Beiträge von Sola76

    Da denke ich doch, dass das ein Feuerwehrschlauch ist - macht ja Sinn in der Stadt mit den vielen Holzhäuschen.

    Schade, dass Ihr die Fahrt auf dem Fjord gestrichen habet - diese haben wir in Stavanger als "Regenprogramm" gemacht, da bei uns das Wetter leider nicht gut genug war, um die geplante Wanderung auf den Preikestolen zu machen. Uns hat die Fahrt sehr gut gefallen.

    Ach, wenn ich das so alles sehe, muss ich doch mal wieder aufs Schiff ....

    Gruß

    Joni

    Feuerwehrschlauch - die Kandidatin hat 100 Punkte , liebe Joni ! :thumbup:

    Die verpasste Fahrt auf dem Lysefjord wäre doch mal ein Grund, nochmal herzukommen, oder? ;)

    17.08.2018 Stavanger – bewölkt, aber Potenzial nach oben

    Der letzte Landttag brach herein. Ein bisschen wehmütig schaute ich nach draußen. Der Himmel war noch bewölkt, aber die Morgensonne brach sich schon Bahn.

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    Staunend sah ich zu, wie Kapitän Holm mit seiner Crew unsere Mein Schiff 5 rückwärts in den schmalen Hafen von Stavanger bugsierte. Das krieg ich oft nicht mal mit unserem PKW hin. Deshalb ist er ja der Kapitän, und nicht ich. 8)

    Stavanger sah von oben schon recht einladend aus. Was mir dort so gefällt, dass man mitten im Ort ist. Man purzelt vom Schiff und ist gleich in Gamla Stavanger, der schönen pittoresken Altstadt.

    Nach unserem Frühstück (wo wohl, na in der x-Lounge;)) sind wir gemütlich vom Schiff geschlendert und Richtung Altstadt gelaufen. Dort haben wir uns die niedlichen Gässchen angeguckt.


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    Wer bist Du denn?

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    Hier fühlte ich mich in einen Inga-Lindström-ZDF-Film hineinversetzt. Richtig niedlich, das hat uns gut gefallen. Die Sonne schien immer mal wieder, das Wetter spielte mit.

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    Meine Kinder haben ein Brünnele zum Plantschen entdeckt.


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    Bilderrätsel : Was ist das?:D


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    Nachdem wir eine Weile dort herumspaziert sind, war der Plan, eine Schiffstour auf dem Lysefjord zu unternehmen. Am Hafen gibt es private Anbieter. Gerade, als wir dorthin wollten, öffnete der Himmel seine Schleusen und es kam ein Regenschauer auf uns runter, den ich in dieser Intensität selten noch erlebt habe. Gott sei Dank konnten wir uns recht schnell unterstellen.

    Richtige Sturzbäche sind die kleinen Gässchen hinuntergelaufen, das war ein Schauspiel! Nach einer Weile des Wartens wurde der Regen weniger, es tröpfelte nur noch. Auf eine Bootstour hingegen hatten wir keine rechte Lust mehr. Nach ein wenig herumschlendern sind wir wieder zurück aufs Schiff.

    Dort ins Gosch und uns im Buffettrestaurant ein wenig gestärkt, mit einem schönen Blick auf Stavanger.

    Auf der Kabine lagen schon die Abreiseinformationen bereit – schnüff. Die Tage rasen nur so dahin, das gibt es doch nicht! Auch meine frische Wäsche lag bereit – ich hatte am Tag zuvor einen Wäschesack mit dem 19.90 Euro Angebot gefüllt.

    Ein paar Worte dazu: Nach unserem kleinen Zwischenfall in Geiranger (ihr erinnert euch – Tochter – Serpentinen - ….) hatte ich das Bedürfnis, Wäsche zu waschen. Da kam das Wäschesackangebot gerade recht. Dank euch lieben Foris wusste ich, wie man den Sack am besten packt: Die Wäsche rollen, dann geht ordentlich was hinhein. Es stimmt! Ich hab einiges reingepackt, der Beutel war proppenvoll. So uns jetzt noch eine Info für die Damen unter uns (die Herren bitte weiterscrollen): ich habe einen Bügel-BH mit reingegeben (Geiranger, ist wisst ja…). Ich dachte, hop oder top, entweder er überlebt es oder nicht. Und er hat überlebt! Der BH kam tiptop und sauber duftend zu mir zurück, so wie die andere Wäsche auch. Klar, ganz empfindliche Teile wie Seidenblüschen oder Sommerkleidchen würde ich da jetzt nicht reinpacken, aber normale Kleidung geht allemal. Super! So konnte ich doch schon einen Großteil Wäsche sauber mit nach Hause nehmen.

    Draußen besserte sich das Wetter wieder. Wir beschlossen, den schönen Nachmittag auf dem Schiff zu genießen. In der Außenalsterbar lässt es sich gut aushalten, wenn die Sonne scheint und man einen tollen Ausblick hat. Sohnemann spielte mit ein paar Jungs in der offenen Arena Fussball, Töchterlein unterhielt die Passagiere am Nachbartisch. Schön!

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    Gegen später haben wir noch unseren Balkon genossen. Muss ja auch mal sein, sonst ist der so einsam.

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    Das Auslaufen haben wir diesmal auf dem Pooldeck erlebt, etwas wehmütig blickte ich auf die sich entfernende Norwegische Küste. Schön wars.


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    Das Abendessen haben wir im Atlantik Mediterran eingenommen. Hmmmm…lecker und schönes Ambiente.

    Nach ein paar Absacker und der üblichen Schiffsrunde sind wir dann ins Bettchen, morgen ist der letzte (See)-tag an Bord. Übrigens hatte der Wellengang zugenommen, man spürte nun deutlich immer wieder ein leichtes Schaukeln oder Ruckeln. War aber nicht weiter schlimm, es hat uns nichts ausgemacht.

    Hallo Sola76 ,

    ein sehr schöner Bericht mit tollen Fotos.

    Und schön, dass ich auch als Inspirationsquelle beteiligt war :)

    VG Sven

    Danke lieber Sven, für das Lob und für deine Inspirationen :)


    16.08.2018 – Bergen – Regen, was sonst?

                                                                                            

    Der Blick nach draußen am Morgen verhieß nichs Gutes: Tiefliegende Wolken und „liquid sunshine“, wie unsere britischen Freunde es formulieren. Wobei es mehr liquid, als sunshine war.

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    Naja, was wunder ich mich? Gilt doch Bergen als regenreichste Stadt Europas – da ist das ja schließlich der Normalzustand. Darauf hatte ich mich im Vorfeld darauf eingestellt, und mich und meine Familie mit regenfester Kleidung eingedeckt. Als positiver Mensch, der ich nun mal bin, sah ich es einfach als Test für unsere Regenklamotten.

    Nach einem guten Frühstück diesmal im Tag&Nacht-Bistro verließen wir unser trockenes Schiffchen Richtung Bergen.

    Dort war schon eine kleine Völkerwanderung im Gange, viele Mitpassagiere zog es trotz Regen in die Stadt.

    Nach einer kleinen Sightseeing-Tour im alten Stadtviertel Brügge wurde der Regen etwas weniger und hörte schließlich ganz auf.

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    So zog es mich mit meinen Lieben Richtung Floibanen. Ich wollte zu gern auf den Floyen fahren und die  Aussicht von dort oben genießen.

    Gesagt, getan, wir marschierten los Richtung Talstation. Es war so gegen 10.30 Uhr, als wir dort waren. Ich hatte schon die Befürchtung, das es eine ellenlange Schlange haben würde. Als wir ankamen, war die Überraschung groß. Nur ein paar Menschen standen davor. Ja wie, was ist denn heute los? Das hat sich uns dann gleich offenbart: STROMAUSFALL! Im ganzen Viertel, so auch bei der Bahn sei der Strom ausgefallen. Ursache und Dauer sei noch ungewiß, erklärte eine charmante norwegische Angestellte der Bahn. Man könne gerne warten oder zwischenzeitlich in die Stadt.

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    Was nun? Da wir ganz vorne standen und es gerade trocken war, fasste ich den Entschluß: Wir warten ein bisschen. Unsere Kleine schlief gerade im Buggy und der Große spielte mit Kindern, die hinter uns in der Reihe warteten. Viele Leute gingen wieder, so dass wir ein überschaubares Grüppchen waren. Na prima, dachte ich, da bist Du einmal in Bergen und es gibt Stromausfall an der Floibanen (kommt ca. einmal im Jahr vor, sagte die nette Dame ……). Gerade, als wir aufgeben wollten, ging das Licht an! Im wahrsten Sinne des Wortes! Der Strom tat wieder! Juhuu, so konnten wir als eine der ersten in die Bahn einsteigen.

    Kaum oben angekommen, fing es an, aus Kübeln zu schütten. Es kam ordentlich was runter, und wir beschlossen, uns erst ein Weilchen unterzustellen. Der Regen wurde langsam etwas weniger, und da ich aus dem Forum wußte, dass es dort ober einen schönen Spazierweg Richtung See gibt (danke Fabio meinschiff2712 und andere), zogen wir los. Im Wald schützen auch die Bäume etwas vor dem Guss von oben. So liefen wir zum See und hielten uns dort eine Weile auf. Es war ziemlich idyllisch dort, bei Sonne wäre es natürlich noch viel schöner gewesen. Aber Sonne kann ja jeder! :P


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    Zurück an der Bergstation habe ich doch noch die Floienaussicht betrachten können. Es regenet immer noch, aber nicht mehr ganz so stark.

    Schon eine tolle Aussicht von da oben! Das Nordland ist doch einfach schön! Habe ich das schonmal gesagt?


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    Als wir wieder unten in der Stadt waren, wollte ich ursprünglich eigentlich noch auf den Fischmarkt. Aber meine Kinder streikten, es hatte wieder stärker zu regnen angefangen und ich hatte ehrlich gesagt auch keine Lust mehr. So gingen wir zurück zum kuschelig warmen Schiff und machten uns noch einen schönen Restnachmittag.

    Mein Mann ging die Sauna testen, mein Sohn verschwand in den KidsClub und meine Tochter und ich machten uns einen schönen Ladies Nachmittag im KidsClub und in der X-Lounge bei Häppchen und Champagner (für mich) und heißen Kakao (für meine Tochter). Hach, ist das Leben schön!

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    Abends gingen wir heute mal in den Ankelmanns essen. Als wir danach wieder über das Schiff schlenderten, konnte uns unser Sohn überreden, ihn eine Weile im „Videospielhölle-Paradies“ zocken zu lassen. Ok, eine Weile durfte er und wir gingen indes, da auch unsere Kleine noch fit war, ins Studio. Dort gab es heute Abend Musik mit dem Titel „More than Words“ – Hits aus den 70er, 80ern und 90ern von einer kleinen Band vorgetragen. Sängerin, Gitarrist und Keyboarder. Das war richtig toll! Das ganze Studio sang und klatsche mit bei den Hits von Bryan Adams, Queen, Bon Jovi, Eagles, … und und und. Die drei waren gute Musiker und die Sängerin hatte eine tolle Stimme! Bei Mojitos und mitreißender Musik ließen wir den Abend ausklingen.

    Auf dem Balkon in der Kabine konnten wir noch beobachten, wie der Lotse abgeholt wurde. Pünktlich zum Abend riß der Himmel auf und ein wunderschöner Sonnenuntergang war die Belohnung für den Dauerregen am Tag. Mich haut jedesmal das Wolkenspiel vom Hocker, ich finde, das sieht man nur so im Norden.


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    Morgen geht’s nach Stavanger, der letzten Station unserer Reise. ;(

    Sehr schöne Fotos....

    Die Erfahrungen mit dem Schokobuffet und dem drängeln haben wir auch schon gemacht. :cursing:

    Diese Situation war aber wirklich die einzige, an der mir manche Zeitgenossen auf dem Schiff negativ aufgefallen sind. Sonst haben wir durchweg nur ganz nette Mitpassagiere getroffen :thumbup::) Wahrscheinlich führt der Schokoduft zu einer Mutation in den Gehirnwindungen so a la Dr. Jekyll und Mr. Hyde :D*spaß*

    Wunderschön, eure Bilder! Besonders von Geiranger! Sola76 .

    Und zuckersüß deine Variante mit dem unkenntlich machen des Gesichts bei deiner Tochter beim Frühstücl in der xlounge! :love:

    Liebe Grüsse, Marion

    Ach,du machst mir das Leben mit deinen schönen Fotos auch nicht leicht. Nach dem Hurtigroutenvirus , welchen ich 6 oder 7 Mal mit einer Nordkapreise behandeln musste ( irgendwann habe ich die Übersicht verloren) wechselte ich vor ein paar Jahren in den Süden und erkrankte am Mein Schiffvirus. Bei deinem Bericht verspüre ich wieder die alten Gefühle für Norwegen- aua||Und deine Tochter ist echt zum knutschen und ihre Rückseite verführt so richtig zum reinzwicken :love:. Pst - ihr nicht weitersagen;)Bilder mit Personen beleben echt ein Foto, auch wenn sie ihr Gesicht so süß hinter den Händchen verstecken<3

    lg Christine

    Ja der Nordland- und Schiffsvirus || Ich glaub ich bin auch befallen...

    Das Foto mit meiner Tochter entstand zufällig. Ich wollte sie fotografieren und sie hat dann die Händchen vors Gesicht geschlagen. Ich dachte gleich beim Sichten der Bilder, hey das ist was fürs Forum :) und das mit dem Reinzwicken bleibt unter uns :D<3

    15.08.2018 Molde – bedeckt aber trocken

    Beim morgendlichen Gang auf den Balkon war es amtlich : Der erste trüber Tag der Reise war gekommen. Das tat aber dem schönen Panorama von Molde nur unwesentlich Abbruch. Wichtig war, dass es einigermaßen trocken blieb, hatte ich doch für uns heute eine Wanderung auf den Varden geplant. Wofür hatte ich sonst den Kraxl (=Kindertrage) mitgenommen? Inspiriert durch einige Foriberichte (z.B. mal wieder unter anderen CosmoST) wusste ich, dass der Weg zwar an sich passabel war, aber nicht unbedingt kinderwagentauglich. Und meine 2,5 jährige komplett laufen zu lassen, war mir zu riskant bzw. ich wusste, das wird nix.

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    Gestärkt nach einem wieder mal sehr guten Frühstück in der x-lounge machten wir uns voll ausgerüstet auf den Weg.

    Oben auf dem Varden konnte man doch die 222 umliegenden Berggipfel der Region bewundern.

    Der schöne Weg führte uns erst etwas durchs Örtchen

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    Vorbei am Romsdal Museum

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    Und dann immer weiter nach oben. Der Himmel riss ein wenig auf, wir kamen gut ins Schwitzen und mann konnte schon schön die Berggipfel sehen.

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    Auf der Wegstrecke war es interessant, fand doch mein Sohnemann allerhand Steine, Äste und Kiefernzapfen, die man gut in die kleinen Bächlein werfen konnte. Auch wilde Heidelbeeren gab es noch, die mir von einem vorbeiwandernden Local als gut essbar empfohlen wurden.

    Bei einer Rast genossen wir den Ausblick und fühlten uns etwas an Kanada erinnert. Wirklich schön, wie dieses Molde zwischen den Gipfeln und dem Wasser liegt. Ganz nach oben haben wir es leider nicht geschafft, aber der Ausblick hat uns auch so gereicht.

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    Gemütlich wanderten wir wieder hinunter und stillten unseren Hunger auf dem Schiff im Tag&Nacht Bistro mit leckeren Burgern und was es dort sonst noch alles gibt.

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    Die Ausfahrt genossen wir teilweise auf dem X-Sonnendeck. Im Hintergrund seht ihr den Miniatur-Tafelberg *spaß*


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    Zwischendurch war mein Sohn im KidsClub, mit der Kleinen sind wir übers Schiff gewandert und haben den guten Service genossen.

    Rundum ein schöne Tag, und es tat gut, mal wieder etwas aktiver zu sein – man wird ja auf dem Schiff so was von kugelrund, unglaublich! ;(


    So, für heute bin ich fertig, gute Nacht und morgen kommen wir nach Bergen.

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    14.8.2018 Geirangerfjord – erst wolkig, dann Sonne satt

    So, nun kam der große Tag: Die Einfahrt in den Geirangerfjord.

    Darauf hatte ich mich im Vorfeld am meisten gefreut. Das ist doch das Nonplusultra eines jeden Fjordreisenden, oder? Ich wurde früh wach, so kurz vor fünf ging ich mit Fotohandy und dick eingepackt in meine Decke auf unseren Balkon. Es war schon dämmerig und das erste Morgenlicht kam durch die leichte Wolkendecke. Ich stand einfach nur da, so dass ich teilweise vergessen habe, zu fotografieren. Ich genoß nur den Moment, dass Jetzt und Hier. Was mir als erstes auffiel, war die Stille. Eine Ruhe und Stille, wie man sie nur selten eben nicht zu hören kriegt. Ab und zu wurde diese Stille durch das leichte Plätschern des Wassers unterm Schiffskiel unterbrochen oder von den vielen kleinen Wasserfällen, die die Berge hinunterrieselten. Ich verspürte nur Ehrfurcht und Freude, dass zu sehen. Mein Mann kam kurz danach auch auf den Balkon, die Kinder schliefen noch. Gemeinsam genossen wir das Dahingleiten, fast Schweben über den Fjord und ab und zu dachten wir an ein Foto. Nach oben an Deck konnte ich wg. den Kindern nicht gehen, mein Mann ging kurz hoch, kam dann aber nach ein paar Minuten wieder zurück. Ihm herrschte zu viel Trubel oben, er wollte lieber weiter mit mir diese Stille genießen. Auch schön! Schließlich kamen wir im Ort Geiranger an, vor uns war schon die Europa 2, aber wir durften in die Pole Position, den Seawalk. Später kam dann noch die Norwegian Jade hinzu, so dass wir zu dritt im kleinen Geiranger waren. Diese Einfahrt war wunderschön, gerne würde ich sie nochmal wiederholen (vielleicht?).

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    Die Kinder wurden jetzt auch wach, und wir machten uns in aller Ruhe fertig. Außerdem wurde das Ausklappen des „Zollstocks“, des Seawalks, der genau steuerbordseitig  vor unseren Augen angedockt wurde, angeschaut. Das war echt interessant! Auf die Frage, wohin zum Frühstück kam die einhellige Antwort: in die x-Lounge zu Hr. Schäfer! Es war wieder mal sehr schön, vor dieser grandiosen Kulisse zu frühstücken. Den Blick auf die Europa 2 gabs gratis dazu.

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    Wir hatten keine Eile, denn unser einziger gebuchter Ausflug der Reise startete erst um 11.30 Uhr. Ich hatte über den privaten Anbieter Geiranger Fjordservice bereits im Februar die „Exclusive Panorama Tour“ gebucht. Exclusive deshalb, weil das eine Tour in einem Kleinbus mit max. 16 Personen ist. Diese Tour wird seit 2017 angeboten und beinhaltet die Fahrt zur Fydalschlucht mit 15-minütigem Fotostopp, hoch zum Dalsnibba, ebenfalls mit 15-20 Minuten Stopp und dann noch einen Abstecher zur Adlerkehre mit ebenfalls 15- minütigem Aufenthalt. Insgesamt sollte die Tour 3 Stunden und 15 Minuten gehen und Start war hinter der Touri-Info im Hafen. Dies kostete für uns vier ca. 120 Euro, bei TUI hätten wir um einiges mehr bezahlt und wären im Großraumbus unterwegs gewesen. Ich hatte deshalb schon im Februar online gebucht, da ich als schlauer Fori wußte, dass am 14.8. drei Kreuzfahrtschiffe im Hafen sein werden und so eine Tour schnell ausgebucht ist. Was dann auch so war, kurz nach meiner Buchung waren die 3 Touren an diesem Tag voll. Glück gehabt! Also Tip an alle: Solltet ihr eine private Tour buchen wollen, schaut mal auf der Homepage vom Geiranger Port nach, wieviele Schiffe an eurem Termin im Hafen sind und richtet dann eure Buchung danach. Nicht das man am Tag der Tage blöd aus der Wäsche guckt.

    Zunächst spazierten wir dann eine Weile im Örtchen Geiranger herum, sahen unser Schiff von allen Seiten an und bahnten unseren Weg durch die Menge. Es war ganz schön was los im Örtchen! Also ruhig konnte man das nicht mehr nennen. Wir beschlossen, nach unserer Bustour noch den Wasserfallweg zumindest teilweise hochzulaufen. Aber erst galt es, unser Ausflugsbusle zu finden.

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    Wir warteten wie vereinbart hinter der Touriinfo, und nach einer Weile des Wartens kam dann unser Bus. Tatsächlich ein neuer 16-Sitzer, sogar 2 Kindersitze hatte der Busfahrer dabei. Bei Buchung muss man nämlich auch das Alter der Kinder mitangeben. Fand ich toll! Der Bus war wie erwartet bis auf den letzten Platz besetzt und es ging los. Der Busfahrer erzählte einiges über Land und Leute, allerdings nur auf Englisch. Für uns kein Problem, aber gut zu wissen.

    Die 3 Stopps waren wie erwartet toll. Zumal das Wetter uns wirklich einen Traumtag beschert hat. Sonnig und nachmittags fast 25 Grad. Bombe! Das war meine größte Sorge, dass wir an unserem einzig gebuchten Ausflug im Nebel und bei Dauerregen durch die Botanik gondeln. Aber der Wettergott hat es gut mit uns gemeint.

    Seht selbst:

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    Pünktlich ca 3 Stunden später kamen wir wieder am Hafen an. Der geplante Spaziergang zum Wasserfall musste leider ausfallen, da meine Tochter sich genau an der letzten Adlerkehre beim Zurückfahren auf die Mama übergeben hat. Hurra! Der Traum eines jeden Serpentinencruisers! Zum Glück für den Busfahrer landete alles nur auf Mamas Shirt und der Bus und die anderen Insassen blieben verschont. Hallelujah! Nun ja, was soll ich sagen, unser Weg führte uns nun gleich wieder aufs Schiff zum Umziehen und frisch machen. Der Tochter ging es übrigens gleich danach wieder blendent, das ist die Hauptsache. Naja, dann müssen wir halt nochmal herkommen!

    Die Tour als solches kann ich empfehlen, es ist schon toll, in kleinerer Gruppe unterwegs zu sein. Preislich auch passabel, wenn man es mit den Reedereien vergleicht. Natürlich ist es touristisch, was will man an so einem Hotspot erwarten, wenn auf einmal 6000 Leutchen den Ort bevölkern, Aber die atemberaubende Natur entschädigt einen dafür finde ich.

    Den Nachmittag ließen wir auf der Außenalsterbar mit tollem Panoramablick ausklingen. Die Tochter bekam vorsorglich einen Kamillentee.

    Am Morgen hatte ich beim Frühstück die Idee: Ich könnte doch zur Feier der Örtlichkeit einen Tisch zum Abendessen in der X-Lounge reservieren (inspiriert von dominikahoi und anderen). Wir hatten etwas Bordguthaben, das könnte man doch da für die Getränke auf den Kopf hauen. Diese Idee hatten wohl einige, aber wir hatten Glück und der nette Hr. Schäfer hat uns den letzten Tisch gegeben. Freu!

    Die Ausfahrt um 18 Uhr dann beim anschließenden Abendessen dort zu erleben, kann ich nur empfehlen. Es ist wirklich schön. Wir wurden sogar mit Bollerschüssen verabschiedet.


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    Danach war noch am Pooldeck eine Hütten-Party mit dem legendären Schokobüffet. Dieses haben wir leider nur aus der Ferne gesehen. Das war der einzige Moment der Reise, an dem ich einige Mitreisende gerne auf den Mond geschossen hätte. Da wurde mit Ellenbogen gekämpft und in der Schlange gedrängelt. Mein Sohn war ganz enttäuscht, es gab kein Durchkommen. Glücklicherweise fanden wir am nächsten Tag auf der Kabine als Präsent einen ganzen Teller der leckeren Schokolade vor. Dies hat ihn wieder versöhnlich gestimmt. Müde von dem langen Tag sind wir dann später in unsere Kabine. Eine Weile stand ich noch mit meinem Mann auf dem Balkon, da man noch ganz lange die Fjordlandschaft an sich vorbeiziehen sehen konnte.

    Ein schöner Tag ging zuende, morgen geht's nach Molde!

    Alesund ist einfach wunderbar.

    Gerade die Einfahrt ist unglaublich beeindruckend.

    Die Aussicht auf die Stadt erlebten wir damals leider nur im totalen Regen.

    So im Sonnenschein ist die Stadt noch viel schöner :)

    Lg ücki

    Da hast Du wirklich Recht, liebe Ücki. Ich hatte ja schon vorher viele Bilder von Alesund hier im Forum gesehen und wettertechnisch war da ja alles dabei. Wir hatten wirklich Glück, so bei Sonne war das eine Traumkulisse. :love:

    Sola76

    Jetzt aber husch,husch mit aufs Schiffchen. Ich quetsch mich noch in eine Ecke des JS-Balkons (ist ja groß genug). Hier wird die komplette Reise- und Ausflugsplanung + Buchung auch von mir übernommen ( allerdings nickt der Mann vorher großzügig ab..........."mach wie Du meinst - wird schon passen"). Ebenfalls die ganze Logistik sowie Gepäckplanung und "Packung" darf Frau Mama für die 4köpfige Bande übernehmen.

    Nur das bepacken der Familienkutsche übernimmt der liebe Mann - und Autofahren darf er auch den Großteil ;-)

    So ist das bei uns auch immer ^^nor in diesem Fall habe ich vor der Buchung vergessen, meinen Mann vorher abnicken zu lassen.... :saint:

    13.8.2018 Alesund – Sonne pur

    Am frühen Morgen konnte ich es kaum erwarten, das erste Mal norwegisches Festland zu sehen. Beim Rausspicken aus dem Balkonfenster konnte ich Hr. Holm bei der Arbeit betrachten.

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    Die Landschaft draußen beim Aufgehen der Sonne war wunderschön. Liebliche Hügel und schimmerndes Wasser sorgten für eine traumhafte Kulisse. So habe ich mir das vorgestellt! Ich hatte manchmal den Eindruck, gleich springen ein paar Hobbits hinter den Felsen hervor und ich befinde mich im Auenland.

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    Wir ließen uns Zeit und genossen die vorbeiziehende Landschaft und das Anlegemanöver. Wir hatten keinen Ausflug gebucht und konnten uns so ganz entspannt fertig machen. Gegen 8.30 Uhr sind wir heute in das Bedienrestaurant Atlantik Mediterran gegangen. Ich wollte das gerne auch einmal ausprobieren und meine Familie fügte sich wie immer meinem Entschluß. Wir fanden es sehr gut und genossen es, mal so richtig bedient zu werden. Die Servierwägelchen, auf denen die Speisen angekarrt wurden, sorgten bei meinen Kindern für Entzücken. Hei, das wäre was für zu Hause! Eierspeisen und Kaffeespezialitäten kann man beim Kellner ordern und die anderen Speisen vom Wägelchen aussuchen. Marmelade, Butter, eine kleine Brötchenauswahl sowie Filterkaffee in der Kanne standen bereits auf dem Tisch. Die Marmelade ist übrigens die gute D’Arbo aus Österreich, die Sorte Marille (Aprikose) haben wir daheim auch immer und wird von uns mit Vorliebe verspeist – lecker!

    Nach dem gemütlichen Frühstück sind wir von Bord. Draußen erwartete uns heller Sonnenschein, das Regenzeug konnte man getrost auf dem Schiff lassen. Aus dem Internet und dem Forum wusste ich, dass es eine Bimmelbahn (City Train) gibt, die man vor Ort buchen kann. Ich wollte dieses Transportmittel nutzen,  vor allem um zum Aussichtspunkt zu kommen. Gleich neben dem Anleger stehen die Büdchen, an denen man verschiedene Touren und auch Karten für die Bahn bekommt. Was ich nicht ganz so toll fand: Bei Kartenerwerb musste man sich gleich für eine Uhrzeit entscheiden. Die Bahn fährt zwar halbstündlich, aber man kann nicht nach Belieben einsteigen. So wählten wir 11.30 Uhr, um zunächst einmal ein wenig durch Alesund zu bummeln.



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    Um 11.30 Uhr stiegen wir in unser Bähnchen (Kostenpunkt für uns vier umgerechnet ca. 50 Euro) und fuhren los. Das Bähnchen macht eine Stadtrundfahrt und erklimmt dann auch den berühmten Aussichtspunkt. Dort gibt es einen Fotostopp von ca. 15 Minuten und die Bahn fährt wieder herunter. Es gibt auch Kopfhörer mit Sprachauswahl, der leider bei uns nicht richtig funktioniert haben. So bekamen wir herzlich wenig von der Fakten rund um Alesund mit. Fand ich nicht so schlimm, die Landschaft sprach für sich und das war uns genug. Der Aussichtspunkt oben war wunderschön. Natürlich war sehr viel los und wir hätten uns mehr Zeit oben gewünscht. Aber mir war schon vorher bekannt, dass wir wenig Zeit oben haben werden. Schade wars trotzdem.

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    Nach Ankunft im Hafen (die Fahrt dauert insgesamt so 75 Minuten) sind wir zunächst wieder aufs Schiff und haben uns gestärkt. Wir sind diesmal ins Gosch in den Buffettbereich und haben uns leckeren Backfisch, Thainudeln und Salat einverleibt. Der Kleinen Maus habe ich vorher Kartoffelbrei vom Ankelmanns am Kinderbuffet geholt und mit ins Gosch genommen – kein Problem.

    Nach der Mittagspause sind wir nochmals vom Schiff und haben einen kleinen Spaziergang rund um den Hafenbereich gemacht. Das empfinde ich als großen Vorteil dieser kleinen schnuckeligen Häfen: man kann wirklich kleinere Ausflüge machen und nach einer Rast auf dem Schiff nochmal los. Dies ist gerade für Familien mit kleineren Kindern von großem Vorteil meines Erachtens. Einen anstrengenden Tagesausflug ist nicht jedermanns Sache.

    Den späten Nachmittag haben wir gemütlich auf dem Balkon verbracht und uns gesonnt – ja wirklich, es war so warm und sonnig, dass ich mir fast einen Sonnenbrand auf den Beinen geholt habe.

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    Abends sind wir dann nochmals in Atlantik Mediterran zum Abendessen. Wir fandens klasse! Die Kinder haben Malutensilien bekommen, um sich zu beschäftigen. Es gibt auch eine Kinderspeisekarte. Die Kellner haben ein bisschen Gas gegeben, als sie gesehen haben, dass wir mit 2 Kids essen. So hat die Menüfolge ca 1-1,5 Std. gedauert, für uns optimal. Das Essen köstlich und die Atmosphäre hat uns auch total gefallen!

    Danach wie immer noch ein bisschen übers Schiff geschlendert, an der ein oder anderen Bar etwas getrunken und dann ins die Kabine. Das Auslaufen haben wir vom Balkon aus betrachtet, da dieses um 22 Uhr stattfand. Die Kinder schnarchten schon und wir konnten die romantische Abendstimmung auf uns wirken lassen. Dank Minibar war ein Absacker auch noch drin.

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    Uns hat Alesund sehr gut gefallen, der CityTrain (Bimmelbahn) war ok, aber nicht der Brüller. Allerdings war uns die andere Option, mit Kind und Kegel die 418 Stufen raufzuklettern auf den Aussichtspunkt, zu anstrengend.

    Ein schöner Tag ging zu Ende und morgen kommt die große Einfahrt in den Geirangerfjord!

    Sola76 ,

    ich bin auch super gespannt auf deinen Reisebericht und auch darauf, wie es deinem Mann gefallen hat (kann es mir aber schon fast denken;)).

    Wir sind uns bestimmt in Bremerhaven über den Weg gelaufen, denn wir haben das Schiff ja am 19.8. dann von euch übernommen.:)

    LG Andrea

    Ja mein Mann.... hihi werde am Schluss noch was dazu schreiben :):S

    Bestimmt sind wir uns in BHV über den Weg gelaufen, ich hab nur den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen ;)