RB Norwegen mit Spitzbergen Mein Schiff 5 30.06.-14.07.2018

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Die Fossiliensuche

    Gleich am Morgen trafen sich die Mutigen zu ihrer Wanderung durch das Geröllfeld. 3 Km waren angekündigt durch Bachläufe und über große Steine. Begleitet wurde die Gruppe von ihren Guides und zur Freude aller von zwei wirklich lieben Hunden. Diese dienen als Bärenwache, leben auf Spitzbergen doch mehr Eisbären als Menschen. 3200 soll es auf der gesamten Inselgruppe geben. Der Weg war anstrengend und führte u.a. über eine abenteuerlich wirkende Brücke, gezimmert aus Europaletten. Das Ziel war erreicht und die Teilnehmer bekamen Hammer um von ihnen gewählte Steine aufzubrechen. Der Erfolg war sehr unterschiedlich, zum Vorschein kamen einige Pflanzenversteinerungen. Hauptsächlich findet man hier Abdrücke von Blättern und Farnen – denn einst war hier Urwald.:/ Der Rückweg führte noch vorbei an alten Stollen und ließ erahnen wie mühselig das Leben hier gewesen sein muss. Die beiden waren sehr zufrieden mit ihrem kleinen Abenteuer – und ich hatte wieder 2kg mehr Gepäck zu schleppen :thumbdown:

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  • Katamaranfahrt nach Pyramiden

    Am Mittag ging es los. Mit der Aurora Explorer, einem Katamaran mit ca. 150 Sitzplätzen fuhren wir los. Der Weg führte uns noch ein paar Kilometer nordwärts – näher werde ich als Pauschalreisender dem Nordpol wohl nie wieder kommen 1260km sind es ab hier noch. Die Fahrt ging in kleinere Buchten mit unwirklichen Felsformationen hin zum Gletscher, dicht an unserem Ziel Pyramiden. Wir hatten das große Glück ganz dicht heranfahren zu können. So wurde einem erst die schiere Größe, dieses teilweise Hellblau leuchtenden Eismasse bewusst. Auch die Mein Schiff steuerte diesen Gletscher noch an, leider musste sie weit entfernt umdrehen da relativ dichter Eisgang herrschte. Wenige Minuten machten wir in Pyramiden fest. Pyramiden ist eine verlassene russische Bergbausiedlung, benannt nach dem Berg und seiner markanten Form. Die Siedlung wurde 1998 fluchtartig verlassen und wurde so zur nördlichsten Geisterstadt der Welt. Zu seinen Hochzeiten in den 70er und 80er Jahren lebten hier über 1000 Menschen und es war ein Vorzeigeprojekt der Sowjetunion. Rentabel war der Kohleabbau wohl nie, doch hatten die Russen so Zugangsrecht zu der lange Zeit freien Inselgruppe Spitzbergens die heute unter Norwegischer Verwaltung steht. Heute leben ganzjährig wieder eine Handvoll Menschen hier, die sich um den Erhalt und den betrieb eines kleinen Hotels kümmern. Eine spannende Führung in eine andere Zeit, in eine andere Welt. Selbst der Polarfuchs der plötzlich vor uns stand wunderte hier wohl niemanden mehr. Ein toller Ausflug auf dessen Rückreise es für jeden noch gefriergetrocknete Expeditionsnahrung geben sollte. Diese war dafür erstaunlich lecker – aber dafür eine Expedition machen?

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    Schaut mal über den gelben Block, zwischen dem 3. und 4. Fenster von rechts. Da liegt die Albatros vor dem Gletscher,

    so bekommt man vielleicht eine Vorstellung von der schieren Größe.

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  • Ich fürchte hier bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen. ^^

    Über 2000 Bilder sind auf der Reise von uns geschossen worden und besonders hier, aber auch in Trondheim hat die Kamera geglüht.

    Ihr mögt es mir verzeihen ;)

  • Sehr schöne Fotos Buerste von Spitzbergen und überhaupt sind über 2000 Fotos ganz normal.

    Allein die Form der Felsen und Gletscher mit den bizarren Wolkenbildungen verleiten jeden Moment festzuhalten.

    Ich verstehe das :).

    LG

    Gabi

  • Ich fürchte hier bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen.

    ...

    Nein, bist du nicht. Mach mit deinem Reisebericht einfach genau so weiter wie bisher.

    Beim Lesen deines RB ist bei mir nämlich gerade das Kopfkino angesprungen. Eine sehr schöne Erinnerung an unsere MS-1(alt) Tour 2014, allerdings noch mit Island, Färöer und Orkney-Inseln. Auf Spitzbergen hatten wir auch den Fossilien-Ausflug am Longyearbyen-Gletscher gemacht, nur war bei uns das Wetter immer wieder dieser eklig kalte Nieselregen bei rund 7°C. Aber trotz des Mistwetters war es unglaublich faszinierend, einmal selbst diese völlig unbekannte Landschaft am letzten Ende der Welt zu sehen.

    Leider war bei uns 2014 ein Ausflug nach Pyramiden nicht möglich. Den schnellen Katamaran gab es damals noch nicht, und mit dem alten Ausflugskutter "Langoysund" hatten unsere Liegezeiten vom Schiff nicht gepasst. Dafür ist aber das Schiff am Abend auch die Extra-Tour gefahren, durch den Billefjord in die Adolfbucht bis zum Nordenskjöld-Gletscher. Unser Schiff (die alte MS-1) musste damals auch 3 Km (lt. GPS-Koordinaten) Sicherheitsabstand zum Gletscher halten, wegen möglicher Eisabgänge und der Gefahr einer nachfolgenden Flutwelle.

    PS:

    Der Blick auf mein Avatar-Bild dürfte dir sicher bekannt vorkommen.

    Gruß

    Uwe

    Leider schon vorbei

    MS-2alt 07.06.-17.06.2012 Ostsee+Baltikum
    MSC Musica 30.06.-07.07.2013 Nordland+Ostsee
    MS-1alt 21.07.-07.08.2014 Norwegen Spitzbergen Island
    MS-1alt 26.10.-10.11.2015 Transreise Antalya~Dubai
    MS-1alt 07.07.-18.07.2016 Südnorwegen m.Eidfjord
    MS-2alt 15.01.-29.01.2017 Kanaren m.Madeira+Marokko
    MS-1alt 25.06.-06.07.2017 Norwegen Nordkap m.Alta
    MS-1alt 03.01.-17.01.2018 Asien ab-bis Singapur
    MS-5 26.10.-12.11.2018 Transreise Mallorca~Barbados
    MS-6 05.04.-24.04.2019 Transreise Dom.Rep~Mallorca
    MS-6 27.10.-12.11.2019 Transreise Kreta~Dubai
    Phoenix Amera 21.08.-12.09.2022 Schottland Grönland Island
    MS-Herz 09.03.-30.03.2023 Azoren Kapverden Madeira Kanaren
    Phoenix Artania 07.11.-03.12.2023 Florida Karibik Madeira DE
    MS-3 27.10.-01.12.2024 Traumreise Karibik ab/bis Bremerhaven
    Phoenix Amera 12.01.-05.02.2026 von Panama durch die Südsee

    bereits neu gebucht

    MS Amera 14.04.-13.05.2027 Peru Panama USA Kanada DE
    MS Amera 23.03.-08.04.2028 Wintertraum/Hamburg bis Nordkap

  • Sonntag 08.07.2018 Seetag

    Da sind wir schon über der Halbzeit. Ab heute geht es bergab.:huh:

    Das waren die ersten Gedanken des Tages, der erste Anflug von Alltagsgedanken, also schnell weg damit. :thumbup:

    Nachdem Spitzbergen etwas ausführlicher war, haben wir heute den zweiten Tag über den es nicht viel, zumindest gutes zu berichten gibt. Es war ein recht trüber Tag, vor allem aber hatten wir das erste Mal auf dieser Reise eine etwas stärkere Dünung. Für viele wohl gar kein Problem. Doch uns hingegen ging es nicht gut. Einer der großen Nachteile einer Heckkabine sind die dort stärkeren Rollbewegungen des Schiffes. Das Wasser in der Dusche wollte einfach nicht dort bleiben, während meine beiden Frauen nur noch im Bett bleiben wollten und sie sollten wirklich den ganzen Tag unter Übelkeit und Kopfschmerzen leiden.<X Irgendwann entschloss ich mich eine Tablette gegen Reiseübelkeit zu nehmen und versuchte wenigstens mit meinem Sohn einen normalen Tag zu machen. Immerhin schafften wir es zum essen und etwas zu spielen. In den Außenbereichen war es heute extrem ungemütlich und meine beiden Frauen einfach ihrem Schicksal überlassen geht auch nicht. Gut das der Fernseher über eine Videothek mit ausreichen Familienfilmen verfügt. Im Ergebnis also ein Tag zum vergessen und der einzige Tag, wie ich jetzt entdeckt habe wo aus drei Kameras und zwei Handys nicht ein einziges Foto entstanden ist.

    Dann doch lieber noch einmal in den Erinnerungen der vergangenen Tage schwelgen.

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  • Buerste

    Dein Bericht - wunderschön zu lesen - viele schöne Bilder - fach Wahnsinn!

    Vielen Dank dafür!

    LG

    Takis

  • Norwegen bleibt für uns auch ein Traumziel - in September fahren wir nach Oslo (Kurztrip als Betriebsausflug) - und um Norwegen noch besser kennenzulernen planen wir erstmal eine Wohnmobilfahrt - aber auch mit der "mein Schiff-Flotte" werden wir Norwegen bestimmt wiedersehen - wenn auch vielleicht erst in 3-4 Jahre!

    Nowegen (und auch Schottland) sind einfach Traumziele!

  • Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, völlig fasziniert und total begeistert von deinem RB.

    Und wenn ich das mal so sagen darf, solch einen Schreibstil würde ich einem Mann eher nicht zutrauen. Mein allergrößter Respekt!!!;)

    Gefühlvoll und begeisternd zugleich, ich bin geplättet...

    Dank dir Buerste bin ich nun im Zwiespalt. Eigentlich sollte unsere nächste KF mit der Mein Schiff, egal wohin, mit der "Neuen 1" sein.

    Doch jetzt habe ich das Gefühl: Da MUSS ich unbedingt hin:love::love::love::love::love::love::love::love:

    Auch wenn das leider;(;( noch eine ganze Weile warten muss ( ist ja nicht gerade ein Schnapper, diese Tour) und wir unsere Aussenanlage machen

    wollen, ist diese Reise, Dank dir und deinem tollen Bericht gaaaaaaanz fest eingeplant.

    LG

    Viele Grüße von Sandra, die ganz dolle Meerweh hat...

  • @Buerste

    Danke für diesen wunderbaren Reisebericht. Ich mache nächstes Jahr mit mein Schiff 5 die Tour Norwegen ,Spitzbergen ,Island und Schottland. Ich freue mich schon sehr darauf. Obwohl ich normalerweise ausschließlich in warme Gefilde reise. Aber ich habe mich von meinem Mann und von unseren Freunden zu dieser Reise überreden lassen. Ich hoffe der Wettergott meint es gut mit mir.;)Dein Reisebericht hat mich jedenfalls neugierig auf den Norden gemacht.

    LG. Renate

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    2023 New York bis Jamaika

    Bisherige Kreuzfahrten

    2009 Karibik Ost und West mit Costa Fortuna

    2012 Karibik und Transatlantik mit Costa Luminosa

    2015 Östliches Mittelmeer mit Costa Neo Romantica

    2017 Mittelamerika mit Mein Schiff 4

    2019 Norwegen Spitzbergen Island und Schottland Mein Schiff 5


    Reisebericht MS5 Norwegen mit Spitzbergen, Island und Schottland, 10. - 27.Juli 2019 (ohne Essensbilder)

  • Montag 09.07.2018 Tromsö

    Puhhh 33 Grad im Schatten! Seid ihr überhaupt noch da, oder seid ihr schon geschmolzen?

    Wie kommt man an einem Tag mit solch einer Hitze nur auf seinen Tag in Tromsö? Wobei eigentlich ganz einfach, denn auch in Tromsö herrschte diesen Tag Hochsommer, 22 Grad wurden es im Tagesverlauf. 8)

    Übrigens kann man Reisende offensichtlich nach ihrer Bekleidung zuordnen. In Tromsö lag die MSC Meraviglia, internationales Publikum aber eben sehr viele Italiener. Tatsächlich liefen, natürlich mit Ausnahmen, in Tromsö drei Gruppen Menschen umher. Es gab die relativ dick eingepackten, die italienisch sprachen. Es gab die im Pullover oder Hemd die deutsch sprachen und es gab die, denen die "Hitze" wohl nicht bekam. Viele Norweger liefen in kurzer Hose und T-Shirt oder auch freien Oberkörper herum. Ein amerikanisches Schiff wäre jetzt noch spannend gewesen...:/

    Aber nun genug aus der Klischeekiste und der Reihe nach.;)

    Über Nacht hatte sich die See zum Glück wieder beruhigt. Selbst für unsere Verhältnisse waren wir früh wach, unsere Rücken wollten nach so viel liegen endlich wieder in Bewegung. Also erst einmal schnell raus und ein paar Runden an Deck drehen. Die Landschaft hat sich wieder komplett verändert, die Gipfel immer noch schneebedeckt, doch sanfter geformt. Aber vor allem gab es wieder Bäume und zwar jede Menge. Wir machten mit unserem Heck direkt an besagter MSC Meraviglia fest, wie klein die Mein Schiff 5 auf einmal ist. 315 Meter lang, 18 Decks und 5700 Passagiere, Wahnsinn. Aber jetzt erst einmal zum Frühstück der Ausflug ruft schließlich.

    Kleiner Tipp: Probiert mal die armen Ritter, meine Kindheitserinnerungen waren andere – Hoffentlich liest meine Mutter das hier nicht.:*

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  • Heute machten wir einen Familienausflug mit dem Kids Club "Planetarium und Picknik in Tromsö" Mit ca. 15 Kindern, einigen Eltern und den Betreuern ging es zu Fuß los. Das Planetarium liegt ca. 15 Minuten vom Schiff entfernt, am einfachsten erreicht man es mitten durch den Botanischen Garten. Dieser allein ist definitiv einen Besuch wert. Es blühte an allen Ecken und Enden – nur eben später als bei uns. Die Narzissen waren langsam verblüht, dafür standen die Tulpen in voller Pracht. Das Planetarium war zu unserer Überraschung viel mehr als nur das. Es war ein ganzer Komplex über mehrere Etagen und beinhaltete verschiedene Themen, die man durch kindgerechte Experimente auch gleich testen konnte. Es ging dabei um erneuerbare Energien, den Körper, unsere Sinne, die Entstehung von Eis und vieles mehr. Sowohl die kleinen als auch die großen Kinder hatten sichtlich ihren Spaß. Im Planetarium wurde eigens für uns eine eigene auf deutsch gehaltene Vorstellung gegeben. Thema: Das perfekte Nordlicht. Fantastische Bilder die den Wunsch aufkommen lassen doch auch im Winter einmal den hohen Norden zu besuchen. Die vier Stunden Aufenthalt vergingen wie im Flug. Ich kann diesen Ausflug jedem, egal ob mit oder ohne Kind nur ans Herz legen. <3

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    Hier noch ein Familienfoto für euch.

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    Michelangelo wäre stolz auf uns.

  • Die Kinder entschieden sich nach Ausflugsende mit den Betreuern zurück auf das Schiff zu gehen. Ihr Elternbedarf war wohl wieder gedeckt:!::?:

    Wir hatten dann die gute Idee noch zur Eismeerkathedrale zu gehen, sah ja schließlich gar nicht so weit aus. Der Schrittzähler sprach da am Abend aber eine andere Sprache. Der Weg vom Hafen führt erst einmal nur an Industrie und Gewerbekomplexen vorbei. Doch je näher wir der Brücke über den Fjord kamen um so mehr Wohngebäude, Restaurants und Läden säumten den Weg. Auf der Brücke selbst hat man einen schönen Blick, zum Schiff, zur Kathedrale, den Fjord entlang, einfach schön nur der hohe Zaun verdirbt die Aussicht. Bei inzwischen wirklich warmen Temperaturen erreichten wir die Eismeerkathedrale. Für 50 Norwegische Kronen kann man sie auch von innen besichtigen. Sehr schlicht gehalten, dafür ein imposantes Buntglasfenster und tolle Orgel, die Form soll an Eisberge und die Leuchter an Eiszapfen erinnern. Sehr schön, aber nicht so groß wie sie auf vielen Bildern wirkt, den Besuch aber allemal wert. Irgendwie beschlich mich das Gefühl das die Kilometer die wir gekommen sind auch zurück müssen =O – und so kam es dann auch. Am Ende des Tages sprach mein Schrittzähler von 17 Kilometern Gesamtstrecke, da haben wir uns doch das 5-Gänge Menü im Atlantik Klassik wirklich verdient! Und mit tollen Menschen an den Nachbartischen und der Fahrt durch die Fjorde ging bereits ein weiterer Tag seinem Ende entgegen.

    Irgendwer dreht doch wirklich an der Uhr!

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  • Dienstag 10.07.2018 Seetag

    Die Norwegische Fjordwelt ist wirklich zutiefst beeindruckend. Wenn das Schiff durch die Fjorde gleitet und für den Augenblick alles andere unwichtig erscheint, fühle ich mich wirklich frei. Dieses Gefühl überkam mich bei den vielen Stunden in den Fjorden, wenn beim auslaufen dann auch noch die "Große Freiheit" läuft - schwer in Worte zu fassen.

    Heute stand allerdings wieder ein Seetag auf dem Programm. Diese Tage ließen wir inzwischen ruhiger angehen. Wir schliefen etwas länger, ließen uns Zeit schließlich ist man ja im Urlaub. Das Wetter wieder kühler, 12 Grad und bedeckt, trieb einen auch nicht gerade in den Pool. Zum zweiten mal auf dieser Reise ging es vorbei an den Lofoten – ich finde ja in die falsche Richtung. Schnell verabschiedeten sich wieder die Kinder, die die Zeit mit ihren neuen Freunden verbringen wollten. Für uns gab es heute viel interessantes im Theater. Es wurden die Zielgebiete Ostsee/Baltikum und die Karibik vorgestellt. Beides bestimmt wunderschön, aber auch ein großer Kontrast zwischen Kulur- und Strandurlaub. Den Karibikführer kauften wir uns anschließend, ein wenig verdrehte Reihenfolge haben wir doch bereits für die Osterferien 2020 die Reise Karibische Inseln 2 gebucht. Genug Informationen werdet ihr ja noch für mich haben. Im Anschluss ging es im Theater weiter mit dem Lektor der Reise Harald Spilker. Das Theater voll bis auf ganz wenige Plätze erzählte er uns auf informative aber auch humorvolle Weise was uns morgen in Trondheim erwartet. Dieser Vortrag war wirklich gut und wir hätten öfter darauf achten sollen wann Herr Spilker spricht. Jedenfalls beschlossen wir Trondheim noch auf eigene Faust zu entdecken, bevor am Mittag unser Ausflug startet. Einen Besuch im Bosporus Grill (einmal muss man das gemacht haben) und einem kurzen Stop in der Unverzicht-Bar später ging es für mich schon wieder in das Theater. Fußballtalk mit Rainer Callmund und anschließend das WM Halbfinale. Aber ich möchte euch nicht mit Fußball langweilen.

  • wir hätten öfterdarauf achten sollen wann Herr Spilker spricht.

    ja der ist gut , und wir hatten komischerweise auf 8 Reisen ihn 6x als Lektor zu haben :thumbup:

    inzwichen grüßst auch er schon , wenn er uns zuerst entdeckt 8)

    ich hoffe auch wir sehen ihn noch öfters wieder :)

    MS1 alt 6.2011 - östl. M.m.
    MS1 alt 4.2014 - Atlantik trifft M.m.
    MS3 1.2015 - Kanaren
    MS4 5.2015 - Test MS4
    MS4 6.2016 - Ostsee Baltikum Danzig
    MS2 alt 1.2017 - Kanaren
    MS1 alt 4.2018 - Abschied 3. Teil
    MS1 neu 5.2018

    MS5 4.2019 Tranasatlantik
    MS2 31.7 - 3.8.2020 bl. Reise
    MS1 - 16.10 - 23.10.2020 Panoramafahrt 3

    MS5 6.2021 Griechische Inseln 1 + 2
    MS3 - Weihnachten + Silvester 2021-22 Kapverden Madeira & Kanaren
    MS 1 - 4.2023 Trans bis Bremerhaven

    MS 3 - 10.2023 Dart-Cup-Reise
    AIDAdiva - 4.24.Schottisch Highlights

    Amadea : 27.11 - 2.12.24 Advent

    Forumstreffen
    Düsseldorf 10.15, 4.16, 10.16, 3.17, 10.17, 4.18, 10.18, 4.19 , 10.19
    Hamburg 4.16, 9.16, 4.17, 11.17, 6.18, 11.18, 5.19, 11.19, 4.22, 11.22, 4.23, 11.23, 4.24, 11.24, 4.25
    München 7.17, 3.25 , OWL 2.18 , Wien 11.18

    Fories on Tour
    Papenburg 17, Hamburg 18, Trier 19, Nordheide 20, Lüneburg 21, Dresden 22, Münster 23, Regensburg 24,Frankfurt 25

  • Mittwoch 11.07.2018 Trondheim

    Eine kurze Nacht war es heute, erstens wollten wir früh aufstehen und zweitens fiel das Einschlafen schwer. Die ersten Gedanken an die Heimat und die damit verbundene Arbeit wollten mich nicht loslassen. Wie jeden Morgen führte mich der erste Weg auf den Balkon. Blauer Himmel, herrlich warm, jeden Tag eine neue Überraschung. Es sollten sogar 27 Grad werden. 70 Seemeilen führt der Weg durch die Fjorde, viel Zeit zum staunen und träumen. Das Wasser strahlte grün, die Landschaft ist wieder sanfter geworden, hier konnte man auch Felder entdecken, die es weiter im Norden nur so wenige gab. Pünktlich um 9.00 Uhr wurde das Schiff freigegeben, da standen wir schon in den Startlöchern, haben wir uns doch einige vorgenommen.

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  • Trondheim kann man ganz toll zu Fuß entdecken, bis in das Stadtzentrum sind es etwa 20 Minuten zu Fuß. Bis zu unserem Ausflug hatten wir etwa 3,5h Zeit und wir wollten, nach dem tollen Vortrag vom Vortag bis dahin so viel sehen wie möglich. Direkt am Anleger standen ein paar freundliche Damen in Tracht, die uns Stadtpläne überreichten, nun also los.

    Stiftsgarden – die Sommerresidenz der Königsfamilie, die Our Lady Kirche, die Gamle Bybro – die alte Stadtbrücke, die Olavstatue – dem Stadtgründer Trondheims, Kristiansten Festung – angelegt im 17. Jahrhundert um die Stadt gegen Angriffe zu schützen und natürlich den Nidaros Dom – den Krönungsdom der norwegischen Könige, all das stand auf unserer Liste. So gingen wir zügig los und nachdem wir den Hafen verlassen und die Bahnschienen überquert haben, tat sich vor uns eine wunderschöne, lebendige Stadt auf. Hier ist alles sehr gepflegt, altes trifft auf modernes. Das soll unter anderem daran liegen, dass hier Studenten fast ein Viertel der Einwohner stellen. Viele kleine Cafés, Geschäfte und Kneipen überall aber eben häufig in den Häusern die im Stile des 17. Jahrhunderts wieder errichtet wurden. Die Sehenswürdigkeiten stehen hier dicht an dicht, teilweise muss man sich nur umdrehen. Besonders beeindruckend fanden wir den Nidaros Dom, seine Geschichte geht bis in das Jahr 1090 zurück, dort wurde die zu der Zeit erste Steinkirche Norwegens errichtet. Der Dom in seiner heutigen Form wurde dann von 1152 – 1320 erbaut. Er gilt als Nationalheiligtum und ist Pilgerstätte Norwegens. Zwei weitere wunderschöne Orte sind die Kristiansten Festung, wegen seines Ausblickes über Trondheim und die Gamle Bybro. Sie führt über den Fluss Nidelva, an diesem stehen Uralte Pfahlbauten in denen viele Gastronomiebetriebe sind. Ein wenig das norwegische Pendant zur Hamburger Speicherstadt. Gerne hätten wir hier noch mehr Zeit gehabt, doch schafften wir all das, tatsächlich in diesen 3,5 Stunden.

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