Beiträge von Faulpelz
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Ich vermute das Motto heute lautete "Britische Küche"?
Hauerha! Das habe ich vor Entsetzen ganz zu schreiben vergessen.
ZitatBist du sicher, dass das überhaupt ein Sheperds Pie war?
Es war so angeschrieben.
ZitatHast du Lammhack geschmeckt?
Natürlich nicht.
ZitatP.s. Ich nehme an zum Dessert gab es einen Custard oder gar ein Trifle?

Cherry Trifle und Brotpudding.
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Viva la Revolucion! An Bord hat ein Putsch stattgefunden, der Salatkoch hat die Galley vom Tag&Nacht-Bistro übernommen.
Zumindest ist dass die einzige mir in den Sinn kommende Erklärung für den Umstand, dass heute alle Speisen auf dem Buffet versalzen waren (okay, mit Ausnahme der Dessen, die aber dafür wieder einmal durch äusserste Kompaktheit glänzten).
Fish&Chips: versalzen.
Glasierte Karotten: versalzen und praktisch roh.
Rinderbraten: zäh und versalzen.
Yorkshire-Pudding: versalzen.
Garnelensalat: versalzen.
Chicoree-Stilton-Salat: nicht vorhanden. Stattdessen gab es Apfelwürfel in Majo - natürlich versalzen.
Shepherd‘s Pie: versalzen.
Zum Shepherd‘s Pie habe ich noch Redebedarf. Verdammtnochmal, aber wer den mit Käse überbackt, begeht einen Frevel an eine Ikone der britischen Küche!Don‘t make TC grate again!
Ein Shepherd’s Pie wird mit kleinen Röschen aus Kartoffelbrei, der fein mit frisch geriebener Muskatnuss abgeschmeckt wurde besetzt, die dann im Ofen leicht bräunen.
Wann immer ich in London bin, versuche ich, dem „Ivy“ einen Besuch abzustatten. Der dortige Shepherd’s Pie ist einfach eine Referenz für sich. Der britische Starkich Heston Blumenthal hat ihn schon mehrmals als den besten der Welt bezeichnet. Wäre Mr. Blumenthal heute an Bord der MS3, er würde leise in den hier angebotenen Hackfleisch-Erbsen-Auflauf weinen.
Und genau das tue ich jetzt auch.

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Au weia! Ich habe noch nie irgendwo angefangen, Hotelzimmer oder Kabine zu desinfizieren.
Das wird auch jetzt sicherlich nicht notwendig sein.
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Auch in diesem Thread nochmal: die Behauptung, 75% an Bord wären krank, ist eine massive Übertreibung.
Und selbst wenn jemand mal niest oder hustet - das ist bei der trockenen Klimaanlagenluft an Bord nicht ungewöhnlich.
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Wie empfindet ihr die Temperaturen im Schiff, also im Restaurant oder auch im Theater?
Ich bin unsicher, was in den Koffer wandern soll, oder eben auch nicht. Ist ja bei Wintersachen ein Platzproblem.
Ist sehr angenehm, dicke Pullover brauchst Du da nicht. Auch keine Winterstiefel.
Ich bin an den Seetagen meist mit einem Cardigan über einem T-Shirt und Halbschuhen untereegs gewesen.
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Schnarrrchsack ....meinst du in Tromsø den Ausflug " Abendessen bei den Samen und Nordlichter?

Der war es.
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Ich wollte noch ein bisschen etwas zu unserem Besuch im Rentiercamp an
Tag 10, Tromso
schreiben. Diese Art von Camps gibt es erst seit ein paar Jahren, und sie sind leider die Folge des Klimawandels. Dieser führt während des Winters zu grösseren Temperaturschwankungen als früher – ein Phänomen, welches wir auch in D/A/CH immer öfter beobachten können. Das wiederum führt dazu, dass der Schnee immer wieder antaut und dann wieder gefriert, was zu einer Eisdecke unter dem Schnee führt.
Diese macht den Rentieren grosse Probleme, denn sie sind eigentlich evolutionär daran angepasst, den losen Schnee mit ihren Hufen und Geweihen zur Seite zu schaufeln, um an ihre Futterpflanzen unter dem Schnee zu gelangen. Durch die Vereisung drohen sie zu verhungern.

Deshalb haben die Samen immer mehr solche Camps eingerichtet, in denen sie ihre Rentiere durch den Winter füttern. Das ist aber sehr teuer, denn eine durchschnittliche Herde von 300 Tieren frisst pro Tag etwa 700-800kg Futterpellets. Um dies zu finanzieren, bieten nun immer mehr Sami solche Touren in ihre Camps an: dort können Touris die Tiere füttern und streicheln, mit Rentierschlitten fahren und die Samische Küche probieren. Und nebenbei erfahren sie ein wenig über die Geschichte und Kultur der Sami.
Also eine klare Win-Win-Situation. Obwohl darin natürlich auch eine gewisse Ironie besteht, denn unzweifelhaft trägt der zunehmende Massentourismus auch einen Teil zum Klimawandel bei. Mich würde da mal eine klare Gegenrechnung interessieren: was für zusätzliche Belastungen verursachen die Touris, die solche Camps besuchen, und wieviel davon kompensieren sie im Gegenzug wieder?

Eines ist mir allerdings klar: die Sami-Kultur ist es definitiv wert, erhalten zu werden. Sie ist reich und divers, hochinteressant, und droht leider selbst unter den Sami verloren zu gehen. Von den rund 70.000 Sami in Norwegen sind etwa 90% sogenannte «Asphalt-Sami», die in den Städten (vor allem Oslo) wohnen und die Verbindung zu ihrer Kultur schon verloren haben. In Schweden und Finnland ist es noch nicht ganz so dramatisch, in Russland sogar noch schlimmer.
Ursprünglich stammen die Sami übrigens aus der Mongolei, sind über Jahrtausende, Tierherden folgend, nach Nordeuropa eingewandert und waren bis zum Aufstieg der Goten und später der Wikinger, die ihrerseits auch nur ein immigriertes Volk waren, die vorherrschende Kultur in Skandinavien.
Hier noch ein paar Bilder aus dem Camp:
Und zum Schluss des Tagesberichts noch ein Foto von Tromso vom Abend vor der Abfahrt:
Zu
Tag 11, Tromso
wäre eigentlich nur noch zu sagen, dass es, obwohl funktionell ein Seetag, er als Landtag zählte. Ich habe nicht genau nachgeschaut, aber es könnte durchaus sein, dass da auch die günstigeren Landtagstarife im Spa gegolten haben. Spätere Passagiere dieser Tour können das ja mal überprüfen.
Und der heutige
Tag 12, Seetag
plätschert irgendwie schön drömelig vor sich hin. Die Nacht war zwar unruhig, unser Frühstück daher spät (und ich darf vermelden, dass die ungünstigste Zeit, zum Frühstück in die X-Lounge zu gehen, wie schon auf früheren Reisen zwischen 9 und 10 Uhr liegt), dafür reichhaltig. Meine Frau hat jetzt schon den 4. Tag in Folge Pancakes mit Bacon und Ahornsirup bestellt. Da habe ich ja etwas angerichtet...

Ich habe mir noch zwei kleine, glänzende Mitbringsel aus dem Neuen Wall organisiert – muss sein. Im grossen Heinemann-Shop auf Deck 4 gibt es Momentan übrigens einen Sonderverkauf von LEGO für Erwachsene, insbesondere der «LEGO Botanic»-Kollektion (das sind die Bausätze von Blumensträussen, Bonsais und Kakteen). Gegenüber den offiziellen Preisen in Deutschland tatsächlich gut 10-15% billiger, aber immer noch ein ganzes Stück teurer als in der Schweiz, so dass ich da den ohnehin weniger werdenden Stauraum in unseren Koffern nicht belasten muss.
Und jetzt lassen wir den Tag einfach mal leise weiterplätschern.

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Das Wetter ist heute irgendwie trübe und trostlos. Leichte Plusgrade.
(Kann irgendwie gerade kein Foto hochladen.)
Ich habe vorhin mal nachgeschaut: in unserem Dorf zuhause hat es heute 18 Grad. Da werden wir gnadenlos in den Frühling zurückkehren. Also genau andersrum als sonst immer. Schon ungewohnt. -
Die T&N-Küchencrew will mich ärgern. Anders kann ich mir das heutige indische Buffet echt nicht erklären.
Da dreht sogar meine Kamera durch.Okay, ich habe schon deutlich besser indische Küche genossen. Aber ich kann ein Schiffsbistro nun wirklich nicht mit Traditionsrestaurants in London oder Ostafrika vergleichen.
Und bei den heutigen Speisen ist nun absolut kein Fehler erkennbar. Okay, persönlich mag ich Gemüsebahji etwas knuspriger. Und Taboulleh gehört streng genommen eher in die levantinische Küche. Aber das ist nun wirklich Jammern auf hohem Niveau. Es ist nicht einmal etwas versalzen.
Und das bereitet mir nun wirklich Sorgen.
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