Sind das Selbstbedienungskühlschränke? Wenn ja, hat das Fehlen von Alkohol eventuell auch Jugendschutzgründe.
Die wären dann aber neu in der Umsetzung, da dort stets Bier und Wein zur freien Verfügung standen.
Sind das Selbstbedienungskühlschränke? Wenn ja, hat das Fehlen von Alkohol eventuell auch Jugendschutzgründe.
Die wären dann aber neu in der Umsetzung, da dort stets Bier und Wein zur freien Verfügung standen.
Hallo IckeM,
wenn ich das auf der Reise richtig verfolgt habe, haben wir zumindest zweimal am Polarkreis gekratzt, müssten ihn aber eigentlich auch überquert haben:
Auf der Fahrt von Seydisfjördur nach Akureyri und von Akureyri nach Reykjavik dürfte man an den nördlichen Ecken kaum vorbeikommen, ohne den Polarkreis zu überfahren, vor allem beim ersten Abschnitt.
Da dies aber in beiden Fällen nachts erfolgt, war es auf der Reise kein Thema, was Ansagen oder ähnliches betrifft.
Richy56 Nein. Die Karte im
Hanami war die altbekannte.
Fazit
Nachdem ich mir den Reisebericht selber noch einmal angeschaut und gelesen habe, muss ich in der Tat konstatieren: Das war (mal wieder) eine sehr schöne Reise!
Nachfolgend noch ein kurzes Fazit zu den einzelnen Punkten, was Schiff, Ziele etc. betrifft.
Anreise
Bis auf unsere kinderlose Kurzkreuzfahrt in 2019 hatten wir immer eine Anreise mit dem Flugzeug, mit dem Auto zum Schiff sind wir zum ersten Mal. Das ist natürlich schon etwas angenehmer und eröffnet beim Gepäck einige Optionen…
Parken und Meer
Groß verglichen habe ich die Parkmöglichkeiten in Bremerhaven nicht. Vielleicht hätten wir preiswerter und ähnlich komfortabel parken können, aber wir waren mit der Kombi „frühes Einchecken“ und Valet-Parken am Terminal sehr zufrieden. Mit Parken und Meer hat alles wunderbar funktioniert, freundliche Mitarbeiter, sehr kurze Wege. Kann ich nur empfehlen!
Early Check In
Eine Kollegin hatte mich im Vorfeld gezwungen, den Early Check In zu buchen, dass sei bei Abfahrten von deutschen Häfen alternativlos, wenn man nicht in der Schlange stehen will.
Ich denke, man kann auch mit dem „normalen“, späteren Check In Glück haben und muss nicht lange warten – mit dem Early Check In muss man aber wohl sehr viel Pech haben, um in einer nennenswerten Warteschlange zu landen. Wir hatten das nicht, Mitreisende berichteten später, sie hätten ohne Early Check In gut zwei Stunden Wartezeit gehabt – von daher eine Pflichtbuchung bei etwaigen weiteren Reisen.
Kabine
Auf unserer dritten Reise auf der MS 3 hatten wir zum dritten Mal eine Familienkabine Veranda Deluxe (zweimal 6181, einmal 6176). Beschrieben habe ich sie ja schon, im Reisebericht sind die Kabinenbeschreibungen verlinkt. Kabinenfazit: Unschlagbar, wenn man es drinnen und draußen geräumig haben möchte.
Die anderen Familienkabinen haben entweder keinen Balkon (das wäre nix) oder liegen vorn auf Deck 6 an der Treppe zum Bug, ohne Rückzugsmöglichkeit. Der Aufpreis ist, wenn ich in die älteren Kataloge schaue, durchaus im Rahmen: trotz 42 m² Wohnfläche und 47m² (!) Terrasse am Heck (allein die rechtfertigt den Aufpreis locker!) noch einen Tacken unter einer Juniorsuite. Kein „Schnapper“, aber absolut top. Der Weg zum Heck stellt für uns kein negatives Merkmal dar. Wer die bekommen kann – buchen! Gibt’s ja nur auf der MS 3, ab der MS4 ist dort auf gleicher Grundfläche die (tolle) Diamant Suite, die so ungefähr Dreimarkvierzig mehr kostet.
Trotzdem war früher mehr Lametta:
Auf der Terrasse ist ein Lautsprecher montiert. Früher (da, wo alles besser war), ertönte aus diesem Lautsprecher der Graf beim Auslaufen – und der gehört für uns zum Auslaufen dazu wie ein Glas Schaumwein. Da stelle ich mir auch keine Geschmacksfrage.
Jetzt bleibt der Lautsprecher leise – aber aus dem laut gestellten Fernseher im Schlafzimmer ist das nix. Ich find’s schade.
Atlantik (Mediterran)
Wie auf unserer Transsuez unser Stammlokal. Erneut mit gutem Essen, natürlich ist nicht jeder Gang zum Niederknien, aber für Großgastro wirklich gut.
Beim Service waren wir einmal nicht bei unserem Stamm-Team, sondern auf der anderen Seite – und da merkt man schon, wie wichtig es ist, beim „richtigen“ Kellner zu sitzen. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht (ohne den Pizzalieferanten der Jungs beleidigen zu wollen
).
Trotz des gut gebuchten Schiffs haben wir immer (bis auf unsere Fehlsitzung am Beginn der Reise) sehr gute Plätze bekommen, zumeist am Fenster. Die Wartezeiten zwischen den Gängen waren in den allermeisten Fällen in Ordnung.
Spezialitätenrestaurants
Mit dem Gourmetpaket Plus waren wir in allen drei Zuzahlrestaurants – und wohl auf einer der letzten Reisen, bei denen der Schampus-Aperitif noch inklusive war.
Das Surf and Turf war hervorragend, ich weiß nicht, ob wir da schon einmal so gut gegessen haben. Das Hanami gleichfalls ohne Fehl und Tadel.
Das La Spezia war auch ganz gut. Wir hatten wahrscheinlich etwas Pech, mussten wohl aufgrund kurz vorher aufgegebener Bestellungen größerer Gruppen warten, aber das war nicht das Problem. Nur: Bitte ändert mal die Karte! Die ist so klein (auch, wenn noch ein Gericht als Tagesgericht zusätzlich angeboten wird), ich habe wirklich keine Lust, immer das Gleiche zu essen. Seit 2018 ist die Karte komplett unverändert (und eben sehr klein – ich glaube es gibt zwei Fisch- und zwei Fleischgerichte als Hauptgänge).
Auch ohne Champagner ist das Gourmetpaket Plus immer noch top vom PLV. Wenn man gern und nicht zu wenig Wein trinkt (ich schätze ja die CC Riserva von Capannelle sehr!), ist der Aufpreis zum „normalen“ Paket zu vernachlässigen.
Bars und Getränke
Überhaupt: Der Wein.
Mein Leid mit den MeinSchiff-Weißweinen hatte ich ja schon geklagt, da fehlt mir der alte Wein aus der Pfalz, der spanische MeinSchiff-Weißwein schmeckt mir gar nicht.
Die Weinkarte ist (leider) etwas abgespeckt, führt aber immer noch gute Weine. Ein paar Beispiele: Die Weißen aus der Steiermark sind von – zu recht - namhaften Winzern, mit dem Scharzhofberger vom Reichsgraf von Kesselstatt ist sogar ein Großes Gewächs auf der Karte – zu einem Preis nur ganz knapp oberhalb des Endverbraucherpreises im Handel! Und beim Brunello di Montacino von Poggio Antico trinkt man den Wein sogar unterm Händlerpreis.
Eine Kleinigkeit noch: An einem Abend haben meine Frau und ich uns eine Flasche vom Chateau Mangot gegönnt. Jahrgang: 2015. Das ist ein hervorragender Jahrgang in Bordeaux. Ich hätte gedacht, TUI kauft die schlechter bewerteten (und daher deutlich preiswerter zu erstehenden) Weine ein, war aber sehr positiv überrascht.
Beim Thema Wein also Licht und Schatten.
Die Innenbars waren trotz des Reisegebiets und der Buchungszahlen nicht so voll wie erwartet. Klar, die Schaubar war abends gut gefüllt, gleiches gilt für die TUI-Bar, aber nie „gestopft“. Da hätten wir durchaus einen Platz bekommen. Und die Meerleben Bar ist eh nie voll. Die Außenbars waren leer, der Service in allen Bars gut (Gut, TUI Bar manchmal etwas arg lahm, seltsamerweise vor allem tags, wenn es leer war).
Diamant Bar immer recht leer, ohne verwaist zu sein. Sehr freundlicher, persönlicher Service, zur Flasche Wein wurde ein sehr üppiger, gut sortierter Käseteller spendiert.
Programm
Tja.
Crew Show war recht gut, die Vorträge zum Thema Titanic interessant, das Klavierkonzert sehr gut. Aber wer echte Shows auf einem Kreuzfahrtschiff sucht, hätte hier nichts gefunden. Mir fehlt da nix, aber ich glaube mich zu erinnern, dass „vor Corona“ da auch mal „echte“ Shows im Programm waren, vielleicht sogar mit Tanz und Artistik.
Ziele
Orkney?
Der heimliche Star der Reise. Hammer, vor allem bei dem Traumwetter.
Island?
Tolle, eindrückliche und beeindruckende Natur. Ob das was für einen ganzen (Land-) Urlaub wäre – darüber gehen die Meinungen in der Familie auseinander. Tochter sagt ja, tolle Natur und Reykjavik sei eine tolle Stadt. Eltern sagen, hm, Landschaft ohne Frage toll, Reykjavik hat fraglos Charme, hält aber mit anderen skandinavischen Städten nicht mit – und irgendwie ist dauernd Wind.
Schottland/Highlands?
Da will ich wieder hin! Tolle Landschaft, schöne Orte, Ausstrahlung – und was Gute zu trinken. Vielleicht Highlands in Kombination mit Edinburgh oder so.
Ausblick
Die Reise war toll. Und hat dazu beigetragen, dass wir die nächste, bereits gebuchte Kreuzfahrt storniert haben.
Klingt logisch, oder?
Fakt ist aber, dass wir sowohl auf der Transsuez als auch auf dieser Reise gemerkt haben, wie wichtig uns das „Seemeilen machen“ ist. Es soll halt nicht nur ein schwimmendes Hotel sein, auf dem wir uns aufhalten, sondern wir wollen eine richtige Seereise machen. Da waren wir uns alle einig; aus diesem Grund haben wir uns von der Tour „Dubai mit Oman“ mit zwei Overnights in sieben Tagen verabschiedet und gehen erst im Frühjahr 2024 wieder an Bord eines Kreuzfahrtschiffes:
Allen immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel und vielen Dank noch einmal für die nachträgliche virtuelle Reisebegleitung!
7. August 2022 – Seetag
Seetag, der letzte. Und zugleich der letzte Tag der Reise.
Viel zu berichten gibt es nicht – zumindest habe ich es am letzten Seetag der fünften Kreuzfahrt zum ersten Mal geschafft, mir in der Backstube ein Pannini belegen und backen (erhitzen? toasten?) zu lassen. Das wollten die Große und ich schon auf der ersten Kreuzfahrt in 2018 – jetzt hat es bei mir endlich geklappt. Wiederholung wahrscheinlich!
Das Wetter war – wie bei den beiden vorangegangenen Seetagen auf der Fahrt von Reykjavik nach Invergordon auch – wunderbar. Mit der von „the one and only Pooldeck24-Team“ reservierten Kabine auf der Steuerbordseite waren wir deshalb besonders glücklich: Das Wetter war auf der Rückreise an den Seetagen deutlich besser als auf der Hinreise – und exakt da hatten wir von der Seite und von hinten beste Sonnenbestrahlung.
Nachdem ich dann ENDLICH zusammen mit KielerJung ein warmes Bad genommen hatte
, war der Pool leer genug für etwas „Schwimmnachhilfe“ mit dem Kleinen,
der sich danach erstmal in der Sonne ausruhen musste.
Abends gab es zunächst ein Abendessen im La Spezia (das Gourmetpaket plus war damit abgegessen) und dann noch ein letztes Mal die Diamant Bar / Außenalsterbar Kombination. Mit einem Unterschied: Kein gescheiter Sonnenuntergang. Stattdessen sprach der Himmel mit finsterer Stimme zu mir:
Nein, Wortguthaben, heute habe ich heute leider keinen Sonnenuntergang für Dich. Du musst das Schiff verlassen.
(Für mich stellt sich da natürlich die Frage: Schaut der Himmel Germanys Next Top Model…?) Aber er hatte ja recht. Keine strahlende Sonne am Himmel, sondern dunkel drohend: Der Alltag
Am nächsten Morgen lag hinter uns – kleiner Gruß an die Phoenix-Reisenden, von denen es hier im Forum ja doch einige gibt - die Amera, die auch in Bremerhaven eine Reise beendete, danach ging es heim.
Ein Fazit zur Reise (Schiff, Ziele etc) folgt in den nächsten Tagen! Danke fürs Begleiten!
6. August 2022 – Invergordon (Teil 2)
Gut gestärkt ging es nach dem (späten) Mittagessen weiter.
Die Möglichkeit, eine weitere Destillerie der Kategorie „klein und gut“ zu besuchen, wurde nach dem Einkauf im Ladens in Dornoch abgewählt, da die Alternative doch verlockender klang:
Ob wir nicht mal schauen wollen, ob an den Falls of Shin ein paar Lachse springen. Dadurch würden wir zwar nicht ganz innerhalb der gebuchten Zeit bleiben (wir hatten eine Acht-Stunden-Tour gebucht), aber Gavin meinte, das sei kein Problem. Das war natürlich klasse, denn springende Lachse hatten wir noch nie gesehen – zumindest nicht in echt, nur im Fernsehen. Wollten wir!
Nach landschaftlich schöner Fahrt mit vielen Erläuterungen (über die Geschichte der Highlands, die Geschichte des „Sutherland-Clans“ und die Fernsehserie „Outlander“) entlang des Dornoch Firth wurde der River Shin und die entsprechenden Fälle erreicht. Das war auch bereits ohne Lachse schön anzusehen.
Etwas Geduld, die Augen „trainieren“,
dann hatten wir Glück.
Immer wieder sprangen Lachse und versuchten – zumeist vergeblich -, die Stufen des Wasserfalls hinaufzuspringen. Unfassbar, was die Natur diesen Tieren da für eine Aufgabe auferlegt hat und unfassbar auch, mit welcher Energie die Lachse wieder und wieder versucht haben, da hochzukommen. Wir konnten uns gar nicht losreißen.
Mussten wir dann aber doch irgendwann, zum Trost gab es auf dem Parkplatz die zwei letzten (jetzt kräftig-rauchige) Whiskys aus der Kofferraumbar, wieder mit (dunkler) Schokolade und stilecht aus dem Quaich gereicht.
Auf dem Rückweg haben wir noch einen Fotostopp eingelegt,
Danach ging es weiter zur
Am Hafen dann Abschied von Gavin – wir hatten ihm aus Berlin eine (fragwürdige) Spezialität mitgebracht: Eine Berliner Weiße (grün). Ich habe ihm gesagt, dass ihm als Liebhaber frischer Ales und kräftiger Whiskys diese Art von Getränk mit Sicherheit nicht schmecken würde (mir auch nicht, meine Frau mag es im Sommer aber durchaus, zumindest die Selbstgemischten), dass würde aber nix helfen, da müsse er jetzt durch. Scheint sich gefreut zu haben.
Übrigens hat Gavin Nicholson beeindruckende Verwandtschaft: Googelt mal nach Tom und Luke Stoltman – die sind so ziemlich die stärksten Männer der Welt und seine Cousins. Eine gewisse körperliche Präsenz scheint der Familie in den Genen zu liegen.
Gavin und seine Invergordontours kann ich uneingeschränkt empfehlen. Er bietet verschiedene Touren und Fahrzeuge an, die Zusammenstellung der Touren erfolgt aber auch komplett individuell, spontan dem Wetter und den Wünschen angepasst. Wer mit Big Gav persönlich fahren will, bekommt seinen BMW X5 M50d dazu. Wir waren (mit ihm) zu sechst, ich vorn, drei auf den Sitzen im Fond – und der Kleine in der ausklappbaren dritten Sitzreihe. Das ging gut – geht aber in der Sitzreihe drei nur mit wirklich kurzen Beinen. Sonst dürfte es eng werden!
Deutsch spricht Gavin nicht, aber sein Englisch ist recht gut zu verstehen.
Ein letzter Blick zurück ins – nicht besonders sehenswürdige – Städtchen Invergordon, dann ging es zum Schiff.
Auf dem Weg dahin aber ein kurzer Schock:
Was ist das denn? MORGEN? Und dann läuft TUI den Hafen HEUTE an??? Das gibt es ja wohl nicht. Waren stinksauer. Nachricht an offeneworte@... ist raus!
Kurzer Bummel durch den Souvenirshopcontainer, dann hieß es ein letztes Mal:
Im Hafen (und dem Hafen vorgelagert) liegen viele Bohrinseln, die auf ihren nächsten Einsatz warten
und aus der Entfernung den Eindruck erwecken, als wären sie StarWars-artige Riesenroboter-Nessies, die als Rudel das Kreuzfahrtschiff verfolgen.
Ein letzter Blick zurück – ein toller Tag!
Nach dem letzten Essen im Atlantik Mediterran waren wir mal wieder in der AAB, die fast so leer wie mein Glas war. Letzteres hat der aufmerksame Kellner rasch korrigiert. Ich glaube, an dem Abend war die „Highlandgames-Poolparty“, deshalb war es hier noch leerer als sonst.
Morgen steht dann schon der letzte Seetag an…
DinDin179 Dalmore ist eine ausgezeichnete Brennerei, sitzt in Alness, dem Nachbarort von Invergordon. Hätte also echten regionalen Bezug.
Wenn Ihr in Dornoch aufschlagen solltet, schau mal in den zentral gelegenen Carnegie Whisky Cellars nach. Sehr gut sortiert, probieren geht problemlos, sehr nette Leute
6. August 2022 – Invergordon (Liegezeit: 7:00 bis 19 Uhr)
Heute Highlands.
Ursprünglich hatten wir bei Kens Garage in Invergordon einen Mietwagen reserviert, weil wir auch hier auf eigene Faust losziehen wollten. Einige Monate vor der Abreise kam allerdings eine überraschende Mail: Sorry, we have no cars…
Der Vermieter (der nebenher auch Autohändler ist) hatte nach Corona nicht genug Autos, um welche zu vermieten, erst recht nicht für die Kurzzeitvermietungen an Kreuzfahrer. Und hat die Reservierung deshalb storniert. Andere Anbieter von Mietwagen gab es vor Ort nicht (zumindest hab ich keine gefunden).
Deshalb musste nun eine Alternative her – ich hatte keine Lust, in einer großen Gruppe im Bus durch die Highlands zu tuckern. Aber in Invergordon – DER Kreuzfahrthafen der Highlands, was die Zahl der Anläufe angeht – gibt es ja so manche Anbieter, die sich freundlicherweise um Tagesgäste kümmern.
Unsere Wahl fiel recht schnell auf www(Punkt)invergordontours(punkt)com, der WhatsApp-Kontakt war außerordentlich freundlich und schnell. Gebucht haben wir eine Tour beim Chef, Gavin Nicholson.
Und der hat uns dann auch um 8 Uhr morgens bei – höchstens mittelprächtigem Wetter – am Hafen von Invergordon abgeholt. Nicht zu übersehen – 2,03 Meter groß, Glatze, Grinsen, Kilt. Das Nummernschild bei Mr Big Gavin war Programm.
Los ging es, erst zum „Pflichttermin“ des Tages – Loch Ness.
Nein. Haben wir nicht (Gesehen, das Seeungeheuer). Und bei dem Wetter: Haken dran, wir waren da.
Danach ging es durchs regnerische Inverness weiter,
zur Whiskybrennerei Glenmorangie. Schon auf der Fahrt dorthin hat Gavin – absoluter Single Malt-Fan und Kenner! – uns viel über Single Malts erzählt, vor Ort sollte ich unbedingt einen ganz speziellen Whisky probieren, der einer der besten überhaupt sei. Den Signet.
Nachdem wir uns erst etwas auf dem Gelände umgeschaut hatten, ging es in den Shop. Gavin war noch am Auto, aber auf meine Einstiegsworte „Gavin Nicholson hat gesagt, ich solle den Signet probieren“ habe ich schallendes Gelächter geerntet. Der Typ ist (nicht nur hier) bekannt wie ein bunter Hund. Und der Signet tatsächlich ein grandioser Tropfen. AUSNAHMSWEISE ging eine Flasche mit…
Weiter ging es. Erfreulich: Es regnete nicht mehr und sollte auch den Rest des Tages meistens trocken bleiben, wenn sich auch die Sonne nicht so recht zeigen wollte. Unser Ziel: Dunrobin Castle.
Auf dem Weg dahin gab es noch einen kleinen Stopp, die Frage, ob wir ein paar Robben sehen wollten, haben wir bejaht. Zum Fotografieren waren die stattlichen Kerle etwas weit weg, ließen sich hier, am südlichen Ufer des Dornoch Firth, aber gut beobachten
und haben uns sogar die Freude gemacht, Schwimmen zu gehen.
Vor dem Einstieg ins Auto dann: Der erste von zehn Whiskys zum Probieren. Der Kleine war ganz begeistert, als er die Auswahl im Kofferraum sah (hat aber nix abbekommen).
An jeder Station gab es einen oder mehrere Whiskys zu probieren. Vorneweg, um den Geschmack zu optimieren, ein Stück Schokolade (immer eine passende Sorte) und interessante Erläuterungen. Erst hatte ich etwas Angst, aber das war absolut super. Alle zehn waren gut - vom "Frühstückswkisky" (ich zitiere) bis hin zum torfigen Islay.
Besonders schön war, dass der Whisky aus einem Quaich gereicht wurde: Ein traditionelles Trinkgefäß aus Schottland, eine zweihenklige Trinkschale.
Gut gestärkt ging es also nach Dunrobin Castle, einem großen und prächtigen Schloß, dem Stammsitz der Earls of Sutherland.
Nicht nur das Schloß, auch die Parkanlage ist unbedingt sehenswert.
Zuerst haben wir uns (begeisterte Besucher: die Jungs) die Ergebnisse der Großwildjagden der Earls angeschaut
und danach das Schloß besichtigt. Innenaufnahmen sind ja nicht erlaubt im Forum, deshalb habe ich (auch) rausgeschaut.
Der Besuch lohnt auf jeden Fall – erst recht, wenn man Downton Abbey mag!
So langsam setzte der Hunger ein – nur Whisky und Schokolade ist auf Dauer eine schwierige Grundlage. Deshalb haben wir einen Stopp im sehr hübschen Örtchen Dornoch eingelegt.
Dort hat Gavin erstmal im Restaurant des Dornoch Castle Hotel einen Tisch organisiert, damit wir unsere in der Nachbarschaft erworbene Fish&Chips-Portionen (hier erworben:)
bei einem aufkommenden Schauer im Trockenen verzehren konnten. Dazu gab es im Restaurant ein herrlich frisches Ale – perfekt. Mir war irgendwie nach richtig fettigem Essen, der Magen schrie „Grundlage schaffen“.
Danach bin ich noch rasch mit Gavin in den sehr gut sortierten Whiskyladen in Dornoch, weil ich gern was speziell regionales, Unbekanntes mitnehmen wollte (Glenmorangie ist ja nun kein Geheimtipp) und danach ging es noch etwas weiter auf der Tour. Natürlich auch mit Schoko und Gebranntem…
Melde mich!
4. und 5. August 2022 – Zwei Seetage
Nach Reykjavik ging es dann schon wieder in „Richtung zurück“. Zunächst standen aber zwei Seetage an.
Beide Tage haben wir recht ähnlich verbracht – Sport, ein Titanic-Vortrag im Theater, Pooldeck, (Vor)-Lesen, Essen, Draußensitzen etc.
Und mit dem in Kirkwall erworbenen Lego, dass dort zunächst für, naja, „gemischte Gefühle“ gesorgt hatte.
Das Pooldeck meide ich ja eigentlich wie der Teufel das Weihwasser, weil ich es als zu voll empfinde. Das war auf der letzten Reise im Herbst – bei nur halb gefülltem Schiff – andern und auch auf dieser Tour: Offenbar war trotz des sonnigen Wetters vielen Mitreisenden nicht nach Pool(deck), so dass es angenehm leer war.
Abends waren wir wieder bei „unseren“ Kellnern im Altantik Mediterran, nicht nur zum Kartenspielen.
Mit der Qualität der Speisen waren wir durchweg zufrieden, ich finde es verdient Erwähnung, wenn meine Frau sich ein Steak „rare“ bestellt – und es mit exakt diesem Gargrad auf den Teller kommt. Für eine Grossgastrononie, wie es die Atlantiks nun einmal sind, eine sehr gute Leistung. Der Service war (bei unseren Stammkräften) durchweg sehr aufmerksam und freundlich. Als einmal die Tische im Servicebereich der beiden besetzt waren, wurde kurzerhand ein Tisch im Nachbarbereich einbezogen – das war schön, dürfte aber nicht nur der Tatsache geschuldet gewesen sein, dass wir natürlich eine außerordentlich sympathische Familie sind, sondern auch dem Umstand, dass wir regelmäßig Trinkgeld auf dem Tisch gelassen haben
Was mich weniger begeistert hat, war der Wein. Gut, im Atlantik ist er, wie er ist und der Rosé tut nicht weh. Aber ich bin ziemlich sicher, dass sich in den Bars etwas geändert hat: Der Mein Schiff-Weißwein kam doch früher aus Deutschland? Ich glaube, mich erinnern zu können, dass er aus der Pfalz kam laut Karte – jetzt kommt er jedenfalls (wie im Atlantik-Restaurant) aus Spanien und hat mir leider so gar nicht geschmeckt. Schade.
Ausklingen lassen haben wir den Abend
in der (mal wieder) sehr leeren Außenalsterbar.
Am Abend des zweiten Seetags waren wir im Hanami essen, sehr gut. Als Nachtisch hatte ich das Sushi vom Obst – ganz lecker, aber auch sehr sättigend.
Später haben wir wieder die Orkney Inseln erreicht, deren Klippen herrlich in der Sonne geleuchtet haben.
Den Abend haben wir im (natürlich auch sehr leeren) Champagnertreff ausklingen lassen
und uns auf den morgigen Tag in den schottischen Highlands gefreut.
3. August 2022 – Reykjavik (Liegezeit: bis 19 Uhr) - 2. Teil
Weiter geht die Tour!
Unser nächstes Ziel war – ein Wasserfall.
Ein kleiner und unspektakulärer, aber sehr hübscher: Der noch einige Kilometer weiter westlich gelegene Hjálparfoss.
Vorbei am „Chcocolate Canyon“
und einigen Isländern – ein paar Einheimische sollten schließlich auch mal abgelichtet werden.
Der Hjálparfoss ist ein „beschaulicher“ Wasserfall. Die Szenerie erinnert stark an ein Theater oder ein Kino: Das Wasser ergießt sich in ein rundes Becken, zu beiden Seiten des Falles bilden Basaltfelsen die Kulisse, um das Becken herum steigen die Zuschauerränge an. Wenn man so will ein Musterwasserfall, bei dem dem fallenden Wasser die Bühne gehört.
Hier sieht man besonders deutlich die Struktur der erkalteten Lava bei den „Kulissen“. Leider hat die Sonne genau während unsers Aufenthalts am Fall eine Pause gemacht.
Im Anschluss ging es zurück Richtung Reikjavik.
Irgendwo unterwegs haben wir noch einen Stopp eingelegt, um durch die karge Landschaft zu spazieren. Dabei kam mir mal wieder mein alter Geografielehrer in den Sinn – „Moose und Flechten“ und die dazugehörenden Klimazonen und so
Vor der Rückkehr zum Schiff (Familie) beziehungsweise zu Europcar (ich) sind wir noch kurz nach Reykjavik rein, um wichtige Besorgungen zu erledigen.
Ein Mitbringsel mit Islandbezug (Ring mit Lavastein) musste dann auch für eine „Kreuzfahrtfreundin“ sein: Unsere Große hatte auf der Transsuez im Herbst ein gleichaltriges Mädchen kennengelernt, mit der sie sich sehr gut verstanden und richtig angefreundet hat. Trotz der großen räumlichen Distanz (Berlin / Rheinland) beschränkt sich der Kontakt nicht auf die „sozialen Medien“, die beiden haben sich im letzten Dreivierteljahr schon dreimal „in echt“ für mehrere Tage besucht.
Kreuzfahren verbindet eben – aber das brauche ich Euch hier nicht zu erzählen!
Nach dem Ablegen haben wir den Abend bei einem wunderschönen Sonnenuntergang und schöner Aussicht in der (mal wieder sehr leeren!?) AAB verbracht.
Aber bevor ich jetzt hier die Sonne noch einmal untergehen lasse, kurz zu einem Extra-Abschieds-Vorfall auf Island. Plötzlich machte es „Pling“ auf dem Handy – und eine Warnung ploppte auf:
Ein echter Vulkanausbruch. Der Fagradalsfjall, immerhin keine neun Kilometer Luftlinie von der Blauen Lagune entfernt, in der wir noch gestern Abend waren, war ausgebrochen. Und tatsächlich – in der Ferne war das Geschehen deutlich zu verfolgen.
Danach hieß es dann aber wirklich: Sonnenuntergang und zwar in richtig schön.
Gespiegelt:
Das wars. Mit der Sonne für heute, mit Island für die Reise.
Jetzt erstmal Seetag, dann Highlands. Wir lesen uns!
3. August 2022 – Reykjavik (Liegezeit: bis 19 Uhr)
Für den nächsten Tag hatten wir wieder einen Mietwagen reserviert. Erneut bei Europcar, die Niederlassung ist in der Skutuvogur. Um dahin zu kommen, stand zunächst eine reichliche halbe Stunde Fußmarsch an, durch bedingt schöne Industrielandschaft.
Nötig wäre der Gang indes nicht gewesen:
In Reykjavik stehen (mehr oder weniger überall, auch unmittelbar am Anleger) Elektroroller des Anbieters „Hopp“ herum. Die Anmietung erfolgt rasch und problemlos über das Smartphone. Aufgefallen waren sie mir dadurch, dass vor dem Europcar-Gebäude rund zehn solche Dinger herumstanden. Am Abend habe ich dann die Familie am Schiff abgesetzt, den Wagen abgegeben, mir einen Roller geschnappt - und nicht „gelatscht“, sondern (ungeübt mittelschnell…) zurück zum Schiff gerollert. Dort konnte das Gefährt unproblematisch abgestellt werden.
Die Roller sind auch eine gute Alternative zum Shuttle, um individuell in die Stadt zu kommen. Genau kenne ich die Tarife nicht (mehr), aber die Fahrt war nicht teuer.
Bei Europcar gab es diesmal keine kostenlose Sitzerhöhung für den Kleinen: Der Mitarbeiter hat Stein und Bein geschworen, dass solche Sitzerhöhungen in Island verboten seien (die Rechtslage in Akureyri scheint eine andere zu sein
), aber der Kleine ohnehin einfach so mitfahren dürfe. Nun denn!
Los ging es Richtung Thingvellir, durch schöne Landschaft.
Hier, auf dem mittelatlantischen Rücken, driften die eurasische und die amerikanische Platte auseinander, was zu Vulkanismus und einer von Spalten und Rissen geprägten Landschaft führt. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass etwa GENAU DIESE Spalte die Trennung der Platten darstellt und man mal eben von Europa nach Amerika hinüberhopst
Danach ging es weiter Richtung Hochtemperaturgebiet Haukadalur,
unter anderem natürlich, um dem Strokkur einen Besuch abzustatten. In schöner Regelmäßigkeit hat er dann auch eine Wasserfontäne gen Himmel geschickt.
Hier noch einmal aus weiterer Entfernung von der Thermalquelle Blesi aus gesehen.
Der Kleine rief dann beim Herumspazieren stolz, er habe noch etwas „gefunden“ und „ es aber als Erster gesehen“,
es handelte sich dabei um den „Vater“ und Namensgeber aller Geysire, nämlich um den
Der ließ sich aber auch durch uns nicht aus der Ruhe bringen und dampfte weiter friedlich vor sich hin.
Nach der Runde durch das Thermalgebiet und einigen Fontänen des Strokkur ging es weiter,
unser Ziel war der Gulfoss. Und der war wieder einer der Kandidaten, der mein Faible für Wasserfälle weiter verstärkt hat: Wunderschön. Hier waren wir lange und haben dem Wasser von verschiedenen Standorten aus zugeschaut, wie es in mehreren Kaskaden hinunterstürzt.
Hinter dem Wasserfall fließt der Fluss in einem tief eingeschnittenen Bett weiter.
Bevor es für uns weiterging, haben wir uns am schönen Wetter gefreut
und sind im Café (wieder mit schönem angeschlossenen Shop) zu Kaffee und Kuchen eingekehrt. Viel Platz für die Gäste – und vor allem eine richtig gute Auswahl leckerer, abwechslungsreicher und frischer Kuchen. Klare Empfehlung, hier einzukehren.
Der Rest des Tages folgt!
Und andere Ziele der Reise finde ich da ja gleich auch noch bei Deinen Links ![]()
Super! Danke!
2. August 2022 – Reykjavik (Liegezeit: 13 Uhr – overnight)
Heute stand der erste (halbe) Tag des Aufenthalts in Reykjavik an. Da es sich bei Reykjavik ja immerhin um die nördlichst gelegene Hauptstadt der Welt handelt, ist ein gepflegter Auftritt natürlich selbstverständlich. Gut also, dass das kabineninterne Nagelstudio vormittags noch rasch einen Termin zur Maniküre einrichten konnte!
Kurz nach zwei sind wir von Bord, Ziel: Innenstadt Reykjavik. Vor Ort gab es einen kostenpflichtigen Shuttleservice (Erwachsene: € 9,00; Kinder: € 6,00), der aber, so unser Eindruck, nicht sehr häufig fuhr. Die Schlange am Abfahrtsort hat mich dann dazu gebracht, zu Fuß an der Küste entlang zur Stadt zu laufen (rund 40 Minuten), der Rest hat auf den Bus gewartet und mir am Schluss dann doch rund 15 Minuten abgenommen.
Getroffen haben wir uns an der Harpa Concert Hall
und sind dann etwas durch die Stadt spaziert. Reykjavik hat Flair!
Die bunt bemalten Straßen helfen sicherlich durch die lange dunkle Jahreszeit,
sie helfen aber auch, die Gehgeschwindigkeit jüngerer Reisebegleiter nicht nur unerheblich zu erhöhen.
An dieser Stelle: Kleiner Preisvergleich essentieller Produkte. Nutella kostet knapp über € 6,00. ![]()
Natürlich ging es auch zur Hallgrímskirkja (mit Innenbesichtigung), deren Architektur sich m. E. am besten bei der An- oder Abreise mit dem Schiff erschließt: Eine echte Landmarke dominiert das Stadtbild aus der Ferne.
Während in der Stadt überall diese roten Kästen für „Posturinn“ herumhängen,
kann man für normale Post aber auch einen regulären „Postkasten“ erwerben...
Der eigentliche Tagesordnungspunkt heute hieß: Besuch der Blauen Lagune. Ich war im Vorfeld etwas hin- und hergerissen, die Mehrheitsverhältnisse in der Familie waren aber klar.
Da wir lieber ohne größere Gruppe ankommen und etwas mehr Zeit für die Lagune haben wollten, hatte ich im Vorfeld direkt bei der Blauen Lagune gebucht. Hier gibt es für die Tagesgäste zwei Alternativen – Comfort- und Premiumtarif (ab € 59,00 bzw. € 77,00 – zumindest laut Webseite heute, ich glaube mich an € 54,00/€ 72,00 zum Buchungszeitpunkt zu erinnern). Kinder bis 13 einschließlich kommen übrigens kostenlos rein, das war bei uns natürlich mit zwei Treffern erfreulich. Schwimmhilfen sind für Kinder im Alter bis acht Jahren vorgeschrieben und werden kostenlos zur Verfügung gestellt.
Die individuelle Anreise lässt sich wunderbar mit einem vorherigen Stadtbummel verbinden: Über die Webseite der Blauen Lagune lässt sich die zum gebuchten Zeitfenster passende Anreise mit Destination Blue Lagoon buchen. An (mindestens) zwölf Haltestellen im Standgebiet wird man dann zur gebuchten Zeit von einem kleineren Bus eingesammelt, zum Sitz des Unternehmens gebracht – dort steigt man in einen großen modernen Bus um, der ohne nennenswerte Wartezeit zur Lagune fährt. Die Rückfahrt verläuft entsprechend.
Die Fahrt von rund einer Dreiviertelstunde führt durch Lavalandschaften
bis dann das Ziel erreicht ist, nachdem man zuvor schon durch die Dampfwolken (des nahegelegenen Kraftwerks) darauf aufmerksam geworden ist.
Wir hatten Glück, im Eingangsbereich wartete nahezu niemand. Dafür war die Umkleide gut gefüllt, hier war eine größere Gruppe gerade mit der Abreise beschäftigt. Leichte Hektik deshalb auch bei uns, bis die Klamotten im Schließfach verstaut waren.
Unser Zeitfenster währte von 18 bis 21 Uhr – und meine Bedenken, ob zum Beispiel der Kleine so lange Lust hat, im Wasser zu dümpeln, waren vollkommen unbegründet. Im Gegenteil – wir waren bis zur allerletzten Minute vor der Rückfahrt im Wasser.
Die ganze Familie hatte ihren Spaß und war tiefenentspannt – ich glaube, ich lege so etwas bei uns im Garten an… in ganz klein zumindest.
Das Maskenpaket hat allen Spaß gemacht (auch der Mittlere hat drei Masken spendiert bekommen, was zu zwischenzeitlichem Ärger beim Kleinen führte – „Ich will auch die Grüne!“). Einen so netten Umgang mit dem „Maskenthema“ hatten wir lange nicht…
…und ein kühles Bier im warmen Wasser hat auch was. Prost!
Kurz nach neun sind wir wieder in den Bus geklettert,
bei der Harpa-Halle in den Shuttle (ja, jetzt auch ich) gestiegen und zurück zum Schiff gefahren.
Die Blaue Lagune lohnt sich! Zumindest für den, der noch nicht da war, von uns eine klare Empfehlung.
Elfenblaukatze Deine Einstellungen sagen, dass Du nicht an Konversationen teilnehmen möchtest - das steht der Übersendung des Bildes im Wege. Ich habe es noch einmal vergrößert - die Schwärzungen stammen von Licht/Schatten und Masken - mehr zu erkennen seid Ihr nicht. Ich schicke es Dir aber natürlich gern trotzdem, wenn Du freigeschaltet hast.
Danke für den tollen Bericht. Mein Mann und ich sind übrigens im Beitrag #54 trotz geschwärzte Gesichter konnten wir uns in den Bademänteln erkennen.
Hey schade! Wärt Ihr doch zu uns in den Whirlpool gestiegen, dann hätte ich auch mit Euch (und nicht nur mit dem KielerJung) ein unerkanntes Pooldeckbadetreffen gehabt ![]()
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1. August 2022 - Akureyri (2. Teil)
Weiter geht’s! Auf zu Pech und Schwefel! (Oder so ähnlich)
Nachdem wir beim Godafoss einfach nur einen schönen Wasserfall besucht hatten, stank uns das nächste Ziel beträchtlich. Und ich denke, das war Absicht!
Hier haben wir (schnell…) gelernt, was „Solfataren“ sind. Nämlich Stellen, an denen Gase und Dämpfe aus der Erde austreten (kann man sehen und riechen) und in denen Schlammtöpfe vor sich hinköcheln. Mit anderen Worten: Ein Besuch in des Teufels Küche.
Uns empfängt eine karge Wüstenlandschaft
durch die so manches Bächlein mit zweifelhaftem Nass führt.
Ich konnte es nicht lassen: Nein, die Pampe war nicht mal mehr lauwarm.
Überall zischt, dampft köchelt und brodelt es – dazu ein starker, streng schwefeliger Geruch.
Für den Kleinen eine gute Gelegenheit, in Island dann doch mal zu einschlägig bekannten Schutzmaßnahmen zu greifen. Selbst ist das Männlein!
Meine Befürchtung, dass wir den Geruch für den Rest der Reise nicht mehr aus den Klamotten bekommen, hat sich Gottseidank nicht bewahrheitet!
Nachdem wir diese faszinierende Stätte mit allen Sinnen in uns aufgenommen hatten, ging es am Myvatn weiter, in südlicher Richtung zu den Pseudokratern bei Skútustaðir.
Vorbei an von erkalteter Lava geformter Landschaft, bei der sich das Grün langsam die farbliche Regentschaft zurückholt,
Vorbei auch am majestätischen Hverfjall, der (wie die weiteren Pseudokrater) dadurch entstanden ist, dass Magma auf Wasser (hier wohl Grundwasser) getroffen ist und dadurch (offenbar recht heftige) Explosionen hervorgerufen hat – mit diesen Kratern als höchst schickes Explosionsergebnis.
Schönheit am Weg.
Bei Skútustaðir haben wir einige der Pseudokrater direkt am See umrundet
und das kleine hölzerne Kirchlein besucht. Innen ein schlichter, heller und freundlicher Eindruck mit hübschem Torbogen und kleinem Flügelaltar.
Schönheit am Weg 2.0
Danach ging es in aller Ruhe zurück über Land nach Akureyri, dessen „Skyline“ heute von unserem Schiff dominiert wurde.
Hier, auf dieser Seite des Fjords, liegt auch die von Sowieso im RollCall angesprochene Forest Lagoon. Klar, deutlich kleiner als die Blaue Lagune, aber, so unser Eindruck nach einem kleinen Blick quasi im Vorbeifahren, sehr schön. Ein mit Sicherheit lohnendes Ziel, ich denke, aufgrund der Größe eher etwas für Erwachsene ohne Kinderbegleitung. Hinlaufen würde ich nicht, wenn sich eine Alternative bietet, das wären doch ein paar Meter Straße.
Wenn man auf der Brücke über den Fjord zurück nach Akureyri fährt, sieht man die sensationell gelegene Start- und Landebahn des Flughafens der Stadt, die in den Fjord gebaut und direkt aufs Schiff ausgerichtet ist – auf der Hinfahrt hatten wir sie ganz übersehen, an Bord haben wir dann tatsächlich ein Flugzeug mit „Kurs MS 3“ landen sehen.
Bevor es zum Schiff zurück ging, haben wir den Wagen in der Stadt geparkt und sind etwas herumgebummelt. Zuerst zur Kirche,
deren arg betonesker Stil mich nicht unbedingt überzeugt, streng lutherisch offenbar, das Ganze.
Hübsch aber die kleine Innenstadt.
Ein kleiner Bummel – und beim Besuch einer größeren Buchhandlung (mit angeschlossenem Kaffee und hübschen Haushaltsdingen) ein Staunen über die Buchpreise. Leseratten müssen hier deutlich mehr ausgeben als in Deutschland.
Der Ausflugstag ging nun langsam zu Ende, das letzte Ziel des Tages zeigte sich über der Stadt.
Nett: Alle Ampeln in Akureyri meinen es mit denen, die bei „Rot“ warten müssen, eigentlich recht gut.
Pünktlich um 17 Uhr hieß es „Leinen los!“ und „Bæ bæ Akureyri!“.
Ein letzter Blick zurück, dann ging es ab in den Bauch des Schiffes – zum Essen.
Enden wollte der Tag aber nicht so recht, zumindest war es um Mitternacht noch nicht so richtig dunkel.
Morgen: Reykjavik.