2. Teil:
Bevor wir in Ashdod ankommen, noch kurze Eindrücke vom Seetag.
Nachdem wir wach wurden und die Gardine unseres Balkons aufgezogen hatten stellten wir fest, dass wir tatsächlich abgelegt hatten. ![]()
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Unser Kapitän war Idannis Tsounakos (der auf dieser Reise sein Zuhause in Piräus anfahren darf), unsere Kreuzfahrtdirektorin mal wieder Wiebke Busch.
An Bord trafen wir heute Bekannte, die wir auf unserer Karibik-Kreuzfahrt kennengelernt und die auch die Ausflüge mit Uriel gebucht hatten. Was für ein Zufall.
In der Reisebestätigung von Uriel stand, dass wir am Tag des Ausflugs so früh wie möglich die Reisepässe abholen sollen, weil wir uns bereits um 07:15 am bereitgestellten Bus treffen.
Sehr positiv war daher, dass wir die Pässe bereits am heutigen Seetag in der Abtanzbar abzuholen hatten. Die Abholung war sehr gut organisiert. Die behördlichen Angestellten waren bereits an Bord, so dass das Einreisepapier frühzeitig fertiggestellt worden ist. Somit war zwar ein Anstellen erforderlich, aber die Ausgabe mit Stempel war inklusive einer kurzen Gesichtskontrolle recht schnell geschafft.
Für uns ein klarer Vorteil, weil wir so den rechtzeitigen morgendlichen Treffpunkt ohne "Unbekannte" planen konnten.
Wir sind um 05:00 Uhr aufgestanden und sind danach erst einmal ins Ankelmanns bzw. Backstube gegangen. Hier erwartete uns ein Gedränge und eine lange Schlange vor dem Artisanbrot, wie bisher noch nicht erlebt. Grund war, dass es um 06:00 Uhr keinerlei anderes Brot oder Brötchen gab. Das gesamte Buffet war absolut wenig bestückt. Warum auch immer. Es gab ein unglaubliches Gedränge, so dass wir uns nur mit einer Scheibe Brot und einer Banane eindeckten und dieses aus Zeitmangel in unsere Tupperdose verfrachteten und auf unseren Ausflug mitnahmen. Es war eine unglaubliche Schlacht am Buffet mit viel Gedrängel und bösen Blicken. Keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte.
Auf jeden Fall haben wir unseren Treffpunkt rechtzeitig erreicht. Nur von Uriel und den Bussen war zum angegeben Zeitpunkt nichts zu sehen. Als sie verspätet eintrafen, haben sie uns von einem Unfall auf dem Weg von Jerusalem zum Treffpunkt berichtet, der einen Stau und damit die zeitlichen Verzögerung verschudete.
Insgesamt wurden 4 Busse und somit 4 Gruppen mit je einem Reiseleiter eingesetzt. Wir waren Gruppe 2 und unsere Reiseleiterin hieß Oxa. Gebürtig in Weißrussland, studiert in Berlin und Wien, gearbeitet in New York und vor 7,5 Jahren nach Jerusalem eingewandert. Seitdem arbeitet sie dort ausschließlich als Reiseleiterin. Sie spricht perfektes deutsch, hat sehr viel erklärt und war mit viel Freude und Fachwissen dabei.
Wir fuhren vom Hafen in Ashdod direkt nach Jerusalem.
Und hier noch eine kurze Anmerkung an Administrator
Liebe 'Brücke'. Mir ist bekannt, dass Innenaufnahmen von Kirchen in diesem Forum nicht erlaubt sind. Allerdings sind Innenaufnahmen in der Grabeskirche mit allen Details ausdrücklich erlaubt, außer an bestimmten Tagen. An unserem Besuchtag wurden wir explezit darauf hingewiesen, dass wir keinerlei Einschränkung beim fotografieren unterliegen. Daher stelle ich hier Innaufnahmen (nur von der Grabeskirche) ein. Ohne diese Aufnahmen hätte dieser Teil des Reiseberichts auch (fast) keinen Sinn.
In Jerusalem angekommen, hielt der Bus zum Aussteigen in der Nähe der alten Stadtmauer, hinter der die Altstadt von Jerusalem liegt.
Von einer kleine Anhöhe konnte wir somit die Stadtmauer und das neue Jerusalem erkennen.
Von dieser Anhöhe war es ein kurzer Weg zum berühmten Jaffa-Tor, durch das wir die Altstadt Jerusalems betraten.
Es war ein merkwürdiges und doch wunderbares Gefühl, durch dieses Tor die Altstadt zu betreten.
Es gibt wenige Orte auf dieser Welt, wo so viel Geschichte, Politik und Religion verschmelzen.
Direkt hinter dem Jaffa-Tor eine andere Welt. Die Altstadt Jerusalems.
Vorweg mit Hut unsere Reiseleiterin Oxa.
Dieses ist das Eingangstor zur Grabeskirche, in der Jesus begraben liegen soll.
Interessant ist, dass für dieses Tor seit mehreren Jahrhunderten wegen frühzeitlicher Streitigkeiten die muslimische Familie Joudeh die Schlüssel der Kirche verwahrt und die ebenfalls muslimische Familie Nusseibeh die Haupttür morgens auf- und abends wieder zuschließt. Außerdem traten die Familienmitglieder oft als Schlichter auf. Die Joudehs und Nusseibehs werden mindestens seit der Zeit Saladins mit der Kirche in Verbindung gebracht.
Ich habe von den Männern dieser Familie ein Foto, weil sie gerade auf einer Bank saßen, darf dieses aber leider hier nicht veröffentlichen.
Die Glocken der Grabeskirche sowie der Glockenturm.
In der Grabeskirche sind viele Religionen mit einer eigenen Kapelle vertreten. Natürlich in der typischen Eingenart und Schönheit jedes Glaubens erstellt. Viele dieser Kirchen liegen unter der Erde und sind auf unterirdischen Verbindungswegen miteinander verbunden.
Ich beschränke mich hiermit auf den Teil von Jesus Christus , in der Hoffnung, dass die Veröffentlichung der Bilder hier erlaubt bleibt.
Die folgenden 4 Fotos stellen in riesigen Mosaikwerken die Lösung Jesus vom Kreuz sowie die Einbalsamierung seines Körpers dar.
Warum wurde mein Foto gelöscht?
Die Steinplatte, auf der Jesus zur Einbalsamierung lag, ist heute noch erhalten und wird hier ausgestellt. Natürlich dient sie vielen Gläubigen zum Gebet und zur Einkehr.
In dieser Marmorkapelle soll Jesus beigesetzt worden sein. Wegen einer sehr lange Warteschlange haben wir auf ein Betreten des Raumes abgesehen...
... zumal bis heute nicht eideutig nachgewiesen worden ist, dass tatsächich die Grabesstelle in dieser Kapelle liegt. Genau so gut könnte die wirkliche Grabesstätte in der auf diesem Foto erhaltenen Grabesstätte gelegen haben.
Hier das Dachgewölbe der Grabeskirche.
Auf dem Kreuzweg (Via Dolorosa), auf dem nach christlichem Verständnis Jesus mit seinem schweren Holzkreuz gehen musste, befinden sich heute kleine Basarstände. Hier gehen auch heute noch viele religiöse Gruppen den Weg mit einem getragenen Holzkreuz an der Spitze nach. Auch wir haben einige Gruppen gesehen, Fotos sind ohne Gesicht darauf allerdings unmöglich.
An dieser Stelle des Kreuzweges soll sich Jesus aufgrund des Gewichtes des Kreuzes mit der Hand abgestützt haben. Auch an dieser Stelle finden sich viele Menschen ein, um zu beten und singen.
Der nächste Teil der Jerusalemer Altstadt führt zur Klagemauer und hinauf zum Ölberg.