Beiträge von Faulpelz

    Ich habe nur den Wunsch, das mal endlich eine verdammte Karibik Reise in die Weihnachtsferien passt xxxAdmin(bitte nur Emojis aus dem Forum verwenden)xxx

    Das geht irgendwie mit unserer jahrelangen Hoffnung, dass irgendwann mal eine Reise zu den karibischen Inseln in die Schweizer Fastnachtsferien passen würde, einher. Aber auch diesmal leider wieder "Möööp!" :evil:

    Auch deshalb fahren wir die kleinen Antillen im kommenden Februar wieder für 1 Woche mit RCCL. ;)

    hi, also wie immer !

    Es wäre aber echt schlimm, wenn TC die Chance auf eine wirkliche Neuerung verstreichen lassen würde. Das würde nämlich auch bedeuten, dass man in HH seine Stamm-PAXe und ihre Wünsche nicht wirklich kennt. ;(

    Andererseits passte es auch gut ins Bild einer Reederei, die derzeit ein herausragendes Produkt unter Kostendruck zunehmend abwirtschaftet, weil die Entscheider*innen der Anfangsjahre, die noch bereit waren, ins Risiko zu gehen, nicht mehr am Ruder sind. :(

    Laut John wahrscheinlich Europa.

    Ich hatte das eher so verstanden, dass es noch Hafenmeldungen gibt, die keinen klaren Schluss zulassen, ob die MS5 nun in den Indischen Ozean, ins Rote Meer oder nach Südamerika wechselt.

    Was ja auch die Möglichkeit offen lässt, dass alle drei Fahrgebiete abgefahren werden - und vielleicht noch ein viertes:

    - zuerst Wechsel via Kapverden nach Südamerika (wenn es dort nur wenige Fahrten werden, wäre sogar Brasilien möglich)

    - von da aus weiter nach Südafrika (über Weihnachten)

    - danach in den Indischen Ozean

    - und zum Schluss ins Rote Meer

    (Was meine These, dass TC die Wintersaison 2024/25 dazu nutzen könnte, mehrere Fahrgebiete und die Buchungs-Reaktionen darauf zu testen, stützen würde. ;) )

    Und wenn man gewissen Gerüchten glauben kann, steht spätestens nach der Auslieferung der MS9 in 2026 eine TC-Weltreise mit einem der kleineren Schiffe an.

    Andere Gerüchte besagen übrigens, dass das neue Logbuch kommende Woche kommt. :love:

    Die LH hat dafür eine eigene Versicherung, ein Arzt, der an Bord hilft ist damit abgesichert.

    Die aber im US-Amerikanischen Luftraum leider nix mehr wert ist. :evil:

    Aber die LH versucht ja genauso wie TC, an kostenlose ärztliche Dienstleistungen zu kommen - das Programm nennt sich "Doc on Board". Du machst einen Wochenendkurs, den Du selbstverständlich selber bezahlen kannst (okay, er bringt auch ein paar Fortbildungspunkte - aber das Preis/Credits-Verhältnis ist schon arg mau), auch Anreise nach Frankfurt und Hotel gehen zu Deinen Lasten.

    Und danach stehst Du 5 Jahre lang auf einer LH-Liste, so dass die immer wissen, wenn Du an Bord bist. :rolleyes:

    Aber ich spiele tatsächlich mit dem Schiffsarzt-Gedanken für 8-12 Wochen im Jahr, wenn im real life Schluss ist.

    Wenn ich in Ruhestand gehe (in spätestens 14 Jahren - aber vielleicht klappt es ja sogar schon 1-2 Jahre früher ;) ), gedenke ich auch so etwa in diesem Zeitrahmen jedes Jahr an Bord zu sein. Aber sicherlich nicht, um dann noch zu arbeiten.

    Bedenke: Du arbeitest in dieser Zeit jeden Tag, und zwar - wenn Du Glück hast - im Rhythmus 36 Stunden Arbeit, 12 Stunden Ruhe.

    Möchtest Du Dir das tatsächlich mit Ende 60 noch antun? =O

    Ich habe diesen Ärztetreff ein einziges Mal mitgemacht (2018), seither nicht mehr. Hat mir nichts gegeben, die Anwerbeversuche können die sich sparen - und ich bin doch nciht so blöd, mich in meinen Ferien noch auf eine Bereitschaftsliste setzen zu lassen! :cursing:

    Ferien sind zur Erholung da - nicht dazu, permanent mit einem Einsatz rechnen zu müssen. Das ist genauso wie zuhause - wenn mich ausserhalb meiner Teilnahmezeit am organisierten regionalen Notfalldienst jemand zuhause anruft, verweise ich auf eben den genannten Notfalldienst.

    Ich glaube das gehört zur Grundausbildung von Ärzten, oder ? :/

    Du beziehst Dich dabei auf die Ausbildung "Rettungsmedizin", daher hier eine Erklärung:

    Zu meiner Zeit mussten wir für die Anmeldung zur ärztlichen Vorprüfung (a.k.a. "Physikum") den Besuch einer 40stündigen Fortbildung in "Erster Hilfe", z.B. beim DRK, nachweisen. Ich selber kam damals darum herum, weil ich im Rahmen meiner DLRG-Ausbildung zum Rettungsschwimmer diesen Kurs mehrfach besucht habe.

    Danach gab es im gesamten restlichen Studium keine weitere Ausbildung in diesem Bereich. Die Notfallprozeduren wurden zwar immer mal in den Kursen in Innerer Medizin, Chirurgie und vor allem Anästhesie gestreift, aber bis auf ein Kurz-Testat in letztgenannter Fachdisziplin kam die Rettungsmedizin auch dort nicht mehr vor.

    Im letzten Studienjahr, damals als "Praktisches Jahr" bezeichnet, waren alle Student*innen für jeweils 16 Wochen in den Fächern Chirurgie, Innere Medizin sowie in einem Wahlfach tätig. Ich wollte zwar gerne in diesem Rahmen auch auf dem Rettungswagen (RTW) bzw. Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) mitfahren, aber das wurde mir leider mit Verweis auf "versicherungsrechtliche Probleme" verweigert. Also blieb mir nur der freiwillige Zusatzdienst nach Feierabend in der Notfallstation des Spitals, um wenigstens mal ein paar Notfälle zu sehen (einer davon hat mich seinerzeit aber richtig fertiggemacht: das ICE-Unglück von Eschede im Mai 1998, dessen Folgen ich seinerzeit in der chirurgischen Notaufnahme der Medizinischen Hochschule Hannover erleben musste [1]). Und viele andere ärztliche Kolleg*innen haben dies ebenso erlebt.

    Im Rahmen meiner allgemeinmedizinischen Facharztausbildung habe ich dann irgendwann den theoretischen Kurs "Rettungsmedizin" absolviert (eine Woche auf Langeoog - eine Legende der Niedersächsischen Ärztekammer!), aber die praktische Bewährung auf den Wagen war dann in meinen Anstellungen eher marginal. Die angehenden Allgemeinmediziner*innen (also die künftigen Hausärzt*innen) waren da eher Nebensache, zum Zuge kamen vor allem die angehenden Internist*innen, Anästhesist*innen und Chirurg*innen.

    In über 11 Jahren Facharztausbildung bin ich - haltet Euch fest! - ganze 19 (in Worten: neunzehn!) Einsätze gefahren! Okay, meine Facharztausbildung habe ich - und deshalb hat das Ganze auch so lange gedauert - über sehr viele Fachgebiete gestreut, welche mit diesen Notfällen eher wenig zu tun haben (z.B. Psychiatrie und Psychosomatik, Orthopädie, Schmerzmedizin, Onkologie, Gastroenterologie, Rheumatologie), aber dennoch war diese "Ausbeute" auch für mich eher armselig.

    Hier in der Schweiz musste ich übrigens für meine Zulassung als Hausarzt einen mindestens 32-stündigen Notfallkurs nachweisen. Was mir mit den 40 Stunden auf Langeoog nicht schwer fiel. Laut des für mich geltenden Facharztreglements muss ich seither alle 8 Jahre wiederum 16 Stunden Auffrischungskurs nachweisen. Was ich bislang auch gemacht habe. Also den Kurs zu besuchen. Den Nachweis hat trotzdem noch niemand von mir verlangt.

    [1]

    Ich war seinerzeit Student im letzten Studienjahr in Hannover. Es fand gerade ein chirurgisch-traumatologischer "Masterclass"-Kurs an der Medizinischen Hochschule Hannover statt, als der ICE entgleiste. Damit die Fortbildung planungsgemäss weitergehen konnte, wurden zunächst wir Student*innen in die Notaufnahme beordert. Erst später wurden die an der Fortbildung beteiligten Fachärzt*innen in die Notfallstation, die OP-Sääle bzw. ihre Spitäler zurückgeschickt.

    Ich habe damals u.a. fast 7 Stunden im OP assistiert, als wir vergeblich versucht haben, eine schwangere Frau zu retten. Nach 4.5 Stunden starb das Kind, etwas mehr als zweieinhalb Stunden später die Mutter.

    Andere Kommiliton*innen haben ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Aber die absolute Höhe war es, als die beteiligten Ärzt*innen anschliessend psychologische Begleitung erhielten, die Student*innen, welche ebenso beteiligt waren, jedoch nicht! Wir haben uns seinerzeit untereinander organisiert, um in kleiner Runde über das Erlebte zu sprechen (an dieser Stelle sehr vielen Dank an die Abteilung "Klinische Psychiatrie" für ihre unkomplizierte Unterstützung!).

    Es stellte sich heraus, dass der Schiffsarzt kein Arzt war, sondern sich den Posten mit gefälschten Papieren erschlichen hatte.

    Auch wenn Ihr es nicht glauben mögt, aber solche falschen Ärzt*innen gibt es häufiger, als man denkt. Die paar Fälle, die den Weg in die Medien finden, sind leider nur die Spitze des Eisbergs. :(

    Allerdings sind die kompletten Laien dabei durchaus in der MInderheit. Sehr viele Pseudo-Kolleg*innen sind gescheiterte Medizinstudent*innen, die irgendwann im Laufe der Staatsexamina "rausgeprüft" wurden; da ist dann zumindest ein gewisses medizinisches Basiswissen vorhanden. Und nicht wenige von diesen haben mit ihren gefälschten Papieren sogar tatsächlich eine Facharztausbildung durchlaufen. Zwar nicht mit Facharzttitel - denn dazu müssten sie ja ihre gefälschen Zeugnisse wiederum an die zuständige Weiterbildungsstelle schicken (und die prüfen sowas üblicherweise sehr gründlich!) - aber auch diese Urkunde lässt sich ja fälschen. :cursing:

    Zur Not wechselt man einfach mal ins EU-Ausland (Brüssel macht es möglich! :( ), sammelt dort Weiterbildungspunkte und -zeiten ein, kehrt dann wieder nach D/A/CH zurück - et voilà: ein Facharzttitel. ;(

    Und die Niederlassungsbewilligung bekommt man dann recht schnell - vor allem in jenen Fachrichtungen, in denen grosser Mangel herrscht. Also vor allem in der Hausarztmedizin. Offizielle Zahlen gibt es dazu - nachvollziehbarerweise - nicht. Ausserdem machen viele dieser Kollg*innen einen erstaunlich guten Job. 8|

    Was aber auffällt, ist dieses: sehr viele dieser Pseudokolleg*innen wenden überdurchschnittlich viele Verfahren der sog. "Alternativmedizin" an. Weil dort die Zusatz- respektive Weiterbildungstitel sehr einfach zu bekommen sind.

    Offizielle Zahlen seitens der Bundesärzt*innenkammer (BAK) gibt es dazu gar nicht (ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;) ) .Inoffizielle Schätzungen zur Anzahl dieser Pseudoärzt*innen gehen von "mehreren Dutzend" in Deutschland aus. Aufgrund persönlicher Erfahrung würde ich eher von "mehreren Hundert" sprechen. Aber selbst das ist angesichts zigtausender Ärzt*innen allein in Deutschland eher marginal...

    Disclaimer: die obigen Ausführungen sollen definitiv nicht die durchaus strafwürdigen Handlungen der besagten Kolleg*innen rechtfertigen. Ganz im Gegenteil: Ärzt*in zu sein bedeutet einen grossen Vertrauensvorschuss seitens der Patient*innenschaft. Dieses Vertrauen zu missbrauchen ist aus meiner Sicht nicht tolerabel! Selbst wenn damit mehr Patient*innen geholfen werden kann.

    Klar, auch unter den "echten" Ärzt*innen gibt es schwarze Schafe. Auch hier mehr, als man denken mag. Aber auch das ist keine Entschuldigung dafür, Patient*innen systematisch zu belügen! :(

    Was passiert zb bei Herzinfarkt, Schlaganfall, gebrochene Hüfte, Blinddarm?

    Manches hat sicher 4 Stunden Zeit bis zum nächsten Hafen. Manches aber auch nicht.

    Herzinfarkt und Schlaganfall erfordern sicherlich eine schnellstmögliche Ausschiffung. Nicht umsonst gelten in der Medizin die Grundsätze "time is muscle" bzw. "time is brain"! Und an Bord dürfte es kaum die Möglichkeiten geben, eine schiefgegangene Früh-Lyse der Blutgerinnsel auszubügeln.

    Eine Appendizitis (der wissenschaftlich korrekte Begriff der "Blinddarmentzündung", bei der im Regelfall gar nicht der Blinddarm entzündet ist, sondern der an diesen anhängende Wurmfortsatz ("Appendix vermiformis")) wird selbst an Land heute meistens mittels "waitful watching" behandelt. Solange der Wurm nicht durchgebrochen ist, muss man meistens gar nicht operieren, eine intravenöse Behandlung mit Antibiotika reicht da meistens völlig aus.

    Das ist auch der Grund, warum sich in den letzten 30 Jahren die Zahl der Blinddarmoperationen in Deutschland mehr als halbiert hat! :thumbup:

    Und wenn es dann doch notfallmässig sein muss, kann ein*e versierte*r Chirurg*in (und solche gibt es ja auch immer mal unter den Bordärzt*innen) sowas unter Umständen sogar laparoskopisch (also mittels der sog. "Schlüsselloch-Chirurgie") an Bord durchführen.

    Eine Hüftfraktur kann definitiv warten. Sogar an Land werden die meisten gar nicht mehr sofort operiert, sondern erst nach 1-2 Tagen. In der Zwischenzeit werden hochdosierte Entzündungshemmer gegeben, was die Operation dann dahingehend erleichtert, dass das umgebende Gewebe nicht mehr so stark geschwollen ist.