Cartagena ist der letzter Hafen auf unserer Reise, und wir liegen hier bis zum Mittag. Also haben wir uns gleich nach einem morgendlichen Geburtstagscache-Suchen in der Kabine (Ute hat sie ganz schnell gefunden) und dem Frühstück auf den Weg gemacht, diese Stadt mit ihren ca. 220000 Einwohnern ein wenig zu erkunden. Cartagena war schon in Zeiten vor unserer Zeitrechnung besiedelt und hat im Laufe seiner Geschichte viele verschiedene Herrscher erlebt, die entsprechend ihre Kultur und Religion mitbrachten. Die Marine war und ist hier sehr präsent, da die strategische Lage mit dem, in einer großen, geschützten Bucht liegenden Hafen optimal ist. Zunächst führte uns unser Weg am Hafen entlang , vorbei an der Hafenmeisterei, am Marinemuseum und den hohen Mauern des Arsenale. Danach bogen wir ab in die Altstadt, die viele schöne Häuser aus alten Zeiten hat. Leider nagte an etlichen Häusern der Zahn der Zeit. Beim Schlendern durch die Altstadt kamen wir dann an einer großen römischen Ausgrabungsstätte vorbei. In einigen Altstadtgassen waren auf großen Wandbildern Szenen dargestellt, und auch einen Teil der Ausgrabungen haben wir uns angeschaut. Aber die Uhr tickte unaufhörlich weiter, und so gingen wir zu der Kirche, deren mächtige Kuppel weit in den Himmel ragte. Es handelt sich um die Real Basílica de la Caridad de Cartagena. Von außen recht unscheinbar, ist ihre Kuppel auch von innen ziemlich prächtig. Auf unserem weiteren Weg zurück zum Schiff gingen wir durch einen kleinen Park, in dem mir die riesigen alten Bäume auffielen. Ich vermute, dass es sich um Gummibäume handelt. An heißen Tagen spenden sie angenehmen Schatten und Abkühlung. Kurz vor dem Hafen schauten wir uns das alte Rathaus an, das leider nur im Rahmen einer Gruppenführung besichtigt werden kann. Da der Durst nach solch einer langen Wanderung doch recht groß war, suchten wir noch ein Lokal, um eine Kleinigkeit zu trinken. In einem Veranstaltungszentrum wurden wir fündig: mit Blick auf‘s Meer genossen wir dort das letzte Bier der Reise.
Die Ausfahrt verzögerte sich wegen einer Notausschiffung (die 3. auf dieser Reise) um eine Stunde. Aber dann ging es zügig in Richtung Palma de Mallorca, wo wir am nächsten Tag um 9.00 pünktlich festmachten. Schon beim Einlaufen fielen mir die dunklen Wolken auf, und kaum hatten wir festgemacht, fegte ein unwetterartiges Gewitter über uns, das die Stühle an Deck durcheinander wirbelte, und etliche Kissen flogen auf Nimmerwiedersehen ins Wasser. So schnell wie das Unwetter gekommen war, war es auch wieder vorbei. Der Kreuzfahrtdirektor meinte nur, wir hätten Glück gehabt, dass das Schiff schon fest vertäut war. Die Sturmböen erreichten in der Spitze 60 knoten, das sind immerhin 111 km/h.
Um 10.30 verließen wir das Schiff, verabschiedet durch den neuen Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka, und pünktlich um 16.45 landeten wir in Hamburg, wo wir unser Auto in Empfang nahmen und nach Hause fuhren.
Es folgt noch ein Fazit zu unserer Reise.
Schönes Morgenrot
Ein erster Blick auf die Stadt vom Schiff aus
...und auf die Hafeneinfahrt
Der Yachthafen
Skulptur am Hafenausgang
Halloween lässt grüßen
Die Artania hat einen sehr zentralen Liegeplatz
Alte Marinegebäude. Das rechte ist heute Museum, die anderen werden noch genutzt
Diese Skulptur ist den Opfern des Terrorismus gewidmet
Nach der obligatorischen Seenotrettungsübung , bei Phoenix übrigens auch immer draußen unter den Rettungsbooten
Das gilt zumindest für die Artania nicht mehr. Wir waren im Theater und konnten bequem im Warmen sitzen.
Ansonsten sage ich mal zwischendurch herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Bericht, der so richtig Lust auf eine Reise in diesen Teil Kanadas macht.
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Blick hinunter von der Festung
Der Aufstieg zur Festung hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant, und so blieb uns nur wenig Zeit für die Besichtigung der Alcazaba. Was wir gesehen haben, hat uns sehr gut gefallen.
Der Aufstieg zur Burg, von der Alcazaba aus fotografiert
Pünktlich um 7.00 haben wir heute Morgen in Málaga festgemacht. Neben uns liegen 4 große Schiffe: die Mein Schiff 7, die Aida Cosma , ein Schiff von Marella und die Spirit of Adventure von Saga Lines. In Anbetracht der vielen großen Schiffe kamen Erinnerungen an die überfüllte Altstadt von Dubrovnik und Kotor hoch, aber so schlimm sollte es zum Glück nicht werden. Die Sonne schien, und es war angenehm warm. Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg, zunächst mit einem Shuttlebus bis zum Terminal, danach zu Fuß. Die Uferpromenade Muelle Uno ist wundervoll für Fußgänger ausgebaut worden, und so verging die Zeit, bis wir die Altstadt erreicht hatten, wie im Fluge. Unsere Planung war, zunächst in Richtung Kathedrale zu laufen, uns dann anschließend durch die Altstadt treiben zu lassen und dann zur Burg Alcazaba und zur Festung, die auf einem Hügel liegt, zu gehen. Und so haben wir es dann auch gemacht. Málaga ist mit knapp 600000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Spaniens und für seine schöne Altstadt und die Sandstrände bekannt.
Mein Schiff und Aida sind auch schon da
Die Sonne geht auf
Auf dem Weg in die Stadt gehen wir am Stadtstrand vorbei
Am Leuchtturm beginnt die Uferpromenade Muelle Uno, die im weiteren Verlauf teilüberdacht ist
Ein erster Blick auf die Festung Alcazaba (links) und die Burg (rechts)
Diese wilden Papageien haben sich hier angesiedelt
Die Medina schließt sich gleich an. Wir sind gemütlich hindurch geschlendert
In einem traditionellen Kräuter- und Arganölgeschäft haben wir einen Stopp eingelegt und uns mit Gewürzen und Öl eingedeckt
Nach 6 Stunden haben wir uns von Med verabschiedet. Es war ein schöner Tag mit ihm, und wir können ihn uneingeschränkt empfehlen. Es war schon dunkel als wir den Hafen in Richtung Málaga verlassen haben.
Nach diesem schönen Stadtrundgang haben wir noch einen Tee getrunken, und dann ging es wieder zurück nach Tangier. Am Rande der Kasba hielt unser Fahrer, und dann ging es zu Fuß weiter.
In Marokko bedeutet
Kasba = Festung oder Zitadelle und Medina = Altstadt.
Häufig liegen beide ganz dicht beieinander oder die Medina befindet sich in der Kasba.
Zunächst waren wir in der Kasba. Unser Führer Med hat uns sicher durch die engen Straßen geleitet, und so konnten wir uns auf all die Eindrücke, Gerüche und Geräusche um uns herum konzentrieren.
Der Eingang zur Kasba
Wir schlendern durch die engen Gassen und bewundern die kunstvollen Details an den Fassaden
Durch dieses Tor gehen wir zu einem Aussichtspunkt über den Hafen
Der nächste Programmpunkt auf dem Weg nach Assilah entlang der Atlantikküste war die Herkulesgrotte, wohin auch ein von Phoenix angebotener Ausflug führte. Und so trafen wir dann dort zahlreiche Kreuzfahrende, die aus den Bussen stiegen. Unser Guide hatte uns im Vorfeld gesagt, dass er der Meinung ist, dass ein Besuch der Grotte sich nicht lohnt, und so machten wir dort nur einen kurzen Stopp, ehe wir nach Assilah weiterfuhren.
Gegen 11:30 erreichten wir Assilah. Dieser Ort hat ca. 35000 Einwohner, die meisten sind Angehörige verschiedener Berberstämme. Und zunehmend mehr Menschen aus Europa lassen sich hier nieder, kaufen die alten Häuser auf und setzen sie instand. Bei einem Bummel durch den Ort konnten wir uns davon überzeugen, dass er wirklich einen Besuch lohnt. Wir hatten Glück, dass die Saisaon vorbei ist, denn sonst kann es in den schmalen Gassen schon mal voll werden.
Zwischenstopp an der Herkulesgrotte. Hier lohnt sich ein Blick auf den Atlantik.
Nach einem weiteren Seetag haben wir morgens gegen 8:30 in Tanger - oder wie es auch genannt wird Tangier - festgemacht. Diese Stadt, die im Nordwesten Marokkos am Atlantik und Mittelmeer an der Straße von Gibraltar gelegen ist, blickt geschichtlich bis auf die Zeit der Phoenizier zurück und war immer ein wichtiges Handels- und Kulturzentrum. Im letzten Jahrhundert war sie eine Zeitlang unter internationaler Verwaltung (1923 - 1956 mit Ausnahme des 2. Weltkriegs). Engländer, Italiener, Franzosen, Spanier siedelten hier in eigenen Stadtteilen, die bis heute erhalten sind.
Wir hatten zu viert einen 6-stündigen Ausflug gebucht, in welchem wir uns zunächst die Sehenswürdigkeiten Tangers ansehen sollten und anschließend nach Assilah fahren. Abschließend dann ein Bummel durch die Kasbah und die Medina Tangiers.
Unser Guide Med A. holte uns am Hafentor ab, und los ging die Fahrt mit einem geräumigen Van und Fahrer. Med spricht sehr gut Deutsch (er hat in Deutschland studiert), und nachdem er uns das Tagesprogramm vorgestellt hat, ging die Fahrt durch die Millionenstadt los. Zunächst fuhren wir durch die Neustadt und die diversen von den Europäern gebauten Viertel und dann anschließend zum Naherholungsgebiet Perdicaris. Dies ist ein wunderschöner Park mit vielen Eucalyptusbäumen, Palmen und Drachenbäumen und einer in den 1870-er Jahren von Ion Perdicaris gebauten Villa. Heute ist er für die Öffentlichkeit zugänglich und ist ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung Tangers mit Picknickplätzen unter den Schatten spendenden Bäumen.
Anschließend fuhren wir dann zu dem Leuchtturm, wo man das Zusammentreffen von Atlantik und Mittelmeer bewundern kann.
Tangier von See aus
Die prächtigen Gebäude am Straßenrand verdecken (häufig illegal gebaute, aber geduldete) Einfachhäuser dahinter
Der Perdicaris Park. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man die spanische Küste
Das Château Perdicaris wurde restauriert und ist seit 2022 Kulturzentrum
Das könnte allerdings dazu führen, dass einige deiner Beiträge übersehen werden, weil man ja normalerweise am Ende des Berichts weiterliest.
Deswegen der Link. Sie schreibt ja am Ende weiter. Aber falls jemand mal später den Reisebericht lesen will, kann er dann springen, um den Bericht chronologisch lesen zu können.
So, nun habe ich es auch geschafft, Deinen großartigen Reisebericht in mehreren Etappen durchzulesen liebe Sabine bina.63
Ich kann mich all meinen Vorschreiberinnen nur anschließen: Ihr hattet eine super tolle Reise und es ist Dir wirklich gut gelungen, Deine Begeisterung und all die Eindrücke auch an uns weiterzugeben. Danke dafür .
Am Samstag haben wir dann gleich nach dem Frühstück das Schiff verlassen, um die verbleibende Zeit bis Mittag mit einem Spaziergang bei Tageslicht durch Funchal zu nutzen. Wieder schien die Sonne, und es war angenehm warm. Unser erstes Ziel war der oberhalb des Yachthafens gelegene Park ‚Parque de Santa Catarina‘ . Er zeichnet sich aus durch seine üppige Vegetation: hier findet man Blumen, Bäume und Sträucher aus aller Welt (und einen Geocache). Und man hat einen wundervollen Blick über die Bucht von Funchal. Da heute an Allerheiligen hier ein Feiertag ist, sind die meisten Geschäfte geschlossen. Für uns kein Problem, denn es zog uns in den Stadtteil, wo wir gestern Abend gegessen hatten. Dieser liegt hinter der Markthalle Mercado dos Lavradores und erstreckt sich bis zur Festung Forte de São Tiago und ist der eigentliche historische Teil Funchals. Lange Zeit ziemlich heruntergekommen, erlebte er in den letzten 20 Jahren eine Renaissance , nachdem Künstler anfingen die Haustüren zu bemalen. Immer mehr Häuser wurden saniert und zu Restaurants oder Kneipen umgebaut: Heute reiht sich in der Rua de Santa Maria Lokal an Lokal. Bei unseren beiden letzten Aufenthalten in Funchal hatten wir bereits einige der bemalten Türen gesehen, aber es werden immer mehr, und wir waren beeindruckt von der Vielfalt und Unterschiedlichkeit. Leider war unsere Zeit begrenzt, denn unser Schiff legte bereits um 13.00 wieder ab.
Im Parque de Santa Catarina
Danach ging's in die Altstadt zur
Über 50 Türen haben wir fotografiert. 5 haben es bis in diesen Bericht geschafft
Danach sind wir Richtung Fort weitergegangen
Mittags hieß es: Bye, bye Funchal. Bis zum nächsten Mal
Traurige Nachricht für alle MAC-User: für die derzeitige Version mac OS Tahoe 26 gibt es für die Offline-Software von ORWO kein Update, d.h. die Software kann nicht mehr verwendet werden. Ob bzw. wann eins kommt, konnte mir die Mitarbeiterin nicht sagen..... Die einzige Möglichkeit ist nun, die online-Software zu verwenden. Dort kann ich meine Fotobücher aber nur max. 30 Tage speichern, danach sind sie weg. D.h. ich werde mich schweren Herzens nach einem neuen Anbieter umschauen müssen.
Nach einem weiteren Seetag, von dem Silke Muesi Euch ja schon berichtet hat, sind wir am 31.10. mittags in Funchal auf Madeira angekommen. Hier werden wir bis zum nächsten Tag mittags liegen.
Der Wetterbericht hatte neben angenehmen Temperaturen bis 23 Grad auch leichte Schauer vorhergesagt, aber die blieben zum Glück aus. Und so schnürten wir, kaum angekommen, die Schuhe und machten uns auf zur Wanderung nach Câmara de Lobos. In den Phoenix-Landgangsinformationen war dieser Weg als einfacher Weg immer an der Küste entlang beschrieben worden. Auf unserer Wander-App Komoot gab es allerdings eine Stelle, die so aussah als sei sie nicht passierbar. Was bedeutet hätte, dass wir den Berg erklimmen müssen, um sie zu umgehen. Wir nahmen uns dann vor, vor Ort zu entscheiden, ob wir weitergehen oder umkehren. Vom Hafenterminal aus ging es nach links in westlicher Richtung, zunächst immer bergauf. Bei feucht-warmer Luft kam ich da schon ein wenig ins Schwitzen. Aber irgendwann ging es bergab, und dann konnten wir auf einem sehr gut ausgebauten Weg immer an der Küste entlang laufen. Einmal mussten wir durch einen Tunnel gehen, weil der Felsen direkt ins Wasser abfiel. Dann erreichten wir die Stelle, wo die App eine Unterbrechung angezeigt hatte. Und die Lösung war: hier wird der Weg bei schlechtem Wetter gesperrt, so dass man dann wirklich über den Berg gehen muss. Heute war aber gutes Wetter, und so konnten wir weitergehen und erreichten nach 3 Stunden und einigen gefundenen Geocaches den hübschen Fischerort Câmara de Lobos. Hier gönnten wir uns zur Belohnung ein kühles Bier und genossen den Blick auf die bunten Boote und das Meer. Zurück sind wir dann mit dem öffentlichen Bus gefahren.
Denn für 19.00 hatten wir in der Taberna Ruel in der Altstadt einen Tisch reserviert. Hier genossen wir, draußen sitzend, einen leckeren Degenfisch mit gebackener Banane sowie diverse weitere inseltypische Leckereien. Immer wieder zogen dunkel gewandete Gestalten vorbei, wahrscheinlich auf dem Weg zu einer Halloween-Party, und wir genossen das bunte Leben in diesem so besonderen Stadtteil. Anschließend schlenderten wir gemütlich durch die Stadt zurück zum Schiff.
Beim Einlaufen gab es ein Schwesterntreffen: Die Amadea räumte ihren Liegeplatz für uns
Der Blick auf Funchal vom Schiff aus
Das Reid Hotel lag auf unserem Wanderweg
Wie auch eine alte Hafenanlage
Manchmal ging es wieder bergauf
und vorbei an einem großen Freizeitpark mit Schwimmbädern