Beiträge von markus

    Dienstag, der 06.09.2022

    Und wieder ein Seetag, aber jetzt erstmal der letzte vor New York. Ich weiß nicht mehr genau was heute so auf dem Programm stand, wahrscheinlich nicht viel. Deswegen noch ein Nachtrag zu gestern. Während dieser Reise haben wir die Regionalen Spezialitäten für uns entdeckt. Morgens an der Tafel vor dem Mediterran geschaut und wenn es gepasst hat, dann abends bestellt.

    Und gestern versprach die Tafel

    Also wenn das nicht lecker ist?, was es tatsächlich auch war. Also lecker. Aber was bescheuert war, es lag in einem Suppenteller auf einem wunderbar frischen und auch riesigen Salat Mix. Nur der Salat war komplett ohne Dressing. Und somit nur Garnitur und nicht mehr. Vielleicht gab es hier bereits die ersten Engpässe an Bord und Essig und Öl waren aus. Oder der Zuständige in der Küche mag es verschwenderisch. Beides wäre irgendwie blöd.

    Aber es gab an diesem Tag doch noch ein Erlebnis und zwar als ich gerade in der Aussenalster mein Gläschen Wein trinken wollte. Der Besuch wurde auch gar nicht aufdringlich und blieb auch noch zu einem zweiten Gläschen gerne sitzen. Vielleicht ein blinder Passagier der in wärmere Gefilde wollte.

    Zu unserem Kapitän möchte mich auch noch kurz äußern, Omar Caruana. Bestimmt ein fähiger Kapitän. Und was mir positiv aufgefallen ist, man versteht Ihn viel besser als bei früheren Reisen. Nach 2 Wochen wiederholen sich seine Durchsagen aber dann doch und man bekommt das Gefühl er hat da einen Zettel vor sich. Aber egal, sympathisch ist er trotzdem.

    So und morgen dann Big Apple oder Bayonne…..

    Montag, 05.09.2022

    Am heutigen Montag sind wir in Halifax eingelaufen, wie immer pünktlich. Heute ist „Tag der Arbeit“ und das scheint auch in Kanada ein wichtiger Feiertag zu sein. Um 10.25 müssen wir an unserem Ausflugsbus sein. Mahone Bay, Lunenburg und Halifax werden wir uns anschauen. Hört sich nach einem strammen Programm an. Und das war es dann auch. Mahone Bay, die erste Station nach längerer Busfahrt ist ein schöner kleiner Küstenort. Wir konnten die Hauptstraße entlang schlendern und uns das Städtchen und auch den ein oder anderen Laden anschauen. Alles ganz entspannt, außer unserer Truppe war kaum jemand unterwegs. Nach kurzer Weiterfahrt der nächste Halt.

    Lunenburg im Anschluss war dagegen total überlaufen und neben den Kreuzfahrern waren es auch viele Kanadier und US Amerikaner die die Straßen und Lokale belebten. Unser Reiseleiter war auch nicht besonders engagiert und lies uns dann für die nächsten 2h den Ort auf eigene Faust erkunden. Lunenburg ist mit seinen bunten Holzhäusern und alten Kapitänsvillen einen Ausflug wert. Auf alle Fälle!, aber so war es dann schon etwas stressig, aber am Schluss haben wir sogar noch einen Platz in einem Bistro mit Blick auf das Wasser bekommen.

    Gesättigt ging es dann zurück nach Halifax, eine kurze Stadtrundfahrt mit Fotostopp an der Citadelle folgte und dann schnell wieder aufs Schiff.

    Sonntag, 04.09.2022

    Am Sonntag nochmal ein Seetag, wir haben schönes Wetter bei um die 20 Grad und keinen Wind. Bestes Wetter um es sich auf den Aussendecks gemütlich zu machen. Auf der Reise gab es immer mal wieder Wale zu sehen, mal Backbord, mal Steuerbord, aber nie da wo wir sie hätten sehen können. Bzw. Wir waren immer dann gerade auf der falschen Seite. Aber Lustig ist das schon. Kapitän: „Wal auf Backbord“ dann vergessen mansche Rollatoren-Menschen Ihren Rollator und sprinten in die geforderte Richtung oder Mütter lassen Ihre Kinder im Kinderwagen zurück nur um (im besten Fall) noch ein Stück der Schwanzflosse zu erblicken.

    Heute morgen gab es zum Sonnenaufgang auf unserem Balkon mal Eine Gruppe Delphine. Solche sieht man vor den Kanaren aber gefühlt stündlich (leicht übertrieben) und damit deutlich öfters.

    Unser Kreuzfahrtdirektor ist Steffen Müller. Und ich sag es direkt, ich bin begeistert von Ihm. Er ist ein Multitalent. Er moderiert, er gibt gute Infos zu den Häfen, er singt. Seine Auftritte im Theater und die Moderation der Abendschau in der Schaubühne meistert er souverän. Er ist dabei sehr sympathisch und muss sich dabei nie in den Vordergrund stellen. Auch wenn man Ihm im Kontakt mit Gästen erlebt ist immer freundlich und interessiert. Einfach ein guter Mann am richtigen Platz.

    Nachmittags waren wir dann gemeinsam mit MS1 im Ausflugsbus unterwegs und auf den Spuren von Captain Cook. Wir besuchten York Harbour und Lark Harbour, zwei Fischerörtchen und in der Gemeindehalle der Kirche von Lark Harbour gab es Kaffee und Tee und auch Kunsthandwerk wurde angeboten. Frenchmans Cove wird für einen kurzen Stopp noch angefahren. Und zum Abschluss besuchten wir noch das Captain Cook Denkmal oberhalb der Bucht mit tollem Ausblick auch auf die MS1. In unserem Bus wird heute (gerne und) viel gehustet, Maske tragen aber nur wenige.


    Samstag, 03.09.2022

    Endlich wieder Land in Sicht! Neufundland und Labrador, Corner Brook begrüßt uns mit Sonne und sehr herzlich ist der Empfang auch im Hafen. Ein Musiker und einige Souvenir Shops sind zu sehen und es scheint als habe der kleine Ort auf uns gewartet. Also sind wir auch direkt nach dem Frühstück los. Beim Verlassen des Hafens gab es keine Kontrolle, alles so als sei man in der EU unterwegs. Ein paar Tage zuvor hatten wir an Bord bereits die Zollerklärung ausgefüllt, welche dann über das Schiff an die kanadischen Behörden weitergeleitet wurde. Unser Ziel war der Beginn des Steam-Trails der Mitten im Ort beginnt. Der Ort ist fussläufig gut und schnell zu erreichen. Auf unserem Weg entlang der Main Street kamen wir an der City Hall vorbei, davor gab es einen Markt mit Kunsthandwerk. Ich hätte auch gern spontan etwas gekauft, aber ohne kanadische Dollar war das nicht möglich. An der Rezeption gab es keine Wechselmöglichkeit (nur US Dollar) und nur wenige Händler akzeptierten Kartenzahlung. Also gingen wir weiter, kurz danach kommt schon eine Brücke. Darüber und schon ist man am Beginn, bzw. Zuweg zum Steam-Trail. Der Trail hat während des Verlaufs einige Optionen und ist eher leicht mit wenigen Steigungen. Man läuft die meiste Zeit am Wasser und die Bäume schenken auch Schatten. Zur Halbzeit kommt man dann am seeähnlichen Ende des Wassers an und gleich darauf auf einer Anhöhe mit schönem Ausblick in die Natur. Aufgrund von Baumaßnahmen mussten wir einen kleinen Umweg durch eine sehr schöne Wohnsiedlung in Kauf nehmen, bevor es wieder zurück auf den eigentlichen Trail ging. Auf dem Rundweg gab es auch immer wieder Bänke zum ausruhen und er ist bestimmt für die Allermeisten zu schaffen. Insgesamt ab/bis Hafen waren wir an diesem Vormittag 9 km unterwegs. Der Trail selbst hat für uns geschätzt 3 km Weg bedeutet. Ich finde er ist unbedingt zu empfehlen.


    Jetzt noch die drei Seetage und dann geht es morgen weiter versprochen. Achso, eins noch, ich möchte den Mitreisenden die nach der Reise mit COVID zuhause ankommen sind gute Besserung wünschen und hoffe das Ihr es schnell und möglichst beschwerdefrei hinter Euch bringt.

    Mittwoch, 31.08.2022 bis Freitag, 02.09.2022

    Nach Island, dann die 3 Seetage, da tut man mal dies und mal das. Besucht das Theater oder die Schaubühne oder sitzt bei einem Wein in einem der geschützten Aussenbereiche. Shopping geht theoretisch natürlich auch, allerdings habe ich mich erfolgreich davon abhalten können, die Koffer sind eh voll. Und ich bekomme zunehmend den Eindruck, das ich zu viel eingepackt habe. Irgendwie bei jeder Reise das selbe Spiel.

    Thema: Schuhlöffel, Hausschuhe, Schokolade und Rose. Schuhlöffel gab es leider keinen auf der Kabine, die Rezeption brachte Diesen aber umgehend auf unserer Kabine, den eigenen hatte ich leider vergessen. Hausschuhe waren auch keine auf Kabine, egal brauch ich nicht. Schokolade gibt es ja auf persönlichen Wunsch wieder, Himbeere, Orange und Co. sind aber nicht meins. Warum gibt es nicht einfach Vollmilch! Gewissenhaft habe ich bei unseren Kabinenstewards und der Rezeption versucht unseren Wunsch nach Schokolade rückgängig zu machen. Bis zuletzt erfolglos. Also sind die 56 Schokotaler jetzt in Mainz gelandet und machen meine Nachbarin glücklich. Ich hoffe Sie teilt sich die Schoko gut ein. Zuviel auf einmal soll ja nicht so gesund sein. Rose gab es auch keine, ich finde das ist am falschen Ende gespart. Das gehört irgendwie zu den Dingen die die meisten nicht brauchen, die aber das Leben oder in dem Fall die Kabine schöner machen. Vielleicht nicht für alle Gäste wichtig, aber für einige doch. Und ne Vase ohne Blume macht ja auch keinen Sinn.

    Was mir gerade einfällt, die Pralinen kosten jetzt 90 Cent das Stück, und es gibt keinen Mengenrabatt. Egal, es gibt schon ein paar leckere Teilchen darunter.

    Am letzten der drei Seetage erfuhren wir eher nebenbei und nicht offiziell das wir umgeroutet werden und dadurch einen zusätzlichen Hafen anfahren. Sydney/Kanada, und das mein Partner nun seinen Geburtstag dort begeht und nicht in Quebec wie geplant. Es wird ein technischer Stopp sein, wahrscheinlich ohne normalen Landgang. Und es hat wohl mit Einreiseformalitäten nach Kanada zu tun.

    Der vermutete Vorteil wir haben während des Stopps Internet und sind nicht auf das Bord-Internet angewiesen. Das war bisher mehr als schlecht und die Inklusive MBs bisher eher nutzlos.

    Joni  Piwitz, Joni hat das schon richtig beschrieben. Was mir gefehlt hat war das lebendige und das nah am Thema sein. Ich hatte den Eindruck das hier gut strukturiert, rein theoretisches Wissen, aber nie selbst erlebtes an die Frau und den Mann gebracht werden sollte. Das dann aber schon mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen. Sein junges Alter kann man Ihm natürlich schon zu Gute halten und vielleicht wird das ja auch noch was mit Ihm, wenn er mit der Zeit an Erfahrung gewinnt. Aber vielleicht sollte man diesbezüglich auch TC kritisieren, verantwortlich sind letztlich die, die über diese Besetzung entschieden haben.

    Dienstag, 30.08.2022

    Heute sind wir nun in Reykjavik gestrandet. Also endlich wieder Land in Sicht. Für Nachmittags haben wir den Ausflug zur Blue Lagoon gebucht. Eigentlich sollte man mehr wie nur einen Halbtagsausflug machen, aber wir waren bereits vor 7Jahren mit AidaMar über Nacht auf Island. Damals, im Oktober 15 bei erstaunlich gutem Wetter haben wir einen sehr intensiven Ausflug gemacht und es blieb auch genug Zeit um Reykjavik kennenzulernen.

    Nachdem wir in einem sehr wenig besuchten Atlantik Mediterran unser Frühstück eingenommen haben, gehen wir trotz Regen gleich auf das obere Aussendeck um ein paar Fotos zu machen. Die sind natürlich dementsprechend Grau und Trist. Handtücher für unseren Besuch in der Blue Lagoon müssen wir auch noch holen (was tatsächlich nicht nötig ist den die gibt es dort auch) und um 12.00 geht es dann los. Unser Kreuzfahrtdirektor hat uns zu unserer Ausflugsplanung gratuliert, „bei dem Wetter die beste Wahl“. Tatsächlich waren wir schon auf dem Weg vom Bus zum Eingang des Bades so nass, das man sich die Vorabdusche anschließend hätte sparen können. Auch während des Schwimmens hat es sehr heftig, mit richtig dicken Tropfen geregnet und es wurde zunehmend dunkler und nebliger. Das Wasser hatte über 40 Grad. Zuviel für Feinwäsche, aber der Mensch hält es aus. Die blaue Lagune war sehr gut besucht und es wurde zumindest in der Herrenumkleide und den Duschen sehr kuschelig. Da bekam man einiges zu sehen was man eigentlich gar nicht sehen möchte und das auch noch inklusive. Trotzdem, uns hat der Ausflug sehr gut gefallen und ich kann Ihn für Reisende die es entspannt angehen wollen und die Island oder Reykjavik bereits kennen auch als Alternative zu Golden Circle und Co. empfehlen. In den nächsten 3 Seetagen werden wir voraussichtlich ohne Internet sein. Mal sehen wie wir das schaffen, mir graut ein wenig davor.

    Sonntag und Montag, 28.08.22 und 29.08.2022

    Zwei Seetage liegen vor uns. Unser Plan ist, wir unternehmen ein wenig und faulenzen viel. Ein guter Plan. Leider am Sonntag viel Regen und Grau in Grau ist der Himmel. Man hat also auch Zeit sich Gedanken zu machen. Wir waren im Juni für eine spontane Reise bereits an Bord der MS 1 und so fallen uns einige Veränderungen auf. Einige Exklusiv-Leistungen wurden teurer, der frischgepresste Orangensaft, das Wasser auf Kabine, das Frühstück im Esszimmer. Was ok ist, denn es wird ja alles teurer. Sorry, in Bezug auf Kreuzfahrten stimmt das natürlich nicht ganz. Spätestens seit COVID-19 wird der Reisemarkt mit Angeboten überflutet. Was uns überrascht ist das im Vergleich zur Junifahrt das Essen viel besser geworden ist, die Karte in beiden Atlantiks ist natürlich unverändert, aber es ist viel schmackhafter und auch schöner angerichtet. Leider wird beim betreten der Restaurants kaum noch darauf geachtet das der Gast sich die Hände desinfiziert oder die Handwaschbecken benutzt. Schade.

    Was war aber noch positiv, der Service in den beiden Atlantiks war für uns fast immer Note 1 mit Sternchen. Zum Frühstück sind wir fast ausschließlich im Mediterran gewesen und nach ein paar Tagen auch immer vom selben Team betreut worden. Danke, Milton, Antoinette und Romualdo! Und auch Maman, Crison und Jherica haben uns am Abend auf der Steuerbordseite des Mediterran sehr herzlich und serviceorientiert betreut. Das war echt vorbildlich und nicht selbstverständlich.

    Laut Rezeption sind 2717 Passagiere an Bord, meist Paare, aber auch Teens und Kleinkinder. Das hat uns aber natürlich nichts ausgemacht. 2717, das macht eine Belegung von etwa 90%. Maskenpflicht ist bekanntlich aufgehoben. Wir tragen die Maske immer dann wenn es eng wird. Im Aufzug, im Bus, in der Schlange, etc.. mit uns tun das vielleicht 20% der Gäste, je nach Situation mal mehr mal weniger. Zu diesem Zeitpunkt ist der allgemeine Hustenpegel nur leicht gestiegen während der Reise und unsere freiwilligen und privaten COVID Tests sind immer negativ ausgefallen.

    Samstag, 27.08.2022

    Wir erreichen pünktlich Invergordon und nahmen an einem organisierten Mein Schiff Ausflug (ich glaub es war ein Langschläfer-Ausflug). Wir besuchten zunächst Inverness, unternahmen danach eine Bootstour auf Loch Ness und wir sind uns sich sicher das „Ungeheuer“ gesehen zu haben. Danach noch eine Landschaftsfahrt zurück zum Schiff. Das Wetter war herrlich. Bis zu 22 Grad und Sonne satt, so das wir Abends beide eine rote Nase hatten.

    Während der Reise haben wir noch oft an diesen ersten Hafentag gedacht. Unser erstes Mal Schottland und wir sind uns schnell einig das wir von diesem Land gerne mehr gesehen hätten.