Liebe Foris!
Sorry für die lange
Wartezeit – ich hatte in den letzten Wochen leider viel zu tun und
war ausserdem noch von der Reise gesundheitlich angeschlagen (dazu im
Verlauf des RB mehr). Aber heute komme ich nun endlich dazu, weiter
zu erzählen.
Wir kamen
schliesslich auf unsere Kabine. Für meine Frau und mich war es wie
nach Hause zu kommen, denn wie ich am Anfang schon geschrieben habe,
handelte es sich um dieselbe «Owner›s Suite», in der wir vor 10
Jahren auch schon unsere allererste KF gemacht hatten. 
Hier ein paar
Eindrücke:
Nun, da sollte es
sich schon eine Woche aushalten lassen. 
Die Badewanne hat
übrigens eine Whirpool-Funktion, und der Fernseher lässt sich um
180° drehen, so dass man wahlweise vom Bett oder der Sitzgruppe aus
fernsehen kann. Wobei die Auswahl der TV-Sender eher überschaubar
war: Fox News, BBC World, NBCworld, ESPN. Dazu jede Menge Bordkanäle,
inklusive drei Kinder-/Jugendlichen-Kanälen: für Kleinkinder,
Grundschulkinder und Teens (auf den beiden letztgenannten lief jede
Menge Content von «Nickelodeon»). Aber wir waren ja nicht zum
Fernsehen hier. 
Kurze Zeit später
kam unser Cabin Attendant James vorbei, um sich vorzustellen. Ein
sehr netter junger Mann aus Equador.
Während wir auf
unser Gepäck warteten, vernichteten wir dann gleich mal die kleinen
Willkommensgrüsse von RCCL: einen Teller mit schokoladeüberzogenen
Erdbeeren und einen Obstteller. Das Gepäck kam aber leider nicht. 
Kurz nach 18 Uhr
entschlossen wir uns dann, erst einmal in den «Concierge Club» zu
gehen (das ist bei RCCL die Lounge für die Suitengäste). Ich musste
dort mit der Concierge Edna sowieso noch etwas bezüglich unserer
Reservierungen in den Spezialitätenrestaurants klären (da in der
App immer noch keine Bestätigungen zu finden waren). Und genau in
dem Moment, als wir abmarschbereit waren, kamen unsere Koffer.
Wir haben dann aber
spontan entschieden, nicht mehr auszupacken und uns auch nicht mehr
umzuziehen. Der Dresscode für den ersten Abend lautet bei RCCL
inzwischen glücklicherweise «Casual» - da hat man wohl aus der
Erfahrung gelernt, dass die Koffer am Anreisetag eben nicht immer
rechtzeitig zum Dinner auf den Kabinen sind. Als meine Frau und ich
vor 10 Jahren unsere erste Reise mit der «Jewel of the Seas»
machten, lautete der Dresscode am ersten Abend noch «Smart Casual».
Der «Concierge
Club» war seitdem auch umgezogen. Vor 10 Jahren befand er sich noch
am Fahrstuhlknoten B, aber aus den Räumlichkeiten ist inzwischen
eine Familienkabine ohne Balkon geworden. Jetzt befindet er sich auf
Deck 13, direkt neben dem Nachtclub «Vortex» (der Borddisco) und
der «Diamond Lounge» (für die Stammgäste mit höherem
Punktestatus). Meine Frau und ich erkannten den Raum sofort wieder:
dort hatte auf unserer ersten Cruise der Suitengäste-Empfang mit dem
Kapitän stattgefunden:
Später poste ich
noch mehr Fotos dazu. Es gibt dort von 17 bis 20 Uhr auch ein kleines
Buffet mit täglich wechselnden Häppchen vor dem Dinner:
Ich habe gleich ein
paar davon probiert, begleitet von meinem gewohnten «Vitamindrink»:
Ein Hackbällchen in asiatischer Sosse, eine geröstete Baguettescheibe mit Meerrettichcréme und eine Frühlingsrolle - alles sehr schmackig!
Von 17 bis 20 Uhr
gibt es im «Concierge Club» auch einen vollen Barservice, welcher im Reisepreis der Suiten inkludiert ist (man braucht dafür also kein gesondertes Getränkepaket). Die
RCCL-Barkarte enthält zwar zum überwiegenden Teil eigene
Cocktail-Kreationen, welche sich aber an bekannte Cocktail-Klassiker
anlehnen. Die Klassiker können jedoch ebenfalls bestellt werden,
auch wenn sie nicht auf der Karte stehen (dies auch in den anderen
Bars an Bord).
(In der «Schooner
Bar» (dazu später mehr) gibt es noch eine eigene Barkarte, welche
aber ziemlich Whiskey-lastig ist (und der schottische Nebel ist eine
der wenigen Spirituosen, mit denen ich so gar nicht klarkomme).)
Meine Frau und ich
probierten den «Curacao Cosmo», eine Art Mischung aus einem
Cosmopolitan und einem Swimming Pool:
Dieser enthält
Coconut Rum, Blue Curacao und Ananassaft. Er wurde umgehend zu
unserem Lieblingscocktail für die Reise.
An dieser Stelle ein
kleiner Einschub zu den Getränkepaketen bei RCCL:
Im Reisepreis
enthalten sind lediglich Wasser, Eistee (also Schwarztee mit Zitrone
und Zucker – nicht das aus Europa bekannte Getränk) und
Zitronenlimonade zu den Mahlzeiten inkludiert. Ach ja, und einfacher
Kaffée. Für alles darüber Hinausgehende muss man entweder per
Getränk extra bezahlen oder eines der Getränkepakete buchen:
- das «Soda
Package» enthält die bekannten Süssgetränke wie Cola, Fanta und
so, ausserdem bekommt man einen speziellen Becher, mit dem man im
Hauptrestaurant an Automaten verschiedene Getränke dieser Art zapfen
und bei Bedarf auch mischen kann (e.g. «Vanilla Coke», «Grape
Fanta» usw.). Es kostet USD 5 pro Person und Tag. Den Becher kann
man nach der KF als Souvenir mit nach Hause nehmen.
- das «Refreshment
Package» enthält zusätzlich Premium-Kafféespezialitäten aus der
Kafféebar «Latte-Tudes», frisch gepresste Säfte, stilles und
sprudelndes Wasser in Flaschen (z.B. zum Mitnehmen auf Landausflüge),
Mocktails sowie auf manchen grösseren Schiffen auch Milchshakes. Es
kostet rund USD 30 pro Tag und Person. Wir hatten es für unsere
Jungs gebucht.
- das «Deluxe
Package» enthält zusätzlich die meisten allermeisten alkoholischen
Getränke, inklusive der Cocktails, welche sonst je USD 14 kosten. Es
kostet rund USD 70 pro Person und Tag; man muss also mindestens 3
Cocktails oder 4-5 Gläser Wein pro Tag trinken, damit es sich lohnt.
Dieses Paket hatte ich für meine Frau und mich gebucht.
Um es
vorwegzunehmen: das Paket hat sich letztlich für uns nicht gelohnt.
Ich hatte es vor allem gebucht angesichts unserer Erfahrungen von vor
10 Jahren, als es im «Concierge Club» lediglich Liköre und
Longdrinks am Abend gab. Aber angesichts des Umstandes, dass man dort
am Abend inzwischen richtig gute Cocktails [*] bekommt, werde ich es
auf unserer nächsten Reise mit RCCL im April 2025 sicherlich nicht
mehr buchen.
Einschub Ende.
[*]
Kleine Anmerkung zu
den Cocktails an Bord: ich habe ja bereits in früheren Rben
geschrieben, dass ich die inkludierten Cocktails bei TC als zu stark
gemixt empfinde. Sie werden in den Bars zumeist eher nach Augenmass
gemixt, daher ist der Alkoholgehalt meistens zu hoch. Lediglich im
Diamanten findet ein exaktes Mixen mit Messbechern statt.
Bei anderen
Reedereien, bei denen die Cocktails nicht im Basis-Reisepreis
enthalten sind, ist das anders. Neben RCCL haben wir diese Erfahrung
auch bei MSC gemacht: da bekommt man für sein Geld wirklich gut
gemixte Cocktails. Und ich persönlich zahle dafür auch sehr gerne
extra.