Dann sind wir kurz weitergefahren und vor den Souks von Fes rausgelassen worden. Was für ein Gewimmel, das totale Chaos da drinnen. Wir haben völlig das Zeitgefühl verloren und nach nicht mal fünf Minuten komplett die Orientierung. Keine Ahnung, wie lange wir in dem Gewusel da drin waren. Der Guide ist vorausgelaufen, Andrea irgendwo zwischen uns und hinterher ein Einheimischer, der wie ein Hütehund drauf aufgepasst hat, dass keiner von uns 28 irgendwo falsch abbiegt. Hat auch gut geklappt, es ging keiner verloren.
Die hygienischen Verhältnisse sind .. faszinierend. Angeblich haben die da irgendwelche Vorschriften, die sich mir absolut nicht erschließen. Fisch, Fleisch, Quark – alles liegt ungekühlt da rum, es ist einfach nur .. puhh .. und wir haben ja noch nicht mal Hochsommer dort! Irre. Einfach nur der Wahnsinn.
Und alles so mini! Garküche: Topf, Mann davor, ein Tisch dahinter mit zwei Stühlen für Gäste .. das ist die Garküche. Nähmaschine, Mann, Stuhl, Tisch für Stoffe, Stuhl für Kunde – das ist die Schneiderei. Dazwischen immer mal wieder ne kleine Moschee, eine Koranschule oder was weiß ich.
Der Guide hat uns dann noch in so einen Laden geführt, wo man offenbar recht hochwertige Silbergegenstände kaufen konnte (und er sicherlich Provision bekam). Das hat mir eigentlich ganz gut gepasst, ich wollte sowieso eine kleine Teekanne haben als Andenken und der Guide hat mir dann auch beim Handeln geholfen. Wahrscheinlich hab ich noch immer zu viel bezahlt, das war mir aber dann egal, der Preis war für uns okay.
