Beiträge von Faulpelz

    Nun ging es also richtig los. Also so fast. Irgendwie. Denn bis in die Nationalparks war es nämlich noch ein ganzes Stück.

    Zunächst fuhren wir vom Hotel aus quer durch die 6-Millionen-Stadt Arusha. Dass diese so gross ist, hatten wir im Vorfeld auch nicht geahnt.

    Nach einem kleinen Zwischenstop beim Stadt-Büro von «Easy Travel»

    machten wir noch bei einem «Center for Afrikan Culture» halt. Dort gibt es eine öffentliche Ausstellung verschiedener Künstler*innen, allerdings auch Verkaufsshops, wo wir ein paar erste Souvernirs erstanden.

    Eine ganz besondere Skulptur, welche auch schon einmal in einem RB hier im Forum abgebildet war, möchte ich Euch nicht vorenthalten:

    Und auf dem Gelände gab es noch Weiteres zu sehen und abzubilden:

    Am Eingang wurden wir mit klassischen ostafrikanischen Rhythmen empfangen:

    Danach waren wir dann auf dem Weg in den ersten Park, vorbei an eher kargen Landschaften:

    Nota bene:

    Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch auf einer der Nationalstrassen Tansanias unterwegs. Diese entsprechen in etwa deutschen Bundesstrassen, machen jedoch nur einen sehr kleinen Teil der Strassen in diesem Land aus.

    Der weitaus grössere Teil der Strassen sind Sand- und Steinpisten, welche trotz guter Federung unseres Safari-Jeeps ziemlich heftig und ruckelig sein sollten. Falls sich irgendjemand von Euch mit dem Gedanken herumschlagen sollten, so eine Tour mal selber machen zu wollen, so sollten sich diese Foristi sehr genau fragen, ob ihre Rücken und Gelenke dies aushalten werden. Zumal man durchaus auch mal mehr als 100km über mehrere Stunden solche Strassen befahren muss.

    Nur so als freundlicher Hinweis...

    An dieser Stelle eine kurze Rückblende:

    Meine Frau Schnarrrchsack und unser älterer Sohn Schnarchpelz hatten am Vormittag dieses Tages einen Ausflug in das Massai-Dorf «Ilkidingia» unternommen.

    Dieses ist allerdings kein klassisches Massai-Dorf, sondern vielmehr ein Entwicklungsprojekt der tansanischen Regierung.

    Die Massai in Tansania stehen leider seit dem Sommer dieses Jahres sehr unter Druck, sich der modernen tansanischen Lebensweise anzupassen. So wurden in den vergangenen Monaten grosse Massai-Gebiete enteignet, damit dort in Zukunft zahlungskräftige arabische Kunden auf die Jagd nach Springböcken gehen können.

    In Ilkidingia gibt es eine grosse Schule für die Kinder der Massai aus einem riesigen Einzugsgebiet. Meine Frau und der Grosse konnten diese besuchen, und dort wurde ihnen von den Schulkindern ein Lied gesungen, welches für unsere gesamte Reise zum Playback werden sollte: «Jambo bwana».

    Dieser Song wurde Anfang der 1980er zu einem afrikaweiten Hit durch die Interpretation der Band «The Mushrooms». In der Folge gab es jede Menge Cover-Versionen (u.a. auch eine schreckliche durch die deutsche Band «Boney M»!).

    Schlagt dieses Lied einfach mal bei YouTube nach, dann bekommt Ihr einen Eindruck.

    Meine Frau konnte bei diesem Besuch auch kurz den «Medizinmann» des Dorfes treffen und sich mit ihm über Kräuter-Heilkunde unterhalten. Quasi: tansanischer Apotheker trifft schweizer Ärztin. Und die beiden haben festgestellt, wie sehr sich die beiden Heilkunden doch ähneln. Die Pflanzen mögen andere sein, die Wirkstoffe (und darin ist meine bessere Hälfte eine echte Expertin) sind letztlich doch fast dieselben.

    Und beim Gang durch den Kräutergarten begegnete meine Frau sogar einem Chameleon, welches in den schönsten Farben anzeigte, dass es bitte nicht gestört werden mochte. Leider verschwand das Reptil, bevor meine Frau ein Foto machen konnte...

    Ende der Rückblende.

    Bevor wir nun endlich richtig in die Safarin einsteigen, hier noch ein wenig Foodporn aus dem Hotel in Arusha:


    Ganz tolle und leckere Gerichte mit lokalem Touch. Der britische Einfluss war allerdings unverkennbar, vor allem beim Früchstück am Folgetag:

    :)

    Schliesslich kamen wir also im «Serena Arusha Hotel» an, einer Hotelanlage, welche sich auf dem Gut einer alten Kaffee-Plantage befindet.

    Neben dem alten Haupthaus (sorry, ich habe leider versäumt, davon ein Aussenfoto zu machen), gibt es eine Reihe von Nebengebäuden, in denen die Gäste in kleinen aber feinen Zimmern untergebracht sind:

    Es gibt sogar – für alle KF-Freund*innen – einen «Jogging Track»:

    Bei diesem sollte man sich allerdings bewusst sein, von den umgebenden Bäumen aus von diversen Affen mit allem Möglichen beworfen zu werden…

    Es hat dort auch eine schöne Bar

    in der wir uns schon bald mit Lizbeth von EasyTravel sowie unserem Fahrer Emmilian getroffen haben:

    Liz hatte mich kurz vor unserer Abreise noch gefragt, ob wir mit unserer Reise ein spezielles Ereignis feiern würden. Ich hatte dies zwar im Grundsatz verneint, allerdings zugegeben, dass Schnarrrchsack und ich uns am 20. Oktober (also am Folgetag der Veröffentlichung dieses Kommentars) vor genau 25 Jahren zum ersten Mal an der Medizinischen Hochschule Hannover getroffen haben.

    Wir feiern dieses Datum allerdings nicht speziell, vielmehr den 18. November 1997, an dem wir dann ein Paar geworden sind. Dennoch hatte es Liz sich nicht nehmen lassen, für das gemeinsame Kennenlernen einen Kuchen mitzubringen, welchen wir auch umgehend gemeinsam verspeist haben:

    Tolle Aktion, vielen Dank dafür!

    Und auch ohne Elche haben wir anschliessend mal die Haus-Cocktails angetestet:

    Die kosteten umgerechnet jeweils gerade mal 4 Euro, waren aber auch deutlich kleiner, als die bei TC.

    P.S.:

    An dieser Stelle soll ich bitte sehr herzliche Grüsse von Liz an Gabi46 bestellen! :)

    Weiter ging es nach unserer Landung in Addis Abeba in der «Cloud 9»-Lounge (so nennt man bei ET den Bereich für die Business-Bucher*innen).

    Am Eingang gibt es eine spezielle Kaffee-Station für die Hardcore-Fans, wo sich diese ihre ganz persönliche Mischung von Hand rösten und zubereiten lassen können. Wir waren dafür allerdings zu früh.

    In der Lounge selber gibt es dann ein zweiseitiges Buffet: in der einen Hälfte werden internationale Speisen angeboten, in der anderen Hälfte klassisch äthiopische Gerichte – zum Beispiel dieses:

    Wie schon weiter oben berichtet, erinnert der Flughafen ADD, welcher mit gerade mal 11 Passagierbrücken aber mehr als 30 Gates mit Bustransfer zum Vorfeld dennoch eines der grössten Drehkreuze Afrikas ist, eher an eine Baustelle:

    Wir mussten bei unserer Ankunft mit der A350 tatsächlich auf dem Vorfeld aussteigen, dann ging es mit dem Bus zu einer Sicherheitskontrolle. Auch das war neu für mich (und wiederholte sich immer wieder auf dieser Reise): obgleich unser Handgepäck bereits beim Check-in in Europa durchleuchtet worden war, mussten wir an dieser Stelle wieder durch einen kompletten Sicherheits-Check.

    Skurril: unsere Schuhe mussten durch die Röntgenanlage, die Getränke in meinem Rucksack gingen jedoch ohne Beanstandung durch. In bester Urlaubsstimmung habe ich mich jedoch geweigert, darüber vermehrt nachzudenken…

    Immerhin ging es ja schon bald weiter nach Tansania. Für die relativ kurze Strecke von ADD nach JRO setzt Ethiopian immerhin wiederum eine A350 ein (mit anschliessendem Weiterflug nach Sansibar). Allerdings war unser Fussraum diesmal nicht mehr so toll:

    Das Bordessen war wieder echt super:

    Am Flughaben Kilimanjaro angekommen wurden wir gleich von David, einem Fahrer von EasyTravel. sehr freundlich in Empfang genommen. Und schon begann unsere einstündige Fahrt zum Hotel in Arusha:

    Aber bereits hier bekamen der Kleine und ich einen Vorgeschmack auf die Strassen in Tansania. Insbesondere die letzten 500m auf dem Weg zu unserem ersten Hotel waren ein echtes Abenteuer... 8|

    (Geht weiter...)

    Ach, was solls! Irgendwie habe ich gerade Lust bekommen, schon früher mit dem Bericht anzufangen. Also: here we go!

    Ihr habt ja im Vorbericht schon einiges zu unserer komplizierten, zweizeitigen Anreise mitbekommen. Und nachdem meine Frau Schnarrrchsack es leider versäumt hat, von ihrem Besuch im Massai-Dorf Ilkidingia verwertbare Fotos zu machen, starte ich an dieser Stelle mit ein paar Fotos, inklusive Foodporn, von den Flügen, die ich mit unserem Kleinen an Bord von Ethiopian unternommen habe:

    Alles in allem, waren die Flüge mit Ethiopian sehr angenehm und das Essen sehr lecker. Tolles Bordprogramm, viele Filme sogar mit deutscher Synchronisation verfügbar. Im A350, den wir auf dem Hinflug hatten, waren die Möglichkeiten, persönliche Dinge zu verstauen, allerdings sehr begrenzt.

    Dennoch würde ich ohne Bedenken jederzeit wieder einen Flug mit der grössten Airline Afrikas buchen. :):thumbup:

    Und der äthiopische Kaffee ist nicht nur superstark, sondern auch saugut! :D

    Ein Traum von uns ist auch ein Spiel der NFL in den USA zu sehen. Sind auch FootballFans jedoch nicht von einem bestimmten Team. Hier in Deutschland sind wir wieder glücklich, dass RheinFire wieder spielt.

    Naja, die ELF (European League of Football) schaut zwar ganz schön aus, hat aber seit ihrer Einführung eine ganze Reihe Teams aus der GFL (German Football League) plattgemacht. Deshalb gestaltet sich ihre Expansion in einigen Ländern auch so schwierig - die entsprechenden Nationalverbände gehen da sehr auf Widerstand.

    Ich habe vor 30 Jahren selber als Running Back in der GFL gespielt [1], bis ich wegen einer schweren Knieverletzung aufhören musste (und drei Tage nach der Verletzung kam die Einladung zum Sichtungslehrgang der deutschen Nationalmannschaft... :( tja, shit happens manchmal...). Aber rund ums Millenium hatte die GFL, auch wegen der grossen Erfolge der deutschen Teams auf europäischer Ebene, eine Hoch-Zeit, die bis heute nicht erreicht ist. Höhepunkt war das Europapokal-Endspiel 1999 zwischen den Hamburg Blue Devils und den Braunschweig Lions in der AOL-Arena in Hamburg (Hamburger Football-Fans damals bekannt als die "AOHell-Arena" :evil: ) mit gut 36'000 Zuschauern. Ein Jahr später hat die NFL-Europe dort das Konkurrenzteam "Hamburg Sea Devils" installiert. Damit begann der NIedergang der GFL mit zahlreichen Klub-Pleiten.

    Und dasselbe passsiert "dank" ELF gerade erneut. ;( So sehr ich dem europäischen Football wünsche, dass er die Aufmerksamkeit bekommen soll, die er verdient, so sehr blutet mir als Aktivem der "alten Zeit" das Herz, wenn ich den Niedergang von Traditionsteams erlebe.

    Wir waren mit unseren Jungs 2018 im Vorfeld unserer Neuengland/Kanada-KF mit der MS6 bei einem Spiel der NY Giants gegen die New Orleans Saints. Die Giants haben zwar verloren, aber für die Jungs war das Ganze trotzdem ein Riesenerlebnis. Und seither sind die beiden Giants-Fans. :)

    Ich selber war schon 2x bei Spielen meines Lieblings-Teams, den Minnesota Vikings. Einmal 2013 in London (gegen die Pittsburgh Steelers), zusammen mit meinem Schwager. Und dann kam 2017 der grosse Höhepunkt: da bin ich Anfang Oktober nur für ein Wochenende nach Minneapolis geflogen, um mir das klassische Duell gegen die Green Bay Packers [2] anzuschauen (die Vikings haben damals 23:10 gewonnen :love: ).

    Meine Frau hat mir immerhin eines voraus: die Rams haben schon 2x den Superbowl gewonnen, die Vikings leider noch nie. :( Aber man muss halt auch gönnen können. :)  :thumbup:

    [1]

    Anfang der Nuller-Jahre habe ich in einer psychosomatischen Rehaklinik mit einem Psychologen zusammengearbeitet, der damals noch bei den Braunschweig Lions aktiv war. Wir waren 1991 in der GFL beim Spiel Hamburg Silver Eagles gegen die Hildesheim Invaders (bei denen ich danach 2004-2005 als Stadionsprecher und -DJ aktiv war) aufeinandergetroffen. Und als er 2003 mit seinem neuen Team aus Braunschweig im GFL-Finale in Wolfsburg den von mir dann favorisierten Hamburg Blue Devils denkbar knapp mit 36:37 nach Verlängerung unterlegen war, haben wir uns trotzdem anschliessend getroffen und ein Bier zusammen getrunken.

    [2]

    Vikings vs Packers ist in der NFL das Pendant zum Duell von Borussia Dortmund und Schalke 04 in der deutchen Fussball-Bundesliga. Der Unterschied ist allerdings, dass es beim Football kein Problem ist, wenn sich Fans der rivalisierenden Teams im Stadion begegnen. Deshalb kennt der American Football auch keine Gästesektoren im Stadion, weder in den USA, noch in Europa. Und die Polizei muss auch nie die verschiedenen Fangruppen auf dem Weg ins Stadion trennen. :thumbup:

    Ich habe seinerzeit in Minneapolis auf der Haupttribüne umringt von Packers-Fans gesessen - überhaupt kein Problem. Wir haben zwar gegenseitig bei Fehlern der jeweils anderen Mannschaft heftigst gefrotzelt, aber auch immer wieder sehr schöne Selfies zusammen aufgenommen und uns gegenseitig zum einen oder anderen Bier eingeladen.

    Manchmal wünschte ich, das wäre beim klassischen Fussball auch möglich... :rolleyes:

    Und ich habe seither mit meinen damaligen Sitznachbarn aus Green Bay, Sue und Nick, einen losen Kontakt. Von den beiden ist immer noch eine Einladung zum "Rückspiel" im Lambeau Field in Green Bay offen, bei dem ich auch meinen langjährigen Studienfreund "Onkel Joe" (bekannt auch aus einigen meiner Reiseberichte, er ist übrigens Packers-Fan!) mitbringen soll/werde/möchte.

    (Sorry für das lange OT, aber ich wollte bei dieser Gelegenheit einfach mal eine Lanze für diesen Sport und seine grossartigen Fans brechen.)

    Faulpelz war kürzlich mit MSC unterwegs. Leider finde ich auf die Schnelle den Thread nicht. Er war "nur so mittel" zufrieden.

    Zu finden in meiner Signatur.

    Das Produkt "Yacht Club" ist schon toll, keine Frage. Auch die vielen Angebote an Bord. Aber alles, was auch nur irgendwie mit Organisation zu tun hat, ist bei MSC extrem chaotisch. Dazu kommt, dass man im Voraus zu vielen Aspekten der Reise keine wirklich brauchbaren bzw. gültigen AUssagen bekommt. Oft genug wird etwas versprochen, was dann später nicht gehalten wird.

    Das war leider auf beiden Reisen, die wir mit MSC unternommen haben, so. Und deshalb werden wir mit dieser Reederei auch nicht mehr fahren. :(

    Einzige Ausnahme war die Einreise Dubai. Dort sollte man eine gesonderte Arztmitteilung über die Tabletten zumindest in engl. Sprache vorzeigen (können). Wurde vor Ort allerdings auch nicht abgefragt...

    Dafür gibt es ein EU-einheitliches Formular, welches wir in der Schweiz ebenfalls verwenden. Der Arzt kann es im Internet herunterladen und ausfüllen. Dann muss das Gesundheitsamt die Bescheinigung beglaubigen, das Ganze muss wiederum vom zuständigen Ordnungsamt überbeglaubigt werden. :huh:

    Poste das doch bitte lieber in einem geeigneten Querdenker und Schwurbler Forum.

    LOOOOL!

    Zur Kenntnisnahme: ich bin absoluter Impfbefürworter und habe auch alle Massnahmen mitgetragen, solange sie sinnvoll und zumutbar waren. Das sind sie jetzt aber nicht mehr.

    Anmassend hingegen bist Du, hier Expertise mir gegenüber zu beanspruchen.

    Schonmal drüber nachgedacht das es Mitmenschen gibt die in der Pflege arbeiten, wo gerade bei uns hier in der Region wieder viele ausfallen da sie positiv sind

    Sind diese Leute früher mit Schnupfen auch zuhause geblieben? Oder mit Husten? Mit Halsschmerzen?

    Falls ja, so frage ich mich, wie Ihr früher Eure Schichten besetzen konntet. :/