Kurzer RB : nördliche und südliche Karibik vom 29.1.- 12.2.16 MS 3

  • Etwas verspätet ein kleiner Eindruck von unserer Reise in die Karibik, unserer ursprünglich als erstes gebuchten, dann verschobenen und letztlich 5. gemeinsamen Kreuzfahrt…der Virus hatte uns bzw. mich heftig erwischt.
    Die Karibikkreuzfahrt war die schönste unserer KF bisher und hat am meisten Eindruck hinterlassen. Mit dem Wetter hatten wir wirklich großes Glück, bis auf etwas Regen auf Antigua und Dominica war es durchweg sonnig und trocken. Es ist schon ein Jahr her, ich führe leider nie Tagebuch (die Tagesprogramme sind aber noch da) und daher wird es nicht akribisch-objektiv, mit vielen Lücken, aber von Herzen :) .

    29.2./30.2. Anreise , Barbados und halber Schiffstag:

    Flüge haben wir von Köln aus gebucht, was sich trotz aller Diskussionen im Vorfeld über Eurowings als goldrichtig herausstellte. Erstens war der Flug ab 13.30, so daß wir in Ruhe von Berlin aus früh fliegen konnten (mein Mann ist sehr mutig und hat sich mit dieser Lösung durchgesetzt, ich bin mehr der Angsthase - Glück gehabt, daß nichts passiert ist), und zweitens gab es die unschlagbar günstige XL-Option mit 60 € pro Person und Strecke, für den langen Flug ein Segen! Hätte es ab DUS/FRA/MUC so nicht gegeben.
    Von SXF 8.45 Flug mit Germanwings nach Kölle, 9.30 Ankunft dort und gemütlicher Übergang zum Flug nach Barbados.
    Mir grauste vor dem langen Flug! Ich kann fast nie schlafen wenn ich unterwegs bin…Eine Schlaftbl. nehmen („Business für Arme“) und den Flug verschlafen war wegen des Kindes nicht möglich – aber trotz der knapp 10h war es dank sehr gutem Sitzabstand und ausreichender Verpflegung ein kurzweiliger Flug, tatsächlich angenehmer als mancher absolvierter Kurzstreckenflug in einer Sardinendose.
    In Brigdetown angekommen, ging der Transfer vom Flugzeug direkt in den Bus zum Schiff- in der leicht feuchten, dennoch angenehmen Hitze fühlten wir uns gleich sehr wohl. Nach etwas längerem Anstehen ging es an Bord, die 3 war uns noch sehr vertraut von unserer ersten Kreuzfahrt- erstmal umziehen, frisch machen, einen Cocki und dann ins Gosch. Endlich ausspannen und wohlfühlen, dann ein Drink und ab ins Bett.
    Gegen 3 Uhr wurden der Kleine und ich wach, wegen der Zeitverschiebung, und ab ins Tag und Nacht, es gab gottseidank noch Burger und Co…also nochmal futtern.
    Nächster Tag mit Abfahrt um Mittag rum nach der SRNÜ, den Vorsatz nochmal früh von Bord zu gehen und ein bisschen die Stadt zu sehen haben wir wegen Müdigkeit/ Faulheit nicht umgesetzt.
    Die Kabine 9011 war fast an der Brücke, die auf dem Balkon immer gut zu sehen war, manchmal spannend. Durch die Lage vorne war es bei Seegang echt unangenehm, aber das hatten wir nur in der letzten Nacht, sonst war es ganz okay!
    Es folgte noch ein sehr entspannter halber Schiffstag, der Kleine war bereits mit neuen Bekanntschaften vom Teenie-Club unterwegs , viel an der Playstation…das haben wir jedoch manchmal unterbrochen. Unter Protest, aber egal, es war eine Karibikreise, und die macht man nicht alle Tage. Erschreckend für mich war, und das konnte ich während der ganzen Reise beobachten- wie viele Kinder/Teens ganztags so völlig im Spielraum und dem Teenclub daneben auf sich alleine gestellt schienen , gefühlt Tag und Nacht im Bauch des Schiffes im Teensclub hausierten und scheinbar keine Eltern dabei hatten- uns wäre unbehaglich dabei. Wozu nehme ich denn mein Kind mit? Wie kann man sein Kind überhaupt den ganzen Tag am Bildschirm lassen? Manche Eltern sind da in meinen Augen völlig verantwortungslos. Die armen Mäuse..

    31.1. Roseau-Dominica 7.30 -19.00

    ür mich die interessanteste und beeindruckendste Insel der Reise!
    Am Pier fiel das glasklare , dunkelblaue Wasser auf, man hätte direkt im Hafenbecken schwimmen können so sauber war es, hatte ich bisher an keinem Hafen gesehen. Allerdings gab es auch keinen weiteren Hafenbetrieb.. Es war warm und es nieselte minimal, warmer Regen, die Luft war sehr sauber, leicht und warm und sehr angenehm. Man sah die kleine Stadt, grüne Hügel, Palmen und dazu das schöne Meer, ich war gleich hin und weg, ein Traum!
    Hier hatten wir einen Ausflug gebucht, wir wollten etwas Urwald, einen Wasserfall sehen und an den Mero Beach- der TUI-Ausflug „Wasserfall und Strand“, der nur vormittags angeboten wurde, Treffpunkt 7.50 gäähn….. Alles auf englisch, aber gut verständlich. Die Begleiterin von TUI übersetzte tapfer mit.Es ging über kurvenreiche Straßen zu einem Wasserfall, dessen Namen ich leider nicht notiert habe. Die Kurven waren durch die vielen Eindrücke und die üppige Vegetation für mich erträglich. Am Wasserfall liefen wir ganz lange in den Regenwald tief hinein, was für ein Erlebnis- Zum ersten Mal sah ich Kaffeepflanzen in natürlicher Umgebung!
    Wir hatten Regenmäntel mit, aber die waren gar nicht nötig, denn man trocknete schnell wieder. Unser Guide hat auch keine getragen.Am Wasserfall dann mit den Aqua-Turnschuhen ins Wasser, aber nur bis zu den Knöcheln, dann zurück zum Bus. Es war wunderschön und exotisch, wir waren überwältigt. Anschließend fuhren wir zum Mero Beach, wo ich unbedingt hin wollte, einem dunklen , nicht wie z.B. in La Palma schwarzen Strand und badeten zum ersten Mal im angenehm warmen, dennoch erfrischenden karibischen Meer. Vorher gab es einen milchigen Rumpunsch, den ich übrigens von allen im Verlauf getrunkenen am leckersten fand.
    Es gibt schönere Strände, aber es war wundervoll- dass ich mitten im deutschen Winter hier sein durfte…weit weg von der Arbeit, dem Alltag. Ich schwebte vor Glück!
    Nach ca 2h ging es zurück zum Schiff über die Küstenstraße, der Ausflug war wirklich schön, hatte ca 6h gedauert, preislich okay (45 €, Kind 35 €) ohne Kind wären wir auch auf eigene Faust losgezogen, aber so war es einfacher für uns.
    Mein Mann und ich sind dann noch durch das doch ärmliche, aber sehr interessante Roseau gelaufen, viele Kreuzfahrer haben wir nicht gesehen. Das Städtchen ist überschaubar, der botanische Garten mit sehr sehenswerten Pflanzen und den berühmten zerdrückten Bus war schnell gefunden.Auf dem Rückweg sind in Nebenstraßen uns einige heruntergekommene Gestalten über den Weg gelaufen, die uns angesprochen haben, ob wir Dope kaufen wollten , nein wollten wir nicht wirklich…ohne meinen Mann oder im Dunkeln wäre ich da nicht entlang gelaufen. Aber das kann man in D in manchen Gegenden nachts auch nicht wirklich... Angst muss in man in Roseau am Tage nicht haben.
    Am Pier sind wir nochmal langsam geschlendert, haben Souvenirs gekauft und die ruhige Atmosphäre auf dieser ungewöhnlichen und sehr natürlichen Insel genossen. Dominica würde ich sehr gerne mal wiedersehen.

    01.02. Pointe-a-Pitre, Guadeloupe, 7.30-19.00

    Schon von weitem sah man die Wohnblöcke und es sah gar nicht karibisch aus, was ich von anderen Berichten schon wusste.
    Hier hatten wir uns deshalb für einen Ganztagsausflug entscheiden, um mehr von der Insel zu sehen. Unsere fehlenden Französischkenntnisse waren ausschlaggebend, und der dichte Verkehr am Abend , von dem wir lasen, sprachen gegen einem Mietwagen.
    Der Ausflug hieß „Ganz Grand-Terre an einem Tag“, beinhaltete einige interessante Punkte , dauerte ca 8h, kostete 79 € / Kind 59€ . Schön war es natürlich auch, weil wir wie ich finde eine tolle Reiseleiterin hatten.
    Von TUI war niemand dabei, begleitet wurden wie von der supernetten Natacha , einer Französin die sich passager auf Guadeloupe aufhielt, schnell und meist verständlich deutsch sprach und dem ruhigen Busfahrer Laurent, der eine tolle CD mit karibischen Liedern auf und ab spielte. Ich bereue es noch immer, daß ich nicht beim Aussteigen danach gefragt habe || .
    Los ging es erstmal mit einem Abstecher nach Basseterre, dem hügeligen und grünen Teil von Guadeloupe, dort fuhren wir nämlich durch die grüne Landschaft zum Wasserfall „Cascade aux Ecrevisses“ wo wir barfuß über Steine gelaufen sind, das Wasser war herrlich, zum Baden war keine Zeit, und voll war es leider auch ziemlich.
    Danach ging es wieder zurück nach Grand-Terre , letztlich über Schnellstraßen/Autobahnen, teilweise auch Landstraßen zunächst zum Friedhof „Mourne l`eau“, der schwarz - weiß ist und den ich unbedingt sehen wollte. Natacha erklärte die Farben: da Guadeloupe eine Insel mit weißer und (hauptsächlich) schwarzer Bevölkerung ist, wurden schwarz als Trauerfarbe der Weißen und weiß als Trauerfarbe der Schwarzen gewählt, beide in friedlicher Koexistenz zusammenlebend, daher auch die Optik des Friedhofes. Es war auf jeden Fall eindrucksvoll. Heiß war es übrigens auch, aber der Bus war angenehm klimatisiert. Zwischendurch gab es einmal Zuckerrohr zum Lutschen, eine Premiere für uns. Sehr angenehm, süß und saftig.
    Anschließend ging es zu einem Aussichtspunkt (Namen habe ich vergessen), wo karibisches Meer auf Atlantik traf, sehr wellig und schön, mein Mann ging hoch auf den Aussichtspunkt, aber Sohn war aber schon leicht maulig und so gingen er und ich ins Wasser schwimmen , es war herrlich, und alles war wieder gut!
    Danach ging es über schöne Straßen am Meer entlang über einige Ortschaften auf Grand-Terre in ein sehr hübsches ruhiges Lokal mit einem Swimmingpool dran (Le Bleu Kafe) zum anscheinend obligatorischen TUI-Ganztagsausflug-Mittagessen, die Besitzer waren wirklich zauberhaft nett , das Essen wirklich lecker und sehr reichlich, Wasser gab es umsonst dazu. Dort kaufte ich billigen lokalen Rum mit netten Zugaben für nur 5 €, ein echtes Schnäppchen zum Mitbringen.
    Zum Schluss fihren wir zum schönen Strand St. Anne, der gut bevölkert war, aber nicht überlaufen. Hier hatten wir ca 1h Zeit zum Baden, es hat gereicht. Zurück gab es Stau , und in und um die Stadt vergaß man schnell wieder, daß man in der Karibik war.Zu unserem Ausflug: wenn ihr keine andere Option habt (die sehr gelobte Kerstin Lenz war bis wir uns endlich entschieden hatten leider überbucht), und was von der Insel sehen wollt, dann ist er absolut empfehlenswert. Es gab noch einen anderen Ganztagsausflug. Die Stadt selbst ist nicht wirklich sehenswert.
    Auslaufen – das war wiederum überraschend schön, es ging lange an der Küstenlinie entlang an beleuchteten Häusern vorbei. Nur der Auslaufsong hat auf der ganzen Reise nie Spaß gemacht (Lied der Gezeiten), aber das ist gottseidank ja geändert worden!

    02.02. St. Johns / Antigua wieder 7.30 bis 19.00

    Heute wollten wir an ausschließlich an einen Strand, an der Pier lagen weitere Schiffe und es war ziemlich voll, wir taten uns mit einer Familie zusammen und fuhren zum Jolly Beach. Ein Traum! Milchig blaues, sauberes angenehm warmes und flaches Wasser an einem fast weißen Strand, Palmen, grüne Hügel. So stellte ich mir die Karibik vor, total klischeehaft und kitschig schön.
    Hier machte mein Sohn seine erste Jetski-Fahrt, von der redet er immer noch.
    Wir hielten uns ca. 4 h auf und hatten im Vorfeld den Taxifahrer zur Rückfahrt wieder klargemacht. Sehr billig war es nicht, obwohl mein Mann gehandelt hatten, aber okay. Auf der Rückfahrt hatte der Fahrer jetzt merkwürdig glasig-gerötete Augen, als ob er was auch immer intus hatte, aber wir wollten zurück und andere freie Taxis gab es nicht. Er fuhr vernünftig, und es ist alles gutgegangen.
    Am Hafenviertel unmittelbar vor dem Schiff regnete es nun wieder, nochmal schnell ein Souvenir gekauft, und vom Schiff aus den Sonnenuntergang und den Ausblick auf St. Johns genießen, dann wieder ein entspanntes Abendprogramm vor dem Einschlafen.

    3.2. Phiippsburg- St. Marteen 7.30-23.00

    Unser Plan war : Flughafenstrand und dann noch durch Philipsburg bummeln, geschafft haben wir nur ersteres.
    Es standen 4 weitere Schiffe mit uns, entsprechend voll war es , wie auf Antigua war an den Schiffen ein Hafenviertel mit vielen Geschäften angliedert. Dem Forum sei Dank wussten wir wie es läuft- zum Bus/Taxistand (im Hafenviertel rechts halten) und da war alles selbsterklärend einfach.
    In den Kleinbus und ab zum Maho-Beach, auf dem Weg netten Erklärungen durch den Fahrer Bert gelauscht und aus dem Fenster gucken, Bert hat uns von weitem sogar die Insel St. Eustatius gezeigt.
    Am Maho – Beach fanden wir einen zwar vollen und zusehends voller werdenden , jedoch trotz der Menschenmengen schönen und sauberen Strand vor. Wir bestaunten das berühmte Brett, die Flugzeuge vom Strand oder vom Wasser aus, stellten uns mit Tuch um den Mund an den Zaun bei den Abflügen, kurzum wir hatten sehr viel Spaß und die Stunden vergingen ratz fatz.
    Die Rückfahrt war sehr langwierig durch Stau, wir waren zu müde um in Philipsburg auszusteigen und sind am Abend nur kurz im Hafenviertel spazieren gegangen.
    Neben uns lag dann auch die Costa Favolosa von unserer Südnorwegen-Tour und wir sahen ihr beim Auslaufen im Dunkeln am Ende der Pier zu, es war sehr romantisch!

    4.2.16 Seetag

    Begann mit unserem heißgeliebten Kaviarfrühstück- wir outen uns als hemmungslose Zugreifer, mein Sohn ist viele Male gelaufen, er liebt es auch, die Kellner haben höflich abgeräumt, damit man die vielen Teller nicht sieht. Es gibt bestimmt Gäste, die ihn nicht mögen ;-) …Wir sollten vielleicht mal endlich eine Junior Suite buchen ;) .
    Im Verlauf bleib es ein entspannter Seetag mit Pina Colada, Corona, Carib Beer und Tee aus den schönen Teegläsern in der TUI-Bar , reichlich essen, schwimmen, Liege suchen und sich über die Reservierer ärgern, aber schön ist es allemal trotzdem!

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • 5.2.16 La Romana – Dominikanische Republik 8.00- 22.00

    Dank der vielen Tipps im Forum haben wir uns für die Saona VIP Tour von Seavis entschieden. Die Buchung erfolgte unkompliziert per mail. Die Modalitäten waren sehr gut erklärt und so ging es mit dem Taxi vom Hafen mit dem Großtaxi nach Bayahibe, wo uns unser Reiseführer Jose empfing, der sehr gut deutsch sprach.
    Eine Fotografin war auch dabei, die sehr fleißig ihre Fotos überall machte, von der wir uns mehr aus Mitgefühl denn aus Lust fotografieren ließen und ihr dann auch eine CD abkauften- sei es drum, wir hatten Urlaub. Etwas nervig war es jedoch schon..
    Von dort fuhren wir mit dem Speedboot nach Saona, vorher jedoch mit 2 Stopps, zunächst an einer flachen Sandbank wo es Rumpunsch gab und Seesterne zu sehen, die man anfassen konnte. Sie durften nicht länger als 5 sec mit der Atemöffnung über Wasser gehalten werden, sonst nehmen sie Schaden durch Sauerstoffmangel oder sterben früher. Der zweite Stopp war an einem Strandabschnitt, wo wir schwimmen konnten und dort gab es auch das Essen, welches ganz schmackhaft war, und ausreichend zu trinken.
    Danach ging es zu einem Dorf auf Saona, wo die Bevölkerung in ärmlichen Verhältnissen lebt. Kaum vorstellbar, da verliert die Kulisse doch ihre Schönheit in diesem Moment.
    Schließlich zum Strandabschnitt, wo der Fluch der Karibik gedreht worden sein soll- ein Traum, wunderschön!
    Zurück ging es Transit ohne Stopp nach Bayahibe mit dem Speedboot und dann mit dem Taxi zurück. Empfindliche sollten sich etwas gegen Überkeit mitnehmen, denn das Boot ist schnell und schaukelt, ich habe das auf der Rückfahrt sehr unangenehm empfunden, vielleicht auch wegen der Müdigkeit.
    Für Rückenkranke sei die Tour nicht zu empfehlen - bin zwar (noch) nicht betroffen, aber es stimmt: das Boot ist schnell, hüpft beim Fahren ab und sehr hart wieder auf- das wird manchen nicht gut bekommen.

    Fazit: Sehr empfehlenswert, aber anstrengend. Ich würde ihn kein zweites Mal machen. Für den, der das scheut, ist der Ausflug zur Isla Catalina zu empfehlen, dort gebe es auch schöne „Bounty-Strände“ wie aus der Reklame (wer die noch kennt).

    6.2.16 Seetag

    Gibt nichts aufregendes zu berichten...aber es war erholsam!

    7.2.16 Oranjestad- Aruba 7.30 – 23.00

    Hier hatten wir im Vorfeld große Pläne gehabt, wollten mit dem Taxi/Bus die von Claudia @maischo gemachte Tour, die mir sehr gefallen hatte, machen. Es kam anders, der Karneval und eine gewisse Erschöpfung führten dazu , daß wir den Großteil des Tages auf dem Schiff verbrachten.
    Nur den Karneval haben wir uns angeschaut, der wirklich sehr farbenfroh und fröhlich war, dafür sind wir 2x vom Schiff runter. Aber ansonsten waren wir faul, und es war okay so.
    Wie später auf Curacao fiel auf, daß die Insel deutlich trockener war als die bisher gesehenen.

    7.2.16 Willemstad- Curacao 7.30-19.00

    Mit meinem Sohn wollte ich heute in Willemstad Leguan Suppe probieren und anschließend zum Mambo Beach, der sei nicht weit weg, so lasen wir es hier.
    Es ging zu Fuß vom Liegeplatz, der zwar nicht zentral, dennoch gut zu Fuß erreichbar war, in die Stadt. Ein Halt am Fort Rif durfte nicht fehlen.Dann über die Königin Emma Brücke, durch den Stadtteil Punda, war das schön hier!!
    Vorbei am Floating Market und den bunten Häusern zur Markthalle Piasa Baeu , dort wollten mein Sohn und ich Leguansuppe bei Ivonne essen…hatten wir im Fernsehen gesehen. Leider war ein Nationalfeiertag, die Markthalle hatte zu. Echt schade..also Baden gehen.
    An einer Bushaltestelle fragten wir uns durch und fanden den Bus zum Mambo Beach. Dort war es voll und nicht so schön, okay weißer feiner Sand, aber im Wasser viele, viele Menschen und Schlieren von Sonnencreme und nicht ganz so klares Wasser. Dafür sollten man auch Eintritt zahlen (5 Dollar?). Wir wurden nicht angesprochen, nach 2 h verdrückten wir uns, wieder mit Bus, durch den Feiertag mit etwas Wartezeit . Wir würden den Mambo Beach ehrlich nicht unbedingt empfehlen…aber wenn es nicht anders geht ist es okay.
    In Willemstad kauften wir noch einige Souvenirs und saßen lange an der Königin-Emma-Brücke schauten ein und ausfahrenden Schiffen zu, und rüber zum Fort. Es war wirklich beeindruckend. Wir waren mit der Fähre rüber nach Otrabanda gefahren, und konnten tolle Fotos von den bunten Häusern und einem Pullmantur- Schiff (Monarch?) machen, welches im Zentrum angelegt hatte.
    Am Abend schauten wir immer wieder lange raus, rüber nach Willemstad, überall hin, es war eine wirklich schöne Kulisse den ganzen Tag und beim Auslaufen, und ein super Liegeplatz.

    9.2.16 Seetag - faulenzen, entspannen, schwimmen...das übliche

    10.2.16 St. George`s -Grenada , 7.30-19.00

    Liegeplatz mitten in der Stadt, ein Traum, und eine üppige grüne Vegetation.
    Vormittags hatten wir den Ausflug „Gewürze und Regenwald „ gebucht (Erw. 39 €, Kinder 29€).
    Mein Mann hatte Fieber und Husten, und hütete das Bett…Ich gab ihm Tabletten und zu trinken ans Bett, so würde er den Tag auch ohne uns überleben.
    Es ging mit einem Kleinbus, mit einem Reiseführer der kaum verständliches deutsch sprach, hoch in durch die hügelige Landschaft, vorbei an Kakao – und Bananenpflanzen, zu einem Haus, von wo man zum Grand Etang See blicken konnte. Dort kauften wir Gewürzketten. Es war wirklich schön, die Luft war klar und feucht, sehr angenehm.
    Danach haben wir einen Stopp gehabt zur Kakaoverkostung, bevor es zur Fabrik ging, in der Muskatnüsse verarbeitet wurden. Die Arbeitsbedingungen wurden als human beschrieben, und es wirkte auf mich auch so. Die angeboteten Produkte (Muskatlikör, Noni-Saft) reizten mich nicht und erschienen mir völlig überteuert.
    Am Schiff angekommen kümmerte ich mich um meinen armen Mann, der sich zwischenzeitlich etwas verbessert hatte. Mein Sohn war mit seinen Kumpels im Bauch des Schiffes untergetaucht (im Spieleraum).
    Eigentlich wollte ich zum Grand Anse Beach mit dem Bus fahren, aber alleine hatte ich keine Lust. Also blieben wir auf dem Schiff.

    11.2.16 Scarborough- Tobago 7.30- 19.00

    Wir hatten uns für eine Tour mit Katharina Dumas entschieden, mit Glasboottour zum Nylon Pool, Buccoo Reef und Aufenthalt am Strand Pigeon Point. TUI bot diese Tour so nicht an. Alles lag dicht beieinander, aber die Fahrt dorthin dauerte etwas. Der Reihe nach…
    Wir warteten am vereinbarten Wartepunkt außerhalb des Hafens, dort trafen wir auf unsere supernette Reiseleiterin Silja , einer Mitarbeiterin bei K. Dumas, die auch aus Berlin kam und seit 7 Jahren auf Tobago mit einem Einheimischen und der gemeinsamen Tochter lebte. Sie erzählte auch einiges über das Leben, die Mentalität, das Schulsystem von Tobago, es war wirklich interessant.
    Wir fuhren in einem Bus und einem PKW zum Pigeon Point Strand, dort ging es aufs Glasboot (nicht zuviel erwarten…der Glasboden ist klein) zum Buccoo Reef zum Tauchen, wer wollte. Die Fauna/Flora war schon eindrucksvoll, ich hatte irgendwie mehr erwartet, aber Einfluß des Menschen mache leider vieles kaputt. Anschließend ging es zum Nylon Pool mit warmen, klaren flachen Wasser. Ein Bad darin soll 10 Jahre jünger machen- diese Geschichte im Focus und der Rumpunsch dazu machten das Ganze zu einem sehr amüsanten Erlebnis!
    Es zurück zu einem von Silja ausgesucht ruhigen, musikfreien und einigermaßen leeren Abschnitt des Pigeon Point, wo die Reste des Punsches und der nichtalkoholischen Getränke gekillt wurden. Die maximal entspannte Stimmung unter den Mitreisenden, der tolle Strand, der Rumpunsch, ich war selig, irgendwann auch etwas blau…gottseidank konnte ich etwas schlummern, dann wieder ins Wasser. Ich weiß nicht mehr wie lange, aber wir hatten reichlich Zeit.
    Mein Mann und Sohn sind wieder beide Jetski gefahren , es war einfach nur herrlich!! Zurück hatten wir in Scarborough viel Stau, es ging kaum vorwärts…am Schiff verabschiedeten wir uns von Silja, der ich noch schnell 3 Currywürste vom Schiff zuschmuggelte…als kleine Gefälligkeit von Berliner zu Berliner, die würde sie nämlich auf Tobago vermissen, sie hat sich überschwenglich bedankt. Es war aber auch wirklich nett mit ihr!
    Für Katharina Dumas: absolute Buchungsempfehlung- bucht aber rechtzeitig, also so schnell wie möglich.
    Nach dem Abendessen hieß es Kofferpacken. Das geht an einem Seetag einfach besser. Wir hatten ausgerechnet heute richtigen Seegang, unsere Kabine 9011 vorne am Bug suboptimal, mein Mann lag wieder mit Fieber im Bett und so blieb die Packerei an mir hängen. Ich war schweißgebadet wegen der heftigen Schaukelei, ohne Vomex wäre es nicht gegangen, ich musste mich zwischendurch hinlegen, und wechselte von Bett zum Koffer, immer hin und her, ein Alptraum- Endlich wurde ich irgendwie fertig, Koffer vor die Tür und ab ins Bett.

    12.2.16 Brigdetown- Barbados, Abreise mit Abholung um 15.00

    Wir bleiben auf dem Schiff, genossen noch einmal alle Annehmlichkeiten und wurden um 15.00 abgeholt, durchliefen die akribisch Sicherheitskontrolle am Flughafen mit barfuß durch die Kontrolle laufen, warteten in einer mehr schlecht als recht klimatisierten Halle bevor es in die Maschine nach Köln ging.
    In Reihe 1 hatten wir Platz, mein Sohn legte sich vorne auf den Boden (die Stewardessen waren sehr, sehr nett und drückten alle Augen zu) und so konnte er schlafen, ich blieb wie immer schlaflos. In Köln hatte ich aus Sicherheitsgründen leider einen viel zu späten Rückflug, leider ging da nur Tegel, gebucht und die Stunden am Kölner Flughafen vergingen kaum, und ich war sooo müde. In Tegel ging es per Taxi nach Hause in die eisige Wohnung, die Heizung kam lange nicht in die Gänge, es war furchtbar…ich wollte augenblicklich wieder zurück aufs Schiff.

    Fazit:
    Retrospektiv trotz der langen Flugzeit unsere bisher schönste Kreuzfahrt!
    Die Karibik ist sehr vielseitig, nichts mit „kennst du eine Insel, kennst du alle“. Ein sehr angenehmes Klima, und nicht zu heiß. Wir hatten unheimlich Glück mit dem Wetter, Regen gab es 2x, sonst war es durchweg trocken und sonnig.
    Den Flug mit Eurowings von Köln kann ich empfehlen, erst recht wenn ihr die billige Option der XL-Seats erwischt. Wir hatte sehr großes Glück, daß erst später Köln als Abflughafen dazukam, wohl eine einmalige Situation: bei der fast zeitgleichen Umbuchung von Wohlfühl- auf Flexpreis konnten wir XL dazubuchen.
    Beschreibungen über das Essen und die anderen Annehmlichkeiten des Schiffes habe ich ausgespart, aber die kennt ihr ja auch aus anderen Berichten, und wir waren wieder sehr zufrieden!
    Die Auslaufmelodie (Lied der Gezeiten) war grottig- aber das ist ja endlich Vergangenheit. Die Unterhaltung im Theater, am Pooldeck (außer einem leider kurzen , aber tollen Auftritt einer örtlichen Steelband!) und in der Disco haben mir nicht gefallen, sind nicht so toll, oder schlagerlastig.
    Anders als auf unserer ersten Fahrt mit der MS 3 fehlte leider die Live Musik an der Außenalsterbar abends, wohl eine Sparmaßnahme..
    Aber es gefallen uns immer noch andere Dinge auf den mein Schiffen besonders : viel Ruhe!, minimale bis idealerweise keine Beschallung am Tage, keine Animation, super Verpflegung, viel, viel Platz (außer dem Pooldeck an Seetagen ;-) , schickes Ambiente, deutsch als Bordsprache, um auch mal mit jemandem zu plaudern. Für mich bisher die schönste Art von Urlaub!

  • @tosufi

    da hast Du einen supertollen Reisebericht geschrieben! Toller Schreibstil! Und dass dir das alles noch so gut in Erinnerung geblieben ist, so viele Details, ist auch ein Zeichen dafür, wie sehr dir die Cruise gefallen hat!

    danke fürs "Nacherleben" - du hast so ergreifend erzählt, als wäre man dabei!

    LG Claudia und Uwe
    - Schreibfehler (vor allem die Groß- / Kleinschreibung) sind oft dem iPad geschuldet - sorry -

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  • @tosufi
    <3 - lichen Dank für deinen Reisebericht!
    Dafür, dass du kein Reisetagebuch schreibst und es auch schon so lange her ist, schreibst du extrem ausführlich. Kompliment!

    LG
    Sandy

  • Liebe Fili, @tosufi,

    vielen Dank für den schönen Reisebericht, den ich in einem "Rutsch" gerade durchgelesen habe. Er ist ist auch ohne Bilder sehr kurzweilig. Ich habe gleich wieder Lust auf Karibik bekommen. :thumbsup:
    Alles Gute und liebe Grüße, annchristin

  • Dein Bericht (und der zuletzt von z.B. Mokka eingestellte Bericht) zeigt, dass auch ein Bericht ohne Fotis seeehr lesenswert ist!

    Ich wünsche mir, dass dies Nachahmer findet, die es nicht so mit fotografieren und dem (aufwändigen) Bildereinstellen haben!

    LG Claudia und Uwe
    - Schreibfehler (vor allem die Groß- / Kleinschreibung) sind oft dem iPad geschuldet - sorry -

    (Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten der in unseren Beiträgen gelinkten Internetseiten und machen uns diese nicht zu Eigen!)

  • @tosufi

    Vielen lieben Dank für den kurzen, knackigen Bericht. :thumbsup:
    Verschlinge gerne grade ALLES über die Karibik.

    LG Anette

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    Adriaperlen und Höhepunkte Italiens MS4

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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona, Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap, Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca, April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta, Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik, Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4, MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien, MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund, MS1, April 22
    Kurzreise, Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu, MS5, Juli 22
    Metropolen, Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik, MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen, AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern, MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg, AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden, MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira, AidaCosma, März 26

  • Hallo @tosufi,

    danke für deinen Reisebericht vom Herzen. Man merkt das ihr eine tolle Zeit hattet.

    Und auch danke für die Tipps.

    Lieben Gruß Pucki

    um Einfügen im Forum:

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  • Peter 6. September 2018 um 15:36

    Hat das Thema freigeschaltet.