Sonnenaufgang: 6:08, Sonnenuntergang: 18:14
Wetter: Sonne und 28 Grad
In der Nacht wurden die Uhren erneut um 30 Minuten umgestellt und zwar diesmal vor, so das wir wieder unsere "alte" Zeit haben. Sowieso können wir heute länger schlafen, da wir uns heute erst um 9:30 Uhr für unseren Ausflug treffen. So haben wir auch schon in Scarborough, der Hauptstadt von Tobago angelegt, als wir aufstehen.
Nach einen ausgedehnten und gemütlichen Frühstück begeben wir uns dann pünktlich in die Vinothek, wo der Treffpunkt für unseren heutigen Ausflug "Tropischer Garten & Naturreservat" (TAB02V) ist.
Gemeinsam verlassen wir das Schiff, kommen noch an ein paar alten Kanonen vorbei
und verlassen das Hafengebäude.
Hier ist dann der Teufel los. Überall Taxifahrer und Tourenanbieter, die jeden Ansprechen und ihre Fahrten anbieten.
Wir werden durch die Menge geschleust und landen erstaunlicher weise nicht vor einem Bus, sondern ein Minivan.
Unser Fahrer stellt sich als "Prince" vor und wir steigen in den angenehm gekühlten Wagen, was wir als Wohltat empfinden. Es ist nämlich gefühlt der bisher heißeste Tag unserer Reise.
Unser erstes Ziel ist das britische "Fort James", eine Festungsanlage aus dem Jahr 1768, welches auf den Grundmauern des holländischen "Fort Jacobus" aus dem Jahr 1650 errichtet wurde.
Als wir dort ankommen, stellen wir fest, dass es hier nicht mehr so viel zu sehen gibt. Neben ein paar Kanonen
und ein paar Grundmauern
steht nur noch ein altes Munitionshaus dort.
Die lässt aber bei genauen hinschauen einiges über die verwendeten Materialen beim Bau erkennen.
Es ist definitiv nicht aus Stein sondern aus Korallen gebaut.
Man hat von hier aber immerhin einen schönen Blick auf das Meer
und die anschließende Bucht.
Nach der kurzen Besichtigung geht es zurück in den Wagen, was eine angenehme Abkühlung ist.
Jetzt geht es weiter zum Highlight des Ausflugs, dem Naturreservat "Adventure Eco Villas", wo wir nach sehr kurzer Fahrt ankommen.
Nach einer ausführlichen Begrüßung, wobei ich in der prallen Sonne stehe, durch den Parkdirektor geht es als erstes zur Vogelfutterstelle.
Hier hat der Park einen besonderen Trick auf Lager. Immer wenn eine bestimmte Glocke geläutet wird, wissen die Vögel, dass es etwas leckeres zu futtern gibt. Und so ist es auch bei uns. Unser Park-Ranger läutet die Glocke und ehe wir uns versehen, sind wir von Kolibris umgeben.
Man weiß gar nicht, wo man hinblicken soll. Überall ist Bewegung in der Luft und es brummt um einen rum, als wäre man in ein Hummelnest gefallen.
Aber auch viele andere Vögel kommen und laben sich an dem Nektar der Pflanzen.
Eine einmalige Erfahrung und wir sind restlos begeistert.
Obwohl wir noch gerne schauen würden, geht es jetzt in das Naturreservat.
Bereits nach wenigen Schritten haben wir das Gefühl, wir haben das Paradies betreten. Überall rund um uns herum uns unbekannte Bäume
und Pflanzen.
Unser Park-Ranger ist voll in seinem Element und man merkt, wie viel Freude er an seinem Job hat.
Er flitzt von Pflanze zu Pflanze und pflückt Blätter um uns daran riechen zu lassen und ich habe das Gefühl, mir "explodiert" die Nase von den unglaublichen Düften.
Er pflückt alles mögliche an Früchten von den Bäumen, die wir, wenn überhaupt, nur von Bildern kennen,
zerteilt diese um uns probieren zu lassen.
Leider ist der Rundgang, der wirklich alle Sinne berührt viel zu schnell vorbei. Trotz der Schwüle und Hitze des heutigen Tages wären wir gerne noch geblieben. Aber leider war es schon vorbei und "Prince" fuhr uns zurück zum Schiff.
Eigentlich wollten wir noch etwas in Scarborough spazieren gehen aber dafür ist es uns doch viel zu heiß. Trotz Lichtschutzfaktor 50 ist die Nasenspitze gerötet.
Scheinbar ist nicht nur uns viel zu heiß heute. Auf dem Schiff sind in der Sonne noch jede Menge liegen zu haben.
Wir begeben uns in die gut gekühlte
wo wir es uns die nächsten Stunden bei lecken Häppchen gutgehen lassen.
Nach dem Abendessen machen sich die Spuren des Tages bemerkbar und wir sitzen nur kurz in der Aussicht Bar, bevor wir müde zu Bett gehen. Aber wir sind uns einig: Es war ein super Tag.
Fortsetzung folgt. ![]()
Viele Grüße
GranCan (Andree)
