Tag 7: Samstag, 28.05.2016, 16 - 18°, sonnig später bedeckt, geplante Strecke: 60 km
Nun sind wir ja schon eine Woche unterwegs. Da müssen wir mal etwas frischen Wind in die ganze Angelegenheit bringen… :joke:
Erstmal ändern wir das Motto des Tages: Aus „Der Weg ist das Ziel“ wird heute „Das Ziel ist das Ziel!“
Dann fahren wir heute nicht weiter auf dem Hamburg-Rügen-Radweg sondern fahren auf „normalen“ Radwegen quer über die Insel nach Binz. Die Sightseeing-Route war uns heute zu lang, da wir heute Nachmittag noch etwas vorhatten!
Am Sonntag werden wir dann über den Hamburg-Rügen-Weg wieder zurück nach Stralsund fahren.
Im Vorfeld hatte ich für Rügen eine eigene Radwegekarte besorgt und uns einen deutlich kürzeren Weg quasi quer über die Insel unter Benutzung diverser Radwege ausgeguckt. So war der Plan…
Der Morgen startete mit einen einfachen, aber leckeren Frühstück in unserer Pension in der Altstadt. Um noch genug Zeit für unser Nachmittagsprogramm zu haben, wollte ich gerne um 8 Uhr schon auf den Rädern gesessen haben. Schade, aber es gab erst ab 8 Uhr Frühstück…
Aber zwanzig vor neun war dann alles wieder auf unseren Rädern verstaut und wir radelten los.
Es ging über den alten Rügendamm (wir waren vor dem Umschwenken der Brücke schon durch) Richtung Insel.
Zwischendurch konnten wir noch Stralsunds tolles Panorama von der Brücke aus genießen.
Wegen des verspäteten Aufbruchs war nun der Radweg quasi parallel zur Hauptstraße von Altefähr nach Rambin unser Favorit. Damit wollten wir etwas Zeit wieder gut machen. Rambin war von Altefähr aus ausgeschildert und der Weg ging auch wie auf der Karte dargestellt schön geradeaus. Erstmal zumindest….Der Weg mutierte zurück zum Feldweg und das Ortsschild von Barnkevitz tauchte vor uns auf. Na klasse, die Schilder waren nicht vernünftig angebracht gewesen und wir sind einen großen Bogen zurück zur Ostsee gefahren und standen nun doch auf dem ca. 10 km längeren Ostseeradweg entlang der Küste. ![]()
Ok, dann traten wir halt (wo es ging) etwas schneller in die Pedale. Hinter der Neuendorfer Kate sind wir auf einen regionalen Radweg abgeschwenkt Richtung Samtens. Auch dieser Weg war nicht beschildert. Aber wir konnten ja mittlerweile Karte lesen.
Diese 2,8 km entpuppten sich als megatiefer Sandweg, der fast gar nicht zu befahren war. Der Sand war so tief, das er einem beim Schieben von oben in die Schuhe lief. Mein Fluchen hat man bestimmt etwas weiter gehört… ![]()
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Von Samtens aus fuhren wir über Karnitz und Kasnevitz Richtung Putbus. Auch hier waren die Wege meistens mehr schlecht als recht zu befahren. Die Laune war dementsprechend! ![]()
Ab Kasnevitz fuhren wir auf dem Radweg entlang der Straße nach Putbus. Man merkte, dass wir wieder mehr in den touristischen Bereich gelangten. Hier war der Radweg relativ vernünftig ausgebaut.
Durch Putbus mit seinem sehenswerten Circus rollten wir nur kurz hindurch.
Das Wetter und die noch bevorstehende Strecke luden uns nicht wirklich zum Verweilen ein.
Ab Putbus folgten wir ein Stück dem Ostseeküstenradweg. Das war wieder deutlich angenehmeres Fahren.
Hinter den Striesower Tannen bogen wir auf ein Verbindungsstück zur Straße nach Serams ab. Auch hier war das Fahren abseits der Fernradwege wieder kaum möglich. Von Serams aus gab es aber wieder einen schön ausgebauten Radweg nach Binz.
Trotz aller Widrigkeiten haben wir so gegen 13 Uhr unsere Pension erreicht und sogar das Zimmer war schon bezugsbereit. – Wenigstens 1 x am Tag muss man ja mal Glück haben – ![]()
Tatsächlich (mit dem Rad) gefahren/geschoben:
Nun hatten wir noch Zeit für ein Mittagessen bevor wir unser Nachmittagsprogramm starten wollten. Zu Mittag gab es leckeren Backfisch im Gosch. Ich wollte schon mal etwas Vorarbeit für unsere erste Fahrt mit der Mein Schiff nächstes Jahr bei meinem Mann leisten… Er kannte das Gosch bis dato noch nicht.
Im Vorfeld hatte ich den Busfahrplan zum Königsstuhl herausgesucht und so saßen wir gegen halb drei im Bus zum Nationalpark Jasmund um uns die berühmten Kreidefelsen anzusehen.
Den Eintritt in das Nationalparkzentrum wollten wir aber nicht investieren. Unser Plan war der Geröllstrand und die Victoriasicht. Der Weg zum Strand ist leider nach einigen Abbrüchen in der letzten Zeit gesperrt, aber der Blick und die Eindrücke an der Victoria-Sicht sind toll!
Abends sind wir noch ein wenig durch den Ort spaziert, haben die Seebrücke besucht und leckere Burger zum Abendbrot gegessen.
Den Strand mit den vielen Leuten müsst ihr euch nun vorstellen... ![]()
Danach sind wir erschöpft in unsere bequemen Betten in dieser tollen Pension gefallen.
LG Conny