Ich messe die Qualität einer Kreuzfahrt nicht an irgendwelchen (angeblichen) einzelnen Schwachstellen
* Ob der Wein im Atlantik mäßig oder schlecht ist - eine Frage des Anspruchs
* Ob mir mal eine Show nicht gefällt, Peanuts - eine Frage des Anspruchs
* Ob das Käsebuffet (angeblich) reduziert wurde - Peanuts.
* Ob mal das Essen im Atlantik 30 Minuten länger gedauert hat - Peanuts.
* Ob sich mal Raucher oder Kurz-Hosen-Träger daneben benommen haben - mir egal.
Ja es wäre schlimm wenn der Service auf den TUI Schiffen "vorne und hinten" nicht funktionieren würde. Schlimm wäre es auch, wann man als Gast laufend unter technischen Mängeln leiden müsste, wenn das Service-Personal unmotiviert wäre, dass Essen vielfach nicht akzeptabel und die Mädels an der Reception grundsätzlich nicht gästeorientiert handeln würden.
Da das aber alles nicht der Fall ist und das es auf dieser Welt nahezu keinen Perfektionismus gibt und Menschen immer mal Fehler machen, fühle ich/wir uns bei TUI Cruises wohl.
Wichtig ist das man nach 14 Tagen vom Schiff steigt und als Rheinländer sagt: "so ett war jut, et hätt Spaß jemacht, mir kommen wieder". Wichtig ist der Gesamteindruck und nicht das einmal nicht perfekt zubereitete Steak, über das sich manche aufregen. Und zwar so aufregen, dass sie es anschießend zu Hause via Internet noch der Welt mitteilen müssen.
Ja es gibt bessere Schiffe, mit einer besseren Kulinark und vielleicht auch mit einem perfekteren Service. Nur kosten die eben auch mehr. Einige davon deutlich mehr. Wer mal kritisch das PLV betrachtet, kann das feststellen.
Es gibt kein Optimum und keine Perfektion. Wenn man allerdings vom Schiff steigt und hat sich rückblickend betrachtet wohl gefühlt hat - tja dann war es doch gut.
Hoffen wir, das wir alle bald wieder das positive "Ja-es-war-gut-Gefühl" erleben können.
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Dem Beitrag kann ich so nur zustimmen - wenn man das Schiff verlässt und das Gefühl „ich verlasse mein Zu Hause auf Zeit“ ist da, war die Kreuzfahrt super.
Wir haben 2014 das KF-Fieber kennen und lieben gelernt. Unser erstes schwimmendes Hotel war die AIDA -Vita im Hafen von Miami. Spätestens ab der Ausfahrt hatte uns das Virus vollends und wir haben begriffen, was das besondere an Kreuzfahrten zu sein scheint. Da es unsere erste Kreuzfahrt war und wir auch nichts anders an Schiffen kannten waren wir auch mit dem „AIDA-Konzept“ und der „nur“ Aussenkabine mega happy und rundum glücklich.
Von Freunden wurde uns dann das TC-Konzept nahegelegt und so waren wir im September 2016 auf der zu diesem Zeitpunkt noch nagelneuen MS 5 auf dem Weg von Bremerhaven nach Mallorca. TC hat die ersten AIDA Eindrücke getoppt. Das Essen war für uns wir von einem anderen Stern, das AI-Konzept hat uns vollends überzeugt. Obwohl das Schiff deutlich größer war (und nicht diesen familiären Charakter der Vita hatte) haben wir von dem Mehr an Menschen gefühlt weniger erlebt.
Seit dem sind wir 6x mal TC unterwegs gewesen und und können keine wirkliche Veränderung der Servicequalität oder das Packages als solches feststellen.
Wie Wupperschiff schon ausführte, es gibt auf jeder Reise Dinge die nicht perfekt sind - aber will man das überhaupt? Welche Steigerungsrate oder Vorfreude hätte man noch auf die nächste Reise, wenn man die perfekte Kreuzfahrt mitgemacht hätte??
Wie an allen Bereichen, welche mit Service zu tun haben, hängt viel an den den Menschen die diesen Service anbieten. Und diese haben gute und weniger gute Tage, wie jeder Gast an Bord im Übrigen auch.
Und wenn man viel mit der gleichen Reederei unterwegs ist, ist es doch normal, wenn einem die Gerichte im Atlantik bekannt und vermeintlich wenig abwechslungsreich vorkommen. Aber „so what“, dann geht man mal in die anderen Restaurants oder gibt auch mal Geld für das Surf&Turf aus geht auf zum Frühstücken ins Esszimmer. Dann ist die Abwechslung wieder da. Das der Tischwein im Atlantik meinem Gaumen nicht mundet weiß ich inzwischen und bestelle entweder welchem aus der Karte oder trinke was anderes. In normalem Restaurants sind die Weine der Karte auch manchmal nur zum Abwaschen zu gebrauchen, nur weiß ich das erst, wenn ich bereits kostenpflichtig bestellt habe.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich mit dem Paket „große Freiheit“ aufgrund des täglichen Essens in den Spezialitätenrestaurants nicht auch irgendwann mal ein nicht so tolles Steak essen „müsste“ - wäre deswegen das Konzept schlecht oder die Qualität an sich hätte nachgelassen - für mich hier ein klares Verneinen.
Vielleicht empfinden viele das TC- Service bzw. das Preis-Leistungsvergältnis als nicht mehr so gut, weil sich schlicht ein Gewöhnungseffekt eingestellt hat und die Erwartungshaltung die eigentliche Gegenewart irreal übertrifft. (zum Vergleich: Welcher Autofahrer würde heute noch Kurbeln an den Fenstern seines neuen PKW toll finden? Waren deswegen aber die alten Autos, die jeweiligen technischen und finanziellen Entwicklungen betrachtet, besser oder schlechter als heute?)
Fazit:
TC hat als Motto „Willkommen zu Hause“. Wenn man das bei der Ankunft auf der Gangway und der Kabine empfindet und ein Wehmutsgefühl am letzten Tag auf der Gangway verspürt - dann hat die Crew und die Reederei alles richtig gemacht - unabhängig von (in jedem Urlaub) vorkommenden nicht perfekten und im Nachhinein auch zu vernachlässigenden Kleinigkeiten. Aber Verbesserungen sind normal und auch von TC gewollt und wer konstruktive Kritik äußern möchte, kann dies am besten auf dem Schiff selbst und direkt tun, als im Nachgang Mails zu schreiben und zu hoffen, individuelle Antworten zu erhalten.
(mal so als Gedankenanstoss: bei voller Auslastung der Schiffe sind jede Woche > 15.000 Menschen an Bord. Wenn nur 1% davon Kritik schriftlich äußert, müssten pro Woche 150 individuelle Antwortschreiben erfolgen - wohlgemerkt nach Recherche zu den von jedem einzelnen Gast vorgetragenen Kritiken).
Also wir sind mit allem so zufrieden wie es ist, freuen uns auf die nächste KF mit einer der MS-Schiffe und hoffen bald wieder „Zu Hause“ an Bord zu sein.