Mein Mann und ich: 985 km Weg sind das Ziel - 19.06.-04.07.2025

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Der letzte Frühstückskorb ist vernascht, die Koffer haben wir uns vor die Tür gesetzt



    und Katharina verabschiedet uns so herzlich, dass man meinen könnte, wir würden uns schon ewig kennen.


    Da es bis Porto nur ein Katzensprung von einer guten Stunde ist, haben wir genug Zeit für die kleine Wanderung im Parque Natural do Litoral Norte, die unser Reisebüro bei Komoot aufgezeichnet und für uns hinterlegt hat. Der Park liegt an der Mündung des Rio Cávado, bietet große Sanddünen und Windmühlen! Jaaa, Windmühlen! In Fão startet unser Wanderweg


  • Am Horizont sieht man wie langsam über dem Atlantik Nebel aufsteigt



    und von den versprochenen Windmühlen ist weit und breit nichts zu sehen :(

    Mit jedem Schritt zurück wird es immer dunstiger


    june gloom kennen wir bereits aus Kalifornien, das geht wieder vorbei. Die Möwe



    interessiert sich weder für das Wetter noch für uns.


    Zurück in Fão gibt’s erstmal Kaffee und Wasser, wieder inmitten ausschließlich portugiesischer weiterer Gäste. Touristisch ist die Costa Verde alles andere als überlaufen. Dafür begegnet man hier vielen Pilgern, da die Variante „Küstenweg“ des portugiesischen Caminos hier lang geht. Es gibt auch noch einen wohl anstrengenderen durchs Hinterland.


    Aber wie war das jetzt mit den Windmühlen??? Ohne fahre ich nicht nach Porto! Auf gar keinen Fall! Komm, Mann an meiner Seite, ich fahr Dich nach Apúlia. Und siehe da, Strand so weit das Auge nach links



    und nach rechts




    reicht, der Nebel ist auch nicht mehr zu sehen aber auch keine Windmühlen :cursing:

    Fahren wir also noch weiter und tataaaaaaa



    da sind sie endlich :love::love::love:





  • Den Fotografen beim fotografieren fotografieren mach ich ja zwischendurch gerne mal ;)




    Ein Ort zum verlieben! Mühsam reißen wir uns los, ein bisschen Zeit wollen wir ja heute auch noch in Porto verbringen.


    Am Hotel rauschen wir erstmal vorbei, weil es von der Straße aus quasi nicht zu sehen ist. Drehen, nochmal richtig gucken, erst das Tor und dann das Hotel entdecken

    das auch über eine eigene Kapelle verfügt



    Im Neubau


    liegt unser „Romantik Zimmer“




    mit, Jackpot, großem Bett :thumbup: Die Betten in den Familien-Zimmern haben eine Breit von 1,30 bis 1,50 m. Ein Schelm wer Böses dabei denkt :)


  • Porto ist unsere 4. Station, entsprechend routiniert richten wir uns mit wenigen Handgriffen ein, machen uns frisch, bestellen einen Fahrdienst und kommen 35 Minuten nach Ankunft im Zimmer in der Altstadt an

    Es ist gerappelt voll! Kennen wir überhaupt nicht mehr … Wir erwischen einen der wenigen freien Schatten-Tischen



    und kommen erstmal an. Eine kurze Recherche später ist klar, dass nicht nur die MS2 heute dort ist, sondern auch Norwegian Sky, Celebrity Equinox und Brilliance of the Seas. Also viel Volk, jetzt um 17:22 Uhr. Aber fast schneller als die Servicekräfte kassieren können leeren sich die Tische und gefühlt ist die Stadt um 18:00 Uhr wieder leer. Ohne schieben und drängeln bummeln wir rüber nach Vila Nova da Gaia









    Der Fotograf versteht meine Begeisterung aus 2022 auf der Stelle :)



  • Mit Port-Tonic und Sangria kann man herrlich auf den Douro starren, satt wird man davon aber nicht. Dann lieber eine Arroz de Marisco,




    die einer spanischen Paella zum verwechseln ähnlich sieht, aber doch anders ist. Eines haben beide gemeinsam: lecker sind sie beide!

    Der verschwommene Herr unter dem grünen Sonnenschirm links hinter unserer Arroz singt und klampft den ganzen Abend. Nicht überragend und auch nicht mal wirklich gut, aber mit wahnsinniger Freude und Enthusiasmus. Das belohnen wir als wir uns irgendwann wieder auf den Weg machen und seine Freude ist ehrlich,




    Unser Hotel liegt ganz oben ziemlich am Ende der Rua de Santa Catarina und bietet einen schönen Blick über die Dächer der Stadt


    Nach 17.000 Schritten und unzähligen Eindrücken reicht es uns für heute. Morgen ist ja auch noch ein Tag!

    Der Tag beginnt für mich mit einem Kaffe und dem Blick auf das Fenster, an dem wir gleich frühstücken werden, ohne das ich das weiß :)


    Dafür wissen wir jetzt, dass man sich das Frühstück hier ein bisschen verdienen muss


  • Wer, wie wir, den Aufstieg schafft, der wird mit einem durchaus üppigem Buffet belohnt



    Es wird zügig nachgelegt, keine Sorge!


    Das Hotel ist auch innen ein Hingucker




    Satt gegessen kann es los gehen. Heute zu Fuß mit dem Ziel Porto São Bento und was auch immer uns sonst noch schönes in den Weg kommt. Prompt ist der Mercado do Bolhão unser neues Ziel, weil er da gerade so schön im Weg im steht







    Wenn man Nix hat außer Sardinen, macht man halt des Beste draus ;)

  • Ist auch attraktiver und farbenfroher als Trockenfisch



    Weiter Richtung Douro



    die Baustelle um den Bahnhof ignorierend rein in den Bahnhof und alles fotografieren, was schon milliardendfach fotografiert wurde










    Das nächste Ziel muss jetzt aber ein Café sein, meint der Fotograf, und wir ziehen weiter






  • Ins Kloster wollen wir nicht, dafür Seilbahn fahren



    Die ursprünglich gewünschte Kellerei-Besichtigung taucht mein Mann spontan gegen eine eigene Portwein-Verkostung ein



    derweil ich bei Port-Tonic bleibe

    Richtig schön touristisch, auf der vermutlich teuersten Terrasse weil … Platzhirsch



    Ein paar Schritte weiter der wahrscheinlich größte Sardinen-Laden der Welt





  • Bevor der kleine Hunger groß wird, wollen wir noch eine Kleinigkeit essen. Mir würde ein Eis reichen, mein Mann besteht auf was herzhaftem. Wer meinem Mann in „Hungersnot“ kennt, der weiß, dass man besser nach gibt. Vom nächsten Restaurant-Eintritt-Animateur lässt er sich von dessen „seit Montag ist die Sardinen-Saison eröffnet!“ überzeugen und aus der Kleinigkeit werden die Sardinen für ihn




    und für mich Pasta mit Garnelen und Muscheln, oder auch Garnelen und Muscheln mit Pasta



    Die Brücken-Springer von der Ponte Dom Luis I. ziehen uns auch heut in ihren Bann





    Es ist heiß, wir sind schon einen ganzen Arbeitstag lang unterwegs, sehnen uns nach einer Dusche und einer kleinen Pause. Der Fahrdienst ist flott da, der Dauer-Stau macht aus der 10 Minuten Fahrt eine halbstündige aber egal. Besser schlecht gefahren als in der Hitze noch schlechter einen Berg rauf zu marschieren. Eine Augenpflege und eine Dusche später sind wir fertig und wollen uns wieder auf den Weg nach unten machen. Der Wille sagt auf dem Weg zur Straße bei diesem Anblick



    “Ziel erreicht!“ Ist ja gut, trinken wir hier im hoteleigenem Bistro halt noch was,



    aber dann geht’s weiter! Da haben wir die Rechnung über die total liebe junge Kellnerin gemacht. Wir kommen mit ihr ins Gespräch über die Kamera meines Mannes, sie fragt ob sie noch was bringen soll (ja!!!), lässt dann auch die kleine Speisekarte da und schon stehen Burrata mit Tomate und Pesto



    und Francesinha




    auf dem Tusch. Jetzt zieht uns wirklich nichts mehr runter ….

    Der Kellnerin geben wir, neben guten Tipps wie sie solch eine Kamera günstiger kaufen kann, einen sehr guten Tipp. „Das ist der Anfang von meiner Kamera“ bedankt sie sich freudestrahlend . Was für ein schöner Abschluss eines schönen Tages.

  • Nach gut durchgeschlafener Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ist es wieder an der Zeit weiter zu ziehen. Die Rezeptionistin ist ganz aus dem Häuschen als sie erfährt, das unser Weg uns nach Aveiro und noch nicht nach Hause führt. Da müssen wir unbedingt „Ovos Moles“ essen! Es ist ihr so wichtig, dass sie uns den Namen ihrer Lieblings-Süßigkeit sogar aufschreibt. Wir versprechen, es zu probieren.
    Ein freundliches „goodbye“ und wir sitzen wieder im Auto. Den auch noch empfohlenen Park lassen wir Park sein, wir wollen nach Matoshinhos. Da Sonntag ist, heiß noch dazu, wird sich bald ganz Porto auf den Weg an den Strand machen und dem Verkehr wollen wir entgehen.

    Tatsächlich bekommen wir einen der letzten fussläufigen Parkplätze Höhe Capela da Boa Nova










  • Wir spazieren noch eine Weile am Strand entlang bevor wir unser nächstes Hotel-Ziel ansteuern: die Pousada Ria, die auf einer schmalen Landzunge zwischen dem Atlantik und der Ria de Aveiro liegt und unter Denkmalschutz steht. Wir sind gespannt, was uns erwartet!


    Zunächst ein sehr, sehr netter Empfang in sehr gutem Englisch mit ein paar Spenkel Deutsch. Dann vorbei an den schönen Beschilderungen

    rein in Zimmer 101

    Gerade ist niedrige Tide und der Blick vom Balkon ist so


    und morgen, bei hoher Tide, früh wird er so


    sein. Das hat was!


    Wir machen es uns auf der Terrasse bequem und essen erstmal was. Was der Gruß aus der Küche war,



    kann ich gar nicht mehr genau sagen, aber das es viel und lecker war.


    Garnelen für den Herrn


    ich wählte herzhafte Törtchen mit karamellisierten Walnüssen und Salat


    Das fängt schon mal gut an und wir reservieren mal direkt einen Tisch fürs Abendessen. Den Nachmittag lassen wir einfach so dahin plätschern und schauen den Segelschülern zu

  • Irgendwer hat an der Uhr gedreht und schon sitzen wir beim Abendessen! Ich hoffe, Ihr seid satt. Wenn nicht, Augen zu und drüber wischen ;)

    Los geht es mit einem Couvert



    das uns auf dieser Reise zwar häufig, aber längst nicht überall serviert wird.

    Der Gruß aus der Küche ist, in meinen Augen, einer Vorspeise ebenbürtig



    in den Augen meines Mannes nicht. Drum hat er eine Vorspeise in Form einer Meeresfrüchte-Suppe



    und mir reicht das zu gucken.

    Als mein Roastbeef




    serviert wird bin ich froh, es beim Vorspeise gucken gelassen habe.

    Mein Mann findet, er hätte ja kaum was gegessen heute, und Ente



    geht eh immer. Ein leckerer Abend, der mit einem Espresso und einem letzten Glas Wein seinen Abschluss draußen findet.


    In der Nacht wurden wir scheinbar auf ein Schiff gebeamt. Zumindest ist das mein erster Gedanke auf dem Balkon bei diesem Ausblick



    Schauen wir mal, ob das Frühstück mit dem auf der MS-Flotte mithalten kann

    Nicht ganz, aber in der Summe mit den nicht fotografierten Cerealien, Marmeladen, Honig, Joghurt, Eiern bleiben keine Wünsche offen. Die Croissants waren die besten die ich seit langem gegessen habe!

    Unser Platz könnte schöner nicht sein




    noch dazu, wo die Fischer uns alle freundlich grüßen



  • Heute nutzen wir das schöne Wetter und lassen die Eindrücke der letzten Tage am Pool etwas sacken. Am späten Nachmittag ist der Praia da Torreira unser Ziel, ein 25 km langer Sandstrand. Kommt mit! Nein, nicht die ganzen 25 km, keine Sorge!