Okay, ich will Euch nicht weiter auf die Folter spannen. Vorweg, es gibt keine Tapas. 
Es gibt auch keinerlei Sossen heute auf dem Buffet, was zur unmittelbaren Konsequenz hat, dass der verliebte Koch wieder zum Salat zurückversetzt wurde. Er scheint aber derzeit in einer on-oiff-Beziehung zu sein, denn während der Muschelsalat dramatisch an den Salzleckstein von Knuts Cousine Inga, das tote Meer und an den früheren Liptauer beim Diamantfrühstück (sorry, Insiderwitz für die Kenner*innen meiner RBe) erinnerte, glänzte das NaCl im Tomaten-Avocadosalat durch komplette Abwesenheit. Beide Salate gemischt waren aber sensationell! (Oha, es geht schon wieder los!
)
Ein alter Bekannter hat heute ebenfalls den Weg auf das Buffet zurückgefunden: der auberginenfarbene, ungeschälte Reis, der uns schon beim französischen und chinesischen Tag begegnet war. Heute hiess er "schwarzer Reis" und war wieder genau so zubereitet worden, wie wir es bislang nicht schätzen und lieben gelernt hatten: furztrocken. 
Dann gab es noch einen sogenannten Fischeintopf, was letztlich vor allem kalter gewürfelter Dosenthunfisch war, den irgendjemand orange eingefärbt und mit eine mikroskopisch kleinen Menge von irgendetwas Rotem (ich vermute Paprika, der in eine TNT-Explosion geraten war) vermengt worden war. Passte gut zum Reis, war nämlich auch furztrocken. Zu diesem Zeitpunkt holte ich mir bereits das zweite Glas Spezi.
Richtig geraten hatten wir formal mit der Paella, die allerdings weder Poulet, noch Garnelen oder gar Kaninchen enthielt, sondern nur ein wenig gemischtes Erbsen-Möhren-Mais-Dosengemüse und dementsprechend als "Gemüsepaella" angeschrieben worden war. (Ich glaube, für diesen Frevel erhält man in manchen spanischen Bergregionen noch heute die Todesstrafe.)
Sie mögen es "Paella" nennen, ich nenne es "Gemüsereis". Punkt. 
Auch mit den Patatas irgendwas hatten wir richtig gelegen, allerdings fehlte ihnen überraschend jegliche Knusprigkeit. Akuter Krankheitsfall bei der Küchencrew? Die Pommes sahen nämlich heute auch mal essbar aus.
Der allgemeine Salzmangel auf allen Stationen ausser einer setzte sich dann auch bei den "gegrillten Pimentos" fort, die streng genommen einfach gewürfelter roter und gelber Paprika waren, die komplett ohne Würzung einmal durchs offene Feuer gezogen worden waren, damit sie kleine schwarze Flecken bekamen, aber weiterhin schön knackig roh blieben.
Das Beste auf dem Teller war noch die Tortilla, die ganz okay war.
Beim Nachtisch stellte ich dann erleichtert fest, dass der Herr der Friteuse doch nicht auf dem Sterbebett darniederlag, er durfte heute nur einmal etwas anderes probieren. Allerdings scheint ihm niemand erzählt zu haben, dass Churros erst ins heisse Fett kommen, denn wenn man sie bereits ins kalte Fett wirft, saugen sie sich mit Fett voll und schrumpfen danach. Ein schöner Kontrapunkt war dann aber die, ebenfalls von uns vorhergesagte Crema Catalan, die definitiv der heutige Höhepunkt im T&N ist und auch von unserer alten Studierendenmensa vor 30 Jahren nicht besser hätte gemacht werden können. 