....Fortsetzung
Das Schiff:
Mit der MS 3 sind wir bereits einmal gefahren, das Schiff war uns daher bekannt. Sehr gut gefiel uns allerdings die Grööne Bar, die es auf unserer letzten Reise noch nicht gab (zuvor war es die Lumas-Bar). Dort haben wir gemütlich gesessen und in netter Gesellschaft so manchen Abend verbracht.
Was wir noch nie auf unseren bisherigen Reisen mit der Mein Schiff-Flotte gemacht haben, war, das Bedienfrühstück im Atlantik Mediterran auszuprobieren. Dieses Mal war es soweit und, was soll ich sagen? Wir waren an jedem Tag der Reise dort (außer am 1. Seetag, da waren wir im Atlantik Classic zum Buffet und am An- und Abreisetag, da waren wir jeweils im Anckelmannsplatz) und fanden es wunderbar! So gemütlich haben wir sonst noch nie auf den Schiffen gefrühstückt!
Zum Mittagessen hatten wir ja meistens keine Zeit, entweder waren wir an Land oder, an den Seetagen, fanden um die Mittagszeit die Lektorenvorträge statt, die wir uns nicht entgehen lassen wollten. Dafür gab's dann später für GöGa einen Hamburger im Tag + Nacht und für mich ein Stück Pizza. Reichte uns völlig. Zweimal waren wir aber auch im Gosch-Bedienrestaurant essen. Auch dort war die Karte schwer abgespeckt. Krabbenbrötchen, Liebesteller etc. gibts nicht mehr - leider. Komischerweise gabs auf der Karte einen grünen Salat mit Krabben als Vorspreise. Ich habe dann einfach einen Kellner gefragt, ob es möglich wäre, eine Backkartoffel mit Krabben zu bekommen. Glück gehabt! Ich bekam welche (ungefähr die Menge eines Esslöffels, aber gut). Darüber habe ich mich sehr gefreut.
Abends hat man ja nun auch nicht mehr so eine große Auswahl, da es nur noch eine Menükarte gibt. Finden wir schade. Auch die "Lieblinge für jeden Tag" gibts nicht mehr in gewohnter Auswahl und Qualität. Wir waren auf dieser Reise vom Essen nicht sehr begeistert. Wir empfanden die meisten Speisen als ziemlich geschmacklos und teilweise "totgebraten", obwohl wir unterschiedliche Dinge bestellten. An einem Tag gab es als Zwischengang ein norwegisches Lachsfilet, das war wirklich sehr gut! Auf den Punkt gegart und lecker! Das war aber die rühmliche Ausnahme. Ich habe als Hauptspeise häufiger das länderspezifische Gericht gewählt - naja, hat mich meistens nicht wirklich überzeugt. Bestand dies doch fast täglich aus Hackfleischklopsen in unterschiedlichen Soßen und meistens mit Grillgemüse.
Entsetzt waren wir allerdings, dass sich die Speisekarte bereits nach 1 Woche wiederholte!!! Zunächst dachten wir noch an ein Versehen, aber nein, auch die Folgetage waren exakt dieselben Speisen auf der Karte, wie in der Woche zuvor.
Dazu muss ich sagen, dass wir nie hungrig vom Tisch aufgestanden sind - also Meckern auf etwas höherem Niveau
. Es ist aber einfach so, dass wir schon deutlich besseres Essen auf den anderen Schiffen hatten und da ist man eben verwöhnt.
Was uns auch nicht so gut gefallen hat, war, dass viele Crew-Mitglieder an Magen-Darm erkrankt waren und teilweise krank gearbeitet haben, weil es nicht genügend Personal gab (wissen wir von den entsprechenden Personen selbst!) Es waren auch mehrere Passagiere erkrankt, aber nicht jede(r) blieb auf der Kabine, bis es demjenigen besser ging (leider). Detta1303 , ihren Partner sowie meinen GöGa hatte es auch erwischt. Sie blieben aber auf der Kabine, bis es ihnen wieder gut ging (glücklicherweise nach 1 bis 2 Tagen). Zum Glück fielen die Erkrankungen auf die beiden Seetage zwischen Tromsö und Bergen, so dass man nicht wirklich viel verpasste. Zudem hatten wir da ja auch ordentlich Seegang, wo man eh besser in der Kabine aufgehoben war.
Kabine:
Unsere Kabine 6009 lag ja ziemlich weit vorne im Bug. Eigentlich nicht so eine schlechte Lage, vor der Außentreppe auf Deck 5. Wir hatten keine Sichtbehinderung. Allerdings muss man wissen, dass das Theater darunter ist und dadurch - wenn jemand gerne ein Mittagschläfchen macht oder abends zeitig zu Bett geht (evtl. kleine Kinder) - es zu Lärmbelästigungen kommt durch die Proben und durch die Aufführungen. Teilweise waren diese schon sehr laut! Uns hat es jetzt wenig gestört, haben wir es immer nur kurzzeitig mitbekommen. Aber man sollte es wissen. Und man hat natürlich weite Wege zu den Restaurants. Dafür ist man über das Treppenhaus A schnell in der Grööne Bar und am Theater.
Bei höherem Seegang kann ich diese Kabine auch nicht wirklich empfehlen. Ich hatte teilweise richtig Angst bei dem hohen Seegang. Der Bug hob sich und knallte mit Wucht wieder herunter, da hält einen nichts mehr auf den Beinen in der Kabine. Alles, was nicht im Schrank war, flog durch die Gegend. Außerdem ist dann der Balkon auch nicht mehr nutzbar, da durch die hohe Bugwelle das Wasser den Balkon überflutet und bis vor die Schiebetür spritzt. Ansonsten ist die Kabine wie üblich ausgestattet, der Teppichboden könnte mal erneuert werden, Fleck reiht sich an Fleck. Wie schon berichtet, waren die Balkonstühle nicht ganz in Ordnung. Und das Problem mit der teilweise nur sporadisch funktionierenden Toilettenspülung gab es ja auch in anderen Kabinen. Die Kabinenreinigung war ok, allerdings erfolgte diese meistens erst am Nachmittag, obwohl wir seit morgens um 8 Uhr das Schild an der Tür hatten. War blöd, wenn man vom Ausflug zurück kam und sich umziehen wollte. Aber so sind wir dann erstmal einen Kaffee trinken gegangen, danach war die Kabine dann fertig.
Unterhaltung:
Es wurde auf dieser Reise recht viel abendliche Unterhaltung geboten. Jeden Abend gab es jeweils eine Aufführung im Klanghaus und im Theater. Gut, manches war noch ausbaufähig, aber immerhin wurde etwas geboten! Ich habe aber auch nicht alle Aufführungen besucht.
Außerdem gab es allabendlich Livemusik in der Gröönebar und in der Schaubar.
Tagsüber wurden an den Seetagen mehrere unterschiedliche Lektorenvorträge gehalten (wir hatten zwei verschiedene Lektoren an Bord) und auch leichte Unterhaltung wurde geboten von den verschiedenen Gastkünstlern.
Wie immer schön war die Crew-Show und anschließend das Shanty-Chor-Singen, wobei dieses Mal sogar der Kapitän Panos lautstark mitgesungen hat. Es war natürlich rappelvoll in der Gröönebar, aber trotzdem klasse.
Allgemeines:
Nochmal würden wir diese Reise so nicht mehr buchen. Alleine schon die (für mich) viel zu vielen Seetage gefielen mir gar nicht. Man hätte noch ein oder zwei Haltepunkte einplanen können, um die 8 Seetage zu reduzieren. 5 Ziele finde ich für 14 Tage ein bisschen zu wenig. Aber ich weiß, so etwas ist Geschmacksache. Ich möchte immer möglichst viele Land- und wenig Seetage haben.
Nicht falsch verstehen, ich möchte keine Sekunde dieser Reise missen! Es war unser Traum und der hat sich - zum Glück - erfüllt!
Ich danke Euch allen für Euer Interesse und die Kommentare. 