Alte Siedlungen und Natur - Teil 1
Freitag, 04.01.2008
Gefahrene Meilen: 136.3 (= 219 km)
Auch heute sollte mal wieder ein etwas ruhigerer Tag werden. Und das war auch nötig. Denn ich hatte in der Nacht nicht besonders gut geschlafen. Irgendwie scheine ich die Umstellung auf frühlingshafte Temperaturen nicht so ganz zu verkraften. Auf jeden Fall läuft meine Nase und das Husten übe ich auch schon. In der Nacht hatte ich schon eine Allergietablette genommen, damit die Nase endlich zu laufen aufhört und ich nicht ununterbrochen husten muss.
Nach dem Frühstück, das diesmal aus einer Portion Vollkornflakes mit Rosinen, einer frischen großen Waffel mit Ahornsirup, zwei Scheiben Toastbrot, einem Becher Orangensaft und 2 Bechern schön starkem Gourmet-Kaffee bestand, wollte ich mir Schnupfentabletten besorgen, die 12 Stunden wirken. Aber so etwas bekommt man in Arizona nur, wenn man einen amerikanischen Führerschein hat. Aus irgend einem Grund müssen die Drogisten festhalten, wer solch harte Drogen gekauft hat. Und da der Führerschein eingescannt werden muss, kann man auch nicht irgendwie das System umgehen, um einer erkälteten Touristin zu helfen. Und ihren eigenen Führerschein dürfen sie auch nicht nehmen. Also nahm ich nur eine Packung Mentholbonbons mit, von denen ich eigentlich ständig eines lutschte (deshalb die mit Zucker und nicht die zuckerfreien; Durchfall kann ich jetzt nicht auch noch gebrauchen).
Durch diesen Misserfolg nicht entmutigt, machte ich mich auf, das Montezuma Castle National Monument zu suchen. Da ich dies spontan einschob, gab es keine vorgefertigte Route für mein Navi. Aber die Koordinaten, die ich gestern Abend Google Maps entlockt hatte, reichten aus, um mich ohne große Umwege zum Ziel zu führen.
Natürlich hat dieses Schwalbennest da oben nichts mit den Azteken zu tun. Da haben sich die Spanier, die dieses Gebäude als erste sahen, gewaltig geirrt. Als der Irrtum dann aufgeklärt wurde, ist der Name halt aus Gewohnheit geblieben.
Obwohl das Gemäuer nur von unten bestaunt werden konnte und von einem weiteren Pueblo, das wohl abgebrannt ist, nur noch ein paar Mauerreste übrig waren, war es doch sehr interessant, denn es gab überall Tafeln mit Erklärungen. So gab es eine Tafel, die beschrieb, in welcher Reihenfolge die einzelnen Räume/Wohnungen gebaut wurden. Das ganze Gebäude wurde nämlich nicht von Anfang an so geplant, sondern einfach nach Bedarf und Platz angebaut.
