Beiträge von Bremerin

    In Minden hatten wir das Hotel Exquisit gebucht. Von außen schon eher in die Jahre gekommen, erwies es sich im Inneren als sehr einladendes Hotel mit einer sehr freundlichen und bemühten Wirtin, einem leckeren Frühstück und einem Schwimmbad im Keller, das wir ausgiebig nutzten.

    Das Restaurant war an diesem Abend geschlossen, aber die Wirtin gab uns Tipps, wo wir sonst noch essengehen können, und so machten wir uns dann zu Fuß - entlang des Mittelland-Kanals auf den Weg in die Altstadt. Die war wider Erwarten ganz hübsch

    Der Dom war leider verschlossen

    Zurück ging es wieder - im Licht der untergehenden Sonne - am Mittellandkanal entlang

    5. Abschnitt: Von Vlotho bis Minden

    Gefahrene km: 28 km, Wetter: sonnig und leicht bewölkt, bis 23 Grad

    Heute war wieder eine kurze Etappe geplant, so dass uns Zeit blieb das Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu besuchen.

    Unterwegs gab es wieder mal einige Gründe anzuhalten und zu fotografieren:

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    Vor einem Gasthof am Weserradweg (Bad Oeynhausen) standen so viele Autos und Fahrräder, dass wir neugierig geworden auch dorthin gefahren sind. Hier wurde ein sehr lecker aussehender Sonntagsbrunch angeboten. Leider waren wir noch satt vom Frühstück, so dass es nur für ein Getränk reichte. Aber wer in der Nähe ist, sollte sich den Gasthof 'das Mauerwerk' mal näher anschauen. Soweit ich erinnere, ist er von Mittwoch bis Sonntag geöffnet

    Oben auf dem Berg thront unser nächstes Ziel:

    Gegen Mittag erreichten wir dann den unteren Parkplatz unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Wir stellten unsere Fahrräder hier ab und machten uns auf den ca. 1,4 km langen Anstieg zum Denkmal. Oben angekommen eröffnete sich uns dieser Blick:

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    Dann ging es einmal um das Denkmal herum

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    und durch dasselbe hindurch

    und natürlich auch in die zugehörige - interessante - Ausstellung. Dann ging es wieder hinunter, vorbei an diesem Stein

    Vlotho empfing uns mit diesem hübschen Anblick

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    Unser Vermieter empfahl uns, zum Abendessen auf die Burg hinaufzusteigen. Von dort sei der Blick über die Weserlandschaft sehr schön.

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    Und außerdem sei das Essen in dem spanischen Tapas-Restaurant sehr empfehlenswert. Er sollte Recht behalten.

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    Wieder konnten wir in dem schönen Biergarten einen der letzten freien Tische ergattern und uns an zahlreichen frei umherlaufenden Hühnern

    netten 'Requisiten'

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    und einem leckeren Essen erfreuen.

    Anschließend umrundeten wir die Burgruine noch

    ehe wir wieder nach Vlotho hinabstiegen, einen Spaziergang durch den Ort machten, der einige hübsche Fassadenmalerein aufweisen konnte

    geschlossene Lokale

    ein Wasser-Glockenspiel

    und noch ein ehemals schönes Fachwerkhaus


    Den Tag beendeten wir beim Sonnenuntergang an der Weser

    4. Abschnitt: Von Hameln nach Vlotho

    Gefahrene km: 48km, Wetter: sonnig, bis 23 Grad

    Meistens machen wir nach ca. der Hälfte der geplanten Fahrradtour eine Pause. Heute bot sich ein Stopp in Rinteln an, und es hat sich gelohnt. Seht selbst:

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    Besonders gut hat uns der Marktplatz gefallen, der als ein rechteckiges Ensemble eine schöne Atmosphäre ausstrahlt

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    Wir sind dann noch weiter durch die benachbarten Straßen geschlendert und haben die folgenden hübschen Fotomotive entdeckt

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    Auf dem weiteren Weg nach Vlotho stand am Straßenrand diese Milchträgerin

    Gegen 17.00 erreichten wir Hameln. Unser Hotel war das schlechteste auf der Strecke: ein kleines Zimmer unter dem Dach, das (eigene) Bad im Nebenraum über den Flur. Nach meiner Beschwerde, dass uns dies vorher nicht mitgeteilt wurde, gab es dann 10 € Ermäßigung. Das - ehemals hochgelobte - Restaurant war leider auch geschlossen, aber das leckere Frühstück am nächsten Morgen mit viel frischem Obst entschädigte dann für vieles.

    Die Rattenfängerstadt Hameln gehört zu den Städten auf unserer Tour, wo ich gerne länger geblieben wäre.

    Prächtige Gebäude wie das Hochzeitshaus im Weserrenaissance-Stil mit einem mächtigen Festsaal

    das Rattenfängerhaus mit einer seitlichen Inschrift vom Kinderauszug

    beeindruckende Skulpturen wie "Die 'Öffnung' des eisernen Vorhangs

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    und andere

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    haben mir neben den schönen Fachwerkhäusern und der recht großen Fußgängerzone gut gefallen

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    Rattensteine zeigten uns den Weg zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten

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    Selbst das lokale Bier wirbt mit den - hoffentlich der Vergangenheit angehörenden - Ratten

    3. Abschnitt: von Höxter nach Hameln

    Gefahrene km: 72, Wetter: schwül-heiß bis 33 Grad, Gewitter und Regen

    Morgens nach dem Aufwachen warf ich erstmal einen bangen Blick auf die Wetter-App: schon seit Tagen waren für Freitag z.T. heftige Gewitter und unwetterartiger Regen angesagt. Und das bei der längsten Tagesetappe der Reise :/ .Aber es sah ganz gut aus: Unwetter sollten eher im Süden und Osten der Republik niedergehen, bei uns allenfalls etwas Regen. Und der Wirt meinte: "meistens zieht der Regen hier vorbei". Dennoch machten wir uns früh auf den Weg, auch um der Nachmittagshitze nicht allzu sehr ausgesetzt zu sein.

    Unterwegs begegneten uns dann dieser Fotograf

    und die 'Objekte' seiner Begierde

    Eine nette Kirche stand da auch noch

    Es war eine Freude durch diese schöne Landschaft zu fahren mit Blick auf hübsche Ortschaften,

    die Weser sowie Burgen und Schlösser.

    Mittags erreichten wir dann die Münchhausenstadt Bodenwerder. Ein Eiscafé mit leckeren Eisbechern und Blick auf den Münchhausenbrunnen ludt zum Verweilen ein

    Als wir dann weiterfuhren, hatte sich der Himmel bedrohlich grau gefärbt, und in der Ferne konnten wir das näher rückende Gewitter grollen hören. An einer Schutzhütte machten wir kurz Halt, studierten erneut die WetterApp und die vor uns liegende Route und entschlossen uns weiter zu fahren. Und tatsächlich blieb das Gewitter auf der anderen Weserseite, nur der Regen kam auch bei uns an. Allerdings nur für kurze Zeit. Danach schien die Sonne wieder vom Himmel und trocknete die nassen Klamotten im Handumdrehen.

    Zurück in Höxter haben wir einen Rundgang durch die historische Altstadt gemacht und anschließend im Biergarten des Wirtshaus Strullenkrug lecker zu Abend gegessen.

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    2. Abschnitt: Von Bad Karlshafen nach Höxter

    Gefahrene km: 28, Wetter: sonnig und heiß bis 32 Grad

    Schon kurz nach Mittag kamen wir in Höxter an. Das Hotel Corveyer Hof, ein altes Fachwerkhaus, war schnell gefunden, und in einem großen Schuppen konnten wir die Fahrräder abstellen. Danach machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Koster bzw. Schloss Corvey. Der Weserradweg ist hier wegen Sanierungsarbeiten gesperrt, so dass wir den Weg entlang einer baumbestandenen, ansonsten eher langweiligen Allee gegangen sind. Früher gab es in dem Kloster ein bekanntes Café mit leckerem Kaffee und Kuchen, aber wie so viele Einrichtungen unterwegs hat auch hier der Pächter nach der coronabedingten Schließung nicht wieder geöffnet.

    Immerhin hat die Klosterverwaltung in Eigenregie Kaffe, Kuchen und kalte Getränke angeboten.

    Allzu viele Fotos von der Außenanlage habe ich nicht. Nur so viel: eine Innenbesichtigung lohnt sich.

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    Am Spätnachmittag erreichten wir das hübsche Städtchen Bad Karlshafen, wo wir im Hotel Hessischer Hof eine angenehme Bleibe für die Nacht fanden.

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    Nach einer kurzen Erholungspause haben wir uns dann auf den Weg zur Stadtbesichtigung gemacht. Anders als in den anderen Stäcten an der Weser gibt es hier keine Fachwerkarchitektur. Vielmehr hat der damalige Landgraf von Hessen eine Stadt im barocken Stil, ganz in weiß gehalten, für die Hugenotten, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, errichten lassen. Die schönen Häuser gruppieren sich bis heute um einen kleinen künstlichen Hafen

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    Das Rathaus

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    Eine kleine Schleuse verbindet den künstlichen Hafen mit der Weser

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    In diesem Gasthof mit schönem Biergarten ...

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    ...und herrlichem Blick auf die Weser haben wir zu Abend gegessen

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    Dort stand auch dieses Pegelhäuschen

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    1. Abschnitt: Von Hann. Münden nach Bad Karlshafen

    Gefahrene km: 48, Wetter: sonnig, heiß bis 33 Grad

    Ich empfinde immer eine freudige Aufregung, wenn die Reise dann endlich losgeht, und so war es auch dieses Mal. Alles war gut verstaut und festgezurrt, die Packtaschen nicht zu schwer, da in Anbetracht der Wettervorhersage warme Kleidung bis auf eine Jacke zu Hause bleiben durfte und eine vielversprechende Landschaft. Hier ging es dann los. Der Weserradweg führt zwischen den Autos entlang.

    Auch auf der Weser macht sich die Trockenheit der letzten Wochen bemerkbar: zeitweise war der Wasserstand recht niedrig. Einige Fähren waren dennoch in Betrieb

    Wenn man genau hinschaut, kann man links oben im oberen Foto erkennen, dass sie häufig an Seilen entlang laufen und so ohne Motorkraft, nur durch die Strömung angetrieben, hin und her fahren

    Die Orientierung fällt leicht, weil ständig Pfeile und Wegweiser uns den richtigen Weg zeichen

    Es macht Spaß hier zu fahren, weil der Weg über lange Strecken immer an der Weser entlang läuft und meistens auch einen freien Blick auf das Wasser ermöglicht. An den Bergen sind immer wieder Burgen bzw. Burgruinen oder Schlösser. Bei Bursfelde passieren wir das einladend direkt am Weg gelegene ehemalige Benediktinerkloster, verzichten aber aus Zeitgründen hier anzuhalten.

    Ein paar Fotos habe ich noch:

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    Hier das Denkmal für Doktor Eisenbart, ein im 17. Jh. berühmter fahrender Arzt. Er starb hier und wurde auch hier beigesetzt.

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    Am nächsten Morgen sind wir gleich nach dem Frühstück nach Hann. Münden gefahren, haben unsere Räder abgestellt und sind in den Ort gelaufen. (Eine kurze Anmerkung zum Thema Sicherheit von Fahrrad und -taschen: Wir haben die Räder immer an- bzw. zusammengeschlossen und unsere Taschen am Rad gelassen. Lediglich die Wertgegenstände waren in einem kleinen Tagesrucksack, den ich immer mitgenommen habe. Ich glaube, dass Diebe wissen, dass es sich nicht lohnt, Fahrradtaschen zu klauen. Jedenfalls ist auf all unseren Touren nie etwas abhanden gekommen).

    Hann. Münden wird auch oft die 'Drei-Flüsse-Stadt' genannt: Werra und Fulda fließen hier zusammen und werden zur Weser:

    Dokumentiert auf dem Weserstein:

    Darüber hinaus ist Hann. Münden berühmt für seine historische Altstadt mit mehreren hundert Fachwerkhäusern.

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

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    Das reich geschmückte Rathaus ist im Stil der sog. Weserrenaissance gebaut

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    Da noch 50 km Fahrradstrecke vor uns lagen, hieß es gegen Mittag Abschied nehmen von dieser hübschen Stadt, wo ich gerne noch ein wenig länger geblieben wäre.

    Ich hätte diesen Bericht auch mit der Überschrift "Das Gute liegt so nah" beginnen können: die Weser liegt vor unserer Haustür, und oft genug überquere ich sie, um in die links der Weser gelegenen Stadtteile Bremens zu gelangen. Manchmal mache ich auch Touren flussabwärts nach Bremen Nord oder Bremerhaven. Aber noch nie habe ich den flussaufwärts gelegenen Teil der Weser besucht.

    Als wir, meine Frau und ich und ein befreundetes Ehepaar, vor ein paar Monaten überlegten, mal wieder gemeinsam auf Fahrradtour zu gehen, kam schnell die Idee auf, den Weserradweg zu fahren. Ein Termin war auch schnell gefunden, und einer aus der Gruppe übernahm die Aufgabe die Abschnitte zu planen und Hotels zu buchen. Start sollte in Hann. Münden sein, das Ziel nach 7 Tagen Nienburg oder Verden. So weit so gut. Schwierig wurde es als in den Orten, die für die Übernachtungen ausgewählt worden waren, Hotels gebucht werden sollten: bezahlbare Unterkünfte waren Mangelware bzw. komplett ausgebucht. So kam es, dass wir an zwei Tagen nur knapp 30 km fuhren, an einem anderen dafür 72 km. Als einzige habe ich ein E-Bike mitgenommen, das mir bei der ersten Etappe mit einigen Steigungen gute Dienste geleistet hat. Danach ging es immer am Wasser entlang durchweg über flache Straßen.

    Ich will Euch gerne kurz von unserer Tour berichten, vielleicht hat die eine oder der andere ja Lust mir zu folgen. Es werden viele Fotos von Fachwerkhäusern zu sehen sein, aber auch schöne Landschaft.

    Los ging es am Dienstag Nachmittag im IC von Bremen nach Göttingen. Gerne wären wir früher gefahren, aber nur in diesem Zug gab es noch freie Fahrradplätze. Wer schon mit der DB und Fahrrädern gefahren ist, kann nachvollziehen, wie erleichtert ich war, als ich sah, dass Wagen 6 tatsächlich vorhanden war. Da machte es fast schon nichts mehr aus, dass - bei einer Außentemperatur von 32 Grad - in diesem Wagen die Klimaanlage ausgefallen war. Folglich waren die Sitzplätze auch gesperrt, und wir mussten uns im nächsten Abteil Plätze suchen.

    In Göttingen hieß es dann umsteigen in eine Regionalbahn, die aus 2 Waggons bestand. Richtung Kassel mit Stopp in Hann. Münden. Also Fahrräder in einen der beiden Waggons geladen, die Fahrradtaschen verstaut und Sitzplätze gesucht. Bis mir dann auffiel, dass auf der Anzeige im Wageninneren gar nicht Kassel stand. Der Schaffner erklärte mir dann draußen, dass der Zug nach einer kurzen Strecke geteilt wird und nur der andere Waggon nach Kassel weiterfährt. Zum Glück reichte die Zeit zum Umsteigen noch, und wir fanden auch noch 4 freie Plätze, wo wir unsere Fahrräder hinstellen konnten. Kurz vor 18.00 erreichten wir dann Hann. Münden. Unser Hotel lag ein wenig außerhalb, aber dass es auch am Berg lag, das merkten wir erst, als es immer mehr bergauf ging. Aber nach knapp 5 km war auch diese Herausforderung geschafft, und wir standen mitten im Wald vor dem sehr schönen Hotel Jagdhaus Heede.

    Die Begrüßung war sehr freundlich, das Zimmer geräumig und mit Balkon und das Abendessen, das wir im Garten einnahmen, überaus lecker. Wie auch das Frühstück am nächsten Morgen.