Mein Mann und ich: 985 km Weg sind das Ziel - 19.06.-04.07.2025

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Unser 1. Ziel ist aber Guimarães. Erste Hauptstadt Portugals, „die Wiege der Nation“, Weltkulturerbe und uns vom adoptierten Holländer wärmstens empfohlen. Also los und 600 m später eine „Halt-da-mal-an“-Anweisung vom beifahrendem Fotografen bekommen. Also angehalten und fotografieren lassen


    Wenig später der nächste Foto-Stopp in Pinhão, quasi als Abschiedsfotos

    Und dann alsbald wieder oben in den Weinbergen

    Wenn das für die nächsten 187 km in dem Tempo weitergeht verpassen wir unseren Rückflug! Wir einigen uns auf noch einen Stopp

    fahren den Rest durch, genießen die Landschaft „drive by“ und parken ziemlich genau um 12:00 vor den alten Toren Guimarães‘.

  • Die Stadtherren haben ein Plakat ans Tor genagelt



    Die Feira Afonsina ist eine „alle Jahre wieder“ Veranstaltung und feiert die mittelalterliche Geschichte der Stadt sowie die Gründung des Königreichs Portugal mit mittelalterlicher Handwerkskunst, Musik, Tanz und anderen kulturellen Darbietungen, die das Leben im Mittelalter erlebbar machen sollen. Oha! Da ist die Stadt sicher rappelvoll. Aber jetzt sind wir schonmal da, also rein ins Getümmel










    Okay, okay! Getümmel ist etwas übertrieben. Die Bilder sind echt und ohne Menschen wegzuradieren!

  • Wir rufen den Tag des Weltkulturerbe aus und schauen uns das zweite an: Bom Jesus do Monte!

    Spannend - nicht nur wegen der Freitreppe mit 581 Stufen um den Höhenunterschied von 116 m zu überwinden. Hier steht auch die 1882 gebaute und damit älteste Standseilbahn der iberischen Halbinsel und älteste funktionstüchtige Wasserballastbahn der Welt. Schaut einfach selbst, nachdem ihr erst durch den Park geschlendert seid











  • Schon Mittags meldet sich Gabriel von der Quinta da Bouça d‘Arques, dem Landgut in dem wir die nächsten drei Tage verbringen. Sollten wir Unterstützung bei der Anreise benötigen, einfach Bescheid sagen. Den Code für das Tor bekommen wir vorab und wir mögen Bitte Bescheid geben, wann in etwa er mit uns rechnen kann. Das können wir ihm nach dem Besuch beim Bom Jesus recht zuverlässig sagen: gegen 17:00 sollten wir da sein. Da wir wissen, dass das Gut fernab vom Schuss in einem Weinberg liegt und keinen Selbstbedienungs-Kühlschrank hat, decken wir uns in einem Supermarkt mit Wein, Bier und ein paar Chips ein.

    Die Auffahrt hoch


    (die hier von der anderen Seite fotografiert ist, also runter), den Wagen abgestellt und schon nimmt uns Gabriel Mega freundlich mit einem Glas Portwein in Empfang und versorgt uns mit Restaurant- und Ausflugstipps. Bevor er uns unsere Master Suite „Winehouse“ (man könnte meinen, uns eilt ein Ruf voraus ….) zeigt, zeigt er uns den Pool


    weist auf den zum Landgut gehörenden 40.000 qm großen Wald hin, durch den Wanderwege führen und bringt uns dann ins Winehouse




    Unser Ausblick nach links von der Terrasse

    auf der gerade mein Mann sitzt, also kein Foto davon für Euch.


    Wir richten uns schnell ein und brechen bald zum Abendessen auf, das Crepes von heute Mittag ist schon lange verdaut. Wir fahren 2,3 Dörfer weiter zu einem der empfohlenen Restaurants und finden in der Nähe einen Parkplatz. Nur hat das aufgrund familiärer Umstände heute zu, wie uns der Zettel an der Tür verrät. Okay, macht nix also zurück zum Auto und feststellen, das ein mieser kleiner Metallstab den Wagen um seine Unfallfreiheit gebracht und eine Macke unten am Stossfänger hinterlassen hat. Blöd, aber wir haben ohne Selbstbeteiligung gemietet, also kein Drama!

    Den nächsten Parkplatz suche ich aber vorher mit Argusaugen ab, bevor ich drauf fahre. Der ist wieder so 2,3 Dörfer weiter und liegt am Meer

    Meine Schwester behauptet ab jetzt, dass wir gar nicht in Portugal sind! Das wäre Holland! Eindeutig!

  • Im Restaurant bekommen wir draußen einen Tisch. Es gibt gegrillten Oktopus als Vorspeise für meinen Mann. Die riesige Portion, die serviert wird, lässt uns das Foto vergessen und nährt unsere Hoffnung, dass meine Muschel-Bestellung vergessen wurde. Schliesslich wurde der riesige Teller schön zwischen uns gestellt und „to share“ ist in Portugal viel weiter verbreitet. Die Hoffnung stirbt kurz darauf



    Wir schlagen uns tapfer und auch die Haxe

    und die Garnelen und Tintenfisch-Tuben

    sind keine Mini-Portionen, aber unheimlich lecker. Inklusive zwei Wasser und Cola sowie Espresso stehen am Ende übrigens lediglich 66 € auf der Rechnung.

    Zurück in unserem Winehouse machen wir erstmal einen Wein auf

    und freuen uns, dass 2/3 unseres Urlaubs noch vor uns liegen obwohl wir gefühlt schon zwei Wochen unterwegs sind.

    Hier wird das Frühstück in einem Korb an‘s Zimmer gebracht. Die Uhrzeit legt man selber fest und pünktlich kurz vor 9:00 liefert Gabriel, inklusive Tischdecke und Stoff-Servietten.










    Ja, der gedeckte Tisch ist von einem anderen Tag :)


    Beim Frühstück legen wir uns auf Viana do Castelo als erstes Ziel fest. Auf dem Weg zum Auto werden muss noch fotografiert werden

    A) die Kopfseite des Winehouse, dessen Terassen nicht unsere ist



    und b) der Blick zurück, bei der sich unsere Terrasse links hinterm Tor versteckt



  • Ich muss ein Geständnis machen: wir sind keine Arbeiter sondern Treiber. Also in dem Sinn, dass wir keinen Reiseführer abarbeiten sondern uns treiben lassen, Stimmung und Flair aufnehmen und dabei vielleicht andere Sehenswürdigkeiten sehenswert finden als die, die andere schon beschrieben haben. Natürlich deckt sich dabei manches, aber die Angst was zu verpassen haben wir nicht mehr.

    Unsere Treibholz-Tour durch Viana do Castelo in Bildern, mit ab und an kleinen Anmerkungen




    Streetart in einer tipptopp sauberen Unterführung