Etwas verspätet ein kleiner Eindruck von unserer Reise in die Karibik, unserer ursprünglich als erstes gebuchten, dann verschobenen und letztlich 5. gemeinsamen Kreuzfahrt…der Virus hatte uns bzw. mich heftig erwischt.
Die Karibikkreuzfahrt war die schönste unserer KF bisher und hat am meisten Eindruck hinterlassen. Mit dem Wetter hatten wir wirklich großes Glück, bis auf etwas Regen auf Antigua und Dominica war es durchweg sonnig und trocken. Es ist schon ein Jahr her, ich führe leider nie Tagebuch (die Tagesprogramme sind aber noch da) und daher wird es nicht akribisch-objektiv, mit vielen Lücken, aber von Herzen
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29.2./30.2. Anreise , Barbados und halber Schiffstag:
Flüge haben wir von Köln aus gebucht, was sich trotz aller Diskussionen im Vorfeld über Eurowings als goldrichtig herausstellte. Erstens war der Flug ab 13.30, so daß wir in Ruhe von Berlin aus früh fliegen konnten (mein Mann ist sehr mutig und hat sich mit dieser Lösung durchgesetzt, ich bin mehr der Angsthase - Glück gehabt, daß nichts passiert ist), und zweitens gab es die unschlagbar günstige XL-Option mit 60 € pro Person und Strecke, für den langen Flug ein Segen! Hätte es ab DUS/FRA/MUC so nicht gegeben.
Von SXF 8.45 Flug mit Germanwings nach Kölle, 9.30 Ankunft dort und gemütlicher Übergang zum Flug nach Barbados.
Mir grauste vor dem langen Flug! Ich kann fast nie schlafen wenn ich unterwegs bin…Eine Schlaftbl. nehmen („Business für Arme“) und den Flug verschlafen war wegen des Kindes nicht möglich – aber trotz der knapp 10h war es dank sehr gutem Sitzabstand und ausreichender Verpflegung ein kurzweiliger Flug, tatsächlich angenehmer als mancher absolvierter Kurzstreckenflug in einer Sardinendose.
In Brigdetown angekommen, ging der Transfer vom Flugzeug direkt in den Bus zum Schiff- in der leicht feuchten, dennoch angenehmen Hitze fühlten wir uns gleich sehr wohl. Nach etwas längerem Anstehen ging es an Bord, die 3 war uns noch sehr vertraut von unserer ersten Kreuzfahrt- erstmal umziehen, frisch machen, einen Cocki und dann ins Gosch. Endlich ausspannen und wohlfühlen, dann ein Drink und ab ins Bett.
Gegen 3 Uhr wurden der Kleine und ich wach, wegen der Zeitverschiebung, und ab ins Tag und Nacht, es gab gottseidank noch Burger und Co…also nochmal futtern.
Nächster Tag mit Abfahrt um Mittag rum nach der SRNÜ, den Vorsatz nochmal früh von Bord zu gehen und ein bisschen die Stadt zu sehen haben wir wegen Müdigkeit/ Faulheit nicht umgesetzt.
Die Kabine 9011 war fast an der Brücke, die auf dem Balkon immer gut zu sehen war, manchmal spannend. Durch die Lage vorne war es bei Seegang echt unangenehm, aber das hatten wir nur in der letzten Nacht, sonst war es ganz okay!
Es folgte noch ein sehr entspannter halber Schiffstag, der Kleine war bereits mit neuen Bekanntschaften vom Teenie-Club unterwegs , viel an der Playstation…das haben wir jedoch manchmal unterbrochen. Unter Protest, aber egal, es war eine Karibikreise, und die macht man nicht alle Tage. Erschreckend für mich war, und das konnte ich während der ganzen Reise beobachten- wie viele Kinder/Teens ganztags so völlig im Spielraum und dem Teenclub daneben auf sich alleine gestellt schienen , gefühlt Tag und Nacht im Bauch des Schiffes im Teensclub hausierten und scheinbar keine Eltern dabei hatten- uns wäre unbehaglich dabei. Wozu nehme ich denn mein Kind mit? Wie kann man sein Kind überhaupt den ganzen Tag am Bildschirm lassen? Manche Eltern sind da in meinen Augen völlig verantwortungslos. Die armen Mäuse..
31.1. Roseau-Dominica 7.30 -19.00
ür mich die interessanteste und beeindruckendste Insel der Reise!
Am Pier fiel das glasklare , dunkelblaue Wasser auf, man hätte direkt im Hafenbecken schwimmen können so sauber war es, hatte ich bisher an keinem Hafen gesehen. Allerdings gab es auch keinen weiteren Hafenbetrieb.. Es war warm und es nieselte minimal, warmer Regen, die Luft war sehr sauber, leicht und warm und sehr angenehm. Man sah die kleine Stadt, grüne Hügel, Palmen und dazu das schöne Meer, ich war gleich hin und weg, ein Traum!
Hier hatten wir einen Ausflug gebucht, wir wollten etwas Urwald, einen Wasserfall sehen und an den Mero Beach- der TUI-Ausflug „Wasserfall und Strand“, der nur vormittags angeboten wurde, Treffpunkt 7.50 gäähn….. Alles auf englisch, aber gut verständlich. Die Begleiterin von TUI übersetzte tapfer mit.Es ging über kurvenreiche Straßen zu einem Wasserfall, dessen Namen ich leider nicht notiert habe. Die Kurven waren durch die vielen Eindrücke und die üppige Vegetation für mich erträglich. Am Wasserfall liefen wir ganz lange in den Regenwald tief hinein, was für ein Erlebnis- Zum ersten Mal sah ich Kaffeepflanzen in natürlicher Umgebung!
Wir hatten Regenmäntel mit, aber die waren gar nicht nötig, denn man trocknete schnell wieder. Unser Guide hat auch keine getragen.Am Wasserfall dann mit den Aqua-Turnschuhen ins Wasser, aber nur bis zu den Knöcheln, dann zurück zum Bus. Es war wunderschön und exotisch, wir waren überwältigt. Anschließend fuhren wir zum Mero Beach, wo ich unbedingt hin wollte, einem dunklen , nicht wie z.B. in La Palma schwarzen Strand und badeten zum ersten Mal im angenehm warmen, dennoch erfrischenden karibischen Meer. Vorher gab es einen milchigen Rumpunsch, den ich übrigens von allen im Verlauf getrunkenen am leckersten fand.
Es gibt schönere Strände, aber es war wundervoll- dass ich mitten im deutschen Winter hier sein durfte…weit weg von der Arbeit, dem Alltag. Ich schwebte vor Glück!
Nach ca 2h ging es zurück zum Schiff über die Küstenstraße, der Ausflug war wirklich schön, hatte ca 6h gedauert, preislich okay (45 €, Kind 35 €) ohne Kind wären wir auch auf eigene Faust losgezogen, aber so war es einfacher für uns.
Mein Mann und ich sind dann noch durch das doch ärmliche, aber sehr interessante Roseau gelaufen, viele Kreuzfahrer haben wir nicht gesehen. Das Städtchen ist überschaubar, der botanische Garten mit sehr sehenswerten Pflanzen und den berühmten zerdrückten Bus war schnell gefunden.Auf dem Rückweg sind in Nebenstraßen uns einige heruntergekommene Gestalten über den Weg gelaufen, die uns angesprochen haben, ob wir Dope kaufen wollten , nein wollten wir nicht wirklich…ohne meinen Mann oder im Dunkeln wäre ich da nicht entlang gelaufen. Aber das kann man in D in manchen Gegenden nachts auch nicht wirklich... Angst muss in man in Roseau am Tage nicht haben.
Am Pier sind wir nochmal langsam geschlendert, haben Souvenirs gekauft und die ruhige Atmosphäre auf dieser ungewöhnlichen und sehr natürlichen Insel genossen. Dominica würde ich sehr gerne mal wiedersehen.
01.02. Pointe-a-Pitre, Guadeloupe, 7.30-19.00
Schon von weitem sah man die Wohnblöcke und es sah gar nicht karibisch aus, was ich von anderen Berichten schon wusste.
Hier hatten wir uns deshalb für einen Ganztagsausflug entscheiden, um mehr von der Insel zu sehen. Unsere fehlenden Französischkenntnisse waren ausschlaggebend, und der dichte Verkehr am Abend , von dem wir lasen, sprachen gegen einem Mietwagen.
Der Ausflug hieß „Ganz Grand-Terre an einem Tag“, beinhaltete einige interessante Punkte , dauerte ca 8h, kostete 79 € / Kind 59€ . Schön war es natürlich auch, weil wir wie ich finde eine tolle Reiseleiterin hatten.
Von TUI war niemand dabei, begleitet wurden wie von der supernetten Natacha , einer Französin die sich passager auf Guadeloupe aufhielt, schnell und meist verständlich deutsch sprach und dem ruhigen Busfahrer Laurent, der eine tolle CD mit karibischen Liedern auf und ab spielte. Ich bereue es noch immer, daß ich nicht beim Aussteigen danach gefragt habe
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Los ging es erstmal mit einem Abstecher nach Basseterre, dem hügeligen und grünen Teil von Guadeloupe, dort fuhren wir nämlich durch die grüne Landschaft zum Wasserfall „Cascade aux Ecrevisses“ wo wir barfuß über Steine gelaufen sind, das Wasser war herrlich, zum Baden war keine Zeit, und voll war es leider auch ziemlich.
Danach ging es wieder zurück nach Grand-Terre , letztlich über Schnellstraßen/Autobahnen, teilweise auch Landstraßen zunächst zum Friedhof „Mourne l`eau“, der schwarz - weiß ist und den ich unbedingt sehen wollte. Natacha erklärte die Farben: da Guadeloupe eine Insel mit weißer und (hauptsächlich) schwarzer Bevölkerung ist, wurden schwarz als Trauerfarbe der Weißen und weiß als Trauerfarbe der Schwarzen gewählt, beide in friedlicher Koexistenz zusammenlebend, daher auch die Optik des Friedhofes. Es war auf jeden Fall eindrucksvoll. Heiß war es übrigens auch, aber der Bus war angenehm klimatisiert. Zwischendurch gab es einmal Zuckerrohr zum Lutschen, eine Premiere für uns. Sehr angenehm, süß und saftig.
Anschließend ging es zu einem Aussichtspunkt (Namen habe ich vergessen), wo karibisches Meer auf Atlantik traf, sehr wellig und schön, mein Mann ging hoch auf den Aussichtspunkt, aber Sohn war aber schon leicht maulig und so gingen er und ich ins Wasser schwimmen , es war herrlich, und alles war wieder gut!
Danach ging es über schöne Straßen am Meer entlang über einige Ortschaften auf Grand-Terre in ein sehr hübsches ruhiges Lokal mit einem Swimmingpool dran (Le Bleu Kafe) zum anscheinend obligatorischen TUI-Ganztagsausflug-Mittagessen, die Besitzer waren wirklich zauberhaft nett , das Essen wirklich lecker und sehr reichlich, Wasser gab es umsonst dazu. Dort kaufte ich billigen lokalen Rum mit netten Zugaben für nur 5 €, ein echtes Schnäppchen zum Mitbringen.
Zum Schluss fihren wir zum schönen Strand St. Anne, der gut bevölkert war, aber nicht überlaufen. Hier hatten wir ca 1h Zeit zum Baden, es hat gereicht. Zurück gab es Stau , und in und um die Stadt vergaß man schnell wieder, daß man in der Karibik war.Zu unserem Ausflug: wenn ihr keine andere Option habt (die sehr gelobte Kerstin Lenz war bis wir uns endlich entschieden hatten leider überbucht), und was von der Insel sehen wollt, dann ist er absolut empfehlenswert. Es gab noch einen anderen Ganztagsausflug. Die Stadt selbst ist nicht wirklich sehenswert.
Auslaufen – das war wiederum überraschend schön, es ging lange an der Küstenlinie entlang an beleuchteten Häusern vorbei. Nur der Auslaufsong hat auf der ganzen Reise nie Spaß gemacht (Lied der Gezeiten), aber das ist gottseidank ja geändert worden!
02.02. St. Johns / Antigua wieder 7.30 bis 19.00
Heute wollten wir an ausschließlich an einen Strand, an der Pier lagen weitere Schiffe und es war ziemlich voll, wir taten uns mit einer Familie zusammen und fuhren zum Jolly Beach. Ein Traum! Milchig blaues, sauberes angenehm warmes und flaches Wasser an einem fast weißen Strand, Palmen, grüne Hügel. So stellte ich mir die Karibik vor, total klischeehaft und kitschig schön.
Hier machte mein Sohn seine erste Jetski-Fahrt, von der redet er immer noch.
Wir hielten uns ca. 4 h auf und hatten im Vorfeld den Taxifahrer zur Rückfahrt wieder klargemacht. Sehr billig war es nicht, obwohl mein Mann gehandelt hatten, aber okay. Auf der Rückfahrt hatte der Fahrer jetzt merkwürdig glasig-gerötete Augen, als ob er was auch immer intus hatte, aber wir wollten zurück und andere freie Taxis gab es nicht. Er fuhr vernünftig, und es ist alles gutgegangen.
Am Hafenviertel unmittelbar vor dem Schiff regnete es nun wieder, nochmal schnell ein Souvenir gekauft, und vom Schiff aus den Sonnenuntergang und den Ausblick auf St. Johns genießen, dann wieder ein entspanntes Abendprogramm vor dem Einschlafen.
3.2. Phiippsburg- St. Marteen 7.30-23.00
Unser Plan war : Flughafenstrand und dann noch durch Philipsburg bummeln, geschafft haben wir nur ersteres.
Es standen 4 weitere Schiffe mit uns, entsprechend voll war es , wie auf Antigua war an den Schiffen ein Hafenviertel mit vielen Geschäften angliedert. Dem Forum sei Dank wussten wir wie es läuft- zum Bus/Taxistand (im Hafenviertel rechts halten) und da war alles selbsterklärend einfach.
In den Kleinbus und ab zum Maho-Beach, auf dem Weg netten Erklärungen durch den Fahrer Bert gelauscht und aus dem Fenster gucken, Bert hat uns von weitem sogar die Insel St. Eustatius gezeigt.
Am Maho – Beach fanden wir einen zwar vollen und zusehends voller werdenden , jedoch trotz der Menschenmengen schönen und sauberen Strand vor. Wir bestaunten das berühmte Brett, die Flugzeuge vom Strand oder vom Wasser aus, stellten uns mit Tuch um den Mund an den Zaun bei den Abflügen, kurzum wir hatten sehr viel Spaß und die Stunden vergingen ratz fatz.
Die Rückfahrt war sehr langwierig durch Stau, wir waren zu müde um in Philipsburg auszusteigen und sind am Abend nur kurz im Hafenviertel spazieren gegangen.
Neben uns lag dann auch die Costa Favolosa von unserer Südnorwegen-Tour und wir sahen ihr beim Auslaufen im Dunkeln am Ende der Pier zu, es war sehr romantisch!
4.2.16 Seetag
Begann mit unserem heißgeliebten Kaviarfrühstück- wir outen uns als hemmungslose Zugreifer, mein Sohn ist viele Male gelaufen, er liebt es auch, die Kellner haben höflich abgeräumt, damit man die vielen Teller nicht sieht. Es gibt bestimmt Gäste, die ihn nicht mögen
…Wir sollten vielleicht mal endlich eine Junior Suite buchen
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Im Verlauf bleib es ein entspannter Seetag mit Pina Colada, Corona, Carib Beer und Tee aus den schönen Teegläsern in der TUI-Bar , reichlich essen, schwimmen, Liege suchen und sich über die Reservierer ärgern, aber schön ist es allemal trotzdem!
