Beiträge von Faulpelz

    Nochmal zur Erklärung: einen RB zu schreiben nur über Ausflüge und Veranstaltungen, finde ich persönlich zu langweilig. Ich möchte auch gerne immer das Drumherum einfangen, und dazu gehört für mich auch das Essen.

    Es hat aber schon früher immer wieder Diskussionen über angeblich zu vielen Fodporn in meinen Berichten gegeben, deshalb habe ich ja am Anfang dieses Berichtes abstimmen lassen (und Ihr könnt ja mal nachzählen: es geht in diesem RB sehr viel weniger ums Happi als in meinen früheren Berichten). Aber ganz ohne geht es bei mir eben nicht, nur habe ich mir mit dem T&N mal eine neue Spielwiese und einen neuen Blickwinkel gesucht.

    Es muss doch wirklich nicht ein Bericht wie der andere sein. ;)

    Das heißt, du machst nur die öligen Fotos der Küchenkatastrophen, dein Magen bleibt davon aber verschont?

    Nee, probiert wird schon. Sonst könnte ich ja gar nichts über Geschmack und Mundgefühl schreiben.

    Manchmal esse ich sogar auf. Aber danach brauche ich dann definitiv Medizin zur Verdauung. Knut hat mir da ein paar tolle Hausmittel verraten. ;)^^

    Zitat

    Hatte mich nämlich schon gefragt, was du für einen Magen hast, mir wird’s da schon vom betrachten übel 8o

    Ich bin die uneheliche Tochter von Gordon Ramsey und Frank Rosin. :P

    Woah, jetzt bin ich aber tiefenentspannt!

    Einer seit der ersten Reise mit TC liebgewonnenen Tradition folgend, waren meine Frau und ich auch diesmal wieder zur Hälfte der Reise im Spa, und haben uns eine Aromaölmassage mit vorgängigem Meersalzpeeling abgeholt. (*) Muss einfach sein. :love:

    Und anschliessend erstmal lecker Lassi bzw. Smoothie in der Himmel&Meer-Lounge. Für die und ihren Blick nach der Spa-Anwendung ist der Ruhepol auf 1, 2 und 7 wirklich kein adäquater Ersatz.


    (*) Und ich musste mir wieder einmal die Frage verkneifen: "Kann ich den Rest mitnehmen? Und liefern Sie auch ausser Haus?"

    Beim Abendessen probierte ich mal wieder eines der fahrgebietbezogenen Gerichte - «Kjottkaker mit Preiselbeersosse und Erbsenpüree:

    Die Preiselbeersosse versteckte sich unter den Bällchen, die aber für die Beschreibung des Gerichts viel zu rund waren. Das waren Kjottbullar, keine Kjottkaker. Letztere sind nämlich flachgedrückt. Aber wir wollen mal nicht kleinlich sein.

    Da war auch noch eine hellbraune wässrige Sosse, die ein wenig nach Fertigmischung schmeckte und so gar nichts mit der klassischerweise zu Kjottbullar servierten «Brunsos» zu tun hatte.

    An sich ein leckeres Gericht, ginge sicherlich noch besser, war aber okay. Aber so überhaupt nicht skandinavisch, vom Original meilenweit entfernt

    Noch eine Randanekdote vom Abendessen. Meine Frau hatte als Zwischengang eine «Ofenkartoffel mit Räucherfischquark und Lachskaviar», welche auch sehr lecker war (nach ihrer Aussage). Aber sagt selbst – bei einer Ofenkartoffel haben wir beide zumindest doch eine etwas andere Grösse im Kopf:

    (Besteck als Massstab)

    Naja, nach dem Abendessen hatte ich uns für einen Origami-Kurs im Atelier angemeldet. Dies als kleine Retourkutsche für meine Frau, die mich dafür hasste, aber andererseits darauf bestanden hat, dass wir zusammen kommende Woche mal beim Entspannungsdotting mitmachen.

    Wir waren insgesamt 6 Leute plus Kursleiterin und gingen gleich in medias res. Ich überlasse es nun Eurer Fantasie, wer von uns beiden was gefaltet hat.

    Zunächst eine einfache Schachtel:

    Dann wollte meine bessere Hälfte unbedingt einen Fuchs falten:

    Mit einer anderen Faltanleitung ging es etwas besser:

    Und zum Schluss noch eine Ente:

    Während des Kurses kamen die ersten beiden Nordlichtalarme vom Käptn. Wir machten aber erstmal fertig und brachten unsere Ergebnisse auf die Kabine. Als wir dort dann vom Balkon aus nichts mehr sahen, gingen wir ins Theater, wo der Berliner Comedian Ole Lehmann einen Auftritt hatte.

    Fun fact: wir haben ihn schon einmal live auf der Bühne gesehen, auch bei TC im Rahmen einer KF, seinerzeit zusammen mit anderen Künstler*innen des «Quatsch Comedy Club», auch auf einer Nordlandreise. Es war urkomisch, der Saal bebte vor Lachen, ein echtes Highlight der Bordunterhaltung. Er wird nächsten Mittwoch nochmal auftreten, wir kommen gerne ein weiteres Mal.

    Und im Aufzug auf dem Weg zur Kabine begegnete uns dann ein Herr mit einer grossen Fototasche und einem Stativ. Ich entschloss mich spontan, nochmal auf Deck 14 mein Glück zu versuchen, wo dann jene Bilder entstanden, die ich bereits gestern gepostet hatte. Hier noch mehr:

    Sehr cool! 8)

    Er hat recht. Und es schmeckt 100% griechisch, nicht einmal eine Idee von Szechuan Art.

    Und es ist wieder extrem ölig:

    Das Fleisch ist übrigens Schwein und Rind gemischt, angeschrieben als Rind. Das geht jetzt aber gar nicht! :cursing:

    Was haben wir noch?

    Schweinefleisch süsssauer: naja, zumindest süss.

    Poulet Chop Suey: Schmeckt entfernt asiatisch.

    Fisch mit Ingwer und Knoblauch: ist Fisch ohne Ingwer oder Knoblauch.

    Bleibt noch der Tapiokapudding, bei dem ich bei jedem Löffel die völlig überdosierte Tapiokastärke als trockenen Belag auf der Zunge spüre.

    Ich brauche jetzt erstmal einen Cocktail. Am besten auch neutronensternverdichtet. ;)

    Wobei die Restaurantverschränkung an Bord offenbar noch viel weiter geht.

    Gestern Abend gab es im Atlantik als Zwischengang griechische Hackfleischtäschchen auf einem Spinatbett.

    Heute ist das vegane Hauptgericht Börek mit Spinatfüllung auf Bulgur:

    Ich habe da das traurige Bild vor Augen von einem armen Küchenpraktikanten, der die ganze Nacht das Hack aus den übriggebliebenen Blätterteigtaschen herausgepult hat, damit es im Pytt i panna zweitverwertet werden konnte, und stattdessen das Spinatbett reingestopft hat.

    Bilder! Raus! Aus! Meinem! Kopf!!!

    Eine unerwartete Begegnung an noch unerwarteterer Stelle: ich habe das griechische Essen von gestern wiedergefunden. Im Atlantik beim Mittagessen.

    Das heutige fahrgebietbezogene Gericht ist „Pytt I panna mit Spiegelei. Übersetzt „etwas in der Pfanne“, ein klassisches Resteessen:

    Zuerst konnte ich Rote Beete und sehr weich gekochte Kartoffeln identifizieren, passte noch sehr gut zum skandinavischen Thema. Dann war da noch Bulgur. Hmmm…

    Aber den Vogel schoss das griechisch gewürzte Hackfleisch ab, welches jedem Touristenrestaurant in der Ägäis zur Ehre gereichen würde. Überhaupt nicht mehr skandinavisch, aber trotzdem sehr lecker.

    Meine Frau meinte noch sarkastisch, dass der Küchenchef die Verwertungskette wohl an einer Unimensa gelernt haben dürfte:

    Montag: Schnitzel

    Dienstag: Geschnetzeltes

    Mittwoch: Frikadellen

    Donnerstag: Hackfleischsuppe

    Freitag: Proteinshake

    Wir wollten nachher nach unserer Massage noch in die Himmel- und Meer-Lounge, auf einen gesunden Drink. Jetzt habe ich davor irgendwie Angst… =O

    Heutiges Thema im T&N ist übrigens China. Allein schon diese Verallgemeinerung verspricht ja schon höchstes Gruselpotential.

    (Ich frage mich ja, ob es in China im Gegenzug auch „europäische Restaurants“ gibt.)

    Ich liebe Szechuanküche, halte mich auch für eine Kennerin von kantonesischer und Hongkong-Küche. Auch Guangchou ist immer gerne gesehen.

    Und all dies werde ich heute im T&N mit Sicherheit nicht vorfinden. :D