praktisch in jedem Hafen waren diverse Touranbieter. Es ist also kein Problem, auf eigene Faust unterwegs zu sein. Im Voraus hatten wir nur zwei Phoenix Ausflüge gebucht. Die örtlichen Touranbieter sind meistens günstiger, und die Gruppe ist kleiner. Pro Person so um die 50$.
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Wir sind beide noch ziemlich angeschlagen und lassen uns Zeit beim Frühstück und Fertigmachen, aber kurz nach 9 Uhr sitzen wir im Tenderboot und fahren zur Pier.
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Dort sehen wir uns nach einem geeigneten Tour Anbieter um. Wir haben uns dagegen entschieden, hier einen Cache zu machen (zu umständlich...) und sind deshalb frei in unserer Entscheidung. Wir möchten nur möglichst viel von der Insel sehen. Beim 2. Anbieter (Insel außen rum und innen rum, 3 Stunden, 8 Personen im Renault Van, „50 Dollar each“) greifen wir zu, obwohl Cle mit der Klimaanlage hadert...
Unser Fahrer heißt Mata. Er ist ein lustiger Mensch, der gut englisch spricht und stolz auf seine Heimat ist. Eine gute Voraussetzung, um Touristen zu führen! Nach einigen Fotostopps am Ufer geht es ins Innenland zum Belvedere Lookout, wo man einen guten Blick auf die zwei Buchten hat, dann zu einem Marae und zu einem Ananasfeld.
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In einer Saftfabrik bekommen wir verschiedene Kostproben (Mata: „Happy Hour...! “) und kaufen ein Tetrapack Saftlikör für abendliche Stunden auf unserem Balkon. Außerdem kaufen wir Vanillestangen für unsere Nachbarin, die unsere Blumen versorgt.
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Unterhalb des Belvedere ist eine Landwirtschaftsschule, wo heute eine Feier ist. Entsprechend voll ist es dort, aber wir halten trotzdem, um verschiedene Marmeladensorten zu probieren von Früchten, die dort angebaut werden.
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Nach „innen rum“ folgt nun die Tour „außen rum“ auf der Ringstraße. Hier sehen wir auch erstmals in voller Pracht ein Luxushotel mit Über-Wasser-Bungalows, sehr malerisch und reizvoll, aber man sieht kaum Leute im Wasser, und ich könnte mir vorstellen, dass es da unten auch ziemlich stickig sein kann. (Später hören wir von einigen Mitreisenden, die den Overnight Ausflug in so ein Luxushotel gebucht hatten, dass es sich durchaus gelohnt habe! Aber für eine Nacht 659 €? Hmm…)
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Am Ufer sind einige Ortschaften, wo die normalen Mooreaner wohnen. Mata zeigt uns sein Dorf und seine Schule. Moorea wird übrigens Mo-orea gesprochen, also jedes „o“ wird ausgesprochen. Es gibt einen regen Fährverkehr nach Tahiti, das in Sichtweite liegt, ca 17 km entfernt. Viele pendeln nach Papeete zur Arbeit, und am Fährhafen ist sogar eine Art Park und Ride Parkplatz eingerichtet.
Zu denken gibt mir die Kriminalstatistik (Mata rät ab, allein im Dunkeln in Papeete unterwegs zu sein...) mit der Reihenfolge 1. Diebstahl, 2. Selbstmord bei Jugendlichen (!), 3. Gewalt gegen Frauen, 4. Drogen und 5. Pädophilie. Es sieht hier alles so paradiesisch aus, aber im Hintergrund gibt es doch viele Probleme, Arbeitslosigkeit und Armut. Vor allem die Schließung vom Club Med hat etlichen Menschen die Grundlage entzogen...
Nach sehr informativen 3 Stunden werden wir wieder zur Pier gebracht.
Inzwischen haben wir Hunger bekommen. Ich möchte gerne einmal die hiesige Spezialität Poisson Cru probieren (roh marinierter Thunfisch mit Kokosmilch). Leider hat das kleine Bistro, das uns genannt wurde, keinen Fisch vorrätig, auch Salat gibt es nicht. Dafür landen wir bei einem Cheeseburger mit fettigen Pommes, die mir noch Stunden später schwer im Magen liegen. Ärgerlich! Vor allem, als später andere Artanianer kommen und am Nebentisch köstliche Shrimps mit Knoblauch und Kokosmilch verzehren und davon schwärmen... *grummel* Da dieses Gericht unter „Chinese Dishes“ stand, haben wir es überlesen. Der leckere frisch gepresste Ananassaft tröstet nur wenig. Um 14.30 sind wir wieder an Bord für eine kleine Siesta und die obligatorische Kaffeepause Um 18 Uhr legen wir bei einem Sundowner ab, um die kurze Strecke nach Papeete/Tahiti zu meistern.
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Dort legen wir bereits gegen 20 Uhr an, während wir noch beim Abendessen mit unseren üblichen Tischgenossen sitzen. Das Essen ist übrigens nicht besonders gut. Heute haben wir irgendwie Pech mit der Kulinarik! Das Ossobucco ist zadderig und fett. Wir kommen zunehmend zu der Erkenntnis, dass uns das Essen auf der Etappe vorher mit dem Küchenchef Jörg Schwab wesentlich besser geschmeckt hat. Trotzdem werden wir einigermaßen satt. Aber eben nicht auf leckere Art...
Heute Abend hat sich eine Folkloregruppe aus Tahiti angesagt. Entsprechend voll wird es hinten in der Phoenixbar.
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Die Leute stehen über alle Etagen verteilt und sehen sich das Spektakel an. Eine Musikgruppe spielt und spärlich bekleidete Männer und Frauen tanzen dazu „original pazifische Tänze“, die bei den Frauen hauptsächlich aus gekonntem Po wackeln zu bestehen scheinen. Mein Geschmack ist das nicht so, aber Cle hat durchaus Spaß daran...
Pünktlich um 7 Uhr ankern wir in der Bucht von Huahine. Die Insel ist sehr malerisch, grün, zerklüftet und mit Wald bedeckt, der an Regenwald erinnert. Das Wetter ist gut, schwülwarm mit ein paar Wolken aber trocken.
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Mit dem Tenderboot geht es an Land im südlichen Teil der Insel. Phoenix bietet einen Shuttleservice in den Hauptort Fare an (10€), aber wir wollen uns nach einem Tour Anbieter umsehen. Unser Hauptanliegen ist die Platzierung eines Caches am Belvedere Lookout. Dort führen alle Touren hin, der Rest ist uns ziemlich egal. (Der Geocache, der dort liegen müsste, ist nämlich verschwunden, und wir haben mit dem Owner vereinbart, dass wir eine neue Dose legen, wenn wir schon mal vor Ort sind.)
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Ein kurzer Rundgang an der Pier zeigt schnell, dass praktisch alle Anbieter die gleiche Tour machen mit einem Einheitspreis („50 Dollar each“). Cle zieht es zunächst zu einer Südseeschönheit, die 8 Mitfahrer sucht, aber wir landen dann doch bei einem kräftig gebauten Polynesier, der in seinem kleinen Peugeot nur 3 Passagiere unterbringen kann und schon einen hat. Das stellt sich als gute Entscheidung heraus. Mit einem stillen allein reisenden Herren machen wir uns auf dem Weg. Unser Fahrer heißt Rimo und ist eine echte Frohnatur. Nachdem man sich erst einmal darauf eingelassen hat, kann man sogar sein Englisch einigermaßen verstehen. Er erzählt einiges über Land und Leute, Schulwesen, Kirchen, Essen etc und zeigt im Vorbeifahren stolz sein Haus. Dabei lacht er viel und macht Scherze. Er scheint jeden hier zu kennen und wird überall freudig begrüßt.
Zunächst halten wir an einer kleinen Likör Destillerie. Ich befürchte schon, dass es so eine Tour wird, auf der einem ständig etwas verkauft werden soll. Aber nein! Alles ist freundlich, zwanglos und ohne Druck. Wir bekommen jeder eine kleine Kostprobe (lecker!), ein paar Erklärungen zu den verwendeten Fruchtsorten, und keiner ist böse, als wir ohne zu kaufen weiter fahren.
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Unterwegs besorgt Rimo eine Tüte mit Schmalzgebäck und dazu einen Karamelldip als hiesige Spezialität. Auch dies ausgesprochen lecker. Nächster Halt ist der Hauptort Fare im Norden der Insel. Hier gibt es ein paar Geschäfte und Kolonialgebäude.
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Alles wirkt leicht verschlafen, aber gepflegt und hübsch. Am Ufer stoßen wir auf ein Zelt mit einer Versammlung von Frauen. Dies ist keinesfalls eine Veranstaltung für uns Touristen, sondern es ist eine Art Hula-Wettbewerb anlässlich des gestrigen Frauentages. Die meisten Frauen tragen einen Blütenkranz und sind sehr stämmig. Die wenigen schlanken Frauen sind häufig keine Frauen sondern Transgender, sogenannte Mahu, was übersetzt bedeutet „Leben wie eine Frau“. In Polynesiens Gesellschaft gehören Transgender zur Kultur.
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Eine Frau erklärt mir einige Naturkosmetika, die sie nutzt, z.B. Kaffeesatz für das Gesicht, Öl und Kokosraspel für den Körper. Daher sei ihre Haut so weich...
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An einem Küstensee entlang geht es weiter zu einem kleinen archäologischen Museum und einem Marae, einer antiken Kult- und Versammlungsstätte der polynesischen Häuptlinge.
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Und ein kurzer Halt ist bei einem Geschäft, das aus Vanille alles Mögliche herstellt: Likör, Rum mit Vanille, auch getrocknete Schoten. Auch hier dürfen wir wieder probieren.
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Nächstes Ziel ist Faie an der Nordostküste. Dort gibt es die heiligen blauäugigen Aale, die Rimo mit einer eigens mitgebrachten Fischfutterdose anlockt. Die Aale seien „tapu“, also tabu und damit unantastbar. Die Viecher sind riesig und etwas eklig. Ich bin froh, dass ich sie nicht anfassen muss...
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Dann geht es den Berg rauf durch den sattgrünen Regenwald, und wir kommen zum Aussichtspunkt Belvedere. Dort verstecken wir die mitgebrachte Cachedose an einem Schild.
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Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Bucht mit der Artania. Aber es gibt auch viele Mücken... Ich bin gespannt, wie viele Stiche ich morgen habe, denn ich merke das ja immer erst einen Tag später.
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Nach ca 2 Stunden ist die Fahrt zu Ende, und Rimo bringt uns wieder an die Pier. Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen, was nicht zuletzt an der Freundlichkeit und Persönlichkeit unseres Fahrers lag.
Wir trinken noch etwas in dem kleinen Restaurant, und fahren dann mit dem Tenderboot wieder zurück zum Schiff. Wegen der angegriffenen Gesundheit wollen wir es heute nicht übertreiben. Es liegen ja noch ein paar Landausflüge vor uns, und da ist es ganz gut, wenn wir uns heute noch etwas ausruhen.
Ach Jutta @Emmalotta, was für eine wunderbare Idee! Mit dem Thema Frachtschiffreisen hatten wir uns auch schon mal beschäftigt, und nun bin ich sehr gespannt, was Du berichten wirst! Das wird bestimmt eine tolle Reise!
Was ist denn bei dieser Toilette so besonders und was darf man sich darunter vorstellen
Nun ja... sowohl auf der Damen- als auch auf der Herrentoilette sind einige Einrichtungsgegenstände (Waschbecken, Griff am Spülkasten...) gewissen Körperteilen nachempfunden...
Reisetagebuch Bora Bora / Franz. Polynesien 08.03.2018:
In den letzten drei Tagen hatte ich mich der Fraktion „Husten – Schnupfen – Heiserkeit“ angeschlossen und lag flach. Meine Güte, ging es mir dreckig… So richtig mit allem Drum und Dran inclusive Fieber! Zum Glück waren es „nur“ Seetage, aber ich war trotzdem traurig, z.B. die Backstage-Führung nicht mitmachen zu können, für die wir eine Einladung hatten...
Dies hat Cle nachher darüber in unser Reisetagebuch geschrieben: „Vormittags sind wir zu einer Backstage-Führung eingeladen. Da gehe ich jetzt alleine hin. Vier der Leute aus dem Show-Ensemble stellen sich erst mal vor, dann zeigen sie die Technik-Bude an der Rückseite der Show-Lounge, dann die Bühne mit ihren Leinwänden und Markierungen für die Auftritte, die Asservatenkammer hinter der Bühne und schließlich die „Maske“, also den Raum, wo die Künstler sich für die Auftritte fertigmachen. Dort sind die ganzen Kostüme und die Schminkutensilien. Es liegen ein paar Zettel und Listen herum, die für die einzelnen Shows für die jeweiligen Künstler die Texte oder Songs und die Standpositionen und die Kostüme und die Schminkdetails zeigen. Da sind ja enorm viele Vorbereitungen für die Auftritte notwendig!“
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Zum Glück bin ich pünktlich für Französisch Polynesien wieder einigermaßen hergestellt! Wir haben uns den Telefonwecker gestellt, denn wir wollen die Einfahrt in das Atoll von Bora Bora sehen. Hinter dem Hauptberg Mt. Otekamu (727m) geht gerade die Sonne auf, und die Wolken türmen sich dramatisch am Himmel. Es sieht beeindruckend aus!
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Die Lufttemperatur ist schon am frühen Morgen bei 28°C, und es ist schwül. Als wir vorn auf Deck 9 stehen, gehen auch ein paar Regentropfen herunter, aber das stört gar nicht. Die Einfahrt durch die Lücke im Riff ist sehr schön.
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Wir ankern vor dem Hauptort Vaitape und gehen nach dem Frühstück um kurz nach 9 Uhr von Bord. Natürlich wieder per Tenderboot, wie in den meisten Häfen dieser Reise. Hier in der Lagune ist das Wasser schön ruhig, und so ist das Tendern gar kein Problem.
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An der Pier haben sich schon etliche Tour Anbieter und Souvenirhändler aufgebaut, doch uns zieht es erst einmal zu einem Geldautomaten. Der erste ist kaputt, in der Bank schickt man uns zu einem anderen, und dort können wir die hiesige Währung, den Pazifik-Franc ziehen, der auch auf den nächsten Inseln gültig sein wird. Wir haben Glück, dass der Automat noch Geld ausspuckt. Das tut er später bei Katharina und Chris schon nicht mehr...
Wie geplant fahren wir dann mit einem Shuttle zum Matira- Beach, dem einzigen öffentlichen Strand der Insel. Hier ist es ausgesprochen schön! Wir sitzen an einer Strandbar im Schatten und schauen auf das herrliche türkisblaue Wasser. Dabei hören wir Südseemusik und Reggae. Es ist wie vor einer Fototapete oder aus einem Reisekatalog. Katharina und Chris gesellen sich auch dazu, und neben uns breiten sich viele Artanier aus, die aber nicht sehr stören. Hier finden wir auch unseren ersten hiesigen Cache. Badezeug haben wir wegen meiner angeschlagenen Gesundheit nicht mitgebracht und bereuen es inzwischen. Das Wasser sieht zu verlockend aus.
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Nach einem Bummel am Strand entlang geht es zum zweiten Teil der heutigen Planung. Wir fahren mit einem offenen Le Truck zur Bloody Mary's Bar (übrigens pro Teilstrecke immer 5 US$ pro Person), dem In-Spot für die Prominenz.
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Heute sind allerdings nur Artanianer da und keine Prominenten. Aber wir finden den Cache Nummer zwei und trinken eine leckere Pina Colada. Das Preisniveau war als „gehoben“ angegeben worden. In der Tat - wir bezahlen 30 Dollar für die beiden Drinks! Natürlich wird auch die etwas seltsame Ausstattung der Toiletten begutachtet... Cle bekommt für das Herrenklo extra den Fotoapparat in die Hand gedrückt und muss dann zur Strafe wegen allzu gschamiger Bilder ein zweites mal hinein. (Sorry, diese Bilder unterliegen dem Jugendschutz und werden nicht veröffentlicht! )
Mit einem weiteren Le Truck geht es dann zurück nach Vaitape. Wir schauen uns die (sauteuren) T-Shirts, Pareos und Souvenirs an und holen uns in einem Perlenladen eine kleine Fortbildung in Sachen Südseeperle. Es gibt 4 Qualitätsstufen von A bis D. Der Preis richtet sich außerdem nach Glanz und Größe der Perle. Die Farbe spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Im Set sind die Perlen wiederum günstiger als als Einzelstück. Es gibt viel zu beachten, aber hier sind uns die schönen Stücke sowieso viel zu teuer. Man bezahlt immer den Namen „Bora Bora“ mit.
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Ohne etwas zu kaufen fahren wir um 14 Uhr mit dem Tenderboot zurück. Die Einheimischen haben viel Spaß daran, mit ihren Kanus möglichst lange in der Heckwelle mitzuhalten.
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Anschließend nehmen wir ein Bad im Pool, aber das Wasser ist viel zu warm. Ich habe etwas Sorge, danach durch den Wind meinen Infekt zu verschlimmern und gehe bald zurück zur Kabine. Nach einer kurzen Duschung und Mail-Checkung ist endlich Zeit für die Kaffee-Kuchen-Jause, und nun kann der Abend kommen. Heute ist Südseeparty!
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Nach dem Abendessen ziehen wir unsere Südseeklamotten an. Für mich ein langes luftiges Strandkleid, das ich mir in Ile des Pins gekauft hatte, und Cle ein Hawaiihemd, dazu die Blumenketten und Holzperlenketten von den Philippinen. Die Phoenixbar ist mit Palmenzweigen geschmückt, es gibt eine Kokosnussbar und Livemusik. Die Stimmung ist bestens. Auch wir kommen mal wieder zum Tanzen. Es ist einfach schön! Um 23 Uhr wird die Auslaufmusik live auf der Trompete gespielt, und wir fahren langsam aus der Lagune von Bora Bora raus. ich bin froh, wieder auf den Beinen zu sein!
"einen Cache finden" ist die Kurzform von "einen Geocache finden" und hat mit unserem Hobby Geocaching zu tun. Dabei geht es - kurz gesagt - darum, mit Hilfe eines GPS- Gerätes oder Smart Phones und vorher aus dem Internet herunter geladenen Koordinaten kleine versteckte Döschen zu finden, sich in das darin befindliche Logbuch einzutragen und später im Internet einen Kommentar zu dem Fund zu schreiben. Das ist also eine Art "Schatzsuche" oder "Schnitzeljagd". Ich könnte mich natürlich stundenlang über mein Hobby verbreiten , aber das würde den Rahmen hier sicher sprengen... Es gibt aber einen Thread zum Thema in diesem Forum zum Weiterlesen : Geocaching - auf (Kreuzfahrt-) Reisen oder in der Heimat -
Wir wachen um kurz nach 6 Uhr auf. Es ist noch nicht ganz hell, der Himmel ist bedeckt und es sieht sehr nach Regen aus. Trotzdem ist es eine ganz eigene Stimmung, denn wir fahren an vielen kleinen Inselchen vorbei. Man hört die Vögel singen und die Hähne krähen während die Artania fast lautlos durch das glatte Wasser gleitet. Es ist sehr schön.
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Inzwischen hat es ordentlich angefangen zu regnen. Wir lassen uns Zeit beim Frühstück, doch irgendwann ist kein Halten mehr. Wir packen ordentlich Regenschutz ein, und dann geht es aufs Tenderboot.
Neiafu ist mit seinen 4.500 Einwohnern die größte Stadt auf der Insel Utu Vav´u im Norden von Tonga und außerdem die zweitgrößte Stadt von ganz Tonga. An der Pier haben schon etliche Souvenirhändler und Tour Anbieter ihre Stände aufgebaut, aber es gibt auch eine Touristeninfo und ein Empfangskomitee aus einer Blaskapelle und einer Tanzgruppe mit Südseeschönheiten.
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Wir gehen durch eine kleine Markthalle und kommen zu einer Taxifahrerin, die uns für 10 US$ zum Mount Talau fährt, wo oben der einzige hiesige Cache zu finden ist.
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Mount Talau ist mit 131m die höchste Erhebung Tongas. Bereits vorher hatten wir etwas über „Steep“ und „Slippery when wet“ gelesen, und als wir am Fuß des Berges ankommen treffen wir Freunde vom Schiff, die über eine äußerst schwierige Treppe berichten. In der Tat ist der Weg ein Wagnis. Die ersten Stufen gehen noch…
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… aber dann hört das Geländer auf, die Treppe ist steil und durch Moos und Schlamm sehr glatt, dazu sind die Stufen auch noch talabwärts geneigt, so dass ich aufgebe und Cle allein losziehen lasse. Ich warte unten. Alle, die von oben zurückkehren, sind bleich und haben zittrige Beine, weil vor allem der Weg abwärts es in sich hat. Als sogar der Schiffsarzt auf der Treppe gestürzt ist, mache ich mir riesige Sorgen um Cle, der lange auf sich warten lässt.
Einschub Cle: Ich kraxele hoch, die gefährlichen 20m auf allen Vieren, dann geht es leichter. Und schließlich bin ich oben bei der Aussichtsplattform. Ein hübscher Blick auf den Ort und rüber auf die andere Bucht und die Brücke. Aber der Cache will gefunden werden: also los und suchen! In der Nähe finde ich nichts, weiter weg ist es abschüssig und tückisch. Elisabeth macht sich bestimmt Sorgen, aber ohne Cache aus Tonga abreisen geht ja nun gar nicht! Also weiter, nochmal, immer mal den anderen Phoenixen ausweichen (das sind die Touristen mit den türkisenen Taschen). Und eeendlich: da ist das Döschen! Ein paar Fotos zur Dokumentation gemacht und ab nach unten. Auf der Treppe aufgepasst wie ein Schießhund, das wär ja tragisch, jetzt nach dem Fund auf die Klappe legen. Schweißgebadet kann ich dann endlich Elisabeth zuwinken und bin unten...
Weiter E.: Oh, wie froh und erleichtert bin ich, als er schließlich unversehrt auftaucht und sogar den Cache gefunden hat! Es ist gut, dass ich nicht mitgegangen bin. Das wäre sicher nicht ohne Sturz für mich abgegangen...
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Wir bummeln dann zu Fuß zurück zunächst durch ein Wohngebiet mit freundlichen Menschen, Blumengärten, Bananenstauden, Brotfruchtbäumen und vielen Schweinen auf der Straße (die tierischen ).
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Von unserer Lektorin hatten wir erfahren, dass es hier viele Sekten gibt, vor allem Mormonen, die darauf achten, dass in ihren jeweiligen Schulen auch das „richtige“ Weltbild vermittelt wird.
Im Ortszentrum kommen wir zur Kathedrale St. Joseph, einer katholischen Kirche aus 1850, mit hübschen Glasfenstern.
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(Lange habe ich mich dagegen gewehrt, die Phoenix Tasche zu nutzen und damit gleich als Artanier erkannt zu werden, aber sie ist so schön praktisch und vor allem halbwegs wasserdicht )
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Das Ortszentrum ist recht busy mit kleinen Läden, Banken, Tour Anbietern und Cafes. In einem lassen wir uns nieder und probieren mal das hiesige Bier „Maui“, ganz süffig und durchaus trinkbar. Die Mädels in dem Cafe sind freundlich, und nach einiger Zeit stellen wir fest, dass nicht alle Mädels Mädels sind. Hier treffen wir erstmals auf das dritte Geschlecht, das in der Südsee durchaus üblich und anerkannt ist.
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Wir können überall mit US Dollar bezahlen. Das Bier kostet 4 US Dollar, in einem Supermarkt decken wir uns mit Wasser ein („NZ pure Spring“) für 1,50 US Dollar für eine 1,5 l Flasche.
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Nach dem Abendessen gehen wir mal ins Kino. Es wird der Film „Lion – Der lange Weg nach Hause“ gezeigt, von dem ich schon mal gelesen hatte: ein indischer Straßenjunge, der nach heftigen Erlebnissen nach Australien adoptiert wird und dann als 25-Jähriger wieder seine Kindheits-Wurzeln sucht. Eine schöne Geschichte und sehr ergreifend.
Anschließend lassen wir uns kurz in der Pazifik-Lounge blicken, wo heute der Sprung zurück über die Datumsgrenze gefeiert wird. Uns ist es aber ein wenig zu feucht-fröhlich, gerade nach dem berührenden Film, den wir gesehen haben, und so ziehen wir uns bald wieder zurück.
Morgen ist zum zweiten Mal für uns der 5.3., also der zweite fünfte Dritte. Wir haben ihn auch 5.3.B genannt. Ab jetzt sind wir Mitteleuropa gegenüber nicht 12 Stunden voraus, sondern 12 Stunden hinterher.
Beim Schlafengehen lassen wir wieder die Balkontür auf: es ist frische und relativ trockene Luft, leichte Wellenbewegung, und so schlafen wir wieder leicht gewiegt gut ein. Gute Nacht!
Wir möchten uns jetzt nach Lautoka zurückfahren lassen und kommen auf die Idee, Joseph nach einem Friseur zu fragen, denn Cle hat es nötig. Joseph ist ganz begeistert von der Idee und bringt uns in der Stadt direkt zu einem Herrenfriseur, wo er deichselt, dass Cle gleich dran kommt und auch bezahlt, weil wir ja keine Fidschi-Dollar getauscht haben. Cle nimmt also auf einem Friseurstuhl Platz, bekommt einen Umhang um, und dann macht sich ein junger Mann kundig an seinem Kopf zu schaffen, während ich das Ereignis filme und fotografiere.
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Der entsetzte Gesichtsausdruck von Cle ist köstlich, als die ersten Zentimeter seines Haupthaares sehr mutig gestutzt werden. Aber der junge Mann weiß offenbar genau, was er tut, und das Endergebnis kann sich sehen lassen. Wieviel das Ganze jetzt genau kostet, wissen wir nicht. Vermutlich hat Joseph einen ordentlichen deal mit ihm gemacht. Wir lassen uns jetzt von Joseph hier absetzen, denn wir wollen noch ein wenig durch Lautoka bummeln und dann zu Fuß zum Schiff zurückkehren. Es sind inzwischen 3 Stunden geworden, und mit Orchideenpark, Getränk und Friseurbesuch bezahlen wir am Ende faire 110 Dollar, und alle sind zufrieden.
Lautoka selbst hat ansonsten nicht so viel zu bieten. Es ist voll und wuselig im Zentrum wie auch zu Hause samstags in der Innenstadt. Die Läden sind sehr indisch geprägt mit bunten Farben, Ganeshas, Saris etc. aber wir sehen im Straßenbild auch Moscheen und christliche Kirchen. Auf der Straße werden wir hier erstmals auch angebettelt, was uns auf der Reise bisher noch nicht passiert ist.
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Das Ganze ist nicht so reizvoll für uns, und so kehren wir um 13.30 Uhr wieder auf die Artania zurück und können sogar noch einen Salat im Lido essen.
Am Nachmittag nehmen wir die Gelegenheit wahr und gehen zur Brückenbesichtigung. Es wird immer mal im Tagesprogramm bekannt gegeben, für welche Decks die Besichtigung der Brücke möglich ist, und heute ist also auch unser Deck dran. Solange das Schiff an der Pier liegt, ist da ja nicht so viel los. Darum sind einfach die eine Seite zum Reingehen und die andere Seite zum Rausgehen geöffnet. Es ist interessant, alles zu inspizieren, was da so zu sehen ist. Cle nervt den armen Kadetten (1 Streifen), der zum Betreuen der Besucher abgestellt ist, mit schwierigen Fragen: wann werden wir morgen die E-W-Grenze (also die Grenze der Ost-Koordinaten zu den West-Koordinaten) passieren? Der Kadett spielt eine Weile an dem großen Display mit Position und Routenplanung herum, findet heraus, dass es etwa 190 Meilen nach Lautoka sein wird, und wir schätzen etwa morgens um 4 bis 6 Uhr. Und was sollen die großen Gongs, die Steuerbord an der Wand hängen? Die sind früher als Nebelsignale verwendet worden...
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Joseph hat für den späten Nachmittag noch Regen prophezeit. Er wird vermutlich Recht haben, denn es sammeln sich schon bedrohlich dunkle Wolken am Horizont, die tatsächlich näher und näher kommen, ein beeindruckendes Schauspiel. Und gegen 18 Uhr legt dann der Regen wirklich los. Für uns ist es interessant anzusehen, wir sind im Trocknen.
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Der Tag endet wie üblich: Essen im Artania Restaurant, Absacker an der Phoenix Bar mit etwas Plaudern, abschließender Rundgang auf Deck 4 und dann nix wie in die Koje nach diesem schönen Tag, der so ereignisreich war, obwohl wir doch gar nichts geplant hatten!
Wegen des starken Regens haben wir gestern Yasawa-I-Rara bereits eine Stunde früher verlassen als geplant, und entsprechend kommen wir heute in Lautoka bereits um 7 Uhr an. Da es einen medizinischen Notfall gibt, der ausgeschifft werden soll, ist es dem Kapitän und der Kreuzfahrtdirektorin sehr recht. Wir hatten bereits gestern gesehen, wie eine Passagierin nur mit Mühe und Unterstützung das Tenderboot erreichte und dann von Doc Winnie Koller auf die Artania gebracht wurde...
Der Wetterbericht hat eigentlich für den ganzen Tag Regen vorhergesagt, aber es ist trocken als wir losziehen. Die Sonne scheint sogar und es ist sehr heiß und schwül. Nach der Erfahrung von gestern haben wir alles an Regenschutz mit, was unser Koffer zu bieten hat. (Letztlich brauchen wir das alles gar nicht, denn wir kommen später auch trocken wieder zurück zum Schiff...)
Auf der Pier haben einige Touranbieter ihre Stände aufgebaut. Gerade für Lautoka hatten wir uns mit der Planung etwas schwer getan und haben schließlich gedacht, lassen wir doch einfach mal auf uns zukommen, was sich so bietet…
Wir möchten gern einen Fidschi Cache machen, der Rest ist uns ziemlich egal. Deshalb kommen die Touranbieter mit ihren Kleinbussen nicht in Frage für uns. Am Hafenausgang landen wir bei den Taxis und schließlich werden wir mit Joseph, einem indisch stämmigen Fidschianer handelseinig. Zunächst will er für 2 Stunden pro Person 50 US$ haben, dann 40$, und bei 25$ schlagen wir zu. (Dass es später teurer wird für uns, lag dann an unseren Extra-Wünschen, war den Spaß aber allemal wert!)
Wir steigen also in Josephs altersschwaches Taxi ohne Klimaanlage, aber mit weit offenem Fenster (ist uns sowieso lieber!), und los geht es.
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Joseph erklärt links und rechts, was wir sehen, zeigt uns Mangobäume, Kassava Pflanzen, Zuckerrohr, die Werft, die Polizeistation, die Universität, die Marina etc und ist sehr stolz auf sein schönes Land. Als wir einem Beerdigungszug begegnen, hält er respektvoll an („Someone has died...“), um danach fröhlich plaudernd die Fahrt fortzusetzen.
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Wir hatten ihm vorher schon gesagt, dass wir zum First Landing Beach etwa 10 km südlich von Lautoka wollen, wo angeblich die ersten Melanesier an Land gekommen sein sollen. Unser Interesse gilt jedoch nicht so sehr der Historie, sondern wir wollen hierher, um unseren Cache zu machen, den wir dann auch an dem hiesigen Resort finden.
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Damit ist der Länderpunkt "Fidschi" im Sack, und den Rest überlassen wir Joseph. Er schlägt vor, zum „Garden of the sleeping Giant“ zu fahren. Wir wissen, dass dies auch ein Ausflugsziel der Phoenixbusse ist, aber so in unserer Kleingruppe ist es sicher nett, und so stimmen wir zu.
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Sleeping Giant heißt es, weil die Bergsilhuette einem liegenden Mann ähnelt. Hier gibt es einen wunderschönen Orchideenpark mit weiteren tropischen Blumen und Bäumen. Als wir ankommen, ist eine Phoenixtruppe gerade auf dem Abmarsch, und wir genießen den schönen Park ganz allein und wandern herum. Es ist herrlich hier. Anschließend trinken wir einen erfrischenden Fruchtpunsch. Joseph arrangiert alles mit den Eintrittskarten, dem Getränk, zeigt uns, wo die Toiletten sind und ist überhaupt ein netter Mensch!
Nach einem schönen Seetag, der mit einer furiosen Flower-Power-Party endete, erreichen wir heute die Fidschi Inseln. Dazu gehören die Yasawa-Inseln, ein dünn besiedelter Archipel vor der Nordwestküste der Hauptinsel Viti Levu. An den Yasawa-Inseln entlang fahren wir nach Norden, und der Kapitän erklärt, dass wir relativ enge Fahrwasser nutzen müssen und der Kurs deshalb etwas eckig aussieht.
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Pünktlich um 12 fällt der Anker. Das Wetter ist sehr warm, schwül, etwas bedeckt, und direkt hinter dem Steg für die Tenderboote sehen wir schöne gelbe Strände. Dahinter sind Häuser des Ortes zu erkennen. Wir verzichten auf das Mittagessen und sind mit einem der ersten Tenderboote an Land.
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Der Ort besteht aus einer Reihe von Häusern, die direkt hinter dem Strand und der ersten Baumreihe stehen. Es sieht aus wie eine Ferienhaussiedlung, mit Grasflächen dazwischen, ohne eine erkennbare Straße oder gar Autos. Eigentlich paradiesisch. Aber sicherlich für die Bewohner ein Wohnort, der das tägliche Leben und den Broterwerb schwierig macht. Wir Passagiere fallen wie Heuschrecken über den Ort her. Die Bewohner nutzen das und bauen schnell Marktstände mit Klamotten, Schmuck, Kokosnüssen und anderen Angeboten auf.
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Wir laufen durch den kleinen Ort, suchen uns ein Plätzchen bei den Palmen des Strandes und stürzen uns in die Fluten. Tolles Wasser! Toller Sand! Toller Strand!
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Gegen 15 Uhr etwa packen wir langsam ein. Es sind mehrere Stände mit Nüssen aufgebaut, und wir hören, dass die Preise von zunächst 1$ über 2$ schon bis 5$ gestiegen sind. Das ist Marktwirtschaft und Verhandlungsgeschick pur! Cle greift sich einen 1$-Schein und fragt damit bei einem Stand an. Der Verkäufer, bei dem bereits andere Kunden stehen, verlangt 2 $. Hm… Cle wendet sich ab und wir machen erst einmal einen kleinen Spaziergang am Strand entlang. Auf dem Rückweg geht er nochmal rüber: jetzt ist alles klar. Der Verkäufer winkt ihm zu und nimmt gerne den Schein gegen eine Nuss. Eine lustige Verhandlung und beide sind zufrieden.
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Darum machen wir uns auf den Weg zurück zum Schiff, das wegen eines vorbeiziehenden Schauers kaum noch zu sehen ist. Und ehe wir uns versehen, kommt ein weiterer Schauer direkt auf uns zu und erwischt uns, kurz bevor wir als letzte zwei Passagiere auf das wartende Tenderboot kommen. Das ist ein richtig heftiger Tropenschauer! Wir hatten damit nicht gerechnet und deswegen auch keinen Regenschutz mit, also werden wir feucht, nass, klatsch- und schließlich so triefnass, dass es nur so an uns herunter läuft. Knapp können wir Uhr, Fotoapparat, Camcorder, Bordkarten halbwegs schützen, alles andere wird total durchnässt. Klatschnass quetschen wir uns als letzte ins Boot. Die Rückfahrt und das Anlegemanöver sind dann etwas rauer als üblich, weil auch der Wind aufgefrischt ist. Die Offizierin, die das Tenderboot steuert, rät den Passagieren eindringlich, sitzen zu bleiben bis sie das Kommando zum Aussteigen gibt. Zum Glück halten sich alle dran... Was sind wir froh, als wir glücklicherweise ohne Schäden die Gangway hochkommen und uns erstmal etwas am Eingang abtrocknen können. Auf dem Weg zur Kabine hinterlassen wir eine Tropfenspur...
Als wir endlich halbwegs wieder menschlich aussehen, gehen wir runter ins Restaurant Vier Jahreszeiten zur Kaffeestunde. Was ist dieser erste Kaffee nach diesem Abenteuer für ein Genuss! Zum Glück haben unsere Sachen unter dem Regen nicht gelitten. Unsere Klamotten packen wir kurzerhand in den Trockner, und den Rucksack hängen wir in der Dusche auf. Das Abendessen nehmen wir wieder im Artania-Restaurant ein und klauen dabei dem „Zehennagel“ den Zweiertisch *hihi* . Anschließend noch ein Absacker mit Katharina und Chris in der Phoenix-Bar, und dann nix wie in die Koje!
Reisetagebuch Île des Pins / Palmeninsel / Neukaledonien 28.02.2018:
Bereits um 6.30 liegen wir in der Bucht vor Kuto. Die See ist spiegelglatt, und es sind morgens schon 28° Celsius. Nach einem schnellen Frühstück packen wir unsere Badetaschen. Heute ist ein Strandtag geplant. Die Schnorchel lassen wir auf dem Schiff und bereuen es später etwas. Andererseits ist die Sonne so giftig, dass wir ohne zusätzliches T-Shirt sicher mächtig verbrannt wären.
Nach 10 Minuten ruhiger Tenderfahrt erreichen wir die Pier, wo uns ein paar Kanaker (Kanak heißt „Mensch“ und ist kein Schimpfwort!) mit einem Blumenkranz und einem Tanz begrüßen.
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Die meisten anderen Passagiere wenden sich gleich dem großen Strand links zu, der Baie de Kuto, aber wir gehen zum kleineren Strand nach rechts, der Baie de Kanumera, wo es ruhiger ist und außerdem zwei Caches zu machen sind.
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Wir suchen uns einen Schattenplatz, und dann lockt das herrlich türkisfarbene Wasser. Katharina und Co sind inzwischen auch dazugekommen, und wir verleben ein paar wunderbare Stunden an diesem schönen Strand. Das Wasser ist kristallklar und erfrischend. Wir wissen nicht genau, ob das schon „Südsee“ ist, aber es sieht so aus und fühlt sich so an.
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Am Steg sind ein paar kleine Souvenirshops. Dort geben wir die restlichen australischen Dollars aus und kaufen mir zwei lockere lange „Fummel“ und einen Kugelfisch aus Metall für unsere Terrasse zu Hause.
Um 15 Uhr legen wir pünktlich wieder ab. Bis Fidschi haben wir eine größere Strecke vor uns, aber wie der Kapitän bei seiner Ansprache so schön sagt: „Die Grand Lady riecht den Ozean und will hinaus aufs Meer...“
Das war ein Super-Tag heute mit einem total blauem Himmel, türkisenem Wasser und Sand in den Klamotten! Wo wir doch vorher kaum eine Ahnung hatten, wo Neukaledonien liegt, geschweige denn, wie es dort aussieht und was es da so alles gibt…
der Zehennagel-Bayer war zum Glück die Ausnahme... Wir haben überwiegend nette Menschen getroffen, und auch wir hatten später eine Art "Stammtisch" beim Abendessen mit sympathischen Leuten. Bei Euch wird es bestimmt auch ganz toll! Ich könnte schon wieder los...
Wie schön - wieder ein Seetag! Als wir morgens recht früh wach werden, knallt schon die Sonne auf unseren Balkon. Trotzdem ziehen wir unsere Sportsachen an und walken unsere 5 Runden auf Deck 4. Bald wird es draußen zu warm werden für Frühsport, dann müssen wir entweder darauf verzichten oder in die Muckibude gehen.
Nach dem Frühstück hören wir uns um 10 Uhr den Vortrag über Neukaledonien an, wie immer sehr interessant. Es gibt so vieles - auch aus der neueren Geschichte - das wir in Europa gar nicht recht zur Kenntnis nehmen. Zum Beispiel findet jetzt 2018 ein Referendum statt, ob Neukaledonien weiter Kolonie von Frankreich bleibt oder selbstständig wird. Bei dem letzten Versuch, hierüber eine Entscheidung zu treffen, fanden blutige Unruhen statt und ein wichtiger Politiker wurde ermordet.
Derart gebildet widmen wir uns profaneren Tätigkeiten. Es ist mal wieder Waschtag. Cle muss nämlich schon an die eiserne Unterwäschereserve im „Klamottenkoffer“ unter dem Bett... (Das andere ist der „Stauraumkoffer“, in dem alles ist, was wir nicht ständig benötigen wie z.B. Reiseapotheke, warme Pullover, Schnorchelausrüstung etc...)
Pünktlich um 15 Uhr ist unsere 2. Tangostunde. Leider ist die Gruppe noch nicht kleiner geworden, im Gegenteil. Es sind neue Teilnehmer dazu gekommen... Wir wiederholen noch einmal den Grundschritt und lernen die nächste Figur, den „Gancho“ (Haken). Es macht wieder viel Spaß und klappt bei uns eigentlich ganz gut. Auch der Kameramann (nicht von VnM sondern von Phoenix) ist dabei. Aber er filmt zum Glück nur die Füße...
Zur Kaffeestunde schaffen wir es nicht mehr, denn dann müssen wir zum Bingo. So ein Stress! Ich freue mich, dass Cle mitkommt. Er wird sogar gleich für seinen Einsatz belohnt und gewinnt 5 Euro und einen Bingo Gutschein. Ich gucke mal wieder in die Röhre, aber das macht nix!
Nach einem Aperölchen in der Phoenixbar zur Happy Hour mit einem wunderbaren Sonnenuntergang machen wir uns wieder abendfertig, aber beim Dinner ist irgendwie der Wurm drin. Die Weltreisenden haben heute Bergfest in der Kopernikusbar mit einem Extra-Essen, und so ist im Restaurant Artania die B-Mannschaft tätig. Auch das Essen war schon mal leckerer. Die Krönung sind dann aber unsere Tischgenossen...! Ich bin noch bei der Vorspeise, als mein schräges Gegenüber, ein Mann aus Bayern, genüsslich beschreibt, wie Doc Winnie Koller ihm einen vereiterten Zehennagel gezogen hat...! Auch das weitere Gespräch zwischen den Leuten an unserem Tisch gestaltet sich hohl, während mich der Zehennagel-Bayer immer beifallsheischend angrinst. Ich bin froh, als wir mit dem Essen fertig sind und ich mit einem Cuba Libre an der Phoenix-Bar das Erlebte herunterspülen kann.
Auf dem Weg in unsere Kabine bewundern wir noch einmal ausgiebig das Kreuz des Südens und gehen dann schlafen. Heute lassen wir die Balkontür zu und geben der Klimaanlage eine Chance. Es ist inzwischen zu warm geworden bei hoher Luftfeuchtigkeit...
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Wir werden vom Sirren der Tenderboote wach, die heruntergelassen werden. Es ist früh, kurz nach 6 Uhr. Wir sind noch müde, aber lange halten wir es nicht im Bett aus.
Erst einmal müssen wir überprüfen, wo wir überhaupt sind. Wir waren bei der Reiseplanung von der Pier bei Kingston im Süden der Insel ausgegangen, doch Kapitän und Kreuzfahrtdirektorin hatten gestern davon gesprochen, evtl. an der Cascade Jetty im Nordosten der Insel zu ankern, wenn Wind und Wellen das zulassen. Wir sind erfreut, dass es nun doch Kingston geworden ist. Hier gibt es mehr zu sehen, und einige Caches haben wir hier auch vorbereitet.
Mit einem der ersten Tenderboote kommen wir an Land. Das ist immer wieder eine schaukelige Angelegenheit, und ich bin froh, dass ich es heil raus und auch wieder rein schaffe. Umso mehr wundere ich mich über die Selbsteinschätzung einiger Leute... Es wird extra darauf hingewiesen, dass Rollator und Gehstützen beim Tendern nicht angebracht sind. Aber trotzdem gibt es Menschen, die das überhaupt nicht interessiert. Sie gehen ein erhebliches Risiko ein und muten der Crew sehr viel zu.
Um 9 Uhr betreten wir festen Boden. Es ist bereits warm und sonnig und um die 25 Grad. Wunderbar!
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Wir haben keinen Ausflug gebucht, sondern wir wollen etwas laufen und cachen. Zunächst geht es an verlockenden Stränden vorbei zum Point Hunter am Ende einer Bucht und dann weiter durch die Dünen. Die Aussicht auf das türkisfarbene Meer und die Artania ist sehr schön!
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Als nächstes steht der Queen Elizabeth Lookout auf unserem privaten Programm. Es geht bergauf. Die Ausflugsbusse rauschen an uns vorbei, aber wir gehen tapfer weiter und erreichen schließlich den Lookout, wo wir nicht nur die schöne Aussicht genießen sondern auch den Cache finden.
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Auf dem Parkplatz stehen ein kleiner Transporter und ein PKW, deren einheimische Fahrer sich unterhalten. Cle gesellt sich dazu und plaudert mit. Er erfährt, dass pro Jahr nur etwa drei bis fünf Kreuzfahrtschiffe Norfolk Island besuchen, und dass wir großes Glück haben, denn oft verhindern Wind und Wellen das Tendern. Aus der Plauderei entsteht das Angebot, uns in den Hauptort Burnt Pine mitzunehmen. Wir zögern nicht lange und greifen zu. Unser junger Fahrer „Bumpy“ ist sehr nett. (Sehr speziell ist das Telefonbuch der Insel. Dort sind die Teilnehmer in einem Extraverzeichnis mit ihren Spitznamen aufgelistet. „Fast find a person by their nickname“ Und so würden wir unseren Fahrer halt unter B wie Bumpy finden…) Er ist auf der Insel geboren, und seine Familie stammt von den Evans ab, d.h. er ist ein echter Nachfahre der Bounty Meuterer. Für den Transfer will er nichts haben. Er setzt uns am shopping center ab und verabschiedet sich freundlich.
Burnt Pine ist ein etwas größeres Dorf mit einer Handvoll Läden und ein paar Cafes. Eines davon suchen wir erst einmal auf und stärken uns.
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Und in einem kleinen Laden entdecke ich dies und muss an @uschisiggi denken (schöne Reise!):
Die Atmosphäre auf der Insel ist schön, freundlich, ländlich, ruhig. Überall Wiesen mit perfekt gemähtem Rasen und den großen Pinien. Es gefällt uns hier! Es sieht zwar nicht nach Südsee aus sondern eher nach Schwarzwald, aber es ist sehr angenehm. Die drei Kilometer zurück zur Pier laufen wir an der Straße entlang, zum Glück geht es immer bergab!
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… und gegen 15 Uhr sind wir zurück an Bord.
Als wir um 18 Uhr ablegen, liegt Norfolk Island in der Abendsonne. Diese Insel gehörte für mich zu den großen Überraschungen dieser Reise! Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt!
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Zwei Seetage nach drei Tagen in einer Großstadt… Wie wunderbar!
Was gibt es davon zu berichten?
Es gibt eine neue Lektorin an Bord, Isa Weber, eine Deutsche, die in Französisch Polynesien lebt und sehr interessant über Geologie, Geschichte und Sehenswürdigkeiten der nächsten Destinationen berichtet. Sie macht das so gut, dass wir auch an den folgenden Seetagen keinen Vortrag von ihr verpassen.
Auch die Gruppe der „Promis“ aus Verrückt nach Meer ist etwas vollständiger geworden. In Sydney sind Küchenchef Fritz Pichler und Patisserie Chefin Roberta an Bord gekommen. (Vor allem letzterer ist zu verdanken, dass ich mich seit der Rückkehr nach Hause nicht mehr auf die Waage traue… ) Auch Animateur Moritz ist jetzt wieder dabei.
Was ist noch?
Wir lernen Tango Argentino! Die beiden Tanzlehrer, Angelina und Richard, machen das richtig gut! Der Unterricht findet zwar unter erschwerten Bedingungen statt (ganz oben hinten in der Pacific Lounge, wo die Schiffsbewegungen zu manchen ungeplanten Extraschritten führen…), aber es macht uns viel Spaß, und wir nehmen das schon mal als Vorbereitung für die Südamerikareise im nächsten Jahr.
Ach ja, und ich entdecke mein Herz für Bingo spielen…
Ansonsten ruhen wir uns aus, bringen das Tagebuch auf aktuellen Stand, machen ab und zu eine Runde auf Deck 4, plaudern mit unseren Bekannten, genießen einen weiteren „Maritimen Frühschoppen“ sowie einen weiteren "Gala Abend" und freuen uns abends an dem Blick auf das Kreuz des Südens, das wir von unserem Balkon aus ganz wunderbar sehen können...