Beiträge von Faulpelz

    Auf einer unserer letzten Reisen muss die Veranstaltung sehr schlecht gebucht gewesen sein. Eine Dame ging beim Frühstück durch die Reihen im Diamanten und versuchte, Gäste mit GGF dazu zu bewegen teilzunehmen. Wir haben es nicht gemacht. Vielleicht war es eine falsche Entscheidung.

    Sollte es für GGF-Bucher inklusive sein?

    War das im Vorfeld zu buchen oder erst an Bord?

    Bei unserer am Sonntag beginnenden Reise ist es zwar in der App aber nicht Verfügbar.

    Wie ich schon schrieb, tauchte es erst in der Woche vor unserer Abreise im "Meine Reise"-Bereich der TC-Homepage auf, zeitgleich auch in der App.

    Es wurde dann aber auch an Bord auf den diversen Bildschirmen intensiv beworben.

    Wenn es nicht mehr verfügbar ist, könnte das darauf hindeuten, dass der Termin schon ausgebucht ist.

    Schliesslich kam der Hauptgang:

    Anschliessend brach die gesamte Showtruppe symbolisch auseinander, und der Conferencièr klagte den Gästen ausgiebig sein Leid, weil nun sein Lebenswerk ruiniert war. Er ging an den Tischen herum und reichte dem Publikum knallpinke «Pralinen mit speziellem Inhalt», die dem Vergessen förderlich sein sollten. (Ich habe eine probiert, war extrem lecker! (mit Marzipan, aromatisiert mit Absinth - auch das passte thematisch sehr gut zu den 20ern) Nur das mit dem Vergessen klappte irgendwie nicht – zum Glück.) ;)

    Danach kam noch der sehr gute Nachtisch:

    Wir haben ihn absolut genossen, wie man unschwer erkennen kann: :)

    Begleitend zum Dessert durften sich dann auch Service und Küchenteam ihren Applaus abholen und sangen uns dazu gemeinsam mit dem Conferencièr «My Way» von Frank Sinatra.

    Fazit: eine wirklich tolle Show, hervorragendes Essen und eine grossartige Atmosphäre, welche uns für mehr als zweieinhalb Stunden ins Berlin der 1920er entführt hat. Total nette Leute (den Marcus sowie einen der Tänzer haben wir ein paar Tage später nochmal beim «Regenbogentreffen» wiedergesehen, die sind echt cool!) und ein sehr aufmerksamer Service, der stets dafür sorgte, dass unsere Gläser niemals leer wurden. Es war lustig, mit beeindruckenden Gesangs- und Tanzeinlagen, immer mal auch ein wenig verrucht (vielleicht ist das der Grund für die Altersbeschränkung?) und eine tolle und stimmige Reise in die Welt vor 100 Jahren. :love: :thumbup:

    Falls Ihr mal die Gelegenheit habt, dieses Dinner auf einer Reise mit TC zu erleben: uneingeschränkte Buchungsempfehlung! :)

    Nach diesen Showeinlagen folgte die Suppe, eine wirklich grossartige Maissuppe, welche am Tisch im Teller angegossen wurde:

    (Für alle von Euch, die schon einmal in Mittelamerika traditionelle Maissuppe probiert haben: vergesst das, diese Suppe war unbestreitbar Oberliga und auf Sterneniveau. :love: )

    Als nächstes folgte der längste Show-Block, in dem die oben bereits erwähnten Geschichten weiterentwickelt wurden. Die Tänzerin versuchte, sich vom Mafioso loszusagen, konnte aber letztlich seiner Macht und seinem Geld nicht widerstehen ;( (stilecht untermalt vom Klassiker «Hey, Big Spender!»):

    Die Oberkellnerin betrank sich mit einem Kellner

    bis beide vom Chefkoch dabei erwischt wurden:

    Um der Aufdeckung ihres Fehlverhaltens zu entgehen, brachten die beiden den Koch sehr akrobatisch um die Ecke: =O

    Zwischendurch gab es weitere Einlagen im Stil der 1920er:

    Und nicht zuletzt ein hinreissender Liebessong besagten Sängers an seinen Chef: :) :*

    (Wobei ich es aber schon… äääh… sagen wir mal... mutig finde, ausgerechnet auf einem Kreuzfahrtschiff «My heart will go on» von Céline Dion aus dem Film «Titanic» zum Besten zu geben... 8| )

    Liebe Foristi!

    Auf unserer letzten Reise mit der MS5 im Juli dieses Jahres waren meine Frau und ich an einem Abend beim Kabarett-Dinner «Koketterie» zu Gast. Da es hier im Forum noch keinen Bericht dazu gibt, habe ich mir gedacht, dass ich diese Lücke mal füllen könnte:

    Interessanterweise tauchte dieses Event erst in der Woche vor unserer Abreise im «Meine Reise»-Bereich auf. Da ich schon seit vielen Jahren ein grosser Fan der «Roaring Twenties» bin, habe ich es spontan für uns beide gebucht. Es ist erst «frei ab 16» (warum auch immer), was unsere Söhne leider ausschloss, aber letztlich wäre es auch nichts für die beiden gewesen. Der Preis für die Veranstaltung betrug 89 Euro pro Person – und das, was wir erlebt haben und serviert bekamen war definitiv jeden Cent wert! :)

    Das Event fand im «Studio» statt, also der zweiten, kleineren Bühne an Bord. Der frei bestuhlbare Bereich der Location war als erweiterte Bühne freigeräumt worden, dafür standen rundherum mehrere 4er-Tische, von denen aber zwei komplett nicht besucht waren. Insgesamt waren von 32 verfügbaren Plätzen nur 23 besetzt. Schade eigentlich, die Veranstaltung hätte definitiv ein volles Haus verdient gehabt. :huh:

    Beim Einlass bekam jede*r Besucher*in zunächst ein Glas Champagner gereicht, damit ging es zu den sehr schön eingedeckten Tischen:

    Meine Frau studierte, wie auf dem obigen Bild ersichtlich, erst einmal die Speisekarte:

    Gleich vorweg: das Essen war echt super! Leider ist aber das Servicepersonal mit der Weinbegleitung ein wenig durcheinandergekommen: den Weisswein gab es sowohl zum Amuse-Gueule, als auch zur Suppe – bei dieser hätte aber bereits der Rotwein wesentlich besser gepasst. Den Rotwein gab es dann zum Hauptgang, dort wäre aber der Rosé wesentlich stimmiger gewesen (diesen haben wir während des gesamten Abends leider überhaupt nicht serviert bekommen). Aber das sind nur kleine Details, die das Erlebnis nicht wirklich beeinträchtigt haben. :thumbup:

    Die Darsteller waren auch zu dieser Phase schon präsent, der Conferencièr ging an den Tischen herum und unterhielt sich mit dem Publikum, ebenso einige Darsteller*innen:

    Als Conferencièr fungierte an diesem Abend übrigens der bekannte Berliner Sänger und Schauspieler Marcus Mundus, einige von Euch kennen ihn vielleicht aus der ARD-Kultserie «Babylon Berlin».

    Nach dem Amuse Gueule

    begann dann die Show, stilecht untermalt vom Song «Willkommen, Bienvenue, Welcome» aus dem Musical «Cabaret»:

    Apropos Musik: die Auswahl der Musikbegleitung war wirklich klasse. Es wurden beileibe nicht nur Songs aus den 1920ern dargeboten, beispielsweise folgte gleich als Nächstes der Song «All that Jazz» aus dem Musical «Chicago» von 1975, welches aber von der Handlung her im Amerika der 1930er angesiedelt ist, was dann wieder sehr gut passte. Im Verlauf kamen dann auch eine Tanzeinlage zu modernem Elektro-Swing, eine Darbietung einer Jazz-Bearbeitung des Hits «Crazy» von «Gnarls Barkley» von 2006 oder auch der Gassenhauer «Bei mir biste scheen» zur Aufführung. Alles sehr stimmig und schön die allgemeine Atmosphäre tragend. :*

    In dieser Anfangsphase der Show wurden auch die drei wesentlichen Storylines des Abends eingeführt: ein schwuler Sänger, der sich endlich traut, dem Conferencièr, welcher verzweifelt um die Zukunft seines Etablissements kämpft, seine Liebe zu gestehen (was später in einer hinreissenden Kussszene gipfelte), eine verarmte Tänzerin, die ihre kranke Mutter versorgen muss, aber sich leider mit einem Mafioso eingelassen hat (der kurz darauf durch akrobatische Fähigkeiten zu glänzen wusste (s.u.)) und ihm regelmässig ihre Trinkgelder abliefern muss, und die Oberkellnerin, die im Verlauf des Abends dahinterkommt, dass die russischen Kellner (ganz tolle Tänzer!) liebend gerne die übriggebliebenen Getränke wegsüppelten (aber dazu später mehr):

    Ich hoffe, die Kreuzfahrt war schön und ihr habt euch gut erholt.

    Es war viel zu heiss! Das hatte ich aber vorausgesehen, wollte eigentlich mit der MS1 auf der Ostsee fahren. Als wir aber die Reise im Herbst 2022 gebucht haben, hatte meine Frau bezüglich Ostsee Bedenken wegen der Entwicklungen in Osteuropa (Stichwort Ukrainekrieg und Herrn Putins Ambitionen, sich das Baltikum einzuverleiben). Deshalb wurde schliesslich das östliche Mittelmeer gebucht (trotz meiner eigenen Bedenken wegen der Hitze).

    Letztlich sind meine Frau und ich sowie unser älterer Sohn mit Atemwegsinfekten aus den Ferien gekommen - klar, wenn man draussen 30-40°C hat und drinnen die kalte und trockene Klimaanlagenluft. Und die Jungs haben bei jedem Ausflug nonstop über die Hitze gestöhnt (aber sie sind ja selbst schuld, wenn sie sich weigern, bei solcher Hitze kurze Hosen zu tragen).

    Aber sonst war es schön, interessante Häfen und Ausflüge, gutes Essen an Bord, schönes Programm. Eventuell mache ich noch einen Thread hier im Forum mit einem kurzen Bericht über das neue Dinner-Varieté "Koketterie", das war nämlich absolut genial. Definitiv die beste Unterhaltungsveranstaltung, welche wir je an Bord eines KF-Schiffes erlebt haben! :love:

    Hallo Faulpelz , gibt es gar keinen Bericht von der Reise? Oder bin ich nur zu doof zum Suchen?

    Nope, diesmal kein Bericht. Ich war mit meinem Bericht vom Februar dieses Jahres von Anfang an irgendwie unzufrieden, erreichte leider fast nie das Niveau meiner früheren RBe und fühlte mich immer mehr unter Druck - er ist bis heute nicht fertiggestellt. Deshalb habe ich schon lange vor dieser Reise beschlossen, mal auszusetzen und keinen Bericht zu schreiben.