Beiträge von Partypapst

    Das mit dem vielen Umsatz war aber ein Witz. TUI Cruise hat ja selbst vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass die Umsätze bei fast gleicher Passagier Anzahl gesunken sind. Also her mit neuen attraktiven Routen, damit die Umsätze gesteigert werden.

    Da sagen die veröffentlichten Zahlen aber etwas anderes Umsatz und bereinigtes EBITA sind gewachsen. 2018 war das Rekordjahr und die ersten 9 Monate des Jahres 2019 brachten keinen Abbruch. Der Sektor Kreuzfahrten und hier vor allem Tui Cruises ist stabil, einzig die "Rate pro Tag und Passagier" stagniert bei 149 €, während sie bei Marella Cruises und vor allem Hapag Lloyd steigt. Die anderen Segmente wie "Märkte (Reiseveranstalter) & Airlines" dagegen trüben das Konzernergebnis. Das klassische Problem der Pauschalreisen und das in allen Zielgebieten.

    Panamakanal würde ich für Tui Cruises fast ausschließen. Das würde dieses Routensegment deutlich verteuern, zumal sie ja auch wieder zurück müssten. Da wird man sich bis auf Weiteres auf Colon beschränken und diejenigen, die die Passage wollen, können das auf Ausflugsschiffen machen.

    Cap Hoorn und Patagonien schließe ich auch aus, denn das ist typisches Segment für "Weltumrunder" und nicht für "Kreisfahrer". Wenig Chancen rechne ich auch der östlichen Seite von Südamerika zu, dafür ist die zu befahrende Nordseite mit Venezuela, Guyana, Surinam und Franz.-Guyana zu "untouristisch" für Tui Cruises und die Passage nach z. B. Macapa ist viel zu weit, der Cruise Port eher für Schiffe von HAL oder Phoenix geeignet. Die Amera, die Volendam und die Amsterdam legen da ja auch an, bevor sie in den Amazonas nach Manaus biegen.

    Grüße

    PP

    maischo :

    Google einfach mal "Thomas Cook" zusammen mit "Versicherung", dann wirst Du sehen (z.B. auf der Schweizer Seite "Nau"), dass eine höhere Versicherung bereits vor Jahren von der Opposition im deutschen Bundestag gefordert wurde.

    Hallo Faulpelz,

    seit 25.11.2015 gab's die novellierte EU-Pauschalreisenrichtlinie (2015/2302). Die Mitgliedstaaten waren angehalten bis 30.06.2018, die in nationales Recht umzusetzen. Die Bundesregierung meinte, dies mit § 651 BGB getan zu haben. Damit haben sie aber eben nicht vollständig für die Umsetzung gesorgt, denn die beinhaltet im § 651r eben auch im Insolvenzfall die Deckelung auf 110 Millionen €, wohlweislich, dass dies allein für die Top 5 Reiseveranstalter in Deutschland nicht reichen würde. Von einer Risikodeckelung war in der Richtlinie nie die Rede. Hier können eigentlich nur Veranstalter und Versicherungen lobbyistisch eingewirkt haben, denn neben der Opposition haben darauf auch ein Vielzahl von Experten hingewiesen.

    Darüberhinaus schätzen einige in der Branche das Chargeback-Risiko wegen der Thomas-Cook-Insolvenz für die Händlerbanken des Reiseveranstalters bei über 500 Millionen Euro ein. Da die Kunden mit dem Chargeback im Worst-Case 60 Tage nach Einreichung des Erstattungsantrages bei der Zurich warten müssen, rollt da auf die Banken (Visa/Mastercard) wahrscheinlich die nächste Welle.

    PP

    So erst Touren wurden vereinbart. In St. Petersburg sind wir beide Tage mit Sergej M. von "St. Petersburg hautnah" unterwegs. Vorteil, sehr kleine Gruppe, so dass man organisatorisch schon mehr sehen kann. Am 1. Abend werden wir auch eine Newa-Bootsfahrt mit anschließender kleiner Abendtour machen und nach offizieller Schließung die Blutskirche besuchen.

    Die anderen Häfen sind noch in Planung und wir sind offen für Vorschläge. (Tallin, Helsinki, Stockholm)

    PP

    Hallo Sonnenscheins,

    ich muss mich für meine Unhöflichkeit entschuldigen, habe das völlig übersehen bzw. war einige Zeit nicht hier im Forum. Ihr habt ja nun ohne Flug gebucht. Wir starten ab TXL und haben noch keinerlei Flugzeiten. Sind ja offensichtlich im September auch erst nach Euch unterwegs. Hatten eben auch so früh gebucht, weil wir eine bestimmte Kabine haben wollten.

    PP

    Wie viel früher kann man sich den einchecken? Und Womit? Der TC Vorgangsnummer?

    Am Rande: ich habe aber auch schon erlebt, dass ein bekannter am Mittwoch sich die Bordkarte für seinen Flug am Freitag ausgedruckt hatte und am nächsten Tag, Donnerstag, hieß es dann: Flug ersatzlos storniert. Das war jetzt kein Beispiel mit TC und Condor, zeigt aber, wie verrückt die Welt ist.

    Nee, hatte mich verguckt. War nur die Mail, dass für meinen Flug der Online Checkin möglich ist. Bleibt bei den üblichen 24h-->2h vor Flug.

    Ich habe eine Vorgangsnummer von meinem Reiseveranstalter, was nicht Thomas Cook oder TUI Cruises ist.

    Mit der Vorgangsnummer und dem Namen kann ich mich ganz normal bei Condor anmelden, dort sind meine Zusatzbuchungen (Plätze) vermerkt und 24h vor Flug werde ich einchecken können.

    PP

    Dünung

    Und jetzt zum Thema zurück: auch wenn Meindl in Wien ein anerkanntes Kaffeehaus ist, auch mir schmecken die Kapseln weniger gut als die Nespresso.

    Da kann ich mich nur anschließen... wir mögen Meindl Kapseln auch gar nicht. Obwohl wir gerne in Hamburg bei Meindl einkehren.

    Ich mag auch keinen anderen Kapsel-Kaffee. Weder Dallmayr, Meindl noch sonst was.

    Wir nehmen uns halt Kapseln mit aufs Schiff, ob der MeindlKaffee schmeckt oder nicht ist dann egal

    Mal etwas Spaß: Vielleicht hattet ihr alle Fake- Maschinen und Kaffee auf der Kabine, wenn ihr dort überall Meindl gelesen habt. Der Typ heisst ja Julius Meinl. :D

    Grüße

    PP

    Jup, deswegen haben wir aus Mitteldeutschland unsere Abreisen ab LRM 2x von FRA und 1x von MUC gestartet.

    Zubringer zum Schiff waren 2015/2016 EW, Condor, AB und TUIfly. 2019 dann natülich kein AB und keine TUIfly mehr. Insgesamt waren das bestimmt 7 oder 8 Flüge. Natürlich nicht komplett FullCharter, das waren nur wenige. Meist nur die, die dann direkt nach LaRomana gingen.

    Unser Condor-Flug am 03.10. steht heute für den Online Checkin bereit.

    VH

    Man braucht keine Glaskugel. Man muss sich nur bestimmte Bilanz-Kennziffern und die G+V von Condor ansehen, dann kann man daraus sehr wohl Schlüsse ziehen.

    Natürlich hat Condor im letzten Geschäftsjahr einen Gewinn von 43 Millionen Euro ausgewiesen. Aber was kannst Du damit in der aktuellen Situation bewirken ? Nachhaltig nichts.

    Würde Conder aktuell über ein "sattes wirtschaftliches Polster verfügen", müsste die Airline in Berlin keinen 200 Euro Kredit beantragen.

    Das "Polster" aus dem bereinigten Ergebnis des Vorjahres und auch aus den steigenden Gewinnen des bis 30.09.2019 laufenden Geschäftsjahres wurde durch die britische Mutter vollständig abgezogen. Deshalb ja auch das angestrebte Schutzschirmverfahren, um dem so schnell wie möglich zu entgehen. Dies lief seit der Übernahme so, deshalb ja auch der Investitionsstau.

    Condor ist ja bereits eng mit der Lufthansa verwoben (für Condor-Flüge gibt es ja u.a. auch Miles&More-Bonusmeilen), der Kranich macht ja viele Zubringerflüge innerhalb Deutschlands für Condor. Von daher wird LH sicherlich schauen, dass dieses Segment nicht wegbricht. Ich wette, da wird hinter den Kulissen schon an einem (Teil-)Übernahmeangebot geschraubt. Und mögen die Flieger auch alt sein - sie wurden aber auch in den letzten Jahren gründlich überholt und haben ein neues Interieur bekommen. Das Material fliegt sicher noch eine Weile.

    Ich fürchte, die LH wartet jetzt, bis es sehr eng wird und dann wird's wohl hauptsächlich um die Slots gehen. Die alte Flotte soll ja ein Grund gewesen sein, dass die Lufthansa nach kurzeitigem Interesse im Februar kein konkretes Übernahmeangebot gegeben hat. UFO hat wohl auch noch eine Tarifvereinbarung in petto, die die Lufthansa im Falle einer Massenentlassung bei Condor zur bevorzugten Einstellung von dann Ex-Condor Flugbegleitern "verpflichtet". Ich glaube komplett holt sich das der Spohr nicht ins Haus.

    Ich spreche mal eine Prognose aus. Wenn man in den nächsten Tagen und Wochen wirklich zwischen 150.000 und 600.000 Urlauber aus allen Teil der Welt zurückholen muss, ist das ein logistischer Kraftakt, der enorm ist. Schließlich stehen weltweit nicht einfach Flieger und Airlines ungenutzt herum, die nur auf eine solche Pleite warten. Dagegen waren die Rückhol-Aktionen für air berlin und Germania relativ betrachtet "Peanuts".

    Wenn Du nur die Mittelstrecke betrachtest wo kaum 200 Fluggäste in einen Flieger passen, braucht man für die Rückholaktion von nur 150.000 Reisenden mindestens 700 Flüge. Ganz zu schweigen von vermuteten 600.000 Reisegäste

    Die 600.000 Kunden sind doch alle Betroffenen (auch Briten), auch die deren Reisen teils fern in der Zukunft liegen, davon etwa 140.000 Kunden der deutschen Töchter. Aktuell gestrandet sind insgesamt 150.000, davon wohl 25.000 der deutschen Ableger. Es ist wohl gerade bei den Briten eine Mammutaufgabe, weil da wohl auch der Staat verantwortlich für die Rückkehr ist.

    Grüße

    Zumal das Geschäftsmodell von Condor eben zum Großteil darauf ausgerichtet ist der Haus- und Hofflieger des großen Konzerns Thomas Cook zu sein. Dieser große Auftraggeber im Rücken fällt nun weg, ich sehe da langfristig eher schwarz..

    Bei Thomas Cook Aviation waren das wohl 45%, bei der deutschen Condor aber wohl unter 20%. Aber natürlich immer noch ein großes Brett, zumal die im Moment sicher kaum durch Individualbuchungen kompensieren können.

    Die Versicherungssumme, die hinter dem Reisesicherungsshein steht, ist gedeckelt, d.h. Sind zB 110 Mio Euro versichert, es sind aber insgesamt Reisen in Höhe von 150 Mio Euro gebucht, kann man nicht damit rechnen 100% seines Reisepreises erstattet zu bekommen.

    Ja, für alle noch offenen Thomas Cook Reisen bzw. Condor-Flüge mit anderen Reiseveranstaltern. Von letzteren werden ja aber sicher noch einige ausgeführt in den nächsten Tagen bzw. gibt es Umbuchungen auf andere Airlines. Somit müssen diese Sicherungsscheine nicht bedient werden. Oder galt die von Dir genannten 150 Mio nur für Thomas Cook inkl. Bucher, Öger und Neckermann?

    Grüße

    (Welche BRZ ist eigentlich noch gleich das Maximum für die Durchfahrt durch den Panamakanal?)

    Panamax-Klasse (Alter Kanal mit Miraflores):
    Geht nach Maßen und Tiefgang, maximal 294,3 m (965 ft) lang und 32,3 m (106 ft) breit bei einem Tiefgang von 12,04 m (39,5 ft) TFW (in tropischem Süßwasser).

    Neopanamax (nach Erweiterung ab Juni 2016):

    Die größten erlaubten Schiffsabmessungen betragen nun 366 Meter Länge, 49 Meter Breite und 15,2 Meter Tiefgang.

    Quelle: Wikipedia

    Ein kleineres Schiff würde TC sehr gut stehen, wir sind gern mit der alten 1 und 2 gereist.

    Hallo,

    wir haben das Wochenangebot von TC gebucht, da wir im Mai noch Freizeit haben. :)

    Ist zwar nur eine verkürzte Ostseekreuzfahrt, aber wir freuen uns trotzdem auf eine der Neubauten.

    Bisher waren wir auf der alten MS1 und MS2, auf MS3, MS5 und MS6.

    Bin mal gespannt, wie uns einige der Neuerungen "gefallen". Die fehlende Himmel & Meer Lounge ganz vorn mit ihren gemütlichen Liegen ist schon mal nicht so prickelnd, aber man will halt mit dem großen Spa-Bereich Geld an Bord verdienen.

    Gibt es Empfehlungen für Landausflüge?

    Wer ist mit an Bord?

    Grüße

    PP

    Definitiv. Allerdings wurde in dem Zusammenhang ja auch erwähnt von User "novak", dass dies Vorurteile mit einschließt in die eigene Handlungsweise.

    Ich persönlich buche bei Ryanair aus den genannten Gründen nicht: Verdrängerung von Laudamotion-Mitarbeitern durch polnische Leiharbeiter bzw. Rückkehr zur alten Praxis, dass Piloten als Scheinselbständige sich selber ausbeuten. Nur das Fliegen wird bezahlt. Das muss nicht, aber kann zu Sicherheitsproblemen führen. Fünf Tage am Stück nur die Blockstunden zwischen Triebwerksstart und -halt bezahlt zu bekommen, tatsächlich aber viel länger "im Auftrag von Ryanair" tätig zu sein, was hierzulande als Scheinselbstständigkeit gilt, ist "back to the roots". Aber wahrscheinlich fliegen trotzdem weiterhin Leute für unter 100€ innerhalb von Europa hin und her.

    Ist zwar im Topic zu Malta Air etwas Off-Topic, aber ich finde das schon nicht so prickelnd, was Ryanair da in Wien macht.

    Die setzen die Laudamotion Mitarbeiter unter enormen Druck, ihre Arbeitsplätze durch Wet-Lease Maschinen mit Buzz (Ryanair Sun) Piloten/Co-Piloten zu substituieren, die noch nicht mal angestellt werden, sondern über die Leiharbeitsfirma Warsaw Aviation aquiriert werden sollen. Wieder mit dem hierzulande verpönten und überholten Modell der Selbstständigkeit der Piloten.

    Offiziell nur "um das Wachstum zu stemmen", es geht aber ansich um das Nachgeben zu substantiellen Änderungen in den Verträgen nach dem Motto: Friß oder stirb. Kann man so machen, aber mich beschleicht das Gefühl, das O'Leary langsam die Nerven verliert. Hat er doch gerade erst über den Preiskampf im deutschen Markt gewettert. Ja wer hat den denn mit angezettelt? Wäre ja gerade so, als ob Flixbus sich über die niedrigen Buspreise echauffiert.

    Der Schritt war ja schon Mitte Juni bekannt. Die 50 registrierten Maschinen sollen Flugdienste für die Standorte in Deutschland, Frankreich und Italien übernehmen. O'Leary sind wohl die Personalkosten in Q1 (April-Juni) zu stark gestiegen. Die Mitarbeiter können dann auch in Malta oder den Ländern der Einsatzbasen (D, F, I) versteuern statt in Irland.

    Nun wurden die Standorte mit den Maschinen an Malta Air übertragen, die Mitarbeiter sollen transferiert werden. Auf die Frage, ob sie dann auch zu gleichen Gehältern beschäftigt bleiben, hat Ryanair geschwiegen.

    Malta Air soll auch für die Ryanair-Basen in Frankreich, Deutschland und Italien zuständig sein. Ausgerechnet da hatte Ryanair zuletzt einigen Ärger mit den Gewerkschafte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.