Beiträge von Nordfriesin

    So, hier regnet es Bindfäden. Ich mach dann nochmal weiter....

    Samstag 12.10.

    Pünktlich um sechs gabs Frühstück - unspektakulär - und pünktlich um sieben machten wir uns dann auf zum Ngorongoro Krater. Die Fahrt dauerte eine Stunde. Während Loui die Erlaubnis vorzeigte, gingen alle nochmal aufs Örtchen. Das war weniger schön, denn die Wassertanks waren grad leer. Zum Glück war es noch früh am Morgen...

    Dann fuhren wir die steilen Serpentinen hinunter in den Krater hinein.

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    Auf den Krater hatte ich mich zuhause am meisten gefreut. Jetzt denke ich, er hätte vor der Serengeti angefahren werden sollen. Es war wunderschön dort unten, aber nach all dem was wir in der Serengeti schon gesehen hatten und das ja teilweise aus nächster Nähe, konnte uns der Krater nicht mehr vollkommen mitnehmen. Die Natur mit den vielen weidenden Tieren strahlte viel Ruhe aus, aber so besondere Situationen, wie an den Tagen zuvor hatten wir hier nicht.

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    Man gut, wir hatten schon schöne Hyänenbilder. Diese guckte nur kurz mal aus dem Bau und war dann wieder verschwunden.

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    Auch die WCs hier unten waren leicht grenzwertig. Andererseits, zumindest gab es welche ;) wir waren ja auch verwöhnt.

    Eigentlich war der Krater so ein bisschen die Serengeti in klein, nur ohne Giraffen und Krokodile.

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    Geht gleich noch weiter...

    Über die Schotterpiste ging es irgendwann erbarmungslos weiter. Solange man immer wieder anhält um die Tiere zu beobachten geht es ja, aber wenn man zwei ein halb Stunden durchfährt und durchgerüttelt wird, dann langt es irgendwann echt!!!

    Um 18.00 waren wir im neuen Camp. Alleine endlich da zu sein, war schon super, aber als wir unsere Zelte zugeteilt bekamen, war die Freude groß. So schöne große Zelte mit toller Terrasse und weitem Blick auf einen Salzsee...einfach traumhaft. Wir bestellten noch vor dem duschen Weißwein und Bier und saßen auf der Terrasse und freuten uns einfach nur so doll!

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    Um 19.15 gings dann zum Abendessen und danach auf der Terrasse der Essenshütte war ich endlich mal nicht die einzige Süchtige. Ich traf drei nette Mitreisende und wir tauschten uns über unsere Erlebnisse aus. Schon witzig, die hatten in den Tagen fünf mal Geparden gesehen, sogar eine Mutter mit Jungen, aber nur einen sehr versteckten Leoparden...alle im selben Gebiet unterwegs und trotzdem sehr unterschiedlich. Aber auch sie waren restlos begeistert.

    Unser Wecker sollte morgen allerdings schon um 5.30 klingeln, von daher wurde der Abend nicht wirklich lang.

    Obwohl es ordentlich windig war und die Zeltwände dadurch immer mal wieder knallten, schlief ich schnell ein. War aber auch immer wieder wach. Man konnte auch hier die Tiere ums Zelt laufen hören und da ich jetzt ja den einen oder anderen Haufen erkennen konnte, wusste ich, dass zumindest Giraffen und Zebras in der Nacht das Camp besuchten. Wir hatten auch die eine Zeltseite offen gelassen und ich sah nachts immer mal raus in der Hoffnung etwas zu entdecken. Leider sah ich nix...

    Um die Mittagszeit fuhren wir zu einem Infozentrum im Park und bekamen dort eine Führung. Schön gemacht und interessant.

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    Nach der Führung gab es dann unser Lunchpaket und danach gings weiter, der Weg war noch weit und wir hielten ja auch oft an.

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    Der kleinste Elefant der Reise

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    Zum Schluss gab es dann noch ein Löwenrudel, das sich langsam sammelte. Die wollten bestimmt auf Jagd, aber wir hatten keine Zeit so lange zu warten...

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    Geht noch etwas weiter....

    Freitag 11.10.

    Morgens schnell das Frühstück hinter uns gebracht, zurück zur Hütte - die Meerkatzen sprangen durchs Camp :love: und fertig gepackt. Nachdem wir bezahlt und der Jeep gepackt war, ging es wieder los. Der Weg führte wieder durch die Serengeti mit dem Ziel des nächsten Camps, das Ngorongoro Wild Camp. Dieses Camp haben wir als upgrade gebucht, wer das nicht tut, würde jetzt die letzten zwei Nächte wieder im Highview in Karatu schlafen.

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    Wir waren noch keine 15 Minuten unterwegs, da saß ein Gepard im Land - den hatten wir auch noch nicht :) Der ließ sich auch wunderschön fotografieren, streckte sich nochmal für eine neue Pose und legte sich dann ins Gras. Schon wieder sooo schön :love:

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    Ich bewunderte wirklich Louis Augen. Was der während der Fahrt alles sah. Der Gepard war schon ein Stück weiter weg, aber Loui sah ihn, stoppte in bekannter Weise und fuhr rückwärts zurück. So ein Guide ist schon klasse!

    Den ganzen Tag über gab es wieder wunderschöne Tierbegegnungen. Wir waren einfach nur hin und weg.

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    Ich liebe Warzenschweine :)

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    Die Elefanten waren tiefenentspannt und wirklich nah am Auto, überquerten auch die Straße...

    Irgendwann sahen wir einen Geier fliegen und landen...da waren noch mehr Geier und dann sahen wir die Hyänen :love: Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für die "hässlichen" Tiere, Marabus, Warzenschweine und Hyänen finde ich klasse und freute mich so sehr, dass wir auf die Hyänen

    stießen.

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    Geht noch weiter...

    So, den Tag mach ich noch zu Ende...

    Halb fünf waren wir wieder im Camp und um fünf sollte unser "Buschwalk" starten. Da man ja wirklich viel sitzt, auch wenn wir im Jeep viel gestanden haben, wollten wir auch mal etwas laufen. Da man sich in den Camps ja lieber nicht so frei bewegen soll...und auch nicht unbedingt will :Skam uns dieses Angebot grade recht. Zum Abschluss der Tour sollte es dann noch einen Sundowner geben...wenn man schonmal in Afrika ist.

    Zwei aus unserem Jeep kamen noch mit, dann noch ein Guide, der uns alles mögliche erklärte und dann noch ein bewaffneter Guide, der kaum ein Wort sagte und wirklich die ganze Zeit seine Augen überall hatte. Schon ein mulmiges Gefühl...

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    Wir gingen durchs Land, sahen Zebras, Gnus, Thompson Gazellen und von weitem Elefanten und bekamen viel erklärt. Unter anderem kann ich jetzt vielen PuhHa Haufen das richtige Tier zuordnen :S. Irgendwann lenkte uns der Guide vom direkten Weg weg. Er hatte den Wasserbüffel auf dem letzten Foto (stark gezoomt) gesehen und meinte, das wäre ein alter Bulle. Die trennen sich irgendwann von der Herde und können sehr aggressiv werden. Allerdings gingen wir jetzt eher in Richtung Elefanten... Es war schon sehr aufregend, ging aber natürlich alles gut. Trotzdem fühlt man sich schon irgendwie sehr verletzlich dort.

    Dann saßen wir irgendwann auf einer Bank mit Blick aufs Tal und obwohl da auch Wolken waren, war der Blick und die Stimmung einmalig. Wir waren so begeistert.

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    Kurz bevor es ganz dunkel war, sind wir dann zurück zum Camp. Schnell geduscht und umgezogen und dann die Flöte genutzt, um einen Massai zu rufen. Unterwegs nahmen wir noch vier Leute mit und auf einmal hörten wir ganz laut eine Hyäne lachen...die war wirklich so nah, dass wir alle zusammenzuckten und etwas schneller liefen. So ein Camp ist wirklich mitten in der Wildnis!

    Das Essen - tja, wie schonmal erwähnt, keine Gourmetreise. Mein Mann sagte mir dann jetzt mal, er hatte gelesen (Er ist ein Streber und hat vor der Reise ein Buch über Tansania gelesen) dass die tansanische (schreibt man das so?) Küche keine großartige Esskultur hat. Ok, das hatte ich allerdings auch schon entdeckt. Aber der Rest der Reise entschädigte dafür reichlich!

    Als wir fertig gegessen hatten, eröffnete uns das Paar, das mit uns auf dem Walk war, dass es heute 25jährigen Hochzeitstag hätte. Und den wollten sie schon lange in der Serengeti feiern. Wir wären heute Abend eingeladen. Das war schon sehr süß und so saßen wir alle noch etwas beisammen. Von feiern kann natürlich nicht groß die Rede sein, schließlich müssen wir ja jeden Morgen echt früh raus. Ist nämlich auch keine Erholungsreise hier :S

    In der Nacht dann wieder Lärm, Zebras rund um die Hütte, Hyänen, sooo laut und irgendwas auf dem Dach...wir haben nicht so viel geschlafen. Aber aufregend ist das allemal!

    Morgen mehr

    Liebe Grüße

    Anette

    Gegen 13.30 machten wir uns auf in Richtung eines Übernachtungscamp mitten in der Serengeti, in dem wir heute zu Mittag essen sollten. Wir fuhren relativ zügig die Schotterstraße entlang, als Loui plötzlich eine Vollbremsung hinlegte und in Windeseile rückwärts zurücksetzte. Er hielt an einem Baum, der direkt an der Straße stand und wir guckten durchs offene Dach und trauten unseren Augen nicht. Aus ca. 2,5m Entfernung schaute ein Leopard auf uns herab. Es waren vielleicht drei Sekunden, bevor die Raubkatze sich auf und davon machte, aber diese drei Sekunden waren unglaublich, Auge um Auge mit so einem schönen Tier. Es hingen noch die Reste der Gazelle zwischen den Blättern, der kam bestimmt wieder zurück.

    Wir warteten aber nicht, sondern fuhren schweigend weiter...

    Noch vor dem Camp hörte Loui dann über Funk von noch einem Leopard. Wie auch immer er dort die Wege findet, für mich sahen alle gleich aus, er fuhr noch vor dem Mittag mit uns dorthin. Eine riesige Akazie stand auf einer freien Fläche und auf einem Baum lag ein junger Leopard und schlief in aller Seelenruhe. Der ließ sich überhaupt nicht stören, schon wieder einfach nur unglaublich so ein Moment.

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    Irgendwann nach 14.00 kamen wir dann bei dem Camp an. Puh, das sah trostlos aus und ich war froh, nicht hier gebucht zu haben. Das Essen war so lala und auch nicht genug für alle, es waren ja mehrere Jeeps dort. Es gab auch ein WC-Zelt. Mein Mann meinte nach kurzem Besuch, da musst du gar nicht erst rein...<X

    Ich sah von weitem Marabus, schlich mich da langsam hin und bekam tolle Fotos :)

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    Bevor wir lossollten, fragten wir, ob es irgendwo noch einen WC Stopp für Frauen geben würde. Daraufhin regelte Loui, dass wir in ein unbewohntes Zelt gehen durften. Besser als nix, aber wenn ich so ein Zelt in diesem Camp gebucht hätte, ich hätte geweint ||

    Mit einigen tollen Fotostopps ging es zurück ins Camp....

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    ...für den Abend hatten wir noch was gebucht.

    Wir machten noch eine Pause mit Ausblick bei einem "Hippopool". Nicht nur der Ausblick war grandios, so nah an all den Flusspferden, sondern auch die WCs...und diesmal hab ich sie geknipst, das glaubt ja sonst kein Mensch. Mitten in der Wildnis solche Toiletten....

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    Auch hier gab es wieder Picknicktische. Aber am schönsten war der Ausblick auf die Flusspferde. Ca. vier Meter die Böschung runter lagen sie, hin und wieder stand mal eins auf, es gab kurzen Streit...einfach nur schön da zu stehen und zuzusehen. Nicht übersehen sollte man das Schild, auf dem darauf hingewiesen wird, dass sich direkt dort wo man steht auch gern mal das ein oder andere Krokodil sonnt. Wir guckten uns dann auch lieber sorgfältig um ;)

    Geht gleich weiter....

    Donnerstag 10.10.

    Halb sieben klingelte der Wecker, um sieben gings zum Frühstück und der Ausblick war traumhaft :love:

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    ...das Wetter auch! Das Frühstück...naja, es ist definitiv keine Gourmetreise...:(

    Kurz in die Hütte und Sachen packen und dann zum Jeep. Unterwegs noch einem Pavian aus dem Weg gehen...es war einfach so phantastisch :) Nach ca. vier Minuten Fahrt kamen wir an einer Elefantenherde vorbei, so nah am Camp. Dazu Gnus - nicht zu zählen, hunderte über mehrere Kilometer.

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    Direkt im Park ging es nahtlos weiter. Antilopen, Krokodile, Giraffen, Löwen, Vögel, Hippos, es war einfach Wahnsinn!!!

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    Geht gleich weiter...

    Unterwegs wurde die Lunchbox auf einem Picknickplatz verputzt. Auch dieser Platz war wieder super, sauber, mit tollen WCs und vielen schattigen Tischen. Einfach unglaublich, was die da in diese Wildnis gebaut haben.

    Gegen halb sieben kamen wir dann in unserem Camp für die nächsten zwei Nächte an. Wir wurden begrüßt und eingewiesen. Ab der Dämmerung durfte man nicht mehr alleine herumlaufen. Wir bekamen auch eine Flöte, für den Notfall, aber auch, wenn wir zum Essen gehen wollten. Ein paar Massai nahmen dann unsere Taschen und führten uns zu unseren Zelten....dachten wir. Leider liefen sie an allen Zelten vorbei und blieben irgendwann vor einer kleinen, runden, aber gemauerten Hütte stehen. Das war so nicht gebucht und ich erstmal enttäuscht. Aber viel machen konnten wir nicht, die Zelte waren alle belegt. In unserer Hütte standen drei Betten, ein Sofa und ein Tisch. Das Bad war nur durch einen Vorhang abgetrennt - schon gewöhnungsbedürftig.

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    Wir duschten uns den Staub ab, ohne nennenswerten Wasserdruck. Tat aber trotzdem gut. Ein bisschen nett angezogen und dann wollten wir raus um zum Essen zu gehen. Als wir aus der Tür traten, wartete schon ein Massai auf uns, der uns durch die dunklen Wege zum Essenszelt führte. Dabei leuchtete er die ganze Zeit in alle Richtungen mit der Taschenlampe. Da dachte ich noch son bisschen, dass das auch etwas Show wäre...

    Hach was schmeckt so ein Weißwein bloß gut, nach so einem Tag :P Außerdem konnte man hier Akkus laden und hatte free Wifi.

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    Das Abendbuffet war ok, nix besonderes, aber man wurde satt. Es sollte den Rest der Reise so bleiben.

    Gegen halb zehn ließen wir uns zurück zur Hütte führen. Der Guide leuchtete wieder in alle Richtungen und kurz vor unserer Hütte standen dann plötzlich sechs Zebras 8|bevor ich mein Handy gezückt hatte, waren die natürlich schon wieder weg, aber uns wurde kurz mal bewusst, dass um uns rum Wildnis war.

    Die Zebras kamen in der Nacht zurück. Ich konnte sie die ganze Zeit grasen und laufen hören. Überhaupt gab es viele Geräusche in der Nacht, auch die von Hyänen und Löwen=O. Ich hab nicht viel geschlafen. Auch wenn die Massai die ganze Nacht Wache halten, es ist schon unheimlich, aber auch sehr besonders :love:

    Hier gibt's es jetzt Essen.

    Liebe Grüße

    Anette

    Dann ging es weiter und wir kamen zum "Eingang" der Serengeti.

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    Wir sahen viele Zebras, Antilopen, Gazelle, Löwen, Giraffen, Paviane, verschiedene Vögel und aus der Ferne einen Leoparden im Baum dösen. Die ganze Natur und Tierwelt ist einfach nur beeindruckend und eigentlich hatten wir immer ein Dauergrinsen im Gesicht :love:

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    Bilder geben davon nur einen kleinen Eindruck...

    Schön, dass so viele mit dabei sind :) weiter geht's.

    Mittwoch 9.10.

    Tja, nun hatten wir unser Gepäck und morgens auch endlich was zu packen :S. Heute gab es keine Aussicht, sondern das Tal war nebelverhangen und es nieselte leicht. Nach dem Frühstück wurde der Jeep gepackt und es ging los. Wir sollten über die Ngorongoro Conservation Area durch die Serengeti fahren. Unterwegs gab es noch einen Besuch in einem Massai Dorf. Das Ziel war unser Wildcamp im Schutzgebiet außerhalb des Serengeti Nationalparks.

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    Die Jeeps warten

    Eingang in die Area

    https://forum.pooldeck24.de/forum/thread/17403-warum-wurde-mein-foto-gelöscht/

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    Nebliger Blick am Kraterrand

    So lange wir am Kraterrand fuhren regnete es etwas und ich bemühte mich bei den meisten Serpentinen nicht aus dem Fenster zu gucken. Wir kamen denn auch an der einen oder anderen Panne vorbei und auch an einem Unfall. Wobei ich hier schon so begeistert von unserem Fahrer war, dass ich nicht wirklich Angst hatte.

    Wir machten einen kurzen Foto/WC Stopp am Kraterrand

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    und dann ging es auch schon weiter. Das Wetter besserte sich merklich, je weiter wir uns vom Krater entfernten.

    Jetzt sollte es also in ein Massai Dorf gehen. Ich hatte im Vorwege einige Bewertungen der Reise gelesen und dieses Dorf wurde überwiegend nicht so toll bewertet (weiß mittlerweile aber, dass viele verschiedene Dörfer angefahren werden und nicht immer das selbe). Vorführung, Abzocke, Nepp....so in der Richtung. Dadurch war ich dann doch eher weniger entspannt...

    Wir kamen an, wurden vor dem Dorf sehr nett begrüßt (auf englisch) und bekamen alle einen Umhang. Die Männer in rot - Bedeutung Schutz, die Frauen in blau - Bedeutung Glück/Freude. Als nächstes wurde ein Tanz aufgeführt, mit Gesang. Es war klasse, allerdings auch wie im Fernsehen. Dann durften wir ins Dorf hinein und es wurde noch einmal getanzt. Einige der Gäste haben mitgemacht und das lockerte das Ganze dann etwas auf. Die Männer sprangen in die Höhe (und hey...einige können springen) und wer da am höchsten springt, hat die größten Chancen bei den Frauen.

    Nach dieser Vorführung "durften" wir dann etwas spenden, aber nur, wenn wir uns wohlfühlten....das war dann schon seeeehr strange. Ich hätte mich spätestens jetzt extremst unwohl gefühlt, wenn ich meinen Mann nicht dabei gehabt hätte. Er hatte gleich zu Anfang das Gespräch mit dem Wortführer, der uns willkommen geheißen hatte, gesucht und sabbelte die ganze Zeit mit ihm, fragte ihm Löcher in den Bauch, war an allem interessiert und so offen, dass die Stimmung zwischen den beiden total locker war.

    Wir durften dann auch in eine der kleinen Kralhütten, immer zu zweit. Wir wurden dem Bruder des Wortführers zugeteilt, auch der konnte englisch und auch dem fragte mein Mann (auf dem Bett sitzend in der winzigen, dunklen, stickigen Hütte) Löcher in den Bauch.

    Sollte ich bloß niemals in so einer Hütte leben. So klein und eng und staubig durch die ganzen Löcher, trotzdem verkohlt riechend durch die Feuerstelle....ich fühlte mich in der kurzen Zeit schon fast lebendig begraben. In der winzigen Hütte standen viele Eimer mit Deckel, es gab zwei Schlafstellen, für sechs Personen und es war einfach alles schmutzig. Interessant, aber ich war froh, als ich wieder an der Luft war.

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    Draußen waren dann verschiedene Stände aufgebaut, an denen man verschiedene Holzsachen und Perlenschmuck aufgebaut hatte. Jede Frau hatte ihren eigenen Stand und würde wohl auch das Geld aus dem Verkauf bekommen. Hier durften wir uns jetzt was kaufen ;), allerdings mussten wir zuerst etwas bei der Frau unseres Gastgebers kaufen. Es war seine zweite Frau, bei der ersten Frau waren wir in der Hütte, von seiner dritten Frau durften wir mit ihm zusammen noch ein Foto machen - es war die jüngste und er offensichtlich sehr stolz auf sie. Nun gut, wir wählten ein paar Sachen, handelten den übertriebenen Preis runter, zahlten trotzdem viel zu viel und sahen es als Spende. Falls dieses Geld dieser armen Frau das Leben irgendwie leichter machen kann...ich hoffe es.

    Zuletzt ging es in den "Kindergarten". Oh mein Gott, mir blutete das Herz.

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    In dieser Hütte saßen ca 25 Kinder auf kleinen Bänken, dicht an dicht. Als wir eintraten sangen sie im Chor ein Lied, so voller Enthusiasmus. Die waren alle so süß und so dreckig und alle hatten eine Schnottnase und stürzten sich auf uns, als das Lied zu Ende war. Sie streichelten uns über das Haar, die Haut, spielten Abklatschspiele mit den Händen...ich hätt sie alle mitnehmen können.... Wir spendeten auch hier noch etwas und hofften, dass das Geld dann auch für den Kindergarten verwendet werden würde.

    Dann war der Besuch vorbei. Und obwohl er für uns wirklich interessant und auch beeindruckend in verschiedene Richtungen war, weiß ich noch immer nicht so richtig, was ich davon halten soll.

    Unsere Jeepmitfahrer fühlten sich dort nicht wohl und fuhren mit dem Gefühl der Abzocke weiter...