Heute verlassen wir mal die spanisch- und portugiesischen Gefilde während dieser Tour. Es geht nach Großbritannien!
Für uns der zweite Anlauf. Und der Versuch, es dieses Mal besser zu machen als beim ersten Mal.
Beim Rockliner 2016 gab es diverse Probleme, die uns den Landgang in Gibraltar versaut hatten.
Erst war die Gangway zu kurz, dann nicht genügend Ausflugsbusse vorhanden, dann die Warteschlange an der Seilbahn unmenschlich lang.
Wer möchte, kann das damalige Desaster in meinem alten Reisebericht nochmal nachlesen.
Aber seitdem hat TUI Gibraltar ja bereits einige Male angelaufen (2016 war es der Erstanlauf), so dass zumindest die Gangway eigentlich passen sollte …
Nach dem Frühstück im Anckelmannsplatz startete dann auch unser Ausflug. Wir hatten uns für „Unterirdische Höhlen und luftige Höhen“ entschieden.
Wer sich jetzt nichts darunter vorstellen kann: er beinhaltete Besichtigungen der Tunnel im Felsen, des Affenfelsens sowie des Europa Points.
Letzterer steht nicht im Titel, ist aber trotzdem dabei.
Am Anfang gab es dann wieder eine kleine Verzögerung. Die Gangway wird doch nicht etwa schon wieder??? ![]()
Zum Glück nicht – war nur eine kurze Verzögerung und dann konnte es los gehen. In Gibraltar wird mit den kleinen Bussen gefahren.
Kein Wunder, die Straßen sind teilweise schon sehr schmal. Wir hatten an diesem Tag einen sehr guten Reiseleiter erwischt. Sprach natürlich nur Englisch.
Das aber sehr gut verständlich und er wusste viel Wissenswertes zu erzählen und brachte das auch auf eine sehr gute und lustige Art herüber.
Teilweise fuhr auch noch jemand vom Ausflugsteam im Bus mit und übersetzte dann (wechselte immer zwischen den beiden Bussen für unseren Ausflug).
Wir hätten das jetzt nicht gebraucht, aber es verstehen ja nicht alle Englisch.
Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt mit den Grunderläuterungen zu Gibraltar ging es zuerst zur Seilbahnstation.
2016 von Menschenmassen erschlagen, war es heute angenehm leer.
Wir mussten uns außerdem nicht an die kleine Schlange anstellen, sondern konnten FastLane-mäßig sofort durch.
Es ging direkt zur oberen Station auf dem Felsen von Gibraltar.
Dort hatten wir zunächst einmal Zeit, um die schöne Aussicht bei schönem Wetter zu genießen.
Bei sehr guter Sicht konnten wir das spanische Festland, die Straße von Gibraltar, die Stadt selbst und Afrika erkennen.
Oben war es zwar ein wenig windig und somit kühl, die Sonne schien aber sehr schön.
Da hinten ist Afrika zu sehen ...
Dann ging es erst mal zu Fuß weiter. Der Felsen von Gibraltar wird ja auch als Affenfelsen bezeichnet.
Wir sahen dann auch bald eines der Exemplare, von denen dieser Name stammt.
Noch mit seinem gesunden Frühstück beschäftigt, stellte dieser Berber-Affe keine „Gefahr“ für uns dar.
Wir waren ja vorher ein wenig skeptisch bezüglich der Affen. Einen Affen auf dem Kopf muss man nicht unbedingt haben, schließlich sind das ja auch Wildtiere.
Aber wenn man ein paar Regeln beachtet, sind die eigentlich kein Problem und kommen den Besuchern nicht zu Nahe.
Zumindest war es bei unserem Aufenthalt am Vormittag der Fall.
Man sollte halt nicht vor den Augen der Affen in den Taschen wühlen („Oh, da gibt’s gleich Futter für mich“), beim Fotografieren nicht zu nahe mit Linse
oder iPhone kommen („Oh, was glitzert da vor meiner Nase so schön rum“) oder das Geländer, auf dem ein Affe sitzt, mit dem ausgestreckten Arm berühren
(„Oh, der will doch bestimmt, das ich auf seine Schulter klettere“).
Und auf keinen Fall füttern, v.a. mit Chips usw.
Bei uns wie gesagt, waren die Affen tatsächlich Wildtiere und hielten Abstand (zumindest einen Meter
).
Beim Blick in den Photoshop auf dem Schiff zeigte sich aber, dass bei anderen (späteren) Besuchen die Tierchen dann schon auf Schulter und Kopf rum tanzten …
Naja, da fand ich es bei uns ehrlich gesagt, besser ![]()
Wir gingen dann hier oben noch eine kleine Runde.
Sahen u.a. auch den einen oder anderen der Berber-Affen-Familie. Und genossen die Aussicht.
Dann ging es mit der Seilbahn zurück nach unten. Nicht bis ganz nach unten, sondern zur Zwischenstation.
Immerhin macht diese Konstruktion noch einen halbwegs soliden Eindruck. Aber nur halbwegs ![]()
Hier warteten dann unsere Busse, die uns zum nächsten Ziel des Ausfluges bringen sollte.
Und ein paar Affen, die auf uns warteten ![]()
Aber auch diese Exemplare wurden nicht so zudringlich wie befürchtet.
Lediglich einer der Gäste musste mit seinem Handy unbedingt bis auf ein paar Zentimeter ran.
Und der Affe langte natürlich sofort nach dem Gerät – tja, es wurde vorher davor gewarnt. Das Äffchen es aber nicht bekommen.
Wir schauten den Affen - hier waren sowohl Mutter mit Kind als auch die größeren männlichen Affen vertreten – zu.
Teils gab es ganz amüsante Gegebenheiten, z.B. wenn der junge Affe die Antenne vom Bus als Kletterstange missbraucht, diese sich dann biegt und er herunter plumpst ![]()
Passiert ist aber nix, weder dem Affen, noch dem Bus …
Der Sage nach wird Gibraltar solange den Briten gehören, wie Affen auf dem Felsen sind.
Wäre ich Spanier – und die wollen das Gebiet ja auch haben – wüsste ich jedenfalls, was ich tun würde.
Nachts mal geschwind alle Affen einsammeln ![]()
Mit dem Bus ging es dann weiter. Zu unserem nächsten Ziel, den WW2-Tunneln …
VG Sven
