Einmal Big Apple und Co. - unterwegs mit der Mein Schiff 1 vom 03.10.2019 bis 14.10.2019 zwischen New York und Bahamas mit Vorprogramm

  • Für das Observatory gibt es noch Karten, unser Slot beginnt in 45 Minuten. Die Zeit verbringen in der Nähe. U.a. ist gerade auf dem Oculus Place Smorgasburg. An diversen Ständen wird Streetfood angeboten. Wer Hunger, Zeit und Geld hat ist hier gut aufgehoben. Wir sind allerdings (noch) nicht hungrig. Aber gucken ist auch nicht schlecht.



    Und dann geht es los mit dem Observatory. Alles ist gut organisiert, die Sicherheitskontrolle schnell geschafft und wir werden durch unterirdische Gänge zum Fahrstuhl geleitet.


    Der ist rundherum mit LED-Wänden verkleidet und die Auffahrt ist schon ein toller Film durch die Entstehungsgeschichte des Towers.

    Oben bietet sich ein grandioser Rundumausblick.







    Runter ist die Fahrt wieder animiert und das war echt der Oberhammer für mich. Gänsehaut pur.


  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • keseburg

    Menno, jetzt habe ich Fernweh. ||:love:

    Der Aufzug ist der Hammer, oder? Wenn die Türen aufgehen. :love::love: Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur dran denke.

    Ihr hattet ja das perfekte Wetter für diese grandiose Aussicht. 8)

    LG Petra

    2008 Westliches Mittelmeer AIDAdiva

    2012 Transbrasilien AIDAcara

    2012 Kanaren AIDAsol

    2013 Östliches Mittelmeer AIDAdiva

    2014 Nordland mit Spitzbergen AIDAcara, Ostsee AIDAmar

    2015 Panamakanal Norwegian Jewel, Premierenfahrt Norwegian Escape

    2016 Orient Indien AIDAaura, Kiel - New York AIDAluna

    2017 Mittelmeer mit Lissabon Mein Schiff 3

    2018 Hongkong Singapur Celebrity Millenium, Rund um Großbritannien AIDAaura

    2019 Kanaren Azoren AIDAcara, Spitzbergen Island Grönland MS Hamburg - Reisebericht, Mittelmeer mit Andalusien Mein Schiff 4 - Reisebericht

    2020 Rhein südwärts AMAstella

    2021 Große Freiheit Schwedische Küste MS 6, Azoren MS Amera

    2022 Wintertraum Norwegen MS Amera, Kreta - Mallorca AIDAblu

    2023 Norwegen bis Hamburg AIDAprima, New York - DomRep MS6

    2024 Vietnam & Kambodscha Lan Diep (RB), Holland + Flandern MS Alina

  • Der nächste Punkt auf unserem inneren Zettel ist der Highline Park, ein Park auf einer alten, ungenutzten 2,3 km langen Güterzugtrasse vom Meatpacking Distrikt bis zur 34. Straße West. Zwischendrin immer mal wieder Parkbänke und Kunst im und am Park. Auf gefühlt halber Strecke gibt es auch Streetfood und einen Souvenirshop. Bevor es losgeht, gönnen wir uns jeder einen Hotdog an einem mobilen Stand. Schmeckt anders als bei Ikea und ist lecker.

  • Wir gehen die Strecke nicht ganz zu Ende, sondern biegen in Sicht weite von The Vessel ab und bestaunen das Kunstwerk.


    In der angrenzenden Mall Hudson’s Yard gibt es einige Geschäfte, Restaurnats und wieder einmal Toiletten. Hier sollte es Kaffee und NY Cheescake für uns geben, die Muffins sahen aber leckerer aus.

  • Heute Morgen hatte ich noch vorgehabt, Macy’s noch eine Chance zu geben, aber die Beine wollten nicht mehr und dummerweise hatte ich vergessen, den Stock mitzunehmen. Also sind wir kurzentschlossen zum Pier 78 gelaufen und haben die Fähre (9 $ p.P.) zurück Exchange Place genommen, die Light Rail kam auch gleich und der Shuttle ließ auch nicht lange auf sich warten.


    Tschüss New York.

    Um kurz nach sieben waren wir wieder an Bord und ich ziemlich kaputt. Wir haben uns nur kurz frischgemacht, damit wir bis zur SNRÜ gemütlich im Atlantik essen können.


  • Für die SNRÜ ging es für uns ins Casino. Da mir alles wehtat, hatte ich meinen Stock dabei. Damit kann zumindest einigermaßen stehen, aber es gab noch einen Sitzplatz für mich. Dreißig Minuten später war der Spuk vorbei.

    Die Abfahrt war für 22:00 angekündigt, verzögerte sich aber wegen eines Containerschiffes um eine halbe Stunde. Der Kapitän Todd Burgmann durfte vor der Freiheitsstatue eine komplette Drehung machen und alle hatten somit einen tollen Blick auf die Statue und die Skyline von New York.


  • Der Seetag am 05.10.2019 war entspannt. Frühstück im Atlantik, Chillen im Ruhepol bis zum Lektorenvortrag im Theater. Um 14:30 erzählte Markus Kummerer uns einiges zu Norfolk. Da hatten wir keinen Ausflug gebucht und waren gespannt, was uns da erwartet.



    Für 15:00 war das Forumstreffen in der Lumasbar geplant, dass ich somit leider verpasst habe. Beim Kaffeetrinken haben wir uns dann nochmal die Ausflüge in Charleston angesehen und waren uns schnell einig, dass auch wir auf die Boone Hall Plantage müssen.


    Dann genießen wir noch etwas Zeit auf dem Sonnendeck, bevor heute mal zeitig zum Abendessen gehen. Heute soll es das Mediterran sein. Das Essen ist lecker und die Kellner sind gut aufgelegt. Im Theater ist es zur Willkommensshow schon früh mächtig voll. Da nehmen wir lieber noch einen oder zwei Cocktails in der TUI Bar.

  • Norfolk am 06.10.2019 begrüßt uns mit Temperaturen um die 20 Grad und leichter Bewölkung. Wir liegen am Half Moon Cruise Center und sind damit quasi mittendrin. Gegenüber am Pier liegt USS Wisconsin, da sind wir ja in besten Händen.

    Als erstes geht es zu naheliegenden Memorial im Town Point Park. Es erinnert an die vielen Toten und Verletzten in den letzten Kriegen mit amerikanischer Beteiligung, beginnend mit dem Bürgerkrieg. Wie Blätter im Wind finden sich dort diverse Bronzetafeln mit Inhalten aus Briefen von Soldaten, die Ihre Gefühle und Befürchtungen ob des Krieges, in dem sie sich gerade befinden, schildern.


    Hier liegt ein kleiner Cache und ohne Cachen, hätten wir diesen kleinen Ort womöglich übersehen. An der Promenade geht es ein Stück weiter, bis wir nach links abbiegen und die Innenstadt erkunden. Auf dem Weg zum Freemason Quartier, sehen wir unterwegs schon die angekündigte Mall. Am Ende wollen wir uns dort noch ein wenig umsehen.

    Norfolk hat sich vor Jahren die Meerjungfrau als Makottchen auserkoren und die unterschiedlichsten farbenfrohen Damen zeigen sich unterwegs.



    Auf unserem Weg kommen wir auch am Norfolkschen Walk of Fame vorbei. Ella Fitzgerald und Charlie Byrd kenne ich immerhin.




  • Das Freemason Quartier ist sehr nett anzuschauen. Alte und gepflegte Häuser, Kopfsteinpflaster, eine Kirche, die heute ein beliebtes Restaurant beherbergt, lohnen einen Spaziergang.


    Es lohnt sich auch immer nach unten zu schauen.

    Auf unserem weiteren Weg kommen wir noch an einer kleinen Pagode mit schönem Garten vorbei, bevor wir die Mall erreichen. Und wir werden sogar fündig, eine Jeans, ein paar Adiadas für mich und eine bequeme Hose für meinen Mann wandern in meinen Rucksack. Auch hier gibt es ordentliche Toiletten. Dann geht es auch schon zurück.


  • Auf unserem weiteren Weg kommen wir noch an einer kleinen Pagode mit schönem Garten vorbei, bevor wir die Mall erreichen.




    Und wir werden sogar fündig, eine Jeans, ein paar Adiadas für mich und eine bequeme Hose für meinen Mann wandern in meinen Rucksack. Auch hier gibt es ordentliche Toiletten. Dann geht es auch schon zurück.


    Für halb sechs haben wir beide jeder eine Thaimassage gebucht. Nach den Strapazen war das eine gute Entscheidung meinerseits. Die gute Kristina hat meinen gesamten Rücken so intensiv mit den Ellbogen bearbeitet, dass ich zum Ende hin die Minuten gezählt habe und die nächsten Tage noch die diversen Stellen merkte, wo sie sich abgerackert hatte. Wie gehofft, konnte ich dann aber auch wieder besser und fast schmerzfrei laufen.

    Besuch in der Kabine.



    Um sechs legen wir ab, gönnen uns an Deck einen Sekt und genießen die Ausfahrt.



    Kurz bevor wir auf die offene See treffen, kommen wir an der Victory Rover Marine Base Cruise vorbei. Da liegen einige Kriegsschiff bereit. Da ist sicher auch jemand im Rahmen eines Ausfluges gewesen.


    Später gehen wir wieder ins Atlantik Mediterran. Heute dauerte es mal deutlich länger als sonst, aber wir sind ja nicht auf der Flucht und sitzen sehr bequem, lecker war es bestimmt auch wieder. Zum Abschluss noch einen Gin Tonic und dann gingen wir Langweiler auch schon wieder zu Bett.

  • Am 07.10.2019 verbringen wir den zweiten Seetag dieser Reise mit Erholen. Das erste Mal auf dieser Reise gehen wir zum Frühstück ins Anckelmann, weil es schon ein wenig spät ist.

    Anschließend suchen wir uns ein schattiges Plätzchen auf Deck 14, denn langsam wird es warm, wärmer, zu warm in der Sonne. Handtuchkarten gibt es in diesem Reisegebiet nicht, so kann sich jeder mit Handtüchern ausstatten, wie er/sie möchte. Was m.M.n. dazu führt, dass alle ihre benutzten Handtücher überall liegen lassen. Manche Liege sieht somit vielleicht reserviert aus, ist es aber vielleicht garnicht?

    Überraaschung in der Kabine.


    Um die Mittagszeit sehen wir die ersten Delfine auf dieser Reise. Zur Kaffeezeit meldet sich ein kleiner Hunger, heute wollen wir die Ebbe & Flut Bar ausprobieren, insbesondere die Käsescones haben es mir angetan. Dazu ein kleines Ratsherrn Pilsner und den anderen beim Bingo zu schauen.



    Abends gibt es für uns etwas später am Abend wieder im Mediterran, heute klappt es auch mit der Gesellschaft. Da wir den ganzen Tag mehr oder weniger zusammen verbringen, lassen wir uns abends gerne an einen großen Tisch führen und nehmen die überraschende Gesellschaft gerne in Kauf. Manchmal bekommt man sie, oft ist es sogar ganz unterhaltsam. Heute war es sehr unterhaltsam und gemeinsam haben wir noch in der TUI Bar geschnackt und cocktailiert.

  • In Charleston am 08.10.2019 erwartete uns schönes Wetter und ein Ausflug um 10:45 Uhr zur Boone Hall Plantage, verbunden mit einer kleinen Stadtrundfahrt. Eigentlich wollten wir vorher zusammen einen oder zwei Caches machen, die Erfahrung der letzten Tage bezüglich meiner Lauffähigkeit sorgten dafür, dass ich die Füße hochlegen konnte und mein Mann zügig eine Runde drehte.


    Unser Guide im Bus war eine nette Dame, die uns auf Englisch viel zu Charleston an sich und später auch zur Plantage zu erzählen konnte. Wir saßen weit vorne im Bus und hatten keine Probleme, sie zu verstehen. Hinter im Bus war der Lautsprecher kaputt und die Herrschaften waren weniger angetan.





    Die Plantage existiert schon 1681, anfangs noch mit 470 Arce Land, wuchs sie auf zwischenzeitlich 4039 Acre. Mehr kann man bei Wiki dazu finden. Nicht zu vergessen, und für uns der Grund, hinzufahren: Hier wurde Fackeln im Sturm gedreht.


    Damit auch alle mitkriegen, wie der Zeitplan auf der Plantage ist, hat eine Mitarbeiterin von TUI ihn auf Deutsch wiederholt. Sie war in Zivil dabei und darf normalerweise nicht übersetzen etc., hat sie uns erklärt, denn das wäre ja Arbeit auf amerikanischen Boden und sie (sowie alle anderen Reiseleiter) haben ja keine Arbeitserlaubnis für Amerika. In diesem Fall wurde unter der Hand eine Ausnahme gemacht, damit am Ende auch alle pünktlich sind. Sie wies auch daraufhin, dass man bitte das von den Bäumen hängende Spanische Moos möglichst nicht berührt. Darin fühlen sich Wanzen sehr wohl und die möchte man nicht so gern als Souvenir.

    Auf der Plantage hatten wir zuerst eine Stunde Freizeit, die völlig ausreichend war, um gemütlich alles zu erkunden und auch die Toilette zu besuchen. Dann wurden wir als Gruppe durch das heutige Haupthaus geführt, begleitet von einer gebürtigen Deutschen im hübschen Reifrock. Die Führung dauerte eine knappe halbe Stunde, drinnen durften keine Fotos gemacht werden.







    Zurück machten wir noch einen kleinen Abstecher durch die Hauptgeschäftsstraße von Charleston, da wäre ich gerne noch mal zu Fuß durchgebummelt, aber ausgerechnet heute hieß es um 16:00 schon Leinen los. Das Auslaufen haben wir auf den letzten beiden Plätzen in der AAB im Nichtraucherbereich bei Tapas und alkoholfreiem Weizen verbracht.


    Vor einem frühen Abendessen im Klassik gehe ich das erste Mal in den Pool um ein paar Runden zu drehen. Das gelingt auch ganz gut. Die meisten Kinder sind schon von den Eltern eingefangen, einige toben immer noch herum und machen das Ganze zum Parcourschwimmen.


    Zur Prime Time um 21:30 hält Markus Kummerer seinen Vortrag über Florida. Heute spricht er nicht ganz so schnell, aber gewohnt sehr launig.

  • Port Canaveral empfängt uns am 09.10.2019 mit Regen. Um irgendwo hinzukommen sind die Wege lang und kosten wieder, ob dann dort auch was Interessantes ist, weiß man nicht. Wir bleiben lieber bis zu unserem Ausflug um 13:45 an Bord.


    Es geht mit dem Bus zu einem abgelegenen Restaurant mit Toiletten am Indian River und dort machen wir mit überdachten Ausflugsbooten ein nette Rundfahrt, linker Hand schöne Villen, rechts vereinzelt Mangroven. Das Ganze gespickt mit Delfinen, Fischreihern, rötlichen Reihern, Fischadlern, Möwen, Pelikanen, Seeschwalben und Kormoranen. Zweimal konnten wir auch die Schnauze einer Seekuh erahnen.








    Leider war es anfangs noch sehr regnerisch und wer aufgepasst hatte, war mit einem Regenumhang von TUI versorgt. Ich leider nicht, aber es war wenigstens nicht kalt. Gekühlte Softdrinks und Wasser wurden auch gereicht. Für uns war das ein gelungener Ausflug, allerdings wirkten nicht alle begeistert. Schade eigentlich. Auf der Rückfahrt haben wir uns gefragt, wo denn der Shuttlebus gehalten hätte, irgendwie war überall nichts Attraktives: keine Kneipen, kein Strand, keine Shoppingmöglichkeiten und vor allen keine Straßen auf denen man sich als Fußgänger wohlgefühlt hätte.



    Zurück an Bord ist es auch wieder trocken und ich ziehe noch ein paar Bahnen zum Aufwärmen. Heute waren wir früh zum Abendessen, weil wir uns schon um 20:15 in der Schaubühne das Stück Gretchen 89ff ansehen wollen. Mein Mann kann den Faust fast auswendig ;-) Es ging um den Einfluss verschiedener Regisseurstypen auf die Auslegung des Gretchen ab der Seite 89 im Reclamheftchen. Ich habe nicht viel erwartet und es hat mir sogar gefallen. Schade finde ich es immer, wenn sich Menschen weit vorne platzieren und dann schnell merken, oh, das ist nicht für mich und sich während der Vorstellung wieder entfernen. Da tun mir immer die Akteure auf der Bühne leid.


    Die Ebbe & Flut Bar ist um die Ecke, da darf es zum Abschluss des Abends noch ein Ratsherrn sein.


  • Florida bzw. Miami macht am 10.102019 seinem Namen als Sunshinestate alle Ehre. Es ist wunderbar warm und sonnig. Um 09:15 trifft sich unser Ausflug in die Everglades. Wie einst Porter Ricks wollen wir Propellerboot fahren.

    Einen ähnlichen Ausflug hätte man gestern schon von Port Canaveral machen können, aber die An- und Abfahrt wäre deutlich länger gewesen. Wegen des gestrigen Regens waren sie auch nicht ganz so gelungen, wie ich gehört habe. Die Busse fuhren zwar die weite Strecke, vor Ort fielen die Ausflüge wegen des Regens dann aber aus. Die Kosten wurden wohl erstattet, aber die Fahrt hätten sich die Teilnehmerinnen sicherlich gleich erspart.

    Heute dauert die Anfahrt eine gute halbe Stunde und der Guide hat eine Menge zu erzählen. Als hier Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eine Militärbasis errichtet wurde, entwickelt sich die Bevölkerung so langsam und dank der Erfindung der Klimaanlage ließ es sich hier dann auch angenehm Leben. So angenehm, dass viele nach Ableistung ihres Militärdienstes nicht mehr in ihre Heimat zurück wollten. Auf dem Weg lag auch das Stadion der Miami Marlins mit seinem verschließbaren Dach und in einem Kanal am Wegesrand dümpelte der erste Alligator.


    Im Gatorpark war schon einiges los, aber wir mussten nicht lange warten, bis wir auch die Propellerboote verteilt wurden. Jeder bekam ein paar Ohrstöpsel, bei voller Fahrt wird es sehr laut. Zuerst ging es langsam durch eine Art Kanal mit Gegenverkehr. Da schwamm dann auch gleich der nächste Alligator. Zu Flora und Fauna gab es weitere Erläuterungen, aber ich habe es mir leider nicht merken können. Am Ende des Kanals lag eine eher offene Fläche. Jetzt aber schnell die Ohrstöpsel reine, denn nun ging es mit Vollgas durchs Gelände. Das war ein Heidenspaß, besonders natürlich in den Kurven, wenn das Boot sich so elegant in selbige legt.





    Zurück am Startpunkt, nehmen wir noch an einer Vorführung teil. Ein gut gelaunter Ranger zeigt uns anhand zweier kleiner Tiere den Unterschied zwischen Alligator und Krokodil, die hier beide leben. Das Krokodil hat eine eher spitze Schnauze, ist eher hell, lebt im Salzwasser, ist aktiver und greift seine Beute auch an. Der Alligator hingegen bevorzugt Süßwasser, kommt aber auch mit Brackwasser zurecht und wartet fast darauf, dass ihm die Beute ins Maul schwimmt. Gut zu wissen, aber beiden möchte ich nicht nur ungern außerhalb eines Autos oder Boots begegnen. Auf dem Rest des Geländes befinden sich noch zwei Gehege mit unterschiedlich großen Alligatoren, die die Sonne genießen. In einem engen Shop gibt es Toiletten und die üblichen Souvenirs. Es bleibt genügend Zeit alles zu erkunden, bevor es zurück zum Schiff geht.

  • Wir wollen gleich weiter zum South Beach. Am liebsten mit Lyft. Die App ist schon installiert und soweit auch fertig mit den Zahlungsdaten bestückt, aber heute ist überraschender Weise noch eine zweite Kreditkarte notwendig. Mit dem bescheidenen Netz vor Ort klappt es irgendwie nicht und so nehmen wir kurzentschlossen eines der bereitstehenden Taxis. Und wir merken auch gleich, dass Miami die Hauptstadt Lateinamerikas ist (Zitat Markus Kummerer). Unser Fahrer spricht sehr gut spanisch und wenig englisch, bei uns ist es eher umgekehrt. Unterwegs ist Stau, darum fiel der Preis für die Hinfahrt mit 30 $ etwas höher aus.


    Am Muscle Beach steigen wir aus (ein paar Damen und Herren stählen auch gerade eindrucksvoll ihre Körper) und schauen uns den Strand mit seinen hübschen Häuschen der Baywatcher an.




    Das Wasser lädt geradezu zum Baden ein, aber wir verzichten heute. Wir spazieren lieber ein ganzes Stück am Wasser in Richtung eines Geocaches. Der ist in der Nähe des ehemaligen Wohnhauses von Gianni Versace, vor dem er 1997 erschossen wurde.






    Dann geht es am Ocean Drive wieder zurück. In einem Souvenirshop genießen wir kurz die Kälte und kaufen ein Souvenir. Vor den Restaurationen stehen immer wieder Menschen, die ein in das jeweilige Lokal lotsen wollen. Das mögen wir beide nicht und ein Bud light für 10 $ schon mal garnicht. Als uns die Wärme dann endgültig zu viel wird, nehmen wir zurück ein gerade vorbeikommendes Taxi. Ohne Stau sind wir nach zwanzig Minuten wieder am Schiff. Eigentlich ist der Weg Luftlinie nicht weit, aber die Zufahrt zum Cruise Port erfolgt üblicherweise über einen Tunnel, der nur zum Festland führt. Wer also zum Beach möchte, fährt erst 4 Kilometer in die andere Richtung, sieht dann das Schiff wieder recht Hand und fragt sich vielleicht wie ich, ob der Fahrer einen verarschen will. Ein Blick bei maps brachte Licht ins Dunkel.


  • Abends gehen wir wieder ins Klassik und haben Gesellschaft von zwei Damen aus dem Hessischen. Erst ist es ganz amüsant, dann wird es anstrengend. Die eine Dame hat schon so einiges protokolliert, was ihr an der 1 nicht gefällt und das würde sie später auch in ihre Bewertung woauchimmer einfließen. Die Herz sei ja so viel netter, der Graf geht ja garnicht etc. pp. Ich mag die Herz auch, aber mit dieser Herangehensweise würde ich meinen Urlaub nicht genießen können.


    Die Zeit bis zur Crew Show vertreiben wir uns in Gesellschaft eines netten Pärchens aus einem kleinen Ort in der Nähe unseres Heimatortes. Im Theater ist es 15 Minuten vor Beginn noch nicht sehr voll. Interessanter Weise sitzen die Zuschauer immer am äußeren Rand der Reihen, was ja auch erlaubt ist, wenn man aus Gründen schnell mal raus muss. Aber dann darf man sich dann nicht beschweren, wenn Andere noch zu den mittleren Plätzen durchwollen. Ich habe heute Bock und suche uns eine Reihe mit vielen Randsitzern aus.


    Die Show selbst hat uns wieder super gefallen. Besonders beeindruckt hat mich allerdings wieder die Kreuzfahrtdirektorin Wilma Rehberg und das nicht nur damit, dass ihr Auftritt von der Titelmelodie der Flintstones begleitet wird, sondern heute zusätzlich, weil sie ihr 200 kg schweres Marimbaphon mit auf die Bühne gebracht hat. Und sie kann es auch noch famos bespielen.


    Der Theatermanager darf auch noch einen „Schlager“ zum Besten geben und haut Nessum Dorma raus, was ihm als ausgebildeten Opernsänger natürlich sehr gut gelingt.


    Nicht zu vergessen die Band samt Sängerin, die Zombie von den Cranberrys raushaut, eine junge Österreicherin, die einen humorvollen Schlager aus ihrer Heimat auf die Bühne bringt, die Küchencrew mit ihrer mitreißenden Tanzeinlage und das unvermeidliche Märchen von Aschenputtel. Da waren wieder einige Gänsehautmomente dabei.

  • Für den 11.10.2019 auf den Bahamas haben wir einen morgendlichen Ausflug nach Pearl Island mit Schnorcheln, Imbiss und Softdrinks gebucht. Nicht weit von der Anlegestelle der Mein Schiff wartet das Ausflugsboot auf uns.




    Vorbei an hübschen Villen mit Meereszugang und der Atlantis-Hotelanlage geht es zur Insel. Dort werden wir auch vom deutschen Besitzer der Insel, Peter, begrüßt. Für alle stehen Liegen zur Verfügung und wir suchen uns eine mit noch vorhandenem Schatten aus. Für die begleiteten Schnorchelgänge muss man sich anmelden, der erste ist auch schon voll. Wir erwischen den zweiten um zwölf und vertreiben uns die Zeit bis dahin mit chillen und Baden.


    Auch hier ist Schnorcheln mit Weste vorgeschrieben, aber es sind dieses Mal normale Rettungswesten. Das fanden wir dann schon mal komisch, damit kann man doch überhaupt nicht tauchen, wenn man etwas aus der Nähe betrachten will. Aber diese Westen werden auf bahamische Art umgebunden und dienen eher als kleine Luftmatratze. Dann gibt es noch ein paar Sicherheitshinweise, Schnorchelmasken und verstellbare Schwimmflossen und schon kann es losgehen.


    Wegen der Brandung ist der Zu- und Abstieg ins Wasser nicht ohne und rein ins Wasser gelingt es mir besser. Nicht weit vom Ufer wartet schon der Guide und füttert die Fische an. Und sie kommen reichlich in verschiedenen Farben und Formen. Das Wasser ist an dieser Stelle nicht tief und tauchen entfällt, man lässt einfach ein wenig treiben und schaut was vorbeikommt. Mein Highlight war ein Mondfisch mit ca. 30 cm Durchmesser. Fast eine Stunde können wir die Vielfalt bestaunen, dann wird mir auch langsam kalt.




    Vor der Abfahrt ist noch Zeit für einen Imbiss. Fisch, Hühnchen, Reis und gebackene Kochbananen stehen bereit und schmecken mir sehr gut. Eiswasser und Eistee stehen zur Selbstbedienung bereit, andere Softdrinks gibt es an der Bar. Süßwasserduschen gibt es auf der Insel nicht, aber es geht heute auch so.

  • Um kurz nach zwei geht es zurück nach Nassau. Dort wollen wir noch einen Cache machen, bummeln und nach Souvenirs schauen und, wenn möglich, ein lokales Bier trinken.

    Im Gegensatz zu den bisher angelaufenen Häfen, ist hier am Kreuzfahrtterminal schon mächtig was los und viel ist zu Fuß zu erreichen. Hier gibt es auch die für die Karibik typischen Shops für Schmuck, Edelsteine und Klamotten.




    In der Nähe ist eine große Markthalle mit einheimischen Anbietern von Stroh- und Holzarbeiten. Und wir finden die Pirate Brewery mit diversen hausgemachten Bieren am Hahn, die Preise gehen bei 7 $ den Pint los und es schmeckt vorzüglich. Sechs Büchsen gehen als Mitbringsel mit an Bord.



    Zum Auslaufen sind wir wieder an Deck, ist es doch schon das letzte Mal für diese Reise.



    Dann gehen wir früh essen und dann ist der Tag um acht schon für mich gelaufen. Ein leichtes (Reise-)Fieber lässt mich sehr früh einschlafen.

  • Am 12.10.2019 ist der dritte Seetag und ich schlafe bis zehn Uhr, die Temperatur wieder normal. So spät gibt es nur ein kleines Frühstück im Anckelmanns Platz und später Tee und Erholung im Ruhepol. Mittags wollte ich doch endlich mal die Avocado Bowl und das Ambiente im Ganz Schön Gesund genießen. Das Essen war auf jeden Fall lecker, nur der vegane Schokoladenkuchen war mir ein wenig zu trocken.


    Bis zum Vortrag von Makus Kummerer zum Blauen Band bzw. Transatlantikreisen, vertreiben wir uns die Zeit auf Deck 14 in diesen bequemen runden Liegeinseln. Im Schatten ließ es sich herrlich aushalten, gegen den Wind half ein Schal und auf Deck 12 musizierte das Duo Wave.


    Nach dem Vortrag bei Tee in der Lumas Bar schaffe ich es das dritte Buch aus der Bibliothek durchzulesen. Mit einem Cliffhanger wollte ich nicht nach Hause fahren. Das wäre aber nicht so schlimm gewesen, das Buch habe ich die Tage in meinem Fundus zuhause gefunden.


    So wird es später als geplant mit unserem Abendessen im Fischmarkt. Wir bekommen ohne Probleme einen netten Tisch, suchen ich mir Crab Cake, Blattsalat mit Nordseekrabben und Linguine mit Gambas und Chilliöl. Mein Mann hatte als Hauptgericht Hamburger Pannfisch (mit Sauce in homöopathischer Menge). Das Essen kommt erst nicht, aber dann Schlag auf Schlag. Es hat gut geschmeckt, aber es ging mir am Ende ein bisschen zu flott.


    Auf dem Pooldeck ist die White Night Party schon angefangen, aber so richtig gut geht es uns beiden nicht, also gehen wir lieber zeitig ins Bett.