Beim Abendessen probierte ich mal wieder eines der fahrgebietbezogenen Gerichte - «Kjottkaker mit Preiselbeersosse und Erbsenpüree:
Die Preiselbeersosse versteckte sich unter den Bällchen, die aber für die Beschreibung des Gerichts viel zu rund waren. Das waren Kjottbullar, keine Kjottkaker. Letztere sind nämlich flachgedrückt. Aber wir wollen mal nicht kleinlich sein.
Da war auch noch eine hellbraune wässrige Sosse, die ein wenig nach Fertigmischung schmeckte und so gar nichts mit der klassischerweise zu Kjottbullar servierten «Brunsos» zu tun hatte.
An sich ein leckeres Gericht, ginge sicherlich noch besser, war aber okay. Aber so überhaupt nicht skandinavisch, vom Original meilenweit entfernt
Noch eine Randanekdote vom Abendessen. Meine Frau hatte als Zwischengang eine «Ofenkartoffel mit Räucherfischquark und Lachskaviar», welche auch sehr lecker war (nach ihrer Aussage). Aber sagt selbst – bei einer Ofenkartoffel haben wir beide zumindest doch eine etwas andere Grösse im Kopf:
(Besteck als Massstab)
Naja, nach dem Abendessen hatte ich uns für einen Origami-Kurs im Atelier angemeldet. Dies als kleine Retourkutsche für meine Frau, die mich dafür hasste, aber andererseits darauf bestanden hat, dass wir zusammen kommende Woche mal beim Entspannungsdotting mitmachen.
Wir waren insgesamt 6 Leute plus Kursleiterin und gingen gleich in medias res. Ich überlasse es nun Eurer Fantasie, wer von uns beiden was gefaltet hat.
Zunächst eine einfache Schachtel:
Dann wollte meine bessere Hälfte unbedingt einen Fuchs falten:
Mit einer anderen Faltanleitung ging es etwas besser:
Und zum Schluss noch eine Ente:
Während des Kurses kamen die ersten beiden Nordlichtalarme vom Käptn. Wir machten aber erstmal fertig und brachten unsere Ergebnisse auf die Kabine. Als wir dort dann vom Balkon aus nichts mehr sahen, gingen wir ins Theater, wo der Berliner Comedian Ole Lehmann einen Auftritt hatte.
Fun fact: wir haben ihn schon einmal live auf der Bühne gesehen, auch bei TC im Rahmen einer KF, seinerzeit zusammen mit anderen Künstler*innen des «Quatsch Comedy Club», auch auf einer Nordlandreise. Es war urkomisch, der Saal bebte vor Lachen, ein echtes Highlight der Bordunterhaltung. Er wird nächsten Mittwoch nochmal auftreten, wir kommen gerne ein weiteres Mal.
Und im Aufzug auf dem Weg zur Kabine begegnete uns dann ein Herr mit einer grossen Fototasche und einem Stativ. Ich entschloss mich spontan, nochmal auf Deck 14 mein Glück zu versuchen, wo dann jene Bilder entstanden, die ich bereits gestern gepostet hatte. Hier noch mehr:
Sehr cool! 