Uff, jetzt sind wir auch endlich wieder zuhause. Das war am Ende noch ein echter Abenteuertrip.
Eigentlich sollten wir ja heute um 13 Uhr mit der Swiss von Heraklion nach Genf zurückfliegen. Doch als ich gestern abend den Online-Checkin durchführen wollte, bekam ich die Fehlermeldung, meine Buchung könne im System nicht gefunden werden. Also rief ich bei der Swiss an.
Die Dame im Callcenter erklärte mir dann, dass mein Flug bereits am 16.9. storniert worden sei, man habe mir deswegen auch eine eMail geschickt. 16.9. war aber, das konnte ich aus meinen Unterlagen ersehen, auch der Tag, an dem ich den Flug bei Miles&More gebucht hatte. Und die Buchungsbestätigung konnte ich weiterhin in meinem Maileingang finden, jedoch keine Stornierungsmail. Und meinen Spamfilter kontrolliere ich täglich, da war auch nie etwas gewesen.
Die Dame beharrte jedoch darauf, dass es mein Fehler gewesen sei. Sie bot mir als Ersatz einen Flug mit Eurowings um 11:20 Uhr nach Hamburg an, Landung dort 13:50 Uhr, Weiterflug nach Zürich, ebenfalls mit Eurowings um 18:30 Uhr. Ich habe den Ersatz dann akzeptiert und darum gebeten, uns als quasi Entschädigung für den Fehler für die 4:40 Stunden in HH einen Loungezugang zu ermöglichen.
Das jedoch wurde brüsk zurückgewiesen und wieder behauptet, es sein mein Fehler gewesen, ich solle froh sein, dass man mir überhaupt noch einen Flug am Donnerstag anbieten könne.
Ich bezweifle aber inzwischen ernsthaft, dass die Stornierung korrekt an mich gemeldet wurde, denn meinem M&M-Account war klar zu entnehmen, dass die eingesetzten Bonusmeilen am 16.9. von meinem Konto abgebucht, aber niemals wieder zurückgebucht worden waren. Ebensowenig die mit meine Kreditkarte bezahlten Steuern und Gebühren.
Bei einer Stornierung wäre die Swiss aber verpflichtet gewesen, beides innert 7 Tagen zurückzubuchen. War aber nicht geschehen.
Naja, wir kamen also heute morgen um 9:30 am Flughafen Heraklion an, nur um zu erfahren, dass sich alle Abflüge wegen eines Fluglotsenstreiks am Vormittag in den Nachmittag verschieben würden. Neue Abflugzeit war 14:10 Uhr (später noch auf 14:30 Uhr verschoben). Also statt Warten in HH jetzt Warten in Heraklion.
Das war ein veritables Chaos im Abflugbereich, in dem sich über Mittag geschätzt mehr als 2'000 Personen aufgehalten haben. In Deutschland dürfen in einigen Bundesländern derzeit nicht mehr als 50 Personen in geschlossenen Räumen zusammenkommen, und dann sowas...
Ausserdem überlagerten sich ständig die Durchsagen zu den verschiedenen Flügen; es war kaum mitzubekommen, wer nun an welchen Ausgang gehen sollte. Unser Flug war zunächst an Ausgang A4 geplant, irgendwann gegen 12:30 Uhr verschwand diese Anzeige dann vom Abflugs-Anzeiger. Und erst gegen 14:10 Uhr kam dann eine Durchsage, dass die noch fehlenden Gäste für den EW-Flug nach Hamburg dringend zu Ausgang A4 kommen sollten, da sie Gefahr liefen, den Flug zu verpassen.
An diesem Ausgang waren erst eine Viertelstunde zuvor Gäste von Condor nach Kopenhagen abgefertigt worden. Und jetzt rannten gut 30 Personen zum Schalter - also waren wir nicht die Einzigen, die den Aufruf nicht mitbekommen hatten.
Naja, schliesslich sassen wir dann doch noch im Flieger und landeten dreieinhalb Stunden später in Hamburg, wo wir dann wirklich den maximal möglichen Weg durch den ganzen Flughafen laufen mussten - von Gate A39 zu Gate C02. Und das in gut 20 Minuten. Der Stress nahm also kein Ende.
Aber schliesslich landeten wir überpünktlich in Züri, das Gepäck kam auch superschnell, und wir konnten dann mit der Bahn via Züri HB und Basel SBB endlich nach Hause kommen, wo wir gut 12.5 Stunden nach unserer Abfahrt vom Hotel in Ammoundara eintrafen.
Jetzt brauchen wir erstmal Urlaub... 