In Chan May hatten wir einen TUI-Ausflug gebucht. Ich weiß nicht mehr genau, wie er hieß, glaube Hue in kleinem Kreis. Der "kleine Kreis" bestand im Transport in einem Kleinbus mit 12 Personen, genauer gesagt in 4 oder 5 Kleinbussen. An den Stationen war man dann wieder eine große Gruppe und durfte sich die Übersetzung des begleitenden TC-Mitarbeiters anhören. Das war absolut nicht das, was wir erwartet haben und hat für uns alle derartigen Ausflüge für die Zukunft disqualifiziert. Der Gipfel war dann, dass wir bei der Rückfahrt an der Anlagestelle vorbei gefahren sind, in ca. 6 Km Entfernung, lt. Google Maps 8 Min.zu fahren. Begründung war eine Toilettenpause, für die wir dann über 20 Km Umweg gefahren sind und die den Ausflug um mehr als 45 Minuten verlängert hat. Ich vermute mal, weil diese überflüssige Toilettenpause mit einer weiteren Einkaufsmöglichkeit verbunden war und der lokale Reiseveranstalter daran partizipierte. Da sich dort etliche Ausflugsbusse versammelten und dann zeitgleich beim Schiff ankamen, war die Warteschlange an der Siko bis weit vor dem Schiff. Auch hier stellte sich für mich die Frage nach einem Trinkgeld nicht mehr.
Wieder ein Seetag zur Erholung und dann Einlauf in Hongkong. Von der Skyline her nochmal beeindruckender als Singapur. Das Kreuzfahrtterminal befindet sich auf dem ehemaligen Flughafen von Hongkong. Alles sehr weitläufig, aber die Immigration nach der Freigabe des Schiffes war sehr entspannt. Man wurde ja im Vorfeld vor den langen Wegen aus dem Terminal gewarnt, aber auch das war problemlos. Die Strecke lief man im Zickzack, überall standen freundliche Mitarbeiter, die einem den Weg wiesen. Es gab keinerlei Wartezeiten, beim Vonbordgehen keine Passkontrolle, Reisepässe blieben an Bord, ausser für diejenigen, die einen Ausflug nach Macao oder Festlandchina machten, die mussten ihn vorher abholen. Man wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass man sich ein Foto seines Reisepasses machen möge. Dieser wurde vor den Einreisen in Vietnam eingesammelt, dafür bekam man eine Einreisekarte, die beim ersten Landgang in Phu My abgestempelt und nach dem Landgang in Chan May wieder eingesammelt wurde.
Das Foto des Passes benötigte man in Hongkong, um wieder auf das Schiff zurückkehren zu können, zusammen mit der Bordkarte.
In Honkong haben wir dann eigenorganisierte Ausflüge gemacht. Diese fanden tatsächlich in kleinen Gruppen von 8-10 Personen statt. Veranstaltet wurden diese Ausflüge von zwei Damen, die in Deutschland aufgewachsen sind und deswegen perfekt deutsch sprachen. Bei Interesse einfach "Hongkongspeziell" in die Suchmaschine der Wahl eingeben. Wir haben dort für beide Tage in Hongkong gebucht und haben es nicht bereut. Perfekt organisiert, Abholung am Terminal, hochinteressant, mit Verkostung lokaler Spezialitäten (war gar nicht angekündigt aber sehr wilkommen) und inkludierter Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel (Minibus, Bus, Metro, Seilbahn, Tram).
Vom Schiff aus hatte man einen guten Ausblick auf die Containerstadt, die auf dem Gelände während Corona für die Quarantäne gebaut wurde. Wenn man das sieht, relativiert sich das Gemecker in Deutschland deutlich.
Nach Hongkong wieder ein Seetag und dann zum Abschluß in die Halong Bucht. Schon die Einfahrt, obwohl im Dunklen, beeindruckend. Es gab um 5:30 Uhr heiße Schokolade und Croissants an der Überschaubar, wir haben uns allerdings schnell wieder auf den Balkon verzogen, da man die Felsen von oben kaum erkennen konnte, vom Balkon jedoch die Felsen in der Dunkelheit auftauchen sah. War schon beeindruckend. Da wir keine Lust auf eine 10 Stundentour nach Hanoi hatten, haben wir einfach eine nachmittägliche Bootstour über TC in der Bucht gemacht. Besuch in einer Tropfsteinhöhle und Rundfahrt in der Bucht, die landschaftlich sehr schön ist. War voll OK.
Dann noch 2 Seetage, zwischendurch eine medizinische Notausschiffung vor Vietnam. Die lief sehr gut ab und ich haffe, dass auch nach der Ausschiffung alles gut gegangen ist.
Dann Einlaufen in Singapur und am nächsten Tag war die Reise dann schon wieder zu Ende. Wir hatten die ganze Zeit recht gutes Wetter, nur an den letzten Seetagen war es wirklich drückend schwül und das entlud sich dann am Ausschiffungstag in einem kräftigen Gewitter. Aber das war uns dann egal, nur die Neuankömmlinge taten uns ein wenig leid.
So, das soll es jetzt auch gewesen sein,
VG
D.