Nun noch ein kleines Fazit zu unserer
Reise
Das Schiff:
Die Mein Schiff 5, die Daten sind ja
hinlänglich bekannt. Wir hatten Bedenken vor der Fülle an Menschen,
liebten wir im Urlaub bislang doch eher die Abgeschiedenheit. Durch
die Buchung einer Balkonkabine fühlten wir uns da etwas sicherer.
Unsere Bedenken waren unbegründet, zu jeder Zeit fand man ein
Plätzchen nach seinen Wünschen. Sei es in einer der kleinen oder
großen Bars, in den Außenbereichen oder sonst wo auf dem Schiff.
Alles war stets sauber und kleine Ausbesserungen wurden zu jeder Zeit
ausgeführt. Für uns wirklich ein Wohlfühlschiff, gleich nach
unserem ersten Hafen in Bergen, freuten wir uns auf ein "nach
Hause" kommen.
Die Kabine:
Unsere Heckkabine auf Deck 11. Die
11165 verfügt über einen sehr großen, tiefen Balkon. Wir hatten
einen tollen Panoramablick nach hinten und hatten schöne Stunden
hier, meist am Morgen mit einem ersten Kaffee. Denn als Rückzug
benötigten wir die Kabine eigentlich nie. Die Kabine ist gut
ausgestattet, besonders beeindruckend der viele Stauraum. Die langen
Wege störten uns zu keiner Zeit. Für die Kinder lag die Kabine
perfekt, Deck 11 bis zum Heck war leicht zu merken. Das Rauschen des
Wassers durch die Propeller empfanden wir eher als angenehm als
störend. Störend war allerdings das alltägliche Möbelrücken im
Gosch über uns. Jeden Tag um 6.30 Uhr und 21.30 Uhr wurden die Möbel
auseinander und wieder zusammen gerückt. Eine Heckkabine würden wir
sofort wieder nehmen, aber eher auf den Decks 7-10.
Service und Freundlichkeit:
Wir waren ja bislang keine
Pauschaltouristen und wohl alleine deshalb völlig geplättet. Was
sollte hier fehlen? Check In, Check Out alles mit einem Lächeln und
unkompliziert. In den Restaurants sehr aufmerksam aber nicht
aufdringlich. Der Kabinenservice zweimal am Tag, immer diskret und
die Anwesenheit der Mitarbeiter eher durch ihr fröhliches "Guten
Abend" auf den Gängen zu erkennen. Ausflugsbuchung, Rezeption,
Fotoabteilung – Alles Top!
Herausragend wirklich der Kids Club!
Sie haben unsere Kinder begeistert und geholfen ihnen einen
unvergesslichen Urlaub zu bereiten, damit schenken sie auch den
Eltern mal wieder Zeit ein Paar zu sein. Bei der Frage was unseren
Kindern am Besten gefallen hat, antworteten beide sofort "Der
Kids Club"
Essen und Trinken:
Die Bedienrestaurants haben uns alle
überzeugt, auch wenn das Hanami für mich nichts für jeden Tag
wäre. Jedes für sich ein eigenes Ambiente und Konzept, hier sollte
jeder "Seines" finden. Schön fanden wir, dass nicht
versucht wurde extra zu verkaufen. Bestellte man Weißwein ohne
weiteren Hinweis bekamen wir den inkludierten. Sämtlich Speisen
waren von guter Qualität. Im Ankelmannsplatz gab es eine große
Auswahl, wobei sich natürlich viele Komponenten wiederholen, was
aber auch sicher der Nachfrage geschuldet ist. Natürlich müssen
hier kleine Abstriche gemacht werden, es ist wohl unmöglich 100
Rindersteaks Medium zu braten und diese bleiben dann die nächsten 30
Minuten so. Das Eis war sehr lecker und schien im Zwei-Tages-Rhytmus
zu wechseln. Schoko-Orange-Chilli mein absoluter Favorit. Überrascht
waren wir von den inkludierten Weinen, die uns recht gut schmeckten.
Die Bars sind ebenfalls sehr unterschiedlich und für jeden Geschmack
sollte die passende dabei sein. Wir mochten die Außenbars aber auch
die Lumas-Bar. Die Qualität der Getränke gut. In stilleren Momenten
konnte man auch mal nach einem "Spezialcocktail" fragen,
dies schien die fleißigen Barkeeper zur Hochform auflaufen zu
lassen.
Mitreisende:
Ja, da mache ich ein eigenes Kapitel
von. Vorab wir haben tolle Menschen kennengelernt, man kann für sich
sein oder auch schnell in nette Gespräche kommen. Dies zog sich
ungezwungen durch alle Altersschichten. Ihr wartet auf das Aber...ja
das kommt jetzt. Diese Art zu reisen kostet viel Geld, doch kauft man
sich mit diesem Geld einen anderen Status oder Sonderrechte? Ich habe
schon als Kind gelernt jedem freundlich zu begegnen, Danke und Bitte
zu sagen. Manch eine Servicekraft schaute fast überrascht wenn wir
uns für das Abräumen der Teller bedankten. Bin ich freundlich so
wird man auch mir freundlich begegnen. Und wenn man keine Ahnung hat,
einfach mal....ihr wisst was ich sagen möchte. Kritik ist erlaubt
und sicher auch gewünscht, wenn sie berechtigt ist. "Ist da
etwa Pernaut in der Bouillabaise? Sowas gehört da gar nicht rein und
Seezunge und Seeteufel sind auch nicht zu finden!" Sowas macht
mich wütend und wenn Gosch Mittags um 14.00 Uhr schliesst müssen
sie auch nicht um 14.03 Uhr neue Garnelen braten. Das musste ich
einfach mal los werden.
Das Reiseziel:
Ich bin ein Nordmensch! Jeder der mit
dem Gedanken spielt diese Reise zu machen, ab zur Buchung! Das
Nordland ist extrem vielfältig und überrascht mit so vielem. Noch
nie verspürte ich so einen Frieden wie bei der Einfahrt nach
Geiranger, Noch nie sah ich solche Felsformationen wie auf
Spitzbergen, die Weite, die Höhe, die pure Luft in ungewohnter
Stille, eine bemerkenswerte Flora und Fauna, die manchmal
offensichtlich, oder auch wieder auf den zweiten Blick zu entdecken
ist. Die Fjorde in all ihren Farben und unterschiedlichen Ufern, die
Menschen die dort Leben. Das spektakuläre Licht der
Mitternachtssonne, das Gefühl von Freiheit.
Wir sind auf dieser Reise infiziert
worden mit dem Kreuzfahrtvirus! All die Beweggründe warum wir diese
Reise machten wurden erfüllt und es gibt noch so viel mehr Platz für
Bilder und Erinnerungen die ich schaffen möchte. Es gibt noch viele
Ziele zu entdecken, doch wird das Nordland uns sicher wieder sehen.
Die Lofoten, Island aber auch Grönland sind noch große
Sehnsuchtsziele von uns.
Die Gefühlslage Vor- Während und den Tagen nach der Reise beschreibt tatsächlich am Besten der Auslaufsong.
Oh
große Freiheit
Ich
hab mich nach dir gesehnt
Du
hast dich in mein Herz geträumt
Es
ist schön dich wieder zu sehn
Große
Freiheit
Ich
hab mich nach dir gesehnt
Du
hast dich in mein Herz geträumt
Es
ist schön dich wieder zu seh´n
In
deiner Urkraft liegt es durch den Sturm zu gehen
Im
nordisch stillen Stolz jede Flut zu überstehen
Ich
denk so oft zurück an dich
Als
du mein Zuhause warst
Setz
ich meine Segel
Bist
du für mich da