Beiträge von Emmalotta

    6.September

    Morgens um acht, eine Stunde früher als geplant, erblickten wir die Skyline von Kopenhagen - immer noch bei Kaiserwetter.

    In der Ferne die Kopenhagener Müllverbrennungsanlage, auf deren Dach man im Sommer Rasenski fahren kann 8|

    Mein Plan war, den HoHo-Bus zu nehmen und an interessanten Punkten auszusteigen. Daraus wurde aber leider nichts, denn die Stadt war hoffnungslos überfüllt. Deshalb gab es zunächst nur ein paar Bilder aus dem Bus ….

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Am Nyhavn startete ich noch einen Versuch - aber es war hoffnungslos, hier einen Platz zu finden

    …und ein paar Meter weiter ging dann gar nichts mehr.

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Was war denn hier los? Das erfuhren wir, als wir am Abend aus Kopenhagen ausliefen…..

    5.September

    Vor der Einschiffung noch ein kleines Mittagessen mit Fisch! Als ich dem Taxifahrer sagte „ Zum alten Mann, bitte“, sah er mich völlig verständnislos an - dieses kleine Bistro am Museumshafen kannte er gar nicht…

    Ich kann es dagegen wärmstens empfehlen und fand sogar einen windigen Platz draußen:



    Danach zur Verdauung - und Überbrückung der Wartezeit bis zum check-in - ein kleiner Spaziergang am Musemshafen entlang…

    … bis das mir noch unbekannte Schiff allmählich in Sicht kam.


    Kaum eine halbe Stunde später war ich bereits an Bord und fand tatsächlich auch schon den Koffer an der Kabine vor! Ausgepackt war er schnell, dann gab‘s den traditionellen Spritz am Heck, und kurz nach 17 Uhr legten wir still und heimlich ab. Tatsächlich gab es nirgendwo eine Auslaufmelodie - keine Ahnung, ob die Vasco da Gama sowas überhaupt hat. Auch das Typhon wurde nur selten betätigt, und dann immer erst ein gutes Stück weg von der Pier. Vielleicht neue Lärmschutzmaßnahmen in den Hafenstädten? :/

    Immer wieder schön: der Blick auf die Kieler Förde. Bei Kaiserwetter ging es gen Kopenhagen.

    Maulwurf

    Die Passagiere waren gefühlt zu 99,9% deutschsprachig - ich habe nur zwei Niederländerinnen wahrgenommen.

    So, jetzt schließe ich mit letzten Bildern diesen Abschnitt mit den Infos zur Vasco da Gama ab und liefere Euch danach endlich meine Eindrücke von der Reiseroute.

    Wie auf allen älteren Schiffen gab es auch hier viel Platz auf mehreren frei zugänglichen Decks, nicht nur die schöne Promenade…

    …mit Sitzgruppen im Raucherbereich (Backbord) und Liegen für Ruhebedürftige (Steuerbord), die allerdings ohne Auflagen.

    Die Crew war sehr entspannt und sehr freundlich - in einem Verhältnis von 540 Personen zu 900 Passagieren. Kreuzfahrtdirektor und Hotelmanager sprachen auch schon mal von sich Gäste an und waren umgekehrt auch immer einer kleinen Unterhaltung aufgeschlossen, wenn man Fragen hatte. Und ich habe mehrfach gesehen, wie „Streifenhörnchen“ einfachen Crewmitgliedern beim Schleppen schwerer oder sperriger Gegenstände geholfen haben. Da stimmt offenbar der alte Spruch „Wie der Herr, so das G‘scherr“, denn der Kapitän stand bei jeder Anlandung an der Gangway, reichte seine helfende Hand oder bot sich für Erinnerungsfotos an:

    Mein Fazit fällt also alles in allem sehr positiv aus, und bei der Abreise bestätigte sich einmal mehr, dass die Aussage „Nicko kann nicht organisieren“ nicht - oder nicht mehr - stimmt: zwei Tage nach Abfahrt in Kiel bekamen wir die Info, dass man uns für 15 Euro einen Shuttle von Steinwerder zum Hamburger Hauptbahnhof anbieten könne. Man möge sich dafür mit Angabe der Abfahrtszeit des gebuchten Zuges anmelden. Und am Abend vor dem letzten Anlegen gab es dann einen genauen Zeitplan, wer wann welchem Bus zugeteilt war. In meinem Fall: Ausschiffung 10:30 Uhr, Transfer um 11:00 Uhr, Abfahrt meines Zuges 11:53 Uhr. Wir konnten also gemütlich auf dem Schiff auf die Abfahrt warten. Besser kann man es nicht machen.

    Geht gleich noch weiter…

    Bebe  Ruhrpottkind

    Die Etagere war immer gleich bestückt. Um anderes zu bestellen, müsste man wissen, was es gibt. Und einem nicht gut deutsch sprechenden Kellner erklären, dass man Jagdwurst, Salami oder Leberwurst möchte. Da finde ich das Auswählen am Buffet - notfalls nur mit Draufzeigen - besser.

    Und man konnte natürlich anderes Brot und Gebäck bestellen, aber wir wissen ja, dass ein Brotkorb, der einmal beim Gast war, nicht mehr weiter verwendet werden darf…

    Es gab auch eine Art „Buffet“ im Bedienrestaurants, das bestand aber nur aus Cerealien und Zutateb fürs Müsli sowie vier großen Warmhaltebegältern mit gebratenen Kartoffeln, Schinken, Speck und Würstchen.

    Vielen lieben Dank für Bericht und Bilder. Während mir persönlich das Buffetrestaurant doch recht übersichtlich und 08/15 erscheint, sahen die Fotos vom Abendessen zum Dazusetzen und Reinbeißen aus. :)
    Hast Du in andere Kabinenkategorien reinzuschauen können?

    Für‘s Frühstück fand ich das Buffetrestaurant perfekt - ein Omelett und bisschen Fisch und Käse und ein Croissant oder Kuchenstück zum Abschluss, so hatte ich das jeden Morgen. Für Abends fand ich die Bedienrestaurants auch besser.

    In andere Kabinenkategorien konnte ich nicht gucken, denn das Schiff war ausgebucht. Am letzte Tag gelang mir allerdings ein Blick in eine neu hergerichtete Suite - einfach toll!

    So, jetzt kommen noch ein paar unkommentierte Impressionen vom Schiff, und dann war’s das erst mal für heute. Es geht aber in den nächsten Tagen noch weiter.

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56




    The Grill“ also, ein kleines, feines Restaurant, das an den ersten beiden Tagen mit Rabatt lockt

    Das „only“ darf man nicht so ernst nehmen, denn als ich begeistert einen weiteren Abend buchen wollte, hat man mir den gleichen Rabatt wiederum angeboten ;)

    Vier sehr gut ausgebildete Servicekräfte kümmern sich um ca. zehn Zweier- und Vierertische, Dass sie dabei mit einer 1,80 großen Pfeffermühle hantieren (müssen), ist albern und völlig unnötig. Denn die Qualität war herausragend, das Ambiente wunderbar und die ruhige Atmosphäre sehr, sehr schön.

    Ich hatte aus meinem Getränkepaket einen Portwein vorweg und den Hauswein zum Essen - der bei Nicko übrigens nicht aus dem Tetrapack kommt, sondern aus der Flasche. Und zwar Weißwein, Rotwein und Rosé in jeweils dreifacher Ausführung - aus Deutschland, Portugal und Spanien. Ich mochte sowohl den deutschen Riesling als auch den Portugiesen sehr gern!

    Zum Aperitif der Gruß aus der Küche

    Danach Ceviche vom Saibling,

    Gefolgt vom Lammkarree mit Speckbohnen und Steakkartoffeln

    Das auf den Punkt gegart und ziemlich üppig war…

    Ach, apropos Pfeffermühle - ich hab mich statt dessen hier bedient



    … und das war Klasse! Danach hatte ich leider keinen Platz mehr für ein Dessert ;(

    Fortsetzung folgt

    In den Bedienrestaurants war ich zum Frühstück nur einmal, weil mir das so gar nicht gefiel

    Man konnte Eierspeisen und Lachs bestellen und bekam einen vorbereiteten Brotkorb - da war mir die Auswahl im Bistro lieber.

    Abends allerdings hab ich dort immer gut bis sehr gut gegessen:






    Das alles war im Waterfront, im Fusion (asiatisch inspiriert) bin ich nicht gewesen. Dafür aber einmal im zuzahlpflichtigen „The Grill“, und das war ein Erlebnis, das einen eigenen Post verdient.

    Fortsetzung folgt

    Immer noch Club Bistro, Mittagessen und Abendessen:

    Fischhäppchen für, die lieber kalt essen wollten

    Und eine Sandwich-Station

    Natürlich gab es auch eine Salatbar, die ich eher 0815 empfand, und eine Wok-Station, die ich nur einmal ausprobiert hab. Was ich dort bekam, war einfach nur….naja, nicht gut.

    Aber der Nachtisch!



    Das Obst wiederum ziemlich belanglos, mit einem deutlichen Melonen-Überschuss

    Geht gleich weiter

    Bevor hier eine Diskussion darüber anfängt, ob es wichtig sei, den Altersdurchschnitt der Passagiere auf einem Schiff zu kennen, möchte ich daran erinnern, dass dies ein Reisebericht ist. Für User123 und Greenhorn.ch hier nur noch die Info: ich werde bald 76.

    Und weiter gehts mit einem mindestens ebenso wichtigen Thema - dem Essen auf der Vasco da Gama:

    Es gibt als Hauptrestaurants das Waterfront, das Waterfront mediterran und das Fusion, alle nur mit Bedienung, und das Club Bistro als Selbstbedienungsrestaurant. Allerdings hinter Glas und mit einer Küchenbrigade, die die Teller je nach Wunsch füllt. Ich fand das wunderbar, das Buffet blieb stets ansehnlich, und mir schien, dass das auch zu einer gewissen Zurückhaltung beim Beladen der Teller führte ;)

    Zunächst ein paar Beispiele aus dem besagten Bistro:

    Frühstück

    Dazu gab es noch Lachs und Forelle, Marmelade, Honig und Schokocreme zum Zapfen.

    Das Rührei kam leider aus dem Tetrapack und war damit für mich und die meisten Paxe ungenießbar. Die Omelettstation aber lieferte Leckeres vom Frischei

    Und natürlich hat auch Nicko „sein“ Spezialbrot - hier nach dem Originalrezept eines alten Tiroler Bauern … egal, es schmeckte! 8o

    Nun das Mittagsangebot:



    Geht gleich weiter

    Ohha, die ist aber wirklich seeehr übersichtlich in der Grösse deine Kabine. Wie gross war sie? Allein vielleicht noch ok., aber zu zweit möchte ich sowas echt nicht bewohnen. =O Aber ich würde ja auch nie ein Tinyhouse bauen ... ;)

    Nicko gibt die Größe mit 16,4 bis 20qm an - hab ich bei der Buchung leider nicht drauf geachtet. Für mich war‘s aber ok

    Gabi.71254 Danke für den Hinweis, ich hielt die Sonnenbrillen für Anonymisierung genug…hab‘s aber geändert

    @alle: Ich mache erst wieder weiter, wenn ich zuhause bin! Das i-net ist ätzend im Zug <X

    Hier das äußere Pooldeck - es gibt zwei Pooldecks - kurz nach dem Boarding…

    …und im „laufenden Betrieb“:

    Und das innere Pooldeck, dessen Dach immer einen Spalt breit geöffnet wurde, was für angenehme Frischluft sorgte. Und sehr bequeme Liegeplätze hatte, die auf der ganzen Reise NIE reserviert wurden!


    Wieder auf dem Heimweg! Und da kann ich ja die lange Bahnfahrt nutzen, um mit meinem Bericht zu beginnen.

    Ich werde weniger ausführlich über die Häfen berichten, denn dazu gibt es hier schon vieles in Wort und Bild nachzulesen, und mich mehr auf meine Eindrücke auf der Vasco da Gama konzentrieren. Das interessiert ja viele Foris, die mit diesem Schiff liebäugeln. Und eins kann ich gleich vorweg nehmen: die alte Lady hat mir - trotz ein paar Abstrichen, die man bei jedem Schiff machen muss - gut gefallen, und ich würde jederzeit wieder mit ihr in See stechen.


    Deshalb gleich zu Beginn Impressionen vom Schiff.

    Fangen wir mit dem Check-in an, der um 15:00 Uhr am Kieler Ostseekai beginnen sollte. Tatsächlich begann er um kurz vor halb drei:

    Vom Betreten des Cruiseterminals bis zum Betreten des Schiffs waren gerade mal 15 Minuten vergangen. So viel zum Thema „Nicko kann nicht organisieren“

    Weiter geht’s mit meiner Innenkabine - klein, aber praktisch:




    Die Dusche konnte ich nicht fotografieren, dafür war es zu eng. Sie ist ausreichend groß und hatte einen Wasserdruck, wie ich ihn noch auf keinem Schiff erlebt habe - und einen textilen Duschvorhang, der tatsächlich nicht am Körper klebt!

    Die Betten sind super, aber man muss es weich mögen. Ich hab geschlafen wie ein Baby…

    Weiter geht es mit meinen Lieblingsplätzen…