Gipsy im kalten Südwesten der USA - ein Roadtrip über Weihnachten 2007

  • Einfach unterwegs

    Mittwoch, 19.12.2007

    Gefahrene Meilen: 446.8 (= 719 km)


    Heute war einfach nur fahren, fahren und nochmals fahren angesagt. Ich wollte nämlich durch die Mojave National Preserve, einem Gebiet, in dem die Vielfalt der Mojave-Wüste einfach zugänglich ist. So sind direkt an der Straße jede Menge Joshua Trees zu sehen. Auch ein Gebiet mit Lavagestein, das bis direkt an die Straße geht, gibt es dort.

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    Und Sanddünen kann man dort ebenfalls besteigen.

    Von einem alten Eisenbahndepot wurde der Bahnhof liebevoll restauriert und jetzt als Gaststätte und Visitor Center genutzt.

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    Da ich den südlichen Teil mit den Dünen und dem Eisenbahndepot auf der Rückfahrt nach Las Vegas höchstwahrscheinlich noch einmal durchfahren werde, habe ich mich da nicht sehr lange aufgehalten.


    Die weitere Strecke war bis Seligman immer auf der Autobahn durch eine interessante Wüstenlandschaft. Unterwegs hatte ich noch einen kleinen Kampf mit dem Auto auszufechten. Es war nämlich ziemlich warm im Auto und alles Runterdrehen der Heizung und sogar das Öffnen des Fensters hat nichts geholfen. Bis mir irgendwann aufgefallen ist, dass die Heizung auf der Fahrerseite und die auf der Beifahrerseite gekoppelt oder getrennt betrieben werden können. Zu der Zeit waren sie auf getrennten Betrieb gestellt und ich hatte natürlich immer nur an der Heizung für den Fahrer gedreht. Deshalb kam aus meinen Lüftern nur kalte Luft während aus den Lüftern des Beifahrers sehr warme, schon fast heiße Luft kam. Da konnte ich natürlich auf meiner Seite abdrehen so viel ich wollte, die Beifahrerseite heizte dann nur um so mehr. Nachdem ich diese Heizung auch angepasst hatte, war die Temperatur im Auto plötzlich richtig. Warum ich die Probleme erst heute hatte, kann ich wirklich nicht sagen. Vielleicht habe ich auch erst heute die Heizung für Fahrer und Beifahrer getrennt geschaltet.


    Seligman, ein alter Ort an der Route 66, liegt direkt an der Autobahn, so dass ich nicht viel Zeit investieren musste, um noch etwas von der Route 66 zu sehen. Gefallen hat es mir aber gar nicht: der Ort ist so auf Touristen und Route-66-Kitsch eingerichtet, dass ich sofort – sogar ohne auch nur ein Foto zu machen – wieder die Flucht ergriff. Ich bin nur heilfroh, dass ich keine Zeit für eine längere Strecke auf der Route 66 eingeplant hatte.


    Die Temperaturen hatten es heute in sich: Heute morgen in Ridgecrest war es noch ziemlich frisch (etwas über 5° C), aber die Sonne schien. In der Mojave-Wüste war es schon angenehm warm mit ca. 12 ° C. Bei der weiteren Fahrt auf der Autobahn wurde es immer wärmer; ich konnte sogar mal wieder ohne Jacke (nur mit Rock und T-Shirt) auf einem Rastplatz kurz nach der Grenze zwischen Kalifornien und Arizona bei etwa 18° C in der Sonne sitzen. Und hier in Williams ist es jetzt furchtbar kalt (um 19 Uhr nur knapp über dem Gefrierpunkt) und es liegen noch überall Schneereste herum. Ich bin mal gespannt, was mich morgen auf dem Weg zum Grand Canyon und weiter nach Page erwartet.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Hallo Gipsy,

    vielen Dank für Deinen Bereicht. Da kommen so tolle Erinnerungen auf. Waren bisher auch schon viermal um Südwesten unterwegs. Valley of Fire ist auch einer meiner Lieblingsparks. Las Vegas ist so seine Haßliebe, muss irgendwie immer sein, aber nach maximal 2 Übernachtungen sind wir immer froh in die Natur zu kommen.

    Freue mich auf Deinen weiteren Bereicht, Hut ab ich hätte mir so etwas alleine glaube ich nicht getraut.

    VG Sabine

    Coming soon:

    26.10.2026 - 11.11.2026 Auszeit auf dem Atlantik MS 5

    19.04.2027 - 06.05.2026 Auszeit auf dem Atlantik MS 2

    17.11.2027 - 01.12.2027 Karibische Inselwelten MS 1

  • Guten Morgen Ihr Lieben. Wenn ich hier aus dem Fenster schaue, ist es schon schön sonnig und alles ruft: "Gipsy, komm raus, wir kaufen neue Vorräte." Aber wenn ich auf mein Thermometer schaue, denke ich nur: "Brrr. Das da draußen ist eine fiese Mogelpackung. 4 Grad sind viel zu kalt, um jetzt einkaufen zu gehen. Versuch es lieber heute Nachmittag." ;)

    Und jetzt hoffe ich nur, dass Ihr die Winterjacken, Mützen, Schals und, Handschuhe noch nicht weggepackt habt. Denn jetzt wird es richtig kalt auf der weiteren Reise, bei der mir vor allem heute fast die Finger abgefrohren sind beim Erzeugen des Materials für die heutige Bilderflut.

  • Ein großes Loch - Teil 1

    Donnerstag, 20.12.2007

    Gefahrene Meilen: 271.3 (= 437 km)


    Heute sollte es wieder nach Norden gehen. Und dabei wollte ich noch das große Loch namens Grand Canyon kurz besuchen.


    Beim Aufstehen wunderte ich mich, warum es draußen noch so dunkel war. Bei einem Vergleich meiner Uhr mit dem Wecker und anschließendem Check im Fernseher stellte ich fest, dass Arizona in einer anderen Zeitzone liegt als Nevada und Kalifornien. Das bedeutet, dass es morgens eine Stunde später heller wird (erst kurz nach 7 Uhr), dafür ist es abends aber bis kurz nach 17 Uhr hell. Darüber bin ich wirklich nicht unglücklich, habe ich doch eine Stunde Tageslicht gewonnen.

    Das im Zimmerpreis eingeschlossene Frühstück war bereits gestern Abend geliefert worden: Kaffee zum Füllen der Kaffeemaschine, Orangensaft, 2 Eier, 1 große Zimtschnecke, Obstsalat und 1 Mandarine. Es hat auf jeden Fall gereicht, meinen Magen vollständig zu füllen.

    Beim Blick auf mein Auto erfüllte sich meine Befürchtung: Die Farbe hatte von blau auf weiß gewechselt. Aber es war nur Reif, den ich durch Aufwärmen des Autos während des Einladens zum größten Teil entfernt hatte. Aber ein Blick auf das Thermometer im Auto ließ mich erschaudern: Es waren -3° C; und das kurz vor 8 Uhr. Aber wenigstens war es trocken.

    Also los in Richtung großes Loch. Unterwegs musste ich kurz nach Williams noch für 3 seltsame Gestalten bremsen, die unbedingt die Straße überqueren mussten: Da rannten 3 große hirschartige Tiere über die Straße. Im Gegensatz zu unseren Hirschen war das Fell eher sandbraun und das Geweih war sehr klein. Natürlich waren die drei wieder viel zu schnell für mich: Es gibt keine Bilder.

    Nach diesem kurzen Intermezzo gab es keine Unterbrechung meiner Fahrt mehr. Nur am IMAX-Kino erlebte ich eine Enttäuschung: Das Kino öffnet im Winter morgens erst um 10 Uhr und es war erst kurz nach 9. Also kein Film über den Grand Canyon. Stattdessen weiter zum Parkeingang und dort erkundigen, wie die Straßenbedingungen am East Rim sind. Alles ok, die Straße ist frei, so dass ich direkt nach Cameron fahren konnte und nicht den großen Umweg über Flagstaff nehmen musste.

    Dann endlich war ich am ersten Aussichtspunkt. Es ist schon ein riesiges, beeindruckendes Loch. Aber so richtig vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Und das lag sicher nicht daran, dass die Temperatur nur so um den Gefrierpunkt oder der Himmel bedeckt war. Die Temperatur war zwar nicht besonders schön, aber ich hatte eher mit weniger gerechnet; schließlich ist der South Rim (südlicher Rand mit jeder Menge Aussichtspunkten) zwischen 2000 und 2300 m hoch. Und auf der Fahrt nach Osten kam auch noch die Sonne heraus und hat voll auf die Felsen geschienen. Mir haben einfach das Valley of Fire und das Death Valley um einiges besser gefallen. Trotzdem habe ich viele Fotos gemacht.

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  • Ein großes Loch - Teil 2

    Auf der Straße am Canyon entlang und an den Aussichtspunkten habe ich noch einige Tiere getroffen: Große schwarze Vögel (Raben oder Krähen?) waren an einigen Aussichtspunkten zu sehen. An einem sah ich auch noch einen kleinen Vogel. Und als ich so wohlgemut die Straße im Ostteil entlangfuhr, standen da plötzlich 2 kleine rehartige Tiere, die bis auf die Größe und dem Geweih denen vom Morgen ziemlich ähnlich waren, am Wegrand und glotzten mein Auto an. Natürlich gibt es wieder keine Fotos; da hätte ich einen Beifahrer mit schussbereiter Kamera gebraucht.

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  • Ein großes Loch - Teil 3

    Weiter nach Osten gibt es auch einen Aussichtspunkt mit einem Turm und mehr noch mehr Ausblicke in das große Loch.

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    Nach dem Grand Canyon ging es weiter nach Cameron. Sobald der Nationalpark zu Ende war, waren überall an der Straße Verkaufsstände von Indianern zu sehen. Es gab auch ein paar mal ein Schild mit dem Hinweis auf einen Aussichtspunkt, an dem natürlich wieder Indianer ihre Arbeiten verkaufen wollten. Da ich aber keine Lust hatte, die Langeweile der auf Touristen wartenden Indianer zu unterbrechen und alle auf mich stürzen zu sehen und es zwar wärmer als am Grand Canyon, aber immer noch ziemlich kalt und vor allem sehr windig war, fuhr ich weiter bis Cameron zur Trading Post, in der Indianer in großem Stil Handarbeiten verkaufen. Und ich wurde fündig: Ein paar Ketten und Silberohrringe wechselten den Besitzer.

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    Anschließend wollte ich noch einen weiteren kleinen Canyon besuchen, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte. Ich habe auch die Anfahrt problemlos gefunden, aber dann kam der große Schock: Der Weg von der gut ausgebauten Straße zum Canyon war nicht nur ein Feldweg (das wusste ich schon im voraus), sondern hatte sich am Anfang in eine gefrorene Schlammpiste verwandelt. Da habe ich nicht versucht, mit meinem Auto durchzukommen und drehte halt wieder um. So hatte ich noch einen kleinen Umweg ins Indianerreservat gemacht und schon einen Vorgeschmack bezüglich der Häuser und Grundstücke bekommen. Die Häuser sind eher einfach und im Vorgarten und neben den Häusern stehen mehrere Autos, die alle nicht mehr so neu aussehen und einige wohl eher nicht mehr so ganz fahrtüchtig sind.


    Jetzt bin ich in Page, in einem kleinen Motel, das zu einem unschlagbaren Preis (60$ für 2 Nächte) statt einem Zimmer ganze Apartments mit Wohnküche und 2 Schlafzimmern bietet. Ob es für mehr als eine Person teurer ist, weiß ich nicht.


    Und ich bin auf das Wetter und die Straßenverhältnisse morgen gespannt. Der Wetterbericht bringt evtl. etwas Schnee in der Nacht und morgen vielleicht etwas Regen. In Williams hatte ich mir heute morgen nach einem Check des Wetterberichts überlegt, ob ich nicht besser die Route ändere und erst später in diese Gegend komme. Aber der Schnee soll über Weihnachten in Richtung New Mexiko und Texas ziehen, so dass ich nur noch ganz in den Süden ausweichen könnte. Und später wäre diese Gegend dann vollgeschneit (z.B. der Grand Canyon), so dass ich vielleicht einiges ganz streichen müsste. Also beschloss ich, es einfach zu riskieren und es sieht nicht mal so schlecht aus.

  • Und dabei wollte ich noch das große Loch namens Grand Canyon kurz besuchen.

    Genau so ging es mir beim 1. Besuch 1998 am Grand Canyon. Ich dachte immer nur, was finden die Leute an diesem großen Loch soooo beeidruckend ??? Von anderen Punkten unserer damaligen Reise war ich wesentlich beeindruckter.

    Dann beim 2. Besuch 2011 sind wir an einigen Punkten mehr gelaufen und auch bis zum Cedar Ridge runtergelaufen. Weiter wären wir nur mit Permit gekommen. Da muss ich sagen, begann unsere Begeisterung für das "große Loch" (...außer beim Aufstieg in der Mittagshitze im Juli...)

    Als wir dann am nächsten Morgen mit dem Heli über den Grand Canyon geflogen sind, da hatte es mich und meine Lieben restlos gepackt. Das war schon absolut der Höhepunkt unserer Reise.

    Manchen Dingen, muss man wohl eine 2. Change geben ;)

    Dein Bilder sind wirklich klasse Gipsy

  • Justitia  bina.63 Danke. Der Winter hat zwar den einen oder anderen Nachteil (vor allem Kälte), der aber auch wieder etwas Gutes hat: Die Chance auf gute Fernsicht und somit scharfe Fotos in alle Richtungen ist durch die kalte Luft viel größer als im Sommer.

    Beeindruckt war ich ja auch. Sonst hätte ich nur ein paar Alibi-Fotos gemacht und nicht gut 300, von denen gestern Abend noch 200 in der engeren Auswahl waren. Aber der WOW-Effekt hat gefehlt. Ich bin nirgends mit offenem Mund sabbernd und fast ehrfürchtig da gestanden, wie es an so mancher Stelle im Valley of Fire, Death Valley und noch einigen anderen Orten der Fall war.

    Viel Gehen war nicht drin (aber auch bei einigen anderen WOW-Orten nicht): die Straßen waren frei von Schnee und Eis, die Fußwege am Rand entlang hatten die eine oder andere vereiste Stelle, aber die Wege nach unten waren stark vereist und es wurde auch von Rangern vor ihrer Benutzung gewarnt. Die Shuttle-Busse fuhren übrigens auch nicht häufig. Dafür durfte/musste man mit dem eigenen Auto die Straße am Rim entlang fahren.

    Ein Helikopter-Flug ist sicher auch nicht schlecht. Im Winter sind die aber auch nur selten angeboten. Und als ich nach dem IMAX-Kino gesucht habe, habe ich auch gesehen, dass alle Flüge wegen unbeständigen Wetters abgesagt waren.

  • Gestern Abend hätte ich eigentlich den Koffer fertig packen und die Fahrkarte nach Zürich besorgen sollen, falls ich die Fahrkarte im Vorurlaubsstress der letzten Tage vergessen hätte. Und heute morgen hätte ich eigentlich "mitten in der Nacht", also um kurz nach 6 Uhr aufstehen müssen.

    Aber der Koffer wurde nicht gepackt, der Flug ist annulliert, der durchgehende Zug fährt gar nicht sondern nur ein Busersatz für die etwas spätere S-Bahn. Und über die Grenze zur Schweiz würde ich mit Urlaubsgepäck auch nicht kommen.

    So hatte ich also gar keinen Stress heute morgen mit früh aufstehen und alles fertig machen, so dass ich schon kurz nach 7 Uhr das Haus hätte verlassen können. Stattdessen konnte ich ganz lange schlafen und den Tag wieder ruhig und gemütlich mit einer großen Tasse Milchkaffee starten.

    Beim Vorbereiten der Bilder für den heutigen Bericht stellte sich mir die Frage, ob Innenaufnahmen von Höhlen und oben fast überall geschlossener Canyons in dieselbe Kategorie wie Innenaufnahmen von Gebäuden fallen und nicht gezeigt werden dürfen. Die entsprechenden Bilder kann ich erst einmal weg lassen und gegebenenfalls nachliefern, wenn ich die Rückmeldung vom Administrator habe.

    Jetzt mache ich mir erst einmal den 2. Teil des Frühstücks (der Milchkaffee war doch etwas wenig) bzw. Mittagessen. Vielleicht nenne ich das Ganze auch wieder Brunch, so wie die letzten Tage auch. ;)

  • Mal wieder rote Felsen - Teil 1

    Freitag, 21.12.2007

    Gefahrene Meilen: 131.2 (= 211 km)


    Ich bin sehr glücklich über die Entscheidung, trotz der Aussicht auf Schnee nicht nach Süden auszuweichen sondern an der geplanten Tour festzuhalten. Trotz einer 70%igen Wahrscheinlichkeit für Regen/Schnee in der Nacht und 30% tagsüber (laut Weather Channel) fiel nicht ein Tropfen oder eine Schneeflocke. Der Himmel war fast durchgehend blau bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Nur mit dem starken Wind hatte der Weather Channel Recht behalten. Und deshalb fühlte es sich eisig kalt an. Trotzdem war es ein rundum gelungener Tag.


    Nach dem Kaffee ging ich los, eine Tour in den Antelope Canyon für 11:30 zu buchen. Da noch fast 2 Stunden Zeit waren, fuhr ich noch schnell zum Horseshoe Bend, einem ganz in der Nähe von Page liegenden Aussichtspunkt auf eine Schleife des Colorados. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Aussichtspunkt und zurück kam ich schon mal ganz schön ins Schwitzen: es ging nämlich in beide Richtungen durch tiefen Sand bergauf über einen Hügel. Aber die Aussicht war die Anstrengung wert, obwohl ich Hasenfuß mit meiner Höhenangst mich nicht bis ganz an den Rand gewagt habe.

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    Fast angekommen:

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    Ein letzter Blick zurück:

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    Über Mittag bekommt man bestimmt bessere Fotos. Aber da habe ich schon etwas anderes vor, das auch nur in der Mittagszeit richtig gut ist.

    Wieder zurück in Page war noch etwas Zeit, bis die Tour zum Antelope Canyon startete. Und die nutzte ich, um meinen knurrenden Magen zu beruhigen. Ich hatte nämlich bisher noch gar nichts gegessen. Also musste ein Bananen-Muffin daran glauben.


    Und dann ging es los: 5 Touristen und 1 Fahrer in einem klapprigen Geländewagen erst auf der Straße Richtung Süd-Osten und dann über eine Sandpiste bis zum Canyon-Eingang. Das sah noch ganz unspektakulär aus.

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    Und auch innen sieht es nicht viel anders aus für das menschliche Auge.

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    Die Kamera sieht jedoch ganz andere Farben.

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    Administrator Ich hoffe, es ist ok, wenn ich diese Bilder hier zeige. Ich hätte da noch ein paar mehr, die ich später zeigen kann.

    Wir durften 1 Stunde im Canyon bleiben. Da aber die anderen Besucher mit ihrer Tour bereits am Gehen waren, hatten wir 5 den Canyon ganz für uns allein. Und so war 1 Stunde außerordentlich reichlich bemessen. Unser Führer, eine Navajo, ging durch den Canyon voraus und machte uns auf besondere Motive aufmerksam. Am Ende angekommen, ging sie wieder voraus zurück zum Auto. Auch die anderen 4 gingen einiges schneller zurück zum Auto. Und auch ich hatte nach 45 Minuten genug fotografiert und vor Kälte ganz steife Finger. Mein kleines Stativ leistete mir hier gute Dienste; hatte ich doch die Belichtungszeit teilweise auf 8 Sekunden gestellt. Trotzdem sind sehr viele der Bilder aus der freien Hand aufgenommen. Manche der Bilder sind deshalb etwas unscharf.

  • Mal wieder rote Felsen - Teil 2

    Wieder zurück in Page war noch genügend Zeit für weitere Besichtigungen. Dafür hatte ich mir das Gebiet südlich der Gebirgskette zwischen Page und Kanab, das an der 89A, der alten Bundesstraße von Page nach Utah, gelegen ist, ausgesucht. Zuerst ging es über eine sehr hohe Brücke, bei der neben der Autobrücke noch eine zweite für Fußgänger (zum Fotografieren) gebaut wurde, über den Colorado.

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    Gleich danach geht eine Straße runter zum Colorado an die Stelle, an der im Sommer die Touristen in Schlauchboote für eine kleine Bootstour durch den Grand Canyon verfrachtet werden. Dies ist quasi der Beginn des Grand Canyon, d.h. die letzte Stelle vor dem Bereich mitten im Grand Canyon, zu dem einige Wanderer erst mehrere Stunden hinuntergehen, um dann entweder am selben Tag oder am nächsten Tag dieselbe Strecke wieder hinauf zu gehen.

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  • Mal wieder rote Felsen - Teil 3

    Anschließend fuhr ich noch ein Stück weiter auf der 89A in Richtung Utah, da ich noch die Felsen sehen wollte, um die früher ein paar Leute Häuser herum gebaut haben.

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    Und dann war es auch schon Zeit, wieder zurückzufahren, wenn ich noch den Sonnenuntergang am Lake Powell sehen wollte. Dazu fuhr ich zum Visitor Centers des Glen Canyon Staudamms. Da war es noch mal besonders windig und dadurch eiskalt.

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    Morgen hoffe ich auf etwas weniger Wind. Da möchte ich nämlich einige Hoodoos besuchen, was mit einiger Lauferei verbunden sein wird.

  • tolle Fotos Gipsy:thumbup: jetzt muss am den Antelope Canyon weit im voraus reservieren. Nichts mehr spontan eine Tour machen.

    Am Horseshoe Bend gibt es jetzt wohl Geländer. Nachdem des Tote gab, die dort runter gestürzt sind.

    Coming soon:

    26.10.2026 - 11.11.2026 Auszeit auf dem Atlantik MS 5

    19.04.2027 - 06.05.2026 Auszeit auf dem Atlantik MS 2

    17.11.2027 - 01.12.2027 Karibische Inselwelten MS 1

  • Aber die Aussicht war die Anstrengung wert, obwohl ich Hasenfuß mit meiner Höhenangst mich nicht bis ganz an den Rand gewagt habe.

    Wenn du ein kleines Stückchen weiter gegangen wärst, hättest du diesen Blick gehabt

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    Unser Sohn (zum Glück erwachsen) saß damals mit baumelnden Beinen direkt an der Kante:huh:

    Am Horseshoe Bend gibt es jetzt wohl Geländer. Nachdem des Tote gab, die dort runter gestürzt sind.

    Das ist dann wohl die bessere Entscheidung :thumbup:

  • Wenn du ein kleines Stückchen weiter gegangen wärst, hättest du diesen Blick gehabt

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    So weit hab ich mich ohne Sicherung nicht getraut.

    Danke für´s Foto, das zeigt, welcher Ausblick einen Nicht-Hasenfuß erwartet.

    Am Horseshoe Bend gibt es jetzt wohl Geländer

    Nach so etwas habe ich mich wirklich gesehnt, als ich mich Zentimeter für Zentimeter vor getastet habe, um wenigsten die seitlichen Bereiche der Kurve sehen zu können.

    Laufbine

    Auch 2007 gab es schon längere Wartezeiten am Antelope Canyon. Aber halt nicht mitten im Winter. Da war dort wirklich nichts los und nur wenige Autos auf dem Parkplatz. Für die Tour von Page aus hatte ich mich entschieden, weil ich keine Ahnung hatte, wie lange die Navajos dort am Parkplatz die Besucher "sammeln" bevor ein Transport zum Canyon losfährt.

  • Eigentlich wollte ich heute nach einem guten Frühstück herausfinden, was Dubai für mich zu bieten hat. Da dies ja nicht mehr geht und ich immer noch zu Hause bin, wollte ich heute eigentlich früh aufstehen und etwas Hausarbeit erledigen. Aber ich ticke wohl immer noch nicht in Sommerzeit und habe mal wieder alle Rufe meines Weckers ignoriert. Außerdem komme ich langsam in den Urlaub-zu-Hause-Modus, bei dem der Tag mit "rechtzeitigem Aufstehen zum Mittagessen" beginnt und weit nach Mitternacht endet.

    Eigentlich habe ich Lust auf orientalisches Essen, aber bei keinem der liefernden Restaurants etwas gefunden, was mich wirklich anspricht. Und eigentlich habe ich genug Lebensmittel zu Hause, um mir ein leckeres Curry zu kochen.

    Ich muss mich dringend wieder gut 12 Jahre in der Zeit zurückbeamen an den Ort :love:, an dem die Fotos entstanden sind, die ich gleich hochladen werde.

  • Heute mal gestreifte Felsen - Teil 1

    Samstag, 22.12.2007

    Gefahrene Meilen: 144.0 (= 232 km)


    Heute musste ich erst einmal umziehen. Mein 2-Schlafzimmer-Apartment war nämlich nur für die ersten beiden Nächte in Page verfügbar. Nachdem das so billig war, habe ich mir für die letzte Nacht in Page ein Best Western mit WLAN, Frühstück und kostenlosem Kaffee rund um die Uhr gegönnt. Das Zimmer hier konnte ich wirklich schon am Vormittag (kurz nach 9 Uhr) beziehen. Also durften meine Koffer wieder vom Auto in ein Zimmer umziehen.

    Das Wetter ist immer noch sehr schön: von Schnee ist immer noch keine Spur (außer altem Schnee in höheren Lagen vereinzelt am Straßenrand und ganz weit weg auf den Bergen). Es ist zwar immer noch eiskalt (knapp über 0° C), aber sonnig und durch die trockene Luft fühlt es sich viel wärmer an. Der kalte Wind von gestern war heute auch weg. Also stand meiner geplanten kleinen Wanderung nichts mehr im Weg.

    Zuerst ging es auf der 89 über den Glen Canyon Damm nach Utah. Die Felsen verschwanden erst mal sehr schnell in die Ferne, um dann nach einigen Meilen plötzlich in anderen Farben wieder aufzutauchen. Diesmal führte mich Bonnie einwandfrei zum angestrebten Parkplatz; nur hatte ich noch keine Lust zum Wandern. Außerdem war es noch einiges unter 0° C und irgendwie lockte mich das trotz Sonne nicht. Also fuhr ich einfach auf dieser Straße weiter und wurde noch durch einen sehr schönen Blick auf (wein)rote Felsen und schneebedeckte Berge im Hintergrund belohnt.

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  • Heute mal gestreifte Felsen - Teil 2


    Dann drehte ich wieder um und fuhr zurück zum Ausgangspunkt meiner Wanderung. Die führte auf einem mit Steinmännchen markierten Trampelpfad quer durchs Gelände bzw. durch ein ausgetrocknetes Bachbett. Zu sehen gab es diesmal keine roten Felsen, sondern braun-weiß-gestreifte. Eigentlich führt dieser Wanderweg zu etwas aufragenden, freistehenden, säulenartigen Felsen mit andersfarbigen Hüten (wie auf dem Bild mit den beiden braunen Streifen mit sonst eher weißen Felsen in der Mitte zu sehen, sie sehen aus wie Pilze mit weißem Stamm und grauem Hut), aber irgendwie war mir da zu viel Kletterei dabei, so dass ich mich mit einer Aufnahme aus der Ferne begnügte. Trotzdem war die Wanderung sehr schön; die braun-weiß-gestreiften Felsen waren sehr fotogen.

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  • Heute mal gestreifte Felsen - Teil 3

    Nach dieser Wanderung hatte ich irgendwie keine Lust mehr, noch ein zweites Tal zu erwandern, bei dem ich wahrscheinlich auch nicht näher an diese Hoodoos (so heißen diese pilzartigen Gestalten) gekommen wäre. Und irgendwie waren die letzten Tage auch so vollgestopft, dass ich diesen schon von vornherein eher ruhiger geplanten Tag auch so betrachtete und mich bereits um 15 Uhr in Richtung Hotel begab. Unterwegs lief mir dann doch noch der Aussichtspunkt auf das untere Ende des Glen Canyon Damms (dort, wo das Wasser weiterfließen kann) über den Weg und forderte noch einige Bilder.

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    Da will ich runter:

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    Unterwegs noch gefunden:

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    Unten angekommen:

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    Irgendwie fasziniert mich die hier grüne Farbe des Colorados, der sich doch schon ein ganz schön tiefes Bett in die roten Felsen gegraben hat.


    Danach war dann endgültig Schluss und ich kehrte ins Hotel zurück zum Email-Checken, Webseite aktualisieren, Haare waschen, kostenlosen Kaffee in mich reingießen, und einfach mal den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen.


    Morgen soll es ja wieder früh weitergehen Richtung Monument Valley, Canyonlands und Arches. So ist jedenfalls der Plan für die nächsten Tage. Vor allem bei Canyonlands und Arches bin ich gespannt, wie viel Schnee diese Schneefront, die Page komplett ausgelassen hat, dort hinterlassen hat. Da zog nämlich die letzten Tage eine Schneefront von Nord-Kalifornien über Utah, Nord-Arizona, New Mexiko nach Texas.