ihre Weise Lebewohl. Die Zeit, unerbittlich wie immer, schreitet voran schon wartet der Bus auf uns und somit unsere Passage ins Hotel. Eineinhalb Stunden Fahrt liegen vor uns. Wir sagen Tschüss zur Mein Schiff 1. Sehe ich da ein Glitzern im Auge der besten Ehefrau aller? Nein, sicher nur zu lange in die uns lachende Sonne geschaut.

    … he fählt nur vum Balkon die Aussich op d'r Dom!

    Sleep modus beenden, System starten, Modul check, Ziel wird in wenigen Minuten erreicht. Gerade rechtzeitig zur Einfahrt in den Hotelbereich beendete ich meine Augenpflege. Zunächst machte der Eingang einen eher rustikalen Eindruck auf mich, was sich in der Anlage, spätestens am Haupteingang schnell relativierte. Alle Gebäude nicht höher als drei Stockwerke, die Park ähnliche Gartenanlage war sehr gepflegt. Das einzige Manko bemerkten wir am nächsten Tag. Die reichlich vorhandenen Brunnen sollten uns an diesem Tag mit ihren Wasserspielen erfreuen, leider war das Wasser faulig und somit konnte keine Freude daran aufkommen.
    Unsere Unterkunft, teil eines freistehenden Hauses mit 12 Parteien, war grandios! Die Junior Suite hat 43 qm und ist mit allerlei Luxus ausgestattet. Allein die Dusche ist so riesig, dass sich vier Menschen gleichzeitig am kühlen Nass erfreuen könnten. Das AI Angebot umfasste alle im Kühlschrank befindlichen Softdrinks, genauso wie die harten Getränke.

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    Großartige oder lange Geschichten könnte die Junior Suite indes nicht erzählen, es zog uns, wie so häufig, an den Strand. Nach einer kleinen Stärkung, das Buffet war einfach Spitze, eher amerikanische aber sehr gut und von großer Vielfalt, ab zum Beach. Uns erwartete keine Überraschung, alles genau so wie wir uns das vorgestellt hatten. Der obligatorische weiße Strand, Palmen die ihre Wedel dem azurblauen Himmel entgegen reckten … Ich werde nicht weiter schwärmen, wir genossen die letzten Stunden.

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    Diese vergingen leider wie im Fluge. Schwups saßen wir auch schon in der Maschine die sich laut krachelend in den Himmel schraubte um uns in der Heimat abzuliefern. Kleine Großstadtdepression gefällig? Hatten wir! In Hamburg waren es ca. 20° Celsius weniger, dafür regnete es gleich wie aus Eimern. Home sweet home.

    Zu guter Letzt, möchte ich danke sagen. Danke an dich geneigte Leser/innen die meinen, äh nein, den Reisebericht der besten Ehefrau aller und mir gelesen, angeschaut und hoffentlich geliebt (geliked) hat. Danke an alle meine Väter im Geiste, allen voran der unvergessliche Ephraim Kishon, ohne den es niemals „Die besten Ehefrau von allen“ gegeben hätte. Danke.

  • Ach, wie werde ich eure Berichte vermissen!! :-)

    SCHADE, dass die Reise mit euch nun auch vorbei ist! Es war sowas von köstlich hier nochmal EURE Stationen zu lesen. Ich würde sagen: fahrt ruhig bald wieder, ich freue mich auf euren nächsten Reisebericht!

    Herzliche Grüße aus dem schönen Marburg von Edith

  • Ja Edith, es war eine tolle Reise, meine Traumreise. Seit 20 Jahren hab ich davon geträumt, mit dem Schiff durch die Karibik zu fahren. Der beste Ehemann aller hatte dann ein Einsehen und hat mir meinen Traum erfüllt; , mit dem Ergebnis, dass ich nun Lunte gerochen habe und da unbedingt noch mal hin muss. Es gibt ja noch mehr Inseln :)-
    Wir haben so viele tolle Leute kennengelernt, so viel Spaß gehabt, wir gehen mit Euch allen gerne wieder auf große Fahrt.

    Liebe Grüße aus Hamburg. von einer, die den Hafengeburstag meidet :)

  • @Schoebelinchen: ja, wenn man erst mal Lunte gerochen hat ... ;-)

    Wir haben 3 Karibiktouren gemacht und jede war anders! Einfach nur super schön! Ja, das stimmt: auch wir haben super nette Leute kennengelernt ... auch hier aus dem Forum ;-) ... es war sehr schön! Und gestern habe ich nun mein Fotobuch erhalten - und da geht die Reise immer wieder von vorne los! :freude:
    Schönes Wochenende! Ich packe gerade für 2 Tage Regensburg .. mit der Bahn ;-)

    Viele Grüße Edith

  • WOW @Schoebelinchen
    Habe gerade Euren Reisebericht entdeckt und in einem Rutsch durchgelesen.
    Euer Reiseziel - die Karibik - ist schon mal genial, Euer Reisebericht dazu ist fantastisch gelungen und wird auch Mitleser verführen, dieses Fleckchen Erde kennenlernen zu wollen.

    LG
    Siegrid

    LG
    Siegrid

  • Vielen Dank für Deinen tollen Reisebericht @Schoebelinchen. Es hat mir den bis jetzt sehr trüben und grauen Samstagmorgen versüsst. Die Karibik ist immer wieder eine Reise wert - es gibt so viel zu entdecken!

    LG
    Sandy

  • @Schoebelinchen

    Schade, das dein toller Bericht nun zu Ende ist :huh: aber es war schön, das wir teilhaben durften ^^

    In Guadeloupe habe ich uns sofort wiedererkannt ;) genau so wie euer Eindruck war, ist auch leider unserer im letzten Jahr gewesen :wacko: wir sind wohl an der falschen Stelle auf Erkundungstour gewesen, denn im Reisebericht von Andree @GranCan konnte man auch die schönen Seiten Guadeloupe's sehen :thumbsup: beim nächsten Mal!

    Liebe Grüße
    Seefahrer

    Bleibt gesund <3

    • Offizieller Beitrag

    Wie schade! Ich habe gerade den schönen RB zu Ende gelesen.
    Vielen Dank dafür @Schoebelinchen . Humorvoll und informativ geschrieben :thumbup:
    Hat Spaß gemacht, diesen zu lesen.

    Viele Grüße
    Nic

  • Vielen Dank @Schoebelinchen für diesen humorvollen Reisebericht! Das Lesen hat großen Spaß gemacht.
    War euer privat organisierter Ausflug mit Katharina Dumas? Wir überlegen gerade, ob wir bei ihr die Tour, die du beschrieben hast, buchen sollen.

    Liebe Grüße

    Vanessa

    Liebe Grüße

    Vanessa

  • Uns hat diese Tour sehr gut gefallen, die kleine Gruppe, der relativ lange Strandaufenthalt an einem der schönsten Strände unserer Tour und das Baden im Nylonpool, wir würden auch beim nächsten Aufenthalt genau dieselbe Tour wieder buchen!

  • Administrator 29. Januar 2020 um 14:01

    Hat das Thema freigeschaltet.