Beiträge von Gisi

    Hast du bei deinen früheren Reisen so gedacht?

    Grundsätzlich ja! Aber ich habe auf einigen Reisen auch Erfahrungen machen müssen, die mir Bauchschmerzen bereitet haben. Z.B. im Jahr 2009 in Kairo. Wir haben im Zuge einer organisierten Stadtbesichtigung auch eine Basar besucht. Mit dem Hinweis des Reiseleiters, möglichst als Gruppe dicht zusammen zu bleiben, wurden wir von ein paar unauffälligen Herren mit ausgebeulten Sakko in der Hüftgegend begleitet - Sicherheitsbeamte. Wir haben uns sehr unwohl gefühlt und schnell die Teestube aufgesucht, wo sich die Gruppe wieder treffen sollte. Das ohne reale Kriegsgefahr.

    Dieses scherze mit dem Bombenwetter sind sehr unpassend.

    Diese Bezeichnung stammt nicht von mir, und ist auch kein Scherz. Er ist zurückzuführen auf ein Theaterstück in Berlin mit dem Titel "Bombenstimmung". Das Thema handelte von dem ersten Weihnachtsfest nach Kriegsausbruch 1939. Eine mehr als deprimierende Handlung. So ähnlich muss es dem Menschen dort in den Kriegsgebieten jetzt auch gehen. Ich hoffe, es kommen alle möglichst schnell und gesund nach Hause.

    Auf den Schiffen sind vermutlich ebenfalls Menschen, die in der gleichen Lage sind

    Es ist doch letztendlich egal, wie die Schiffe heißen und von welcher Reederei sie kommen. Es sind Menschen in Gefahr, viele Menschen! Einen Unterschied möchte ich aber machen: Die Touristen, die das Risiko einer solchen Reise auf sich genommen haben, und der Crew, die dort arbeiten muss, jetzt noch mehr, als ohnehin schon. Eine große Gefährdung sehe ich für die Amerikanischen Lines, da es sich dabei um eine kriegsbeteiligte Nation handelt.

    Natürlich gehen Menschen mit solchen Dingen unbedarft um, denn sonst würde man nirgends mehr hinreisen.

    Eben diese Unbedarftheit ist es, die Menschen in Gefahr bringt. Sicher ist Urlaub und Reisen schön, aber sich deshalb in Lebensgefahr bringen? Im Bedarfsfall ist ein Urlaub auf Balkonien oder im eigenen Garten gesünder als ein Urlaub bei "Bombenwetter".

    Es ist schlimm, was jetzt wieder eskaliert. Aber ich denke viele Menschen nehmen die Gefahr, die z. Z. auf der ganzen Welt besteht, nicht ernst genug. Egal in welche Himmelsrichtung man schaut, es brodelt überall. Der Konflikt im Nahen Osten schwelt schon lange. Wer heute das Risiko einer Fernreise eingeht, muss mit solchen Dingen rechnen. Das hat nichts mit Pessimismus zu tun, das ist die nackte Realität. Ich höre jetzt wieder die Worte: "Hier kann auch etwas passieren". Richtig, schneller als man vielleicht denkt. Aber hier bin ich wenigstens Zuhause. Z. Z. reisen? Wenn überhaupt, dann nur im eigenen Land, maximal in West- oder Nordeuropa. Hier spreche ich die Sprache, hier finde ich mich im Notfall zurecht.

    Dennoch wünsche ich allen Betroffenen, sie mögen wohlbehalten heimkehren.

    IRGENDJEMAND wäre dann doch zuständig, oder? Und genau DER wäre mein Notfallkontakt.

    Dazu fällt mir noch ein: jeder Mensch sollte doch heutzutage eine Vorsorgevollmacht haben. In solch einer Vollmacht benennt man ja auch eine oder mehrere Personen, die sich im Bedarfsfall kümmern sollen. Bei mir ist das 1. Mein Mann und 2. meine Tochter. Für meinen Mann habe ich eine Generalvollmacht und auch die Tochter. Sollte der seltene Fall eintreten, dass wir mit unsere Tochter gemeinsam unterwegs sind, überträgt sich die Vollmacht auf unseren Enkelsohn. Das alles ist bei uns notariell festgelegt.

    Aber irgendwann hat man die große weite Welt gesehen

    Ein Menschenleben reicht nicht aus, um die große, weite Welt gesehen und erlebt zu haben. Schon gar nicht, wenn man zwischendurch noch einer Beschäftigung nachgehen muss um den schnöden Mammon für die Freizeitgestaltung herbei zu schaffen. Auch wenn man in verschiedenen Ländern gewesen ist, wird das während normaler Urlaubszeiten immer nur oberflächlich bleiben. Erst recht von einem Kreuzfahrtschiff aus. Markante Sehenswürdigkeiten - ja, schöne Natur - ja, aber Stadt, Land, Leute? Nur weil ich Pyramiden von Gizeh gesehen habe oder in Berlin im KaDeWe war, kenne ich Stadt und Land noch lange nicht. Apropos Berlin, das ist die einzige Stadt, die ich wirklich kenne, Aber dort habe ich auch 70 Jahre gelebt.

    Reisen bedeutete für mich immer Neues zu erleben. Urlaub war für mich nicht nur Pause von der Arbeit, sondern auch Abstand vom Haushalt. Genau das habe ich aber in einer Ferienwohnung, Wohnwagen oder ähnliches auch wieder. Ich wollte und will im Urlaub vom Haushalt nichts sehen. Betten machen, Kaffee bereiten, einkaufen - nicht im Urlaub!

    Mit zunehmenden Alter wird dann vieles beschwerlicher. Auch wer als Rentner in der glücklichen Lage ist, noch große Reisen zu unternehmen, wird irgendwann merken, dass Dinge, die man mit 40 Jahren noch locker weggesteckt hat, Probleme bereiten. Klimaveränderungen, lange Wege, das Kopfsteinpflaster in vielen Altstädten, Treppen und vieles andere wird ungemütlich.

    Aber - "Puschenurlaub" mache ich trotzdem zu Hause.

    Folgende Bestimmung verstehe ich nicht: Telefonnummern der letzten 5 Jahre, E-Mail-Adressen der letzten 10 Jahre :/
    Was wollen die mit alten E-Mail-Adressen und Telefonnummern die evtl. mittlerweile an eine andere Personen vergeben wurden?

    Über diese Angaben lässt sich feststellen, ob du Kontakt zu Menschen/Organisationen hattest oder hast, die in den USA nicht erwünscht sind. Dank moderner Techniken, lässt sich das für die Behörden ganz schnell herausfinden, zumal Datenschutz in dem gelobten Land kleiner geschrieben wird, als bei uns.

    Egal wie, es immer wichtig einen Notfallkontakt zu hinterlegen. Manches Mal kann man gar nicht so blöd denken, wie etwas passieren kann. Jeder Mensch hat doch zu Hause Menschen, die nahestehen. Auch wenn es nicht Familienangehörige sind, gibt es Nachbarn, Freunde, Kollegen, die zumindest in der Lage sind Behörden, Vermieter oder Vorgesetzte zu informieren. Wir würden nie verreisen, ohne das irgend jemand weiß, das wir weg sind und wo wir sind. Ich habe auch immer einen Notfallausweis im der Tasche.

    Dazu möchte ich auch zu bedenken geben, bei der z. Z. politischen Situation in der ganzen Welt, ist die Gefahr größer geworden. Da muss nicht gleich das Schiff untergehen. Politische Unruhen, Naturkatastrophen, nichts ist unmöglich.

    Wollen wir hoffen, dass keiner hier je in eine solche Situation gerät.

    Seabushy

    Interessanter Gedanke!

    Die Begriffe "gut" und "schlecht" sind ja relativ. Da ist wohl eher die subjektive Meinung über eine Wertung ausschlaggebend. Der eine braucht ein Luxushotel, dem anderen reicht ein Zweimannzelt auf einer grünen Wiese. Ich denke mal, wenn man viel Geld (auch relativ) für eine Unternehmung ausgeben möchte, sollte schon genau hinschauen. Somit lässt sich die Frage nach dem "gut" oder "schlecht" nicht pauschal beantworten. Letztlich ist auch das Preis- Leistungsverhältnis ausschlaggebend.

    Wünsche Dir ein schönes Wochenende

    LG Gisi

    keseburg

    Eine sehr schöne Tour, die wir ähnlich vor ein paar Jahren gemacht haben, und zu der ich Dir ganz viel Spaß wünsche. Dazu noch Paris - besser geht es nicht. Wir waren zur Zeit der Lavendelblüte in der Provence. Mit der MS Maribelle von Transocean Tours (gibt es nicht mehr). Den Weg haben wir mit dem Flieger von Berlin nach Lyon und zurück bewältigt.

    Hier ein kleiner Vorgeschmack:

    Die Schluchten von Ardeche:


    In der Carmarque:

    Meine Herzensstadt ist Wien, die ich auch schon mehrfach war. Sonst gibt es keine Orte, die wir mehrfach besucht haben. Viele, der hier genannten Orte sind mir bekannt. Auch in den Niederlanden waren wir mehrfach, aber immer an verschiedenen Stellen. "Puschenurlaub" mach ich Zuhause.

    Ich sag mal so, konstruktive Kritik bzw tipps können ja helfen z.b. wenn man Gesichter vergessen hat unkenntlich zu machen oder sowas oder irgendwo sich ein Fehler eingeschlichen hat. ich habe damit kein Problem, wenn man mir das sagen würde.

    Das hat aber nichts mit Kritik zu tun. Das sind nette Hinweise auf (Tipp)Fehler, die dem besten Autor mal passieren. Konstruktive Kritik wäre z. B. ein Hinweis auf deinen Schreibstil. Z.B. du wiederholst dich zu oft, wenn jeder Satz mit "ich werde..., ich habe..., ich wollte... beginnt. Sonst ist der Schreibstil individuell. Es gibt nun einmal Vorlieben, der eine schreibt sachlich, der andere Romane. Beide Genres finden ihre Liebhaber.

    Du kannst auch einfach gar nichts schreiben.

    Warum sollte ich? Unser Grundgesetz garantiert JEDEM Menschen das Recht auf freie Meinungsäußerung in Wort und Schrift. Ebenso das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, solange keine andern Menschen und/oder fremdes Eigentum zu Schaden kommt. Damit kann jede/r tun und lassen was sie/er möchte. Nur muss ich nicht alles gut finden, was andere Leute tun. Es finden ja auch nicht alle alles gut, was ich tue. Das ist auch OK. Somit nehme ich mir das Recht, das auch zu äußern. Sollte sich jemand persönlich angegriffen fühlen, habe ich da wohl ins Schwarze getroffen.

    Leben und Leben lassen.

    Wie mir diese Worte zuwider sind! Warum? Weil sie in diesem Kontex hier nur von oben nach unten genutzt werden. Heißt im Klartext, der Ärmere sollte möglichst schweigend hinnehmen, wie der Reiche in Saus und Braus lebt. Möglichst in Bewunderung ausbrechen, was die/der sich so alles erlauben kann. Diese Redewendung hat aber einen ganz anderen Sinn. Nämlich genau umgekehrt. Der Reiche sollte den Armen genauso wertschätzen, wie Seinesgleichen. Ein Paradebeispiel dafür ist der Berliner Sänger Frank Zander mit seine Weihnachtsfeier für Obdachlose, die er mit seiner Familie 2025 für rund 2500 Menschen organisiert hat.

    Finde ich schon sehr eigenartig, dass man das aus dem Forum lesen kann,

    Du darfst nicht vergessen, dass es Zeiten gab, wo die Datenschutzrichtlinien noch nicht so eng waren, wie es heute der Fall ist. Oft wurden auch Klarnamen benutzt, und es gab fast von jedem Fori ein Foto. Wenn man dann die Berichte, speziell von den Forentreffen, aufmerksam liest, kann man recht gut ausmachen, wer mit wem. Ich weiß z. B. dass Du mit W. aus Eichstätt befreundet bist, da ich mit ihm auch über FB Kontakt habe. Auf diesem Weg bin ich auch auf Deinen FB-Account gekommen. So setzen sich Puzzelteile zusammen. Dazu kommen oft vergessene oder unzureichend abgedeckte Nachnamen auf Bildern mit Reiseunterlagen.

    Deswegen muss man aber Alkohol nicht verteufeln und es so darstellen, als ob jeder Reisebericht-Autor, der Getränkefotos postet, ein potenzieller Alkoholiker ist.

    Das habe ich auch nicht behauptet. Ich habe nur festgestellt, dass im Zusammenhang mit Fotos und Berichterstattung Alkohol eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Auch habe ich gerade auf den Mein Schiffen Menschen kennengelernt, die sich im Rahmen des AI-Konzepts an den Bars festhalten, kostet ja nichts extra. Das ist zwar nicht allgemeingültig, fällt aber auf. Das bezieht sich aber auch auf Hotel(anlagen) mit AI-Angebot. Ja, und es gibt auch Menschen, die, warum auch immer, gar keinen Alkohol trinken.

    Und durch die dazu passenden Fotos habe ich schon mehrfach Getränke entdeckt, die ich dann bei der nächsten Reise selber getestet habe.

    Siehst Du, das unterscheidet mich vielleicht von anderen. Ich bin in Bezug auf Alkohol schon immer recht vorsichtig gewesen. Drinks, die "harten" Alkohol enthalten, trinke ich gar nicht. Wenn ich nicht dem Essen mal einen Cognac trinke, ist das schon das höchste der Gefühle.

    Sonst hast Du in vielen Punkten recht. Ein dicker Geldbeutel garantiert kein gutes benehmen, oft ist das Gegenteil Fall.

    Und wenn man einen Bericht nicht mag, dann liest man halt nicht mit.

    Genau das tue ich.

    Ich glaube, manche kennen sich hier wirklich auch privat und dann ergibt das liebe…schon Sinn.

    Nach 15 Jahren Forum kann ich recht gut einschätzen, wer wirklich über das Forum hinaus private Kontakte hat. Von zwei mal Forumstreffen lernt man sich nicht wirklich kennen. Bei den meisten ist das "liebe" wohl eher eine Floskel.

    Dein Text wirkt auf mich sehr niedergeschlagen, so freudlos.

    Ich bin weder freudlos noch niedergeschlagen, nur realistisch. Ein Beispiel: Wenn ich hier lese, "meine liebe sowieso", eine Anrede an Menschen, die ich nicht oder nur oberflächlich kenne, wirkt das für mich falsch.

    Deswegen habe ich immer meine eigene Seife dabei,

    Das ist ja dann auch die beste Lösung, wenn man empfindlich ist. Nicht meckern, sondern Handeln.

    Moin, Zusammen,

    nun habe ich hier eine Weile mitgelesen. Ja, der eine liebt Krimis, der andere Liebesromane und ein Dritter bevorzugt Sachbücher. So ist das eben. Was die hier eingestellten Reiseberichte betrifft habe ich eine sehr differenzierte Meinung. Wie hier im Vorfeld von andern Fotis erwähnt, lieber den Mund zu halten als etwas Negatives zu sagen, halte ich für total falsch. Aber das ist eine breite Auffassung, nicht nur hier. Damit haben die lauten Schreier nämlich gewonnen.

    Aber zurück zu den Reiseberichten. Es gibt viele gute Berichte über fremde Länder z. B. im "MareTV". Als ich im Jahr 2011 dieses Forum hier entdeckte, es war vor unserer ersten Kreuzfahrt mit TC, hoffte ich, hier einige Informationen zu finden, die nicht in offiziellen Reiseführern stehen. Hauptsächlich im Bezug auf das Schiff. Nett war, das wir auch ein paar fröhliche Menschen aus dem Forum dann auf dem Schiff kennengelernt haben. Von denen ist hier in der Zwischenzeit keiner mehr präsent. Auch gab und gibt es für mich hier kaum nutzbare Informationen. Private Touranbieter nutzen wir nicht, Mietwagen im Ausland sind auch nicht unsers und Gourmetpakete halte ich für rausgeworfenes Geld. Alles, was sonst für eine Reise mit einem Kreuzfahrtschiff wichtig sein könnte, erfahre ich über die entsprechenden Websits.

    Nach der Reise gab es hier noch einen kurzen Austausch und das war es dann. Bald schon musste ich dann feststellen, dass das Klientel hier im Forum nicht mehr meinen Maßstäben entsprach. Über manche Dinge konnte und kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn z. B. in einer Suite die Bilder an den Wänden bemängelt werden, die Farbe des Teppichbodens nicht dem persönlichen Geschmack entspricht oder die Fenstervorhänge nicht total abdunkeln. Da wird über Badewannen und Duschvorhänge gemäkelt, die Bodylotion ist nicht die richtige und vieles mehr. Die richtige Champagnersorte ist nicht vorrätig oder am Buffet fehlt eine ganz bestimmte Wurstsorte. Dann denke ich, Leute baut Euch ein eigenes Schiff, das könnt ihr so einrichten, wie ihr ihr es mögt. Alles Dinge, über die habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Auch wenn mir die Farbzusammenstellung in der Kabine nicht gefallen hat, es ist so wie es ist, das Schiff wurde nicht nur für mich gebaut. Anderen gefällt es.

    Im Detail:

    Spannend finde ich Reiseberichte, die bei mir Erinnerungen wecken. Da gab es vor Kurzem einen netten Bericht über eine Donaufahrt, der richtig gut war. Reiseberichte von Zielen, die ich nicht bereisen werde, lese ich nicht, es interessiert mich nicht. Reisen mit vielen Seetagen, wie die 35 Tage Karibikreise von/bis Hamburg, sind auch nicht unsers, da bekomme ich ja einen Schiffskoller. Wir haben uns für diese Reise einmal interessiert, aber bei genauerer Betrachtung hatte sich das erledigt. Viele Reiseberichte überfliege ich nur. Der Titel klingt interessant, dann öffne ich den Tread. Bei den ersten Essensbildern hab ich genug.

    Warum schreibt man Reiseberichte? Wenn ich Reiseberichte im öffentlichen Raum schreibe, schreibe ich die für andere und bewege mich vorwiegend auf der Sachebene. Meine persönlichen Erinnerungen in meinen Fotobüchern sind sehr viel individueller. Aber das geht die Öffentlichkeit nichts an.

    Fotos: Gibt es hier viele sehr schöne, wo ich manches mal denke "WOW"! Die endlosen Bilder von Essen sind nervig. Da wird jede Mahlzeit, jeder Gang fotografisch festgehalten und eingestellt. Wenn es sich um besondere Mahlzeiten handelt, ist das ja ok, aber ob nun XY zum Frühstück Rührei oder Müsli isst, ist doch eigentlich völlig egal. Aber was ich unter besonderen Mahlzeiten verstehe, ist wohl hier bei vielen Normalität. Ich denke da z. B. an unser Silberhochzeitsdinner auf der AIDAdiva im Rossini. Und ganz nebenbei: ein Foto von einem Steak sagt noch nichts über dessen Qualität oder den Geschmack aus. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wozu man um Mitternacht noch noch eine Pizza braucht, Auch staune ich hin und wieder, was so alles fotografiert und eingestellt wird. Da gibt sehr interessante Fotos von Sehenswürdigkeiten, aber ebensolchen Blödsinn wie Regale mit Konserven in Supermärkten. Was die Plüschis betrifft, finde ich das einfach nur albern, aus der Kuscheltierzeit bin ich raus. Ich besitze zwar auch ein kleines Kuscheltier, einen kleinen Teddy, der sitzt bei mir auf dem Nachtschränkchen und hat eine sehr individuelle Bedeutung. Ich gehe damit aber nicht spazieren.

    Auch die Fotos von den vielen, meist alkoholischen Getränken, sagen mir nur, welch große Rolle der Alkohol spielt. Da fängt der Tag schon zum Frühstück mit Sekt an. Beim Ausflug gibt es dann das eine und andere einheimische Bierchen. Zurück auf dem Schiff erholt man sich erst einmal bei einem Cocktail, zum Essen folgt die Flasche Wein und vor dem schlafen gehen gibt es noch einen Absacker. Wir sind auch keine Antialkoholiker, aber Sekt zum Frühstück ist die Ausnahme, während des Landgangs gibt es selten Alkohol, Ausnahmen sind hier nur mal z. B. eine Weinprobe auf Madeira oder der Besuch einer Calvadosbrennerei in Frankreich. Zu einem guten Essen gibt es auch ein Glas Wein (keine Flasche). Ein Drink noch zum Abendprogramm und das war es.

    Was ich gar nicht mag? Sind diese "Protz-Reiseberichte". "Mein Haus, mein Auto, mein Segelboot" Es sei jedem gegönnt, wenn er/sie sich mehr leisten kann, als die Masse der Bevölkerung. Wenn die Mittel dazu auf ehrliche Art erworben wurden, sollen die Menschen ihr Leben damit ihr genießen. Aber sie sollen es nicht als Norm darstellen. Wenn hier jemand schreibt, er/sie hat eine Kreuzfahrt in einer Innenkabine gemacht, kommt mit Sicherheit von einem anderen der Kommentar: "Bei mir geht ohne Suite gar nichts".

    Ich glaube, ich bin sehr viel anspruchsloser, als einige Foris hier. Nun komme mir keiner mit Neid, wie das in solchen Fällen oft der Fall ist. Ich bin zum Glück auch als Rentner nicht in der Situation Flaschen sammeln zu müssen. Ich bin vielleicht nur ein wenig pragmatischer.

    Ich wusste auch nicht, dass es da einen Gala-Abend gibt.

    Hallo, ein kleiner Hinweis vielleicht - die Schiffe von Cunard (also alle "Queen-Schiffe") gehören noch zu dem Genre, auf den noch recht enge Dresscodes gelten. Das gilt nicht nur für den "Gala-Abend". Ist es am Tag über auch leger, so ist ab 18:00 Uhr formelle Kleidung in allen Restaurants und Gesellschaftsräumen erwünscht. Wir haben vor ein paar Jahren mit der Buchungsbestätigung für jeden Abend den gewünschten Dresscode mitgeteilt bekommen. Lese dazu sicherheitshalber mal auf der Seite von Cunard die Hinweise zu den Bekleidungshinweisen. Sonst kannst Du wirklich nur im Buffetrestaurant essen gehen.