Beiträge von hellipelli

    Nachdem der Mann mit der toten Katze auf dem Kopf ab Freitag die Schotten zunächst für 30 Tage dicht macht, liegt die Vermutung nahe, dass noch viele andere Ländern sich anschließen werden oder gar müssen. Dies wird das vorübergehende Aus für Kreuzfahrtschiffe sein. Diese fahren nicht auf dem Bodensee rum, sondern auf den Weltmeeren und sind zwingend auf Zubringer mit Flugzeugen angewiesen und das wird ebenfalls zum Erliegen kommen. Die Hoffnung, dass in den nächsten Wochen noch Kreuzfahrten wie ausgeschrieben stattfinden werden, kann man begraben. Für mich ist das Glas immer halb voll und ich bin bestimmt nicht pessimistisch eingestellt, aber Fakten kann auch ich nicht ignorieren und schön reden.

    Bitte zurück zum Thema und weg von der Insolvenz. Da sind wir hoffentlich noch lange nicht!

    Das kann ich nur unterstützen. Hier geht es mir gerade zu viel um Kohle und Verlust der Urlaubsfreude. Ich rege an, mal den Fokus auf die Gesundheit und Existenzen von Mitmenschen in der ganzen Welt zu legen. Einfach bitte über den Tellerrand schauen und sich selber hinten anstellen.

    Bei uns werden Wirtschaftsprogramme aufgelegt und die Menschen die in den Regionen, die das Anlegen verbieten, leben/arbeiten, wie Asien/Karibik, oder das Personal auf dem Schiff mühen sich jeden Tag für kleines Geld ab. Für die gibt es keine entsprechenden Programme. Wenn das Schiff leer ist werden viel von Bord gehen müssen und wenn so ein Pott mal nicht anlegt, dann fallen für die vor Ort noch weniger Krümel ab.

    Natürlich ist es ärgerlich größere Summen in den Sand zu setzen, aber ist die Gesundheit/Sicherheit aller nicht viel wichtiger?

    Als Stornierungsopfer der Reise "MS6 Singapur nach Dubai",mit gebuchtem Schisserpaket, möchte ich auch meinen Senf dazu abgeben. Mit Buchung vor dem Ausbruch von Corona und dessen schnelle Verbreitung, hat keiner von uns damit gerechnet, dass unsere Reisen in irgendeiner Form, bis auf die üblichen Verdächtigen wie z.B. zu heilende Flugzeugverspätung, gefährdet sind. Da beginnt auch schon der Fehler in unserer Erwartungshaltung.

    Wir gehen immer davon aus, dass alles seinen "sozialistischen Gang" geht und blenden selbstverständlich elementare Risiken, zur Erhaltung/Steigerung unserer Lebensfreude, aus. Es hat in der Vergangenheit genügend Beispiele dafür gegeben, dass Reisen einfach schlicht und ergreifend ausgefallen sind. Ich erinnere nur an den Zungenbrecher in Island.

    Es ist ein Unterschied, ob ich mit dem Pkw in den Schwarzwald fahre oder mit dem Flugzeug irgendwohin fliege und im Anschluss eine Kreuzfahrt mache. In dem Moment, in dem ich die Bordkarte annehme und in das Ding einsteige, gebe ich das "Heft des Handels" ab, bin abhängig, es gibt so viele Risiken und das kann verunsichern.

    Wir vier standen ebenfalls vor der Entscheidung umbuchen, stornieren oder warten. Zum Glück hatten wir das "Schisserpaket" gebucht und konnten uns zurücklehnen. Das Ende ist bekannt. Bitte macht Euch nicht verrückt. TC wird alles mögliche unter Beachtung/Abwägung/Bewertung der Sicherheit tun, dass Reisen stattfinden oder diese aus wichtigen Gründen absagen. Unsere nächste Buchung wird mit etwas mehr Demut geschehen. Es ist nämlich nicht immer normal, dass alles funktioniert, sondern es kann auch mal heißen "Houston, wir haben ein Problem."

    TC schreibt:

    " Laut unseren Informationen gilt diese Einschränkung (Dubai) jedoch nur für die Anmeldung neuer Kreuzfahrtanläufe oder Schiffe, die aus anderen Regionen in die Hoheitsgewässer einlaufen wollen."

    Und für die MS 6

    "Die Reise „Dubai bis Kreta II“ vom 4.-19.4.2020 findet nach aktuellem Stand wie geplant statt. "

    Die MS 6 kommt aus Thailand, somit nicht VAE und darf in Dubai anlegen? Weil schon lange angemeldet und daher kein neuer Kreuzfahrtanlauf oder weil ohne Passagiere? Irgendwie passt das nicht zusammen oder übersehe ich etwas?

    Hallo RaHo.

    m.E. ist Deine Einschätzung nicht ganz unbegründet. Unsere Reise mit der MS 6 von Singapur nach Dubai wurde gestern von TC abgesagt und wir sind heilfroh, wenn die versprochene Rückerstattung erfolgt ist.

    Auf jeden Fall wird es eine Delle im Kreuzfahrtmarkt geben und welche Auswirkungen dies haben wird, ist noch nicht absehbar. Corona macht sich im MIttelmeer breit und dort beginnt gerade erst die Saison. Glaskugel hin oder her, aber die Insolvenz einer Reederei ist bei einer längeren Dauer dieser Situation zumindest nicht auszuschließen.

    Wir warten jetzt erst einmal ab und werden vor einer erneuten Buchung die Situation beobachten.

    An der jetzigen Haltung von Malaysia wird sich, insbesondere vor dem Hintergrund der zu erwartenden Erhöhung der Fallzahlen bei uns, nichts ändern. Im Gegenteil, es ist zu erwarten, dass sich andere Länder dem anschließen werden. Der Schutz ihrer Bevölkerung ist ihnen wichtiger, als der mögliche wirtschaftliche Nutzen, zumal die MS 6 sowieso nicht voll sein wird. Diese Vorgehensweise der in Rede stehenden Länder stößt bei mir auf vollstes Verständnis.

    Ich bin wirklich mal gespannt, was TC bis zum 17. März 2020 noch einfällt. Wir werden ebenfalls abwarten und lassen es auf uns zukommen.

    Ich finde auch, dass die mögliche Beschränkung unseres Urlaubsgenusses hinten anstehen muss. Hier geht es um Existenzen und auch um die Gesundheit von Mitmenschen auf diesem schönen Fleckchen Erde. Deren Gesundheitssystem hat nicht unseren Qualitätsstandard und bei einer Epidemie sind die dort völlig überfordert. Ich wäre auch ein wenig traurig darüber, wenn wir in Malaysia nicht anlegen würden, aber ich würde es akzeptieren und auch verstehen. Es ist noch genügend Zeit sich auf solche Ereignisse innerlich vorzubereiten. Einen auf überrascht kann man nach Antritt dieser Tour nicht machen.

    Ich hoffe Zitate und copy and paste ist innerhalb des Forums erlaubt.

    Hier ein Beitrag aus "Singapur mit Hongkong 4.3. bis 18.3. mit MS 6"

    Hier kam gerade die Borddurchsage, dass Phu My und alle malaysischen Häfen nicht mehr angelaufen werden. Damit wäre dann die Reise Singapur- Dubai auch betroffen. Wir bleiben jetzt erstmal einen Tag länger in Laem Chabang. Welche Route dann gefahren wird, wird gerade noch ausgearbeitet.

    Mal schauen was wird.

    Grüße aus dem leeren Thailand von der leeren Mein Schiff 6

    Rainer und Claudia"

    Wir wollten auch erst das "Schisserpaket" buchen und haben uns dann doch anders entschieden. Für 4 Personen ein Mehrbetrag von insgesamt 1.200 Euro. Singapur und Dubai ist halt nicht Mallorca und flugtechnisch eine andere LIga. Bei eigener Anreise bin ich schon ein gebranntes Kind (Umrouting MIttelmeer) und mein Bedarf auf Wiederholung hielt sich in Grenzen.

    Ich weiß wovon ich rede und drücke daher allen mit eigener An- und Abreise die Daumen.

    Laut Reuters erwägen die USA einige oder alle Reisende von Kreuzfahrten abzuhalten. Es ist noch nichts beschlossen. Die Offiziellen halten Kreuzfahrtschiffe für "große Inkubatoren", insbesondere für ältere Menschen.

    Auch die Cruise Lines International Association (CLIA), in der alle wichtigen Kreuzfahrtgesellschaften der Welt organisiert sind, überlegt einigen Nationalitäten die Reise zu verwehren und Gesundheitsscreenings durchzuführen.

    Es bleibt in jeglicher Hinsicht spannend.

    Irrfahrt der Costa Fortuna in Asien

    Nach Thailand hat auch Malaysia die Costa Fortuna abgewiesen

    Von dieser Route bleibt wahrlich nicht mehr viel übrig. Gestern wurde Costa Fortuna von den Behördenin in Phuket xxxx bitte keine externen Verlinkungen, Admin abgewiesen. Dies bedeutete bereits, dass für die Gäste der Costa Fortuna zwei Häfen ausfallen, denn auch Koh Samui in Thailand sollte in dieser Woche angesteuert werden. Um den Gästen dennoch ein schönes Reiseerlebnis zu präsentieren beschloss man, umgehend weiter in den nächsten Hafen, Penang zu reisen.

    Dort gibt es nun die nächsten Probleme, denn nun haben auch die malaysischen Behörden das Kreuzfahrtschiff von Costa Kreuzfahrten abgelehnt. Nach der Ablehnung dort, entfallen nun insgesamt vier Häfen auf der aktuellen Kreuzfahrt. Costa Fortuna wird jetzt nach Singapur zurückkehren.

    Grund für die Abweisung sind Reisende aus Krisengebieten, wohl hauptsächlich die italienischen Gäste, wobei auch sehr viele Deutschen an Bord sind, die in der letzten Woche auf dem Kreuzfahrtschiff eingeschifft wurden. Da sich auch in Singapur die Lage immer weiter zuspitzt, ist bisher noch nicht bekannt, ob das Schiff dort überhaupt zum Landgang freigegeben wird. Aktuell heißt es, das Kreuzfahrtschiff dürfe anlegen.

    In der Meldung ".... wobei auch sehr viele Deutsche an Bord sind" und bin mal gespannt auf die Reaktion in zwei Wochen bei fast ausschließlich D-A-CH.

    Ich verstehe das Problem mit dem Umrouten auch nicht, shit happens. Für uns ist es gerade Corona als Ursache, beim nächsten Mal ist es ein Maschinenschaden, ein medizinischer Notfall oder oder......... Als Passagier muss ich einfach damit rechnen, dass dies passieren kann. Unter den jetzigen Bedingungen kann ich auch von TC keine verbindlichen Antworten erwarten. Sie haben nun mal keine Glaskugel die anzeigt, wann, welches Land und welcher Hafen das Anlegen verweigert. Wenn ich 100 prozentige Sicherheit haben will, dann muss ich mit meinem "Sahnepoppo" zu Hause bleiben.

    Gisi „In der Zwischenzeit machen sogar einige Karibikinseln ihre Häfen dicht“.

    welche sind das??

    Auch im indischen Ozean:

    Costa Mediterranea wurde in Madagaskar abgewiesen

    Nun trifft es auch die beliebte „Medi“ von Costa Kreuzfahrten. Heute morgen wurde dem Schiff von den Behörden mitgeteilt, dass ein Anlauf des Kreuzfahrtschiffes von Costa Kreuzfahrten nicht mehr erlaubt wird. Die Behörden verweigern den dreitägigen Aufenthalt in Madagaskar. Für die Gäste des Schiffes bedeutet dies direkt den Verlust von drei wichtigen Häfen auf der aktuellen Kreuzfahrt.

    An Bord soll es weder einen bestätigten Fall, noch den Verdacht auf das Coronavirus geben, dennoch reagiert Madagaskar in diesem Fall wie so viele andere Inseln und versucht seine Einwohner vor einem möglichen Ausbruch des Virus‘ zu schützen.

    Für Costa Mediterranea geht es nun zurück auf die Seychellen, von Victoria aus reiste das Schiff eigentlich in Richtung Nosy Be, doch nun musste die „Medi“ schließlich abdrehen und wird morgen in Praslin (Seychellen) erwartet. Obwohl die Reederei in diesem Fall keinerlei Schuld trägt, hat Costa dennoch entschieden, den Gästen eine Entschädigung für den Rest der Reise einzuräumen: 200€ Bordguthaben pro Person (Max. 400€ pro Kabine). Bei Nichtverwendung wird der Betrag natürlich auch nicht ausgezahlt.

    Alle Reedereiausflüge auf Madagaskar wurden natürlich storniert, die Preise zurückgezahlt.

    Vorhersagen, wann und wo es die nächsten Sperrungen geben wird sind unmöglich. Wenn der Virus einen Plan verfolgen sollte, so wird er uns diesen leider nicht verraten.

    Hier der Hinweis vom AA:

    COVID-19 

    Stand: 04.03.2020

    Aufgrund der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, muss mit verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen zur Identifizierung erkrankter Reisender und Auftreten von Krankheitsfällen im Land bis hin zu Quarantänemaßnahmen und Einreisesperren gerechnet werden.

    Naturgemäß sind Gefahren entsprechend der Ausbreitung in einzelnen Ländern oder Gebieten, aber auch je nach Möglichkeit der Schutzmaßnahmen und des Abstands zu anderen Menschen unterschiedlich.

    Die verstärkten Einreisekontrollen und Gesundheitsüberprüfungen betreffen insbesondere auch Kreuzfahrtschiffe im asiatischen Raum. Es ist bereits mehrfach zu Verweigerungen des Anlaufens von Häfen gekommen. Mit Verzögerungen, Routenänderungen und in bestimmten Fällen auch Quarantänemaßnahmen durch lokale Behörden ist weiterhin zu rechnen.

    Flugreisende aus China, Japan, Südkorea, Iran und Italien müssen bei der (Wieder-)Einreise nach Deutschland mit Kontrollen rechnen und eine Aussteigekarte ausfüllen. Dies dient der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, wenn sich ein Mitreisender später als Träger des Covid-19 herausstellen sollte.

    Bei Anhaltspunkten für eine Erkrankung mit dem COVID-19 im grenzüberschreitenden Verkehr nach Deutschland wird die Bundespolizei unverzüglich die örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden hinzuziehen. Diese nehmen im Einzelfall die medizinische Bewertung vor und entscheiden über eine etwaige Behandlung.