Gewürze und Regenwald, der Ausflug wird so beschrieben in der Broschüre:
"Muskatnussduft liegt in der Luft.
Die Küstenstraße führt Sie zum hübschen Städtchen Gouyave, das eine lange Tradition als Fischerdorf und Gewürzzentrum aufweist. Dort besuchen Sie eine Muskatnussfabrik. Tausende von Muskatnüssen liegen hier zum Trocknen aus und werden per Hand weiterverarbeitet, bis das Gewürz fertig für den Export ist. Die Fahrt ins Inselinnere führt durch einen Teil des Regenwalds bis zu einer Höhe von ca. 600 m, wo Sie den Grand-Etang-See erreichen, der sich im Krater eines erloschenen Vulkans gebildet hat. Nach einem kurzen Spaziergang geht es zurück nach St. George’s. Zwischendurch machen Sie eine Erfrischungspause.
Hinweis: Jeweils kurze Rundgänge mit einigen Stufen.Kategorie:Klassiker Buchungscode: STG02V Dauer:4 Stunden Erwachsene: 45 € Kinder: 29 €"
Und so haben wir ihn erlebt:
Treffen ist schon um 7.45 Uhr imTheater, um 8.00 Uhr soll der Ausflug starten. Wir sind früh vor Ort und gehören mit zu den
ersten, die an der Steelband, die zu unserer Begrüßung spielt, vorbei zu den Minibussen geleitet werden.
Unser Reiseführer heißt Herlov und ist ein Deutscher, der seit 7 Jahren auf Grenada lebt.
Sein Einblick in das Leben auf Grenada aus der Sicht eines deutschen Einwanderers macht die Fahrt entlang der Küste zum ca. 20 km entfernten Ort Gouyave sehr kurzweilig. Daher kommen wir schon gut informiert bei der Gouyave Nutmeg Factory an und sind auf den Ansturm der einheimischen Gewürzkettenverkäufer vorbereitet.
Herlov führt uns kompetent und informativ durch die „Fabrik". Die einzige elektrische Maschine der „Fabrik“ knackt die Nussschalen.
Alle anderen Arbeiten werden per Hand ausgeführt.
In einem kleinen „altmodischen“ Verkaufsraum können alle möglichen Muskatnussprodukte gekauft werden und vor der Tür warten wieder die Gewürzkettenverkäufer auf uns.
Weiter geht die Fahrt bergauf durch eine wirklich sehr grüne Landschaft zu unserer kleinen Erfrischungspause. Dort gibt es bei einem Bekannten von Herlov einen Früchtepunsch, eine Gruppe Jugendlicher spielt für uns auf den Steeldrums und wir können kurz einen Blick in die Steeldrumwerkstatt werfen. Es werden dort auch Gewürze und Kakao angeboten, alles riecht wirklich gut auf dieser Insel.
Herlov führt uns dann auf einem kleinen Waldweg an einen kleinen Bach. Dort wurde gerade Wäsche gewaschen, aber die junge Frau ergriff leider schnell die Flucht vor uns Touristen. An diesem Weg konnten wir auf kleinstem Raum wirklich unglaublich viele verschiedene Pflanzen und Früchte betrachten.
Kokosnüsse, Mangos, Papayas, Grapefruit, Orangen, Anonen, Bananen, Kakao, Brotfrucht usw.
Anone
Und natürlich haben wir auch Muskatnüsse am Baum gesehen, erinnern eher an Aprikosen.
Danach führte uns die Fahrt zum Grand Etang Nationalpark, er liegt im Zentrum von Grenada und ist das größte Naturschutzgebiet der Insel. Dort gibt es unzählige Palmenarten, tropische Bäume und riesige Baumfarne und diesen kleinen Freund.
Mitten im National Park befindet sich der Grand Etang See, ein Vulkankratersee. Grenada ist neben Dominica die einzige Karibikinsel die Vulkankraterseen hat.
Direkt oberhalb des Kratersees befindet sich das Grand Etang Welcome Center in welchem wir uns über die Flora und Fauna von Grenada informieren konnten, z.B. bei dieser netten Mitarbeiterin, die sogar einige deutsche Worte hervor zauberte.
Dort ging es noch einmal um die Muskatnuss
Man konnte aber auch einen Rumpunsch trinken.
Ebenfalls waren dort auch wieder viele Gewürzkettenverkäufer anzutreffen.
Der Grand Etang National Park ist unter anderem die Heimat der Mona Affen, die wir aber nicht zu Gesicht bekamen.
Dort hatten wir ca. 20 Minuten Aufenthalt. Danach noch ein kurzer Halt an einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Hauptstadt.
Leider hatten wir auf der Rückfahrt eine Reifenpanne, der Fahrer hielt dann mitten in einer Kurve um den Reifen zu wechseln. Fast
jeder Autofahrer hielt an und fragte, ob er helfen könne oder grüßte freundlich oder freute sich mit ein paar Worten. Keiner hat gehupt oder gemeckert, karibische Gelassenheit eben.
Nachdem dann endlich der Ersatzreifen montiert war, hatte dieser nicht genug Luft und unser Bus verschwand erst mal um Luft zu „tanken“. Da war es dann doch vorbei mit der karibischen Gelassenheit bei unserem Reiseleiter, ein Ersatzbus wurde herbei telefoniert.
Dann erwischte uns dort auch noch ein kräftiges Schauer, zum Glück konnten wir uns etwas unterstellen und bekamen auch noch Mandarinen geschenkt.
Mit dem Ersatzbus ging es dann zurück zum Schiff.
Uns hat dieser Ausflug sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht. Allerdings lag das wohl auch an unserem sehr guten deutschen Reiseleiter, der uns viele Einblicke in das karibische Leben und Verhalten ermöglicht hat.
LG Regina
die hier noch mal auf den schönen Grenadabericht von Dünung verweist. Grenada: Ausflug "Gewürze und Regenwald"
