Beiträge von Dorothea

    Hallo,

    kleiner Zwischenbericht vom 5. Seetag:

    1.Das Netz ist zwar lahm, kommt aber immer wieder in Gang. Mein Mann hat sogar täglich unsere regionale Zeitung herunterladen können (und ich kann von Zeit zu Zeit zumindest eine Wortmeldung hier im Forum placieren ;) )

    2. Wir haben bis auf 1x bisher immer in den beiden Atlantiks zu Abend gegessen. Das Maximum für Aperitif, 5 Gänge und Espresso waren 2 1/2 h, einmal schaffte es der Service sogar in unter anderthalb Stunden. Wir sind allerdings meist gegen 18 Uhr da gewesen.

    Zwischen 19 Uhr und 19.45 entstehen Wartezeiten am Eingang, denn der erste "Durchgang" ist noch bei Hauptgang oder Dessert und frei werdende Plätze müssen erst wieder eingedeckt werden.

    3. Nachdem uns der erste Lektorvortrag so gar nicht gefallen hat, schenkten wir uns den zweiten, hörten aber von mehreren, dass er gut gewesen sei. Deshalb bekam Denis Beil heute nochmal eine Chance von uns und - siehe da - es lief viel besser als beim ersten Mal.

    Vielleicht muss sich so etwas auch erst einspielen. Den nächsten Vortrag werden wir jedenfalls auch wieder besuchen.

    LG an alle und freut Euch auf bevorstehende oder gegenwärtige Reisen!

    Und wir haben die Golden Circle Tour (bei dem Wetter GsD ohne blaue Lagune ;) ) mit TC gemacht. Die Führerin sprach nur englisch, einen Übersetzer seitens TC gab es nicht, ich verstehe zwar leidlich, finde es aber anstrengend.

    Entschädigt hat das Wetter, der Regen setzte erst auf der Rückfahrt ein und die wunderschöne Landschaft, die keinen Kommentar benötigt. Hier 2 Bilder:

    Der Stokkur Geisyr Gusfoll Wasserfall

    Ich hab die Geschichte mit dem Apero/Aperol meinem Mann erzählt und in der Karte der AAB hier auf der 1 stand es genauso wie oben auf dem Foto von @Flipper. Mein Mann bestellt also Aperol und glaubt mir nicht, dass man ohne ausdrückliches Insistieren das Apero- Zeug bekommt. Doch genauso war es. Es sah viel heller aus als das Original und schmeckte anders. Nicht, dass man es gar nicht trinken konnte - aber es war eben kein Aperol Spritz.

    Ich verstehe manches. Auch zu Hause kippe ich mir nicht den teuersten Rum in den Grog oder edlen Whisky in die Cola. (Eigentlich trinke ich ersteres nur, wenn mir kalt ist, und zweiteres überhaupt nicht ;) )

    Doch in diesem Fall hier ist das einfach ein Armutszeugnis von TC.

    Schliesslich serviert Jede kleine Kneipe das Orginal und dieser Milliardenkonzern will auf nachgemachte Plörre zurückgreifen. Früher wurde immer behauptet, AIDA sei Dreisterne- Niveau, TC Viersterne. Was auf AIDA zutrifft, kann ich nicht einschätzen.

    Wenn TC aber so weitermacht, fallen sie noch drunter.

    So, gestern Abend negativ getestet, sitzen nun im Zug nach Hamburg.

    Da die Bahn mal eben Schienenersatzverkehr eingerichtet hat, hat uns ein Bekannter samt Gepäck zum nächst möglichen Bahnhof gefahren. Unser erster Zug, ein Regionalzug, hatte keine erste Klasse, dafür in der 2. so unbequeme Sitze, wovon Göga immer Rückenprobleme bekommt. Aber er war pünktlich und wir haben den IC nach Hamburg wie vorgesehen erreicht. Auf dem Umsteigebahnhof stand anstelle des Wagenstandsabzeigers stolz zu lesen: " Papier war gestern. Wir zeigen den Wagenstand direkt auf der elektronischen Anzeige an." Tatsächlich standen da Wagennummern, unser Wagen 11 allerdings als Speisewagen ausgewiesen, ganz am anderen Bahnsteigende, und überhaupt nichts dazu, wo 1. oder 2. Klasse sein würde.

    Und natürlich: als der Zug einfährt, gibt es Wagen 11 gar nicht, die erste Klasse ist am entgegengesetzten Ende und da der Zug nur sehr kurz hält, müssen wir sofort einsteigen und mit dem Gepäck einmal längs durch den kompletten Zug laufen.

    Dort befindet sich die 1. Klasse, allerdings gibt es die von uns gebuchten Plätze nicht, so dass wir uns getrennt irgendwo niederlassen müssen, in der Hoffnung, von dort nicht wieder verscheucht zu werden.

    Die Bahn tut wirklich viel, um so attraktiv wie möglich zu sein. :/

    Aber: vielleicht ist der Zug ja pünktlich in Hamburg, vielleicht geht es schnell mit dem TC-Shuttle nach Steinwerder und dann mit dem Einchecken und wenn das alles klappt, sind wir zeitig auf dem Schiff und der Urlaub kann beginnen. :):S

    Allen anderen eine gute Anreise wünscht Dorothea

    Kopfkino…da haben wir mit unseren Jungs noch ein bisschen hin ^^

    Meiner ist mit Mitte 30 und als stolzer Papa immer noch so verträumt, seine Liebste auch. Sie hatten uns am Sonntag nach Himmelfahrt besucht und dachten allen Ernstes, der Montag danach wäre Pfingstmontag und sie beide hätten frei. Wär nicht zufällig die Sprache darauf gekommen, hätten sie den ganzen Arbeitstag versäumt.

    Bine1

    Darüber solltest Du eher traurig sein.

    Es gibt zwar viele interessante Orte ringsum die Ostsee, aber St. Petersburg ist einmalig. Wenn der Krieg vorbei ist, fahre ich da bestimmt nochmal hin.

    Kreuzfahrtchef

    Was wir alles vorab für die Einreise in die USA mitteilen mussten, war bestimmt nicht viel weniger als beim russischen Visum. Wir sind seit diesem Jahr im Ruhestand, trotzdem waren unsere ehemaligen Arbeitsstellen anzugeben.

    Ich bin so froh, dass wir die Ostsee-Tour mit Sankt Petersburg noch 2019 gemacht haben. Es war der absolute Höhepunkt, eine phantastische Stadt, die ich liebend gerne öfter besucht hätte.

    Natürlich die Touristenmassen damals überall, das war ebenso schrecklich wie in Florenz oder Barcelona vor Corona. (Vielleicht waren es hier mehr Chinesen und die ersten indischen Gruppen gab es ausserdem.)

    Nach dem ersten Tag hatte ich eigentlich die Nase voll: das Katharinen-Palais samt Bernsteinzimmer ein einziges Durchschieben und all der Protz und Prunk - das war nicht meins. Etwas besser dann allerdings Peterhof mit den Wasserkaskaden bis zum Meer hinunter.

    Am zweiten Tag hatten wir eine sehr ambitionierte Führerin, die uns ein wenig antizyklisch durch die Sehenswürdigkeiten leitete. In der Kirche auf St.Peter & Paul , wo die Zarengräber sind, war unsere Gruppe fast eine halbe Stunde ganz alleine. Auch sonst haben wir viel gesehen und erfahren, es war in jeder Beziehung der Höhepunkt der Reise.

    Was mich damals schon ein wenig befremdete, war die Angst einiger Mitfahrer, die bei den Mittagessen nicht einen Happen kosteten. Dergleichen erlebten wir schon in Marokko, wo wir extra zu einem "Berber"-Abendessen fuhren und drei von 8 Tischgenossen von dem wirklich köstlichen Mahl nicht einmal kosten wollten. Da wirkten wohl Vorurteile und mangelnde interkulturelle Kompetenz ungut zusammen, zudem gehört es sich einfach nicht, etwaige Gastgeber derart vor den Kopf zu stossen. Warum solche Leute überhaupt auf Reisen gehen, erschliesst sich mir nicht.

    Die seit Corona eingeführte neue Form der Seenot-Rettungsübung ist viel, viel angenehmer als alles von vorher.

    Damals drängelten sich hunderte Paxe gleichzeitig an der zugewiesenen Musterstation, übermüdete Kinder weinten und nie konnte pünktlich begonnen werden, weil immer einige fehlten und erst gesucht werden mussten.

    Jetzt hingegen investiert man lediglich 5 Minuten, kann sich bei Bedarf den Sicherheitsfilm ansehen und muss sich nur zwei Dinge merken:

    a) Wo ist meine Musterstation genau? (Wir haben z B. diesmal C 1 - da weiss ich erst sicher, wo das ist und wie ich dahin komme, wenn ich einmal da war, weshalb allein eine App auch nicht genügte ;) )

    b) Wie ist das Internationale Rettungssignal (7 Zwerge und Schneewittchen = 7x kurz, 1x lang).