Beiträge von Flavia


    Das Serengeti View Camp liegt auf einer Anhöhe und hat genau das Africafeeling das wir so lieben.

    “Bad“, Warmwasser wird gebracht

    Während die Sonne spektakulär untergeht, kommen wir an. Das Essen ist auch hier wieder ausgezeichnet. Danach geht man von einem Guide begleitet, zum eigenen Zelt zurück.

    Nachts werden wir von einem riesigen Fleischberg direkt vor dem Zelt geweckt. Es ist so dunkel das man nichts erkennt. „Es“ mit der Taschenlampe anzuleuchten, trauen wir uns nicht.
    Uns trennt ja nur ein Fliegengitter von der Natur. Nachdem wir etwas wacher geworden sind, identifiziere wir die Fressgeräusche als Büffel. Das bestätigt uns auch die Hinterlassenschaft in Form eines Kuhfladens am Morgen direkt vorm Zelt.

    Aufregend, auch Löwengebrüll ist recht nah zu hören. Irgendwie erwacht im Menschen da der Urinstinkt, der Schlaf ist daher nur leicht! So geht es uns und unseren Mitreisenden auch, wie wir morgens hören ! Die Mitarbeiter bestätigen uns am Morgen, die Löwen waren im Camp, an dem Zelt ganz außen.


    So kommt es das wir vom Hauptweg abbiegen, in einen ziemlich überwachsenen Seitenweg, und zielstrebig auf einige schöne Akazien zuhalten.

    Wir können gar nicht glauben was wir sehen, 6 Löwinnen in einem Baum! Sehr idyllisch hier, mit einem kleinen Teich.

    Ausser uns ist nur ein Auto dort das irgendwann fährt, ein weiteres kommt später. Der Motor wird ausgestellt und wir haben durch das aufgestellte Dach ungestört freie Sicht auf die Szenerie. Wir bleiben lange und beobachten wie die Löwen auf dem Baum umher balancieren und sich gegenseitig die besten Plätze streitig machen.

    Wie habt Ihr das mit dem Uber gemacht? Wir hatten mehrfach bestellt, aber alle haben wieder gecancelt. Ich hatte schon die Vermutung, dass die Taxis da ihre Finger im Spiel hatten. Aber vielleicht lag es auch an der Uhrzeit, morgens um 8:00....

    Ja das gecancelt wird ist uns auch schon passiert (wir fahren in Frankfurt viel Uber), ich schätze es gibt verschiedene Gründe. Die angeforderte Fahrtstrecke ist zu kurz (also nicht lukrativ), der Fahrer bekommt bessere „Angebote“ also näher an seinem derzeitigen Standort, längere Stecken des Kunden…Manchmal befindet man sich in einem Staugebiet und alle Straßen sind verstopft oder Autos können da nicht rein. Da kann man sich aus der unmittelbaren Gegend heraus bewegen, dann kommt der Fahrer problemlos. Wir hatten mal das Problem in Kapstadt an der Waterfront, Taxis (oft unzuverlässige , und teure Seelenverkäufer dort, denen man nicht über den Weg trauen kann ) standen da, Uber konnte man nicht anfordern. Wir sind dann etwas raus gegangen, da klappte es mit dem Uber dann problemlos!


    Kaum „sind wir drin“ werden die Tiere mehr, der 1. Löwe, Elefanten , Giraffen, riesige Herden von Zebras sammeln sich schon um gemeinsam auf die grosse Wanderung zu gehen. Das hatten wir so noch gar nicht erwartet, denn das Gras steht noch hoch.


    Wir sehen erste Flusspferde und dann bekommt unser Josef einen Tip von einem anderen Fahrer. Man hält fast immer an, um sich auszutauschen, was aber in unserem Fall gar nicht so oft vorkommt, weil gar nicht viele Fahrzeuge unterwegs sind, da nach der Regenzeit die Saison grade erst wieder anfängt und insgesamt wenig Touristen vor Ort sind.


    Nach einem schnellen Picknick unter schattigen Akazien und einem BushiBushi Stop (so heißt „Pipi machen“ in freier Wildbahn). Dem einzigen wilden Pipi Stopp übrigens auf dieser Safari, sonst fanden wir wirklich immer sehr saubere und schöne WCs, zum Beispiel an Eingängen zu den Parks oder an Shops vor.

    Danach gehts weiter auf der Ebene Richtung Serengeti. Wir sehen zwar noch Hirten mit ihren Herden, aber auch immer mehr Wildtiere wie Zebras, Gnus und Gazellen.


    Das legendäre Eingangstor zur Serengeti steht dann einfach so da, inmitten der riesigen Weideflächen, kein Zaun nichts, die Tiere können einfach so wandern. Ich bin ziemlich gerührt hier zu sein und kann es eigentlich kaum glauben.



    1956 erschien „Kein Platz für wilde Tiere“ und 1959 wurde der Film „Serengeti darf nicht Sterben“ gedreht. Da war ich noch nicht einmal geboren und trotzdem stehe ich deswegen jetzt hier. Ohne diesen Film wäre dieses Naturparadies vielleicht untergegangen, so aber ist dieses wunderbare und einmalige Gebiet für die Menschheit erhalten geblieben. Natürlich auch, weil es durch den Tourismus finanziert wird, die Eintrittskosten sind zwar sehr hoch (Norongoro Krater zum Beispiel 70 Euro p.P/Tag. und ca. 300 zusätzlich für das Fahrzeug) aber das ist aus meiner Sicht gut so.


    Zur Zeit ist es auch hier alles üppig grün, Nahrung für Haus- und Wildtiere im Überfluss. Nahe eines Massaidorfes sehen wir sogar Elefanten. Die Landschaft ist insgesamt unglaublich schön!

    Wir passieren etliche Massai Dörfer, bis wir an einem halten, um es zu besichtigen. Wir verhandeln etwas den Preis (das gehört dazu), zum Sonnenschutz bekommen wir die typischen Massaitücher umgehängt. Das ist auch nötig, die Mittagssonne brennt vom Himmel (daher sind die Fotos auch nicht so gut geworden).


    Trotzdem wird ein Begrüßungstanz aufgeführt, die bekannten Massaisprünge vorgeführt, Feuer gemacht und die Hütten gezeigt und natürlich handgefertigte Andenken verkauft.

    Der schmucke Sohn des alten Häuptlings stellt uns seine Mutter vor (sein Vater hat selbstverständlich mehrere Frauen) und erzählt uns, er macht sich Hoffnung, seinem Vater als Häuptling nachzufolgen (der ca. 600 Tiere besitzt). Zum Schluss besuchen wir noch den Kindergarten.

    Danach sind wir quasi gar, es ist wirklich heiß, dabei allerdings wenig Luftfeuchtigkeit und es ist leicht windig.

    Zuvor machen wir noch einen kurzen Stop am Grab von Professor Grzimek und seinem Sohn (der schon mit 25 Jahren bei einem Flugzeugunglück in der Serengeti ums Leben kam).

    Heute war der Wunsch nach Giraffen aufgekommen und auch die sollten wir (reichlich) bekommen. Kurz nachdem wir den Kraterrand verlassen hatten, standen wir mitten in einer grossen Herde (mindesten 30 Tiere) die sich links und rechts vom Weg verteilten.

    eines meiner Lieblingsfotos!



    Mitten darunter Massai die ihre Tiere (Kühe, Ziegen, Schafe) hüteten. Dieses Conservation Area ist genau so ausgelegt, das die Massai weiter hier ihre nomadische Kultur pflegen, sich aber den Lebensraum mit den Wildtieren teilen. Augenscheinlich klappt das ganz gut.

    Nach einer ruhigen Nacht und einem ordentlichem Frühstück, geht es Richtung Ngorongoro Krater.

    Bis wir in das Konservation Area einfahren können dauert es etwas, wir hatten wohl ein anderes Auto (Nummernschild) als angemeldet, und so ein Verwaltungsakt (das zu ändern) dauert in Afrika.

    Wir beobachten das Treiben am Eingang, machen ein erstes schönes Gruppenfoto, und behalten die frechen Affen die nach offenen Fenstern spähen im Auge.

    xxxAdmin (Datenschutz - Erkennbares Kennzeichen.) xxx


    Dann geh es weiter, immer auf dem Kraterrand am Regenwald vorbei, zu einem Aussichtspunkt mit Blickmöglichkeit in den Krater.

    Die Wolken sind gnädig und heben sich für einige Minuten und geben den Blick ins Tierparadies Ngorongoro frei.

    Man kann gut mit bloßem Auge (aber besser mit dem Fernglas) grosse Büffelherden und Elefanten erkennen. In 3 Tagen werden wir hineinfahren, jetzt aber geht es weiter Richtung Serengeti.

    Ja das mit dem „Sichtungsglück“ ist so eine Sache. Wir haben Freunde die fahren jedes Jahr mindestens 1x nach Afrika und sahen auch erst 1x Leoparden. Wir haben schon ganz wunderbare Geparden Sichtungen gehabt (auf der erfolgreichen Jagd, mit ziemlich kleinen Jungen…), Nasshörner zu Dutzenden (Spitzmaul und Breitmaul) auch bei Selbstfahrersafari. Elefanten zu Hunderten in Kenia und dann bei der Safari in Namibia, nichts! Wüstenelefanten knapp verpasst, im Etoscha nicht einen gesehen und dann endlich in Botswana, gaaaaanz Viele! Und mit Löwen haben wir auch bisher immer Glück gehabt:love:, da geht auf dieser Safari noch was!

    Dann drücke ich Euch ganz fest meine beiden Daumen für so viel Glück liebe Flavia . Ich mag es ja gar nicht berichten, aber bei uns gibt es nicht eine einzige Afrikareise ohne Leopardensichtung, egal ob Südafrika, Namibia oder Botswana.

    Damals im Camp erzählten uns allerdings auch von weither angereiste Amerikaner, dass sie auf mehr als 5 Safarireisen bisher kein Glück hatten.

    Ihr Glücklichen:love:

    Das erinnert mich gerade an unseren allerersten Südafrikaaufenthalt in 1997. Damals waren wir u.a. drei Nächte im Kirkmans Camp gebucht und ziemlich aufgeregt in Sachen Safari. Mein Mann wünschte sich auf Nachfrage einen Leoparden, dem wir dann überraschend auch relativ früh begegneten. Abends am Lagerfeuer erfuhren wir dann, dass wir ausgesprochene Glückspilze gewesen wären, denn auch in einem Private Game Ressort läuft einem ein Leopard eher selten über den Weg.

    Ja das ist wirklich Glück:love:, also in 30 Jahren Afrika Reisen, haben wir noch nicht einen gesehen ! ;( Vielleicht haben wir noch nicht „genug gewünscht“, damit wir immer einen Grund haben wieder nach Afrika zu fahren :P


    Nach einem so erfolgreichen ersten Safaritag, halten wir noch an einem Aussichtspunkt, wo man ermessen kann, wie riesig dieser See ist (nur einer von vielen im grossen Grabenbruch).





    Anschließend fahren wir weiter, in unsere nächste Unterkunft, der Octagon Lodge bei Karatu.

    Die Hauptstraßen sind normal asphaltiert und glatt wie ein Kinderpopo (die Chinesen waren es, wer sonst). Die Nebenstrassen allerdings haben oft mehr Löcher als Straße. In den Parks gibt es nur Naturstrassen mit Furten, oder teilweise überspülten einfachen Brücken , TiA (this is Africa). Insgesamt nix für Leute „mit Rücken“!