Hungrig am Arbeitsplatz? Das geht doch so gar nicht...
(Ich würde Dir jetzt gerne spontan unseren örtlichen Döner-Lieferdienst vorbeischicken, aber die Anfahrt ist so weit, wenn der Döner bei Dir ist, ist er eisekalt.)
Ich schmeiss 'ne Runde virtuelle Lahmacun! Mit Schaf und scharf.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Unser heutiger
Landausflug begann dann ganz entspannt am Nachmittag. Ausschlafen war
allerdings nicht wirklich angesagt gewesen, da sämtliche Passagiere
– auch diejenigen, die gar nicht an Land gehen wollten – bis 11
Uhr morgens zur Passkontrolle durch die britischen Behörden einmal
kurz auf Deck 2 vorbeischauen mussten. Sowas kannten wir bislang nur
vom Anlauf in Bayonne, keine Ahnung, warum das in Schottland auch so
gemacht wird.
Egal, für uns ging
es zunächst in einer knapp einstündigen Busfahrt zum Loch Ness.
Dort bestiegen wir ein Boot, welches uns zum Urquhart Castle bringen
sollte. Ein Foto von den Snacks, die man an Bord kaufen konnte,
mochte ich mir dann doch nicht verkneifen:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Die Chips links im
Bild, mit Angus-Beef-Geschmack, mag der deutsche Tourist ja noch
verstehen und goutieren. Aber rechts im Bild? Chips mit
Haggis-Geschmack?? Ernsthaft?!?
Besonders lustig war
dann aber der Vermerk auf der Packung, diese Chips seien vegan. Da
gibt der Hersteller also seinen Chips den Geschmack von
Schafsinnereien, stellt diese aber vegan her – um mal mit Obelix zu
sprechen: die spinnen, die Pikten!
Die Fahrt ging
vorbei an interessanten Landschaften und Anwesen:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Unser Grosser meinte
irgendwann dann auch, er habe Nessie gesehen. Komisch, meine Frau und
ich hatten ihm doch gar nichts von unserem Cider abgegeben…
Loch Ness ist
übrigens mehr als 200 Meter tief und hat damit das grösste
Wasservolumen aller schottischen Seen. Die Schotten sprechen „Loch“
übrigens genauso aus, wie wir Deutschen – nur die Engländer sagen
„Lock“.
Schliesslich kam das
Ziel der Bootsfahrt in Sicht:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Urquhart Castle
wurde im 13. Jahrhundert errichtet und Ende des 17. Jahrhunderts
aufgegeben, anschliessend verfiel die Anlage, ihr Baumaterial wurde
nach und nach geplündert.
Unsere Jungs nutzten
gleich mal zusammen mit anderen Kindern den ehemaligen Burggraben zum
„den Hang hinabrollen und -purzeln“:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Auf dem Weg zurück
zum Schiff wir wir an typisch schottischen Landschaften vorbei –
und wieder jede Menge Lupinen (diesmal aber violett statt blau (wie
in Island):
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Unsere Tourguide
unterhielt uns während der Fahrt mit ein paar traditionellen
gälischen Liedern. Sie hat wirklich eine tolle Stimme, aber manche
Mitreisenden mussten leider herummosern.
Auf unserer Kabine
wartete dann stilecht Nessie auf uns – mit dem morgigen
Tagesprogramm
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wie zwei Tage zuvor
versprochen, boten alle vier Künstler ein komplett neues Programm,
welches auch schon zum Teil von Borderlebnissen geprägt war.
Besonderen Applaus erntete der Vorschlag von Simon Stäblein, an Bord
einen Fahrstuhl-Führerschein einzuführen. Fänden wir auch nicht so
schlecht…
Nach der Vorstellung
fand man die Comedians anschliessend wieder an ein paar Stehtischen
bei der Lumas Bar, wo sie Autogramme gaben und geduldig Fragen der
Fans beantworteten. Sehr schön locker und ungezwungen, gefiel uns
gut.
Okay, fehlt noch der
letzte Seetag – er folgt in Kürze!
Der vorletzte Seetag
der Reise war nochmal so richtig faul. Die Jungs und ich lungerten
eine ganze Zeit lang in der Lagune herum, zwischendurch hatte ich
eine Thai-Rückenmassage. Leider war die nicht annähernd so
hilfreich, wie die Fussmassage einige Tage zuvor, dafür erkannte mit
die Masseurin sofort wieder (und nach einer Sekunde des Nachdenkens
ich auch sie) – sie hatte im Oktober 2018 auf der MS6 schon mal
meine Füsse massiert. Die TC-Welt ist eben wirklich klein…
Beim Mittagessen im
Atlantik konnte ich endlich mal eine der „fahrgebietbezogenen
Spezialitäten“ probieren, einen „Cottage Pie“:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Einen echten
Unterschied zum bekannten „Shepherd‘s Pie“ konnte ich nicht
wirklich erkennen, war aber auf alle Fälle lecker und sättigend.
Im Laufe des
Nachmittags wollte ich unbedingt auch noch die Falafel beim
Bosporus-Grill antesten. Man kann sie wahlweise im Fladenbrot
bekommen oder auch pur auf dem Teller. Leider verstand der
TC-Mitarbeiter meinen Wunsch, jeweils einen kleinen Klecks von
Cocktail- und Knoblausosse neben die Falafeln zu machen, nicht
so recht – stattdessen richtete er sie auf einem Spiegel von
Cocktailsosse an und gab dann dekorativ Knoblauchsosse darüber:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nichtsdestotrotz
waren die Falafel sehr gut, wurden übrigens auch direkt frisch aus
einer Schale mit dem Kichererbsenbrei geformt und in die Fritteuse
gegeben, anstatt tiefgefrorene Ware zu verwenden. Lobenswert!
Am Abend suchten wir
noch einmal das Surf&Turf heim. Diesmal bekam ich auch
tatsächlich die beim letzten Mal vergessenen gebratenen Pilze mit
getrüffeltem Kartoffelpüree.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
War gut. Nicht
herausragend, aber gut. Und dann hatte ich noch einen Sonderwunsch:
nachdem ich auf der letzten KF ein wenig enttäuscht vom Wagyu-Steak
gewesen war, hatte meine Frau ein wenig recherchiert und war zu dem
Ergebnis gekommen, dass dieses viel zu dick geschnitten gewesen war
(eben so dick wie die anderen Steaks im S&T auch), korrekterweise
müsste man Wagyu-Fleisch viel dünner aufschneiden und dann schnell
komplett durchbraten.
Kein Problem für
die Küchen-Crew – das Ergebnis sah dann so aus:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Ein echtes
Leckerchen, sehr viel besser als beim ersten Versuch. Diese
Zubereitung kann ich nur wärmstens empfehlen. Zum Nachtisch hatte
ich noch den Chocolate Truffle Muffin mit Vanilleeis:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Und zum Schluss noch
ein kleines Rätselbild, welches ich am Nachmittag am Pool
aufgenommen hatte. Frage: was soll dieses (Kunst?)Werk darstellen,
wie könnte sein Titel lauten?
Einfach immer wieder auf den Homepages der ganzen Häfen nachschauen, welche Anläufe da gelistet werden. Manche Häfen zeigen die Anläufe lange im voraus an (mahrere Jahre), andere nur bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres. Ist halt 'ne ziemliche Fitzelarbeit.
Oh Mann, ich komme
einfach nicht dazu, diesen RB abzuschliessen, viel zu viel zu tun im
Moment. Aber für einen Quickie reicht es dann heute doch.
23.7.2019 –
Seetag:
Zum Frühstück
gingen meine Frau und die Kids zum Anckelmannsplatz, ich selber für
meinen Frühstückstest ins Atlantik Mediterran. Das Foto vom
Frühstückswagen hatte ich ja schon im Testbericht gepostet:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Aber für die Kids
eilte es, denn um 10 Uhr stand der zweite Teil des „LEGO
Storystarter“-Workshops an. Und für meine Frau hatte ich im Spa
einen Termin für eine Hot Stone Massage gebucht. Zeit genug für
mich, ein wenig meinem Nickname Ehre zu machen und einfach zu
faulenzen. Nach den ereignisreichen vorangegangenen Tagen war das
auch echt mal notwendig.
Dementsprechend
ereignisarm verlief dann auch der Tag, bis es meine Frau und mich
gegen 17 Uhr zum Sushi-Workshop ins Hanami zog. Meine Frau und ich
sind schon seit über 20 Jahren grosse Fans dieser japanischen
Spezialität, hatten es aber nie geschafft, die Zubereitung zu
erlernen (ich erinnere mich noch gut an einen frustranen Versuch
zuhause Anfang der Nuller-Jahre, der meine weiteren Ambitionen in
dieser Hinsicht für‘s Erste deutlich gebremst hatte).
Am Tresen des Hanami
waren dann viele kleine Arbeitsplätze wie dieser hergerichtet
worden:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Der Kurs wurde von
derselben Sous-Chefin, die auch schon den Strudel-Workshop im
Schmankerl geleitet hatte, durchgeführt. Und es war wirklich gar
nicht so schwer, die Basics zu erlernen. Es gab jede Menge kleiner
Tips, auf die wir sonst nie gekommen wären, wie z.B. die Handschuhe
mit Spicy Mayo einzureiben, damit der Reis nicht ständig daran
kleben bleibt. Tja, mit Trick 17 geht sowas – oder muss man das
heutzutage „Lifehack“ nennen?
Egal, nur eine gute
halbe Stunde später stand dieser Teller vor mir:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Von unten nach oben:
eine California Roll mit Fliegenfischkaviar aussen, eine Rolle
Thunfisch-Maki sowie je ein Lachs- und Thunfisch-Nigiri.
Professionell vom Sushikoch geschnitten sah es bei meiner Frau dann
so aus:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wir hatten
eigentlich vorgehabt, uns das Ergebnis unserer Bemühungen kurz
darauf zum Abendessen servieren zu lassen, damit auch die Jungs davon
probieren konnten. Leider hatte ich im Vorfeld nur für 2 Personen
reserviert, und das Hanami war an diesem Abend laut Oberkellner
komplett ausgebucht, also lief meine Frau schnell zur Kabine, um die
beiden zu holen.
Naja, so richtig gut
kam es bei den beiden nicht an. Und das, obwohl unser Grosser vor 3
Jahren schon einmal Sushi probiert und es für sehr lecker befunden
hatte. Aber bei Kindern ändern sich die Geschmäcker eben schnell.
Auch gut, blieb mehr für uns.
Zum Dinner hatten
wir dann ausserdem noch diese Leckereien:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Das ist Tim Raues
Variante der berühmten Peking-Ente, bei TC heisst sie allerdings
„Hanami-Ente“. Egal, war superlecker. Aber der absolute
Oberhammer und das wirklich (da waren meine Frau und ich uns einig)
genialste Gericht der gesamten Reise kam dann vor mir zum Liegen:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Das
ist der gedämpfte Zander, genauer gesagt „gedämpftes Zanderfilet,
mit Yuzu-Marmelade, Ingwer und fein geschnittenem Frühlingslauch
sowie cremigem Frühlingslauchpüree bedeckt; serviert in einem
kräftigem Sojasud mit geklärter Butter“ (zitiert von der
Hanami-Speisekarte). Ein recht gängiges Gericht in Südostasien,
aber eben wieder mit dem besonderen Tim Raue-Kniff.
Was
daran so spektakulär ist? Nun, wenn man einen Bissen in den Mund
nimmt, und dabei darauf achtet, alle Komponenten auf dem Teller zu
erwischen, entfalten sich im Mund nacheinander alle 5
Geschmacksrichtungen: zuerst wird es süss, dann salzig, danach
sauer, im Abgang leicht bitter – und zum Schluss überflutet eine
gewaltige Umami-Welle den Mund. Sehr trickreich, sehr beeindruckend.
Von den Zutaten her kann ich den Effekt ungefähr nachvollziehen,
aber dieser präzise Ablauf (und der war wiederholt reproduzierbar)
ist schon grossartig. Absolute Empfehlung zum Antesten auf Eurer
nächsten KF!
Der
Nachtisch kam dann fast schon prosaisch daher, war aber nicht minder
lecker – ein Sorbet von Limette, Zitronengras und Basilikum:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Sorbet
mit Basilikum kannte ich schon aus der F von Lufthansa (da wurde es
sogar mit Champagner aufgegossen), aber die Kombination mit
Zitronengras und Limette war sehr harmonisch.
Mit so viel leckerem
Essen im Bauch rollten wir dann – mit einem kleinen Zwischenstop an
der Diamant-Bar – gemütlich zurück auf die Kabine, wo der neue
Freund der Kuscheltiere beim Abend-Service von den Cabin Attendants
einen coolen Look verpasst bekommen hatte:
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Und dann war der Tag
auch schon wieder vorbei. Am Ende dann doch wieder mit vielen tollen
Eindrücken.
Okay, ich versuche,
dass es schnell weitergeht, kann aber noch nichts versprechen. Am
Wochenende und zu Beginn der kommenden Woche liegt leider noch
einiges an. Wie sagte es Butler James im Kult-Sketch "Dinner for one" so schön: "I'll do my very best!"
yra ob unsere Tochter mit kommt, können wir auch noch nicht sagen. Wir haben eine 4- er Kabine gebucht ( aber nur für uns zwei) und schauen kurzfristig, ob sie mit kommen kann oder nicht. Aufjedenfall haben wir die 4 -er Kabine.
Aber aufpassen, ob das Zubuchen einer weiteren Person dann noch geht.
Da ich die 1 und 2 in anderen Gefilden vermute, bliebe nur die 6...
...für die es aber gar nicht so schlecht ausschaut. Eine Einzelmeldung in Athen am 7.10., danach scheint sie aus dem MM verschwunden zu sein, denn die ganzen ÖMM-Routen beinhalten (fast) immer auch die griechische Hauptstadt. Da diese aber kaum in der Transsuez auftaucht, liegt der Termin 7.10. whs in der vorangehenden Route.
Ferien in Berlin beginnen am Sa. 9.10.2021, jetzt bleibt zu hoffen, dass die 6 von Athen direkt nach Kreta zum Passagierwechsel fährt, und schon läuft es für Euch.
Hier ist es auch noch nicht sicher. Bei uns liegt es eher an der Reise im Sommer. Zwei mal große KF + die alljährliche Pfingstreise sprengen dann doch das Budget.
Sowas nennt man dann - glaube ich - "Luxusprobleme"...