"China Town", nicht "Little China"
Den Rest unterschreibe ich.
Lass ich gelten.
Aber weiter in der Reise. Erster Anlaufhafen Phu My. Mekongdelta kannten wir schon, daher haben wir einen entspannten Halbtagsausflug am Nachmittag über TC gebucht. Nannte sich "authentisches Vietnam" und sollte u.A. den Besuch eines typischen Wohnhauses enthalten. Das war bei uns nicht der Fall, wir haben lediglich den zugehörigen Garten besucht. Wir hatten eigentlich mit einem Fake-Wohnhaus für Touris gerechnet, aber es ging zu einem tatsächlich bewohnten Haus und da habe ich durchaus Verständnis dafür, dass nicht ein kompletter Ausflugsbus durchgeschleust wurde. Es gab noch die Besichtigung einer Tempelanlage und eines lokalen Marktes. Ersteres war etwas gehetzt, letzteres eigentlich überflüssig, weil eher uninteresant. Die Verkaufsstände am Straßenrand, die wir im Bus passierten, waren viel spannender. Es gab noch einen Kaffeestop, bei dem man zwischen schwarzem Kaffee, Kaffee mit gezuckerter Büchsenmilch (angeblich landestypisch) und einer dritten Variante, an die ich mich nicht mehr erinnere, wählen konnte. Wir haben uns für die landestypische Variante entschieden, die dann in Umgebungstemperatur serviert wurde. Hätte man noch einen Eiswürfel dazugegeben, wäre ein potentiell durchaus leckerer Eiskaffee dabei herausgekommen.
Anfangs irritierend aber dann objektiv betrachtet fast genial war unser Führer, der seine Texte in sein Handy sprach und dieses dann seine Kommentare in Deutsch übersetzen und über Lautsprecher abspielen lies. Das Ergebnis war überraschen gut und deutlich besser als eine englische Führung. Irritierend nur, dass die Übersetzung bei einem männlichen Führer mit einer weiblichen Stimme erfolgte. Aber alles jederzeit verständlich und durchaus sinnvoll übersetzt. Etwas weniger positiv war das Angebot des Reiseführers zum Umtausch von EUR und USD in lokale Währung, verbunden mit dem Hinweis, dass ein Umtauch ausserhalb des Busses (durch ihn) nicht möglich sei und auf dem Markt nur mit vietnamesichen Dong bezahlt werden könne. Das großzügige Umtauschverhältnis waren EUR 10 in 200.000 Dong. Den gleichen Kurs gab es für USD 10, was schon alles sagt. Effektiv betrachtet war das ein Aufschlag von 50% zu Gunsten des Reiseführers. Das Trinkgeld habe ich mir dann geschenkt, das habe ich als eingepreist betrachtet.
Alles in allem war das Preis-/Leistungsverhältnis ok.
Eine Beobachtung, die sich leider die ganze Reise durchzog: Die Desinfektionsspender bei der Wiedereinschiffung waren leer. Das war auch auf dem Schiff ständig der Fall. Wir haben uns einen Spaß daraus gemacht und auch auf dem Schiff jeden Spender getestet, den wir passierten. Gefühlt hat jeder 3. nicht funktioniert. In einem Fall über mehrere Stunden. Nach dem Aufenthalt in Hongkong wurde etwas besser, aber so richtig OK fanden wir das nicht. Insbesondere nicht, wenn dann der Kreuzfahrtdirektor bei seinen Durchsagen auf die Wichtigkeit der Hygienemaßnahmen hinweist.
Danach folgte wieder ein entspannender Seetag auf dem Weg nach Chan May. Fortsetzung folgt.
VG
D.
