Für unsere diesjährige Karibikreise hatten wir uns vorgenommen, viele Ausflüge in Eigenregie zu unternehmen. Im Vorfeld hatte ich schon Kontakt zu Angelika Serville, einer deutschen Auswandererin, über Email aufgenommen. Sie bietet verschiedene Touren auf St. Lucia an und geht auch auf spezielle Wünsche ein.
Für uns und @wildwuddel (5 Personen) stellte sie eine ganz besondere Tour zusammen. Wir wollten eine ganztägige Inseltour in den Süden machen, mit Stopps am Morne-Fortune-Hügel, Marigot Bay, Fischerdorf Anse la Raye, Soufrière, Botanischem Garten, Diamond Waterfall sowie einem kreolischen Mittagessen. Einen Strandaufenthalt hatten wir nicht vorgesehen. Das Mittagessen in Buffetform nahmen wir in der Old Mill, einem zu einem Restaurant umgebauten Zuckerrohrplantagenhaus ein.
Anschließend ging es weiter zum 6-Sterne-Luxushotel Jade Mountain. Der Weg bis oben hinauf war etwas holprig, doch der Besuch sollte das Highlight dieses Tages sein. Wir wurden am Parkplatz von dem Hotelshuttlebus abgeholt und zum Haupteingang gefahren. Hier wurden wir schon erwartet und zunächst in die Lobby des Hauptrestaurantes geführt. Schon hier hatten wir einen sensationellen Ausblick auf die beiden Pitons. Da in einer Luxussuite gerade Gästewechsel war, bekamen wir die Möglichkeit, uns diese anzusehen. Das Personal war schon fast fertig mit dem Herrichten der Suite und so konnten wir diese mit einem weiteren herrlichen Ausblick auf die Pitons und das wunderschöne Ambiente genießen. Das besondere an den Suiten ist ein zum Meer und den Pitons hin offener Wohn-/Schlafraum ohne Fenster und einem Infinity-Pool. Auch das Bad hat keine Fenster oder Türen, alles ist offen. Es gibt weder Radio, Telefon noch Internet in den Suiten, dafür hat man hier ein Naturerlebnis pur (inklusive Kolibris). Anschließend bestellten wir in der Lobby noch jeder einen Cocktail (nicht im Ausflugspreis inbegriffen) und schrieben schnell ein paar Ansichtskarten, die Angelika noch gekauft hatte. Mit diesen tollen Eindrücken machten wir uns dann auf den Rückweg nach Castries.
Im Minibus hatte Angelika selbst gemachten Rumpunsch, Pitonbier und diverse Softdrinks. Es gab auch Kostproben von Bananenketchup und anderen landestypischen Leckereien. Wir hielten auch noch spontan an einem Verkaufsstand für Cassava-Brot (aus Maniok hergestellt). Es war noch warm und schmeckte nach Zimt und Rosinen. Lecker. Gegen 17.30 Uhr waren wir zurück am Schiff.
Fazit: Es war ein toller Ausflug, den wir nur weiterempfehlen können und ein Highlight unserer Reise. Angelika hat sich sehr engagiert und uns die Insel, die dort lebenden Menschen und die Kultur nahegebracht. Sie konnte uns jede Frage beantworten und hat sich sehr über die von uns mitgebrachten deutschen Mitbringsel gefreut. Wir werden sie wahrscheinlich im April hier in Deutschland bei ihrem Heimaturlaub nochmal treffen.
Und jetzt ein paar Fotocollagen:
LG Marion
