Zwischen Havel und Haff - unbekanntes Land zwischen Berlin und Ostsee mit Inselflair
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Lotse Robby hält Ausschau
Diesmal sind wir sogar auf einer richtigen Insel - Rügen in der Ostsee. Das verheißt lange schöne Strandtage und tolle Wellen.
Aber, wir wären ja nicht das nordwindteam, wenn wir nur einfach so uns im Sand aalen würden. Obwohl…Sonne pur, das könnte mir schon gefallen.
Hier im Süden der Insel liegt das Mönchgut. Eine Halbinsel mit vielen weiteren kleineren Halbinseln. Kleine Fischerdörfer wurden im Laufe der Zeit zu bekannten Seebädern, deren Klang allein ein zauberhaftes Bild von weißen Küstenvillen und endlosen Strandpromenaden, weißen Stränden und herrlichen Wellen hervorruft. Die eher dörflichen Fischerorte sind nicht gänzlich verschwunden, wenn auch diese heute weitestgehend vom Tourismus leben. Kleine Fischerhäfen und weitere Zeugnisse einer bewegten und entbehrungsreichen Vergangenheit der Küstenbewohner finden sich, für denjenigen der Ausschau hält.
Klar, dass ich die Augen offenhalte und mein neugieriges Seehundnäschen auf der Suche nach neuen Geschichten und Geschichte in den den Wind halte, der vom Meer her herüber weht….
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Die Küstengewässer vor Rügen an der Einfahrt zum Greifswalder Bodden, und damit die Zufahrt zu den Hansestädten Stralsund und Greifswald sind ein schwieriges Fahrwasser. Wehe dem Schiff, dass keinen ortskundigen Kapitän hat. Unter der friedlichen Wasseroberfläche lauern Versandungen, Flachwasserbereiche, Steinpackungen vor den Steilküsten und manch weitere Schwierigkeiten der Strömung oder wechselnde Winde. Diese führten immerwieder zu Schiffsunglücken, wie kaum in einem anderen Revier der Region. Kein Wunder, dass ortskundige Fischer und Bauern des Mönchgutes seit jeher Hilfe leisteten. Strandräuberei wurde hart bestraft und ist daher eher selten dokumentiert, sondern vielmehr die Hilfsbereitschaft unter Einsatz des eigenen Lebens für die verunglückten Schiffsmannschaften bzw. die reguläre Führung der Schiffskapitäne durch Signale. Ein beständiges Lotsenwesen mit zu Hilfe eilenden Lotsen kann bis auf die Zeit der Schwedenherrschaft nachverfolgt werden. Allerdings gab es auch Streit unter den jeweiligen Lotsenmannschaften entlang der Küste, ging es doch auch um ein zusätzliches Einkommen für den schmalen Beutel der Küstenbewohner. Zur Kennzeichnung der wechselnden Zuständigkeit wurden Fahnenstangen gesetzt.
Im Laufe der Zeit verbesserte sich die Beständigkeit und die Regulierung durch amtliche Anordnungen und Bestimmungen bis hin zur staatlichen Lotsenprüfung im 19. Jahrhundert.
Der Lotsenberg von Thiessow und die Siedlung der alten Lotsenhäuser im Ort erinnern an diese tatkräftigen Männer, die bis in die Neuzeit Dienst taten zur Sicherung der Schifffahrt.
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„Du ücki, da müssen wir unbedingt hin. Das wird bestimmt spannend. Das stell ich mir ganz toll vor, wie die Lotsen raus zu den Schiffen gedüst sind. Ich kenn doch die flotten Pilotboote von den Küstenwachen.“
„Na Robby, ob Du das hier so vorfindest?“
„Och, egal angucken müssen wir uns es auf jeden Fall.“
„Gut, dann geht´s zum Lotsenturm. Dieser war die sogenannte Oberwache. Von hier oben konnte ein weiter Seeraum überblickt werden. Unten im Ort war die Unterwache am Haus des Lotsenkommandeurs. Dort wurden die Alarmsignale der Oberwache nochmals an einer Signalglocke angeschlagen. Dadurch wurden die Lotsen alarmiert und zum Einsatz gerufen.“
„Ist der Turm noch in Betrieb?“
„Nein, durch die immer moderner werdende Technik wurde der Lotsenturm überflüssig. Aber wie Du weißt, sind erfahrene Lotsen noch heute in der Seefahrt unentbehrlich. Wir können hier einwenig zurückschauen, und wer weiß vielleicht träumst Du sogar davon, selbst als Lotse den Schiffen den Weg zu weisen. Die Lotsen zeigten beharrlich vollen Einsatz indem sie von Land aus per Signal die Schiffe leiteten, oder mit Ruderbooten durch die Wellen sich zu den Schiffen kämpften. Gefährlich wurde es erst recht bei Sturm oder Nebel. In diesem Raum neben dem Turm konnten die Männer einwenig Schutz suchen und sich aufwärmen.“
„Hhm, wollen wir da mal hoch?“
„ Na selbstverständlich, da können wir fast das gesamte Mönchgut überblicken und weit über die See schauen.“
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nordwind
21. August 2021 um 10:02 Hat den Titel des Themas von „Zwischen Havel und Haff - unbekanntes Land zwischen Berlin und Ostsee und auf den Inseln“ zu „Zwischen Havel und Haff - unbekanntes Land zwischen Berlin und Ostsee mit Inselflair“ geändert. -
Geruhsames Mönchgut - Thiessow und Klein Zicker
Naturbelassene Küstenabschnitte, zergliederte Halbinseln und Boddengewässer, sanfte Hügel, weite Wiesenflächen durchzogen von Strauchhecken und Deichen oder auch Küstenwald kennzeichnen das geruhsamere Mönchgut aus. Kleine Fischerdörfer mit noch aktiven Fischern, deren Fangboote im Hafen liegen, halten das Leben der Küstenbewohner lebendig. Doch auch hier gilt - ohne Touristen läuft gar nichts. Und so sind auch die kleinsten und verstecktesten Winkel nicht einsam, sondern gut besucht. Dennoch hält hier so mancher Platz schöne Momente und idylische Ausblicke bereit.
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Du erzählst sooooo schön und dazu die Bilder

LG Susanne
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Die Aufnahmen vom Sonnenuntergang sind der Hammer

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Du erzählst sooooo schön und dazu die Bilder

Gerne, doch und Robby sowieso.....

Die Aufnahmen vom Sonnenuntergang sind der Hammer

Wir hatten wirklich einige wunderbare Abende. Das Mönchgut ist für seine schönen Sonnenuntergänge bekannt.
Lg ücki
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In dem Strandkorb wäre ich auch zum Sonnenuntergang gesessen. Wie schön.
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Mönchgut - Bilderbuchidylle in Gager und Groß Zicker
Die Zickerschen Berge oder auch liebevoll Zickersche Alpen genannt, erheben sich bis zu 66 m. Das Naturschutzgebiet ist von vielen Wanderwegen durchzogen. Beliebt sind Spaziergänge zum Sonnenuntergang. Wer Glück hat, kann bei guter Sicht bis zum Streckelsberg auf Usedom blicken. Wir sehen hinüber zum Lotsenberg in Thiessow und Klein Zicker.
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Großzicker - Mönchguter Ferienidylle
Entlang der Dorfstraße reiht sich ein altes Gehöft an das andere. Meist sind die Dächer mit Reet gedeckt, und so manches altes Haus entpuppt sich bei genaueren Hinsehen als neugebautes Feriendomizil. Dennoch hat der Ort seinen eigenen Charme und lohnt einen Besuch oder einen längeren Ferienaufenthalt. Auf der poltrigen Kopfsteinpflasterstraße begegnen sich sportliche Radfahrer, entspannte Spaziergänger und eilige Autofahrer.
Eins der ältesten Häuser auf Rügen ist das Pfarrwitwenhaus. Ein riesiges Dach sitzt auf windschiefen Hauswänden und scheint diese niederzudrücken. Kein Schornstein sorgt für den Abzug des Rauches der Feuerstelle. Der Rauch zog über zwei Öffnungen, das Eingangstor und eine Dachöffnung ab, zurecht nennt man diese Art Häuser „ Rookhus“ - Rauchhaus.
Lg ücki
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Göhren - Seebad mit Ausblick
Zum Mönchgut gehören einige Seebäder, so auch das recht bekannte Göhren. Der Strand liegt tief unterhalb des Ortes und hat seit einigen Jahren einen Schrägaufzug, der natürlich genau an diesem Tag defekt war. Es half nix, der Weg führte über eine Treppenanlage nach unten. Perfekte Wellen zum Hineinspringen begeisterten den Großen.
Wenige Bilder entstanden an diesem Tag, der einwenig anders verlief, als geplant. Ein Treffen mit Bekannten entschädigte für einen ausgiebigen Besuch des Seebades.
Die vom Bahnhof des Rasenden Rolandes mitgebrachten Fischbrötchen schmeckten besonders gut und zählten mit zu den besten des Urlaubes. ( Diesen Bahnhof sollten sich evtl. Kreuzfahrer entlang der Oseeküste merken. Dazu später.)
Lg ücki
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Kulinarisches von der Insel
Dank unserer Ferienwohnung, der Vorliebe zu Fischbrötchen oder Fisch, ob geräuchert oder anders zubereitet, am liebsten frisch vom Fischer, gehörten Restaurantbesuche zu den Ausnahmen.Für Thiessow können wir die Mönchguter Fischerklause als Traditionsgastätte mit sehr guten Fischgerichten direkt vom Fischer bestätigen. Der Aussenverkauf ist ebenfalls stark gefragt, besonders die verschieden Fischsalate sind empfehlenswert.
Ohne Schnickschnack, aber gut - Hornhechtfilet geflochten und ganz wichtig - entgrätet. Eine echte Spezialität.
An der kleinen Promenade von Thiessow lohnt es rechtzeitig am Strandcafe sich einen der begehrten Aussenplätze mit Seeblick zu sichern.
Die Speisekarte liest sich gut und schmeckt noch besser.
Müsste Dorschfilet gewesen sein.
Alles in allem eine bodenständige Küche, vom Meer geprägt.
Lg ücki
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Ein kleines Zwischenfazit
Die Tage auf dem Mönchgut vergingen leider viel zu schnell. Die Lage unserer Ferienwohnung in Strandnähe war perfekt. Leider war das Wetter etwas wechselhaft. Wir haben die Zeit am Meer aus tiefsten Herzen genossen . Das Mönchgut bietet mit seiner abwechslungsreichen Natur, die aber weniger spektakulär, als die Steilküste im Norden von Rügen ist, eine schöne Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. Normalerweise sollten um diese Zeit noch wenige Urlauber in die Abgeschiedenheit vordringen. Wenige Wochen nach dem Lockdown 2021 und der gerade geöffneten Landesgrenzen für Touristen in Meck-Pom bot sich ein anderes Bild.
Die Menschen hungerten danach endlich sich wieder frei zu fühlen, rauszukommen, unterwegs zu sein. So waren auch die stillsten Winkel nicht wirklich einsam, auch wenn man schöne Plätze für sich fand.
Das Mönchgut ist angenehm für naturnahe Ferien zu jederzeit und bietet auch einige touristische Attraktionen.
Es geht auf unserer Reise noch zu einem weiteren Stopp auf der Insel Rügen, doch dies ist bereits außerhalb des Mönchgutes.
Ich hoffe ihr begleitet uns weiter. Falls der Anschluss etwas dauert, bitte ich um Geduld. Ich hoffe es haben Euch die Geschichten und Geschichte auch diesmal gefallen.
Bis bald ücki
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Rügen ist an vielen Ecken schön. Das Mönchgut hatten wir während unseres Urlaubs dort oben allerdings nur für einen kurzen Ausflug besucht. Deine Bilder laden auf jeden Fall zu einem längeren Aufenthalt ein. Danke liebe, Ücki.
Bin gespannt, wo ihr danach noch ward.
LG Susanne
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Lauterbach auf Rügen - Seebad 200 Jahre im Wandel der Zeiten
Gegründet 1816 vom Fürst Malte zu Putbus hat Lauterbach eine lange Zeit als Ostseebad aufzuweisen. Daran erinnert das elegante Badehaus Goor.
Im Bereich des Hafens endet oder beginnt das Streckennetz der Schmalspurbahn des Rasenden Rolands. Das Gelände des Bahnhofs liegt im Hafengebiet und trennt diesen somit von der Marina mit all diesen schnittigen Yachten. Wie diese Gegebenheiten in Zukunft gelöst werden wird sich zeigen.
Der alte Stadthafen wurde aufgehübscht und ist bereit für den Empfang der Kreuzfahrtschiffe! Tatsächlich liegt dieser kleine Hafen auf der Route von küstennahen Kreuzfahrten auf der Ostsee mit Küstenkreuzfahrtschiffen, z.Bsp. mit Phoenixreisen
Lauterbach - das maritime Herz von Putbus überraschend und abseits der bekannten Häfen
Lg ücki
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